Beiträge vom: Februar, 2008
Bei der Bob-Weltmeisterschaft im sächsischen Altenberg gewann der Thüringer Ausnahme-Wintersportler am letzten Wochenende den Weltmeistertitel im Zweier- sowie im Viererbob. Mit diesen Siegen schaffte der 34-Jährige das zweite Double nach der WM 2003 in Lake Placid (USA) und erhöhte seine Titelanzahl auf sagenhafte elf Goldmedaillen bei Olympischen Winterspielen und Weltmeisterschaften.
Andrè Lange kann es selbst kaum fassen, welche Leistung er da vollbracht hat. Mit einem Riesenvorsprung von 2,02 Sekunden in vier Läufen auf seinen ärgsten Widersacher Alexander Subkow aus Russland hat der in Suhl lebende Sportler mit seinen Anschiebern René Hoppe, Kevin Kuske und Martin Putze den Doppelerfolg am letzten WM-Tag perfekt gemacht. Ganze fünf WM-Titel im Vierer kann sich der ostdeutsche Bobpilot nun zuschreiben. Das schaffte vor ihm noch kein anderer Bobfahrer. Nur im letzten Jahr, bei der WM in St. Moritz (SUI) riss seine 2002 begonnene Siegesserie kurzfristig.
Eine Woche zuvor ließ schon Lange der Konkurrenz auf der Bahn im Kohlgrund mit dem wohl zurzeit besten Anschieber der Welt Kevin Kuske aus Potsdam keine Chance und griff nach Gold. Ebenfalls in vier perfekten Läufen hat der Thüringer auf seiner Lieblingsbahn, die als die Schwerste der Welt gilt, seinen Rivalen keine Chance gelassen und seinen dritten WM-Titel im Zweierbob eingefahren.
Kurz vor der WM gewann der Suhler beim Weltcupfinale in Winterberg in einer Saison alle drei Weltcuptrophäen. Dieses Triple gelang zuvor erst vier Piloten in der Bobgeschichte.
Den Grundstein für seine Erfolge legte der am 28. Juni 1973 in Ilmenau geborene Thüringer im jungen Alter von acht Jahren beim BSR Rennsteig Oberhof. Dort begann er seine glorreiche Laufbahn mit dem Rennrodeln, wo der junge Lange 1993 zum Bobsport überwechselte. Fünf Jahre später wurde er erstmals Juniorenweltmeister im Zweier- und Viererbob. [...mehr]
In dieser Woche gastiert der Biathlon-Weltcup erstmals in seiner Geschichte in Pyeongchang. Die südkoreanische Stadt liegt circa 180 Kilometer von der Hauptstadt Seoul entfernt und begrüßt die Athleten mit momentanen -13 Grad. Neben der langen Anreise müssen sich die Biathleten noch mit organisatorischen Problemen auseinandersetzen.
Trotz alledem freuen insbesondere die deutschen Biathleten auf das Rennen in Südkorea, denn für Magdalena Neuner, Martina Glagow, Andrea Henkel und Kati Wilhelm geht es noch um wichtige Punkte im Gesamtweltcup. Momentan führt Andrea Henkel dank ihrer zwei Weltmeistertitel mit 576 Punkten vor der Französin Sandrine Bailly mit 542 Punkten.
Hinter diesen beiden Führenden lauert das Trio Martina Glagow (532), Kati Wilhelm (531) und Magdalena Neuner (524). Eine dieser vier deutschen Topathletinnen möchte auf jeden Fall die große Kristallkugel erobern.
Bei den Männern hingegen scheint der Gesamtweltcup bereits entschieden. Über allen thront der König der Biathleten Ole Einar Björndalen mit 735 Punkten. Auf den Plätzen zwei und drei folgen die beiden Russen Dmitri Yaroshenko (563) und Maxim Tchoudov (541). Bester Deutscher ist wieder einmal Michael Greis auf Platz sechs mit 410 Punkten. Er möchte, nachdem er sich im vergangenen den Gesamtweltcup sichern konnte, noch einmal einen Angriff nach vorn unternehmen und visiert die einen Platz unter den ersten Drei an.
Die recht anspruchsvolle Strecke wird den Athleten alles abverlangen auf dem Schlussspurt des Weltcups. Ausgetragen werden die beiden Sprintentscheidungen, die Verfolgungen und der abschließenden Mixedstaffel am Sonntag am Biathlon-Wochenende in Pyeongchang. Danach gastiert der Biathlon-Zirkus noch im russischen Khanty Mansiysk und abschließend am Holmenkollen in Norwegen.
Dann heißt es für die Athleten erst einmal Urlaub, sich vom anstrengenden Weltcup erholen. Der Winter war trotz des personellen Umbruchs wieder einmal sehr erfolgreich. Neben fünf Goldmedaillen bei den Weltmeisterschaften in Östersund ergatterten die deutschen Biathleten zahlreiche Weltcup-Siege. Die meisten von ihnen träumen von einem paradiesischen Badeurlaub unter der Sonne, wo sie den Skianzug mit der sexy Bademode tauschen werden.
Aber zunächst müssen noch die letzten drei Weltcups über die Bühne gebracht werden. Beginn ist heute mit dem Sprint der Herren. [...mehr]
Um 3.30 Uhr MEZ geht es in der Nacht zum Sonntag um den Titel „König aller Klassen“. Bei der Titelvereinigung im Schwergewicht trifft der Ukrainer Waldimir Klitschko auf Sultan Ibragimov im legendären Madison Square Garden in New York.
Der 31jährige ukrainische Weltmeister ist von seinen Fähigkeiten überzeugt: „Ich bin siegessicher und habe keine Zeit und auch keine Kämpfe zu verlieren.“ 107 Kiloprogramm brachte Klitschko beim offiziellen Wiegen auf die Waage und war damit 8,6 Kilogramm schwerer als sein russischer Konkurrent, der in der Branche vor allem als Spitzbube bekannt ist. Für Klitschko wäre es der 50. Sieg in seiner Profilaufbahn, lediglich gegen Ross Puritty, Corrie Sanders und Lamon Brewster musste er Niederlagen einstecken, die aber längst verwunden hat. Dass aber auch Ängste mit jedem Kampf verbunden sind, beweist der IBF-Champion mit folgender Aussage: „Ich liebe das Boxen. Es gab Zeiten, da hatte ich regelrecht Angst, in den Ring zu steigen. Ich liebe es, zu gewinnen. Ich arbeite jeden Tag daran, perfekt zu werden”
Der Kampf der beiden Schwergewichtsgiganten dürfte auch zahlreiche Prominenz in den Madison Square Garden locken, so haben sich Schauspieler Bruce Willis und Sänger Eric Clapton für den Kampf angekündigt. [...mehr]
Erstmals in ihrer Geschichte sicherten sich die Eisbären Berlin gestern den Titel im DEB-Pokal. Der etwas ungeliebte Wettkampf, der erst vor fünf Jahren wiederbelebt wurde, muss mit dem Image leben, dass es sich hier nur um ein Betätigungsfeld für junge Nachwuchsspieler handelt, trotz alledem traten gestern die Eisbären sowie die Frankfurt Lions in Bestbesetzung an.
Und die Eisbären hatten etwas gut zu machen, verloren sie doch ihre Generalprobe am Sonntag gegen den ungeliebten Anschutz-Bruder Hamburg Freezers mit 1:7. Völlig anders präsentierte sich das Team gegen die Frankfurter Lions – kampfstark und voller Tatendrang. So verwundert es nicht, dass bereits nach drei Minuten der Puck im Frankfurter Gehäuse einschlug. Brandon Smith hatte die Berliner mit einem vorzüglichen Schlagschuss in Führung gebracht.
Einen kleinen Bruch gab es in der 12.Minute als Nationalspieler Florian Busch nach einem üblen Bandencheck gegen Jason Marshall mit einer Spieldauerstrafe vom Eis musste. Marshall erlitt eine Gehirnerschütterung sowie zwei Platzwunden und musste ebenfalls vom Eis. Die Frankfurt Lions erwägen nun ein Spielvideo zum Disziplinarausschuss zuschicken, um eine längere Strafe für Busch zu erwirken.
Umso länger das Spiel dauerte, desto besser kamen die Gäste ins Spiel und so sorgte Simon Danner in der 29. Minute für den Ausgleich. Zehn Minuten vor Ende rafften sich die Eisbären im auskauften Wellblechpalast von Berlin noch einmal auf und konnten durch Richard Müller (50.) und Jens Baxmann (51.) mit zwei Toren in Führung gehen. Zwar traf Chris Taylor (56.) noch zum Anschluss, aber den Sieg der Eisbären konnten die Lions aus Frankfurt nicht mehr verhindern.
Damit haben die Eisbären den ersten Titel des angestrebten Doubles nach Berlin geholt. Den Schwung des Pokalerfolges wollen sie in die kürzlich beginnenden Play-Offs mitnehmen. [...mehr]
Das Team von Andreas Klöden und Tour-Gewinner Alberto Contator muss nach dem Giro auch auf die Tour de France 2008 verzichten. Der Tour-Veranstalter Amaury Sports Organisation (ASO) verzichtet auf das Team von Johann Bruyneel, der als Teammanager Lance Amstrong zu sieben Tour-Siegen verholfen hat.
Damit ist zum zweiten Mal nach 1952 der Toursieger von der Schleife ausgeschlossen, allerdings hatte dies bei Fausto Coppi einen anderen Grund. Der Italiener wurde nicht eingeladen, weil seine sportliche Überlegenheit einfach zu groß gewesen war. Der Ausschluss des Astana-Teams gelte für alle Rennen der ASO, somit auch für den Frühjahrsklassiker Paris-Roubaix.
Das Astana-Team hatte bei der vergangenen Tour für einen erheblichen Imageschaden gesorgt. Als Begründung führte die ASO in einer Mitteilung an: „”Durch das Team haben die Tour und der Radsport in den Jahren 2006 und 2007 großen Schaden erlitten. Gerade im vergangenen Jahr hat es das Vertrauen der Organisatoren missbraucht”. Allein drei Fahrer des Astana-Teams wurden im vergangenen Jahr des Dopings überführt, Matthias Kessler wegen Dopings mit Testosteron sowie Alexander Winokurow und Andrej Kaschetschkin wegen Blutdopings. Insbesondere der Fall Winokurow sorgte während der Großen Schleife für Aufsehen, denn der Kasache gewann vor seiner Überführung zwei Etappen.
Damit dürfte die Planung für Astana für die diesjährige Saison hinfällig gewesen sein. Wie man aber bei der ASO betonte, werde man das Team in diesem Jahr beobachten und im kommenden Jahr eine Einladung in Betracht ziehen. Für das Telekom-Nachfolgeteam High-Road hat beim Giro ähnliche Konsequenzen gegeben, jedoch wurden sie bisher nicht von der Tour de France 2008 ausgeschlossen. [...mehr]
Die Biathletin Andrea Henkel hat das Verfolgungsrennen bei der WM im schwedischen Östersund gewonnen, nachdem sie gestern schon im Sprint die Schnellste war. Mit einer überragenden Schießleistung verwies die Thüringerin die Russinnen Jekaterina Jurjewa und Albina Achatowa auf die Plätze. Magdalena Neuner wurde als Sechste zweitbeste Deutsche. “Beim letzten Schießen musste ich mich ziemlich zusammennehmen und bin dann gelaufen, was ich konnte”, sagte die nun fünffache Weltmeisterin nach dem Rennen. Damit ist die Sportsoldatin aus Großbreitenbach die Erfolgreichste der aktiven deutschen Skijägerinnen. Eine gute Schützin war die 30-Jährige schon immer, ihre Laufleistungen hingegen waren mittelmäßig. Deshalb bolzte Henkel Kondition, trainierte sogar Eisschnelllauf, und das hat sich ausgezahlt: Auch Jurjewa und Achatowa schossen fehlerfrei, hatten aber keine Chance gegen Henkel. [...mehr]
Elisabeth Pähtz ist die beste Schachspielerin Deutschlands. Die 23-Jährige, die für den SC Kreuzberg antritt, war Weltmeisterin in den Altersklassen unter 18 und 20 Jahren. Die Sportsoldatin bei der Bundeswehr schätzt Schach als Kriegsspiel ohne Gewalt.
Tag lang um die Ehre oder um Geld zocken. Ein Mädchen mit Zöpfen und geringelten Socken lässt sich zu einer Runde einladen, beginnt die Partien mit wirr anmutenden Zügen fern jeder Eröffnungstheorie, setzt jedoch wenig später all ihre Gegner matt. Ein typischer Schalk der 21-jährigen Elisabeth Pähtz, die damals, 2002, die weltweit erfolgreichste Spielerin unter 18 Jahren war. Die Dollar hat sie ihren verwunderten Gegnern überlassen. Doch bei ihrem nächsten Besuch in New York gewandete sie sich wie eine barocke Baronesse und düpierte erneut das Schachvolk.
Elisabeth Pähtz ist die beste deutsche Schachspielerin. Sie spielt für den Schachbundesligisten SC Kreuzberg, am Wochenende geht es gegen den TV Tegernsee und den SC Eppingen um wichtige Punkte im Abstiegskampf. “Ich hatte das Glück, einen Großmeister als Vater zu haben. Auch sein Talent scheine ich geerbt zu haben”, beschreibt Pähtz ihren familiär vorgezeichneten Weg zum Schach. Ihr Vater, Thomas Pähtz, der letzte DDR-Meister, bekam nach der Wende eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme als Schachtrainer in Erfurt: “Wenn ich mit meiner Trainingsgruppe zu Wettkämpfen fuhr, hab ich Elisabeth als Maskottchen mitgenommen”, erzählt er. Mit gerade mal fünf Jahren setzte sie sich ans Brett und zeigte ihrem Vater, was sie aufgeschnappt hatte. Fortan gehörte sie selbst zur Trainingsgruppe und offenbarte bereits als Kind ein ungewöhnlich gutes taktisches Verständnis.
Als die Erfurterin mit 14 Jahren die deutsche Frauenmeisterschaft gewann, galt sie als Wunderkind. Sie wurde in Talkshows eingeladen und plauderte mit TV-Showmaster Harald Schmidt. Pähtz wirkt bei öffentlichen Auftritten nicht verschroben wie viele andere Königsjäger, sondern präsentiert sich wortgewandt und geistreich. Und sie war weiter erfolgreich: Mit 16 Jahren wurde sie die jüngste deutsche Großmeisterin - die höchste internationale Auszeichnung im Schachsport.
“Elisabeth Pähtz spielt mutig und hat gute Ideen”, lobte Garri Kasparow nach einem Schaukampf, “aber sie hat verdammt schwache Nerven.” Die damals 17-Jährige stand nämlich bei zwei von sechs Blitzpartien auf Gewinn, war jedoch bei der Aussicht, gegen den weltbesten Schachspieler aller Zeiten zu siegen, schlicht “verrückt geworden”. Kurz darauf hatte sie ihre Nerven besser im Griff und gewann auf Kreta die U18-WM. Indes: Die Anspannung in entscheidenden Situationen ist ihr meistens anzusehen - dann beginnen die Beine zu zittern, und sie lässt ihre rechte Hand, zum Zug bereit, über dem Brett kreisen und zieht sie wieder zurück, um die Stellung noch einmal zu analysieren.
Pähtz bewundert Michail Tal. Der Lette, der 1960 Weltmeister wurde, war berüchtigt für seine risikoreiche und furchtlose Spielweise, für einen Königsangriff schenkte er seinen Gegnern gern mal Bauern oder Figuren. In Schachkreisen zirkuliert das Bonmot, es gebe korrekte Opfer und Tal-Opfer. “Tal hat intuitiv geopfert”, sagt Pähtz, die ihren eigenen Stil auch als eher intuitiv denn mathematisch beschreibt: “Man findet die guten Züge, ohne sie zu berechnen.” Beinahe logisch, dass Mathematik so gar nicht zu den Lieblingsfächern der jungen Großmeisterin gehörte. Sie machte am Sportgymnasium in Dresden Abitur, der einzigen Schule in Deutschland, in der Schach als eigene Sportart unterrichtet wird.
2005 gewann sie die Junioren-WM (U20), ihr bisher bedeutendster Titel. Um professionell Schach zu spielen, dient Pähtz derzeit als Sportsoldatin bei der Bundeswehr. Sie schmierte sich in der Grundausbildung Tarnfarben ins Gesicht, robbte durch den Schlamm und lernte Schießen. Die Obergefreite schätzt Schach als “Kriegsspiel ohne Gewalt, in dem absolute Gedankenfreiheit herrscht”. Bei der Nato-Meisterschaft 2006 belegte sie den vierten Platz.
Nach der Sportförderkompanie, die ihr optimale Trainingsbedingungen bietet, will Pähtz studieren, Berufswunsch Grundschullehrerin. Vom Schach allein zu leben ist kaum möglich: “Um sich seinen Lebensunterhalt mit Schach verdienen zu können, muss man nicht nur gut spielen, sondern zur absoluten Weltspitze gehören.” Mit den allerbesten Schachspielern zu konkurrieren, hält Pähtz für schwierig: “Männer können sich besser nur auf Schach konzentrieren. Frauen sind weniger fanatisch.” [...mehr]
FUSSBALL Heute tritt die deutsche Nationalelf in Wien an, um die Form gegen den EM-Gastgeber Österreich zu testen. Wieder dabei ist nach langer Verletzungspause der Kapitän Michael Ballack. In der Premier League im Spiel bei Portsmouth am vergangegen Samstag hatte der Mittelfeldstratege einen heldenhaften Auftritt: Nachdem eine Kopfplatzwunde mit neun Stichen genäht werden musste, spielte Ballack mit Turban weiter. Das erinnerte an Dieter Hoeneß, der vor 26 Jahren mit blutdurchtränktem Kopfverband das Pokalfinale durchstand. Zwar gelang Ballack im Gegensatz zu Hoeneß kein (Kopfball-)Tor, gewinnen konnte der FC Chelsea in Portsmouth auch nicht (1:1), aber mit der kernigen Aktion hat Ballack die Fans schwer beeindruckt.
BASKETBALL Als der Karneval Köln lahm legte, war einzig den Köln 99ers nicht nach Schunkeln zumute. Der Basketball-Bundesligist ist pleite. Nachdem sich der Mäzen Herbert Zimmer zurückgezogen hat, fehlen nun 1,5 Millionen Euro im Etat. Bis Rosenmontag hatten die Kölner immerhin so viel Geld zusammengekratzt, dass zwei weitere Wochen Spielbetrieb möglich sind. Heute treten die Köln 99ers im Pokalachtelfinale bei Alba Berlin an. Zusätzliches Handicap für die Rheinländer: Die Topspieler Immanuel McElroy und Aleksandar Nadjfeji haben den Club bereits (Richtung Berlin?) verlassen.
LEICHTATHLETIK Das große Ziel von Haile Gebrselassie ist der Olympiasieg im Marathon in Peking. Doch dieses Vorhaben könnte scheitern, der äthiopische Ausnahmeathlet erwägt, wegen der Luftverschmutzung statt des Marathons die 10.000 Meter zu laufen. Ausgerechnet bei einem PR-Termin des Olympiasponsors Adidas bezeichnete Gebrselassie die dreckige Luft als das gravierendste Problem in Peking. Von dem Bemühen und der Nachhaltigkeit, grüne Spiele auszurichten, ist der Marathon-Weltrekordler wenig überzeugt, wie er dem Tagesspiegel sagte: „Was ist denn nach den Spielen? Die Menschen hier leiden doch. Sie alle brauchen ein Minimum an Atemluft.“ [...mehr]
In der vergangenen Nacht war es wieder soweit. Das größte Sportereignis in Amerika, der Super Bowl, elektrisierte die Massen. Dabei trafen die bisher ungeschlagenen New England Patriots auf die New York Giants.
Dank Quarterback Eli Manning triumphierten völlig überraschend die New Giants im diesjährigen Super Bowl, dabei hatte doch alles für die New England Patroits gesprochen. Während der gesamten Saison verlor das Team von Quarterback Tom Brady nicht ein einziges Spiel und konnte zunächst auch im Finale an diese Leistung anknüpfen, denn man führte lange Zeit mit 10:3 beziehungsweise kurz vor Ende mit 14:10. Aber die 75.000 Zuschauer sollten eine spannende Endphase erleben, in welcher Quarterback Manning das Spiel in die Hand nahm und schließlich mit einem Touchdown-Pass in die Endzone auf Plaxico Burress das Spiel mit 17:14 entschied. Im Gegensatz zum bisherigen Saisonverlauf hatte Superstar Brady diesmal nicht die passende Antwort parat.
Wie eng das ansehnliche Spiel war, lässt sich auch an den Daten der beiden Quarterbacks festmachen. Manning warf insgesamt 255 Yards, schaffte zwei Touchdown- Pässe und verlor mit einer Interception den Ball. Brady hingegen konnte 266 Yards, einen Touchdown-Pass und null Interceptions verbuchen.
Für die Stimmung auf den Rängen sorgten die Altrocker von Tom Petty and the Heartbreakers, die die Herzen der Zuschauer im Sturm erobern konnten. Prince hingegen fiel bei der Zuschauergunst unten durch, trotzdem war die Halbzeitshow eine gelungene Darbietung. Der Super Bowl ist seinem Ruf als spektakulärsten Sportereignis wieder gerecht geworden. [...mehr]







