Beiträge vom: März, 2008
Bei der letzten Weltcup-Station dieses Winters im russischen Khanty-Mansiysk gewann die deutsche Biathletin Magdalena Neuner den Sprint über 7,5 Kilometer. Bei den Männern holte sich beim 10 Kilometer-Sprint der norwegische Routinier Ole Einar Björndalen den Sieg.
Es ist kaum zu glauben. Erst holt sich die junge Biathletin diesen Winter zwei Goldmedaillen bei der Weltmeisterschaft im schwedischen Östersund und gestern siegte die 21-Jährige zum vierten Mal in dieser Saison. Mit dem Erfolg in der russischen Biathlon-Station greift sie jetzt im Kampf um die große wie auch um die kleine Kristallkugel kurz vor dem Ende des Winters noch Mal an. Die gegenwärtig im Weltcup führende Französin Sandrine Bailly fuhr beim Sprint hinter der Siegerin ein. Die Russin Albina Achatowa wurde knapp vor Kathrin Hitzer Dritte.
“Heute konnte ich wieder richtig gut kämpfen. Das hat echt Spaß
gemacht”, sagte Neuner in einem ZDF-Interview, nachdem die junge Bayerin sichtlich ohne große Probleme über die Strecke jagte. Die Zwischenzeiten waren ihr beim gestrigen Rennen völlig egal. “Ich habe rein gar nix verstanden. Ich hatte doch die Ohrstöpsel drin. Ich bin einfach nur gerannt, und es hat wieder mal gereicht”, erläuterte sie weiter. Und auch den Schießstand verließ Neuner fast fehlerfrei. Sie erlaubte sich lediglich einen Fehler bei ihrer Zitterdisziplin, dem Stehendschießen.
Im Gesamt-Weltcup liegt die Wallgauerin weiter auf der dritten Position, ist nun aber bis auf sechs Zähler an ihre Teamkollegin Andrea Henkel herangekommen. Zum Gelben Trikot fehlen Neuner jetzt nur noch 26 Punkte. Und auch in der Sprintwertung ist noch alles offen. Neuner liegt nur noch sieben Punkte hinter Bailly.
Während der beste Skijäger der Gegenwart und Weltcup-Spitzenreiter Ole Einar Björndalen vor seinem Landsmann Emil Hegle Svendsen souverän gewann, liefen die deutschen Biathleten ohne Michael Greis nur hinterher. Carsten Pump und Michael Rösch kamen auf Rang 13 und 15 ins Ziel. Alexander Wolf belegte Platz 30. [...mehr]
Beim Ausscheidungsturnier im rumänischen Oradea hat sich die deutsche Wasserball-Nationalmannschaft heute mit einem 5:5-Unentschieden gegen Italien für die im August beginnenden Olympischen Sommerspiele qualifiziert.
Der Fünfte der letzten Olympischen Spiele in Athen 2004 machte beim Qualifikationsturnier für Peking im vorentscheidenden Gruppenspiel gegen Italien bei einem Stand von 5:5 (0:3, 3:1, 2:1, 0:0) einen 0:3- und 1:4-Rückstand wett. Das bedeutet, dass unsere Wasserball-Herren somit das Startrecht für Olympia sicher haben.
Bundestrainer Hagen Stamm (Berlin) kann es kaum fassen: “Das ist Wahnsinn. Die Spannung war kaum noch zu überbieten. Es ist ein Hammer, wie mein Team nach dem 0:3 und dem 1:4 noch einmal zurückgekommen ist.” Freudestrahlend erläuterte der ehemalige Nationalspieler weiter: “Ich habe immer an die Mannschaft geglaubt. Wir sind alle überglücklich.”
Gegen den ehemaligen Weltmeister Italien war es für unsere Herren das zwölfte Remis im 128. Länderspiel. Verdanken ist diese Leistung vor allem den Athleten Mark Politze (Berlin) und Heiko Nossek (Esslingen), die jeweils zwei Treffer für die Deutschen erzielten und somit den Sieg in der Gruppe B sicherten. Als Sieger der Gruppe konnten sie demnach als Halbfinalist einen der vier noch zu vergebenden Plätze belegen.
“Die neuerliche Olympia-Teilnahme ist wichtig für den gesamten deutschen Wasserballsport. Unsere Förderung durch den Bund ist für vier weitere Jahre auf gutem Niveau gewährleistet”, argumentierte Ewald Voigt-Rademacher (Dielheim), der im Deutschen Schwimm-Verband (DSV) für den Wasserball verantwortlich ist.
Bei der WM letztes Jahr in Melbourne (AUS), beim Weltliga-Turnier 2007 und bei der europäischen Olympia-Qualifikation im slowakischen Bratislava ebenfalls im vergangenen Jahr verpassten unsere Wasserballer noch die Qualifikation für das olympische Turnier. Umso höher ist der heutige Erfolg der deutschen Wasserball-Nationalmannschaft einzuschätzen.
Zusammenfassung vom Finale des Weltliga-Turniers 2007 in Berlin. Deuschland scheiterte knapp gegen die Wasserball-Großmacht Ungarn:
[...mehr]
Tischtennis ist Sportart Nummer 1 in China. Davon durfte die Welt ein Mal mehr bei der Mannschafts-Weltmeisterschaft im Land des Olympia-Gastgebers erfahren. Letztes Wochenende ließen sie mit zwei Mal Gold der Konkurrenz keine Chance. Das deutsche Europameister-Team wurde nur Siebter und blieb erstmals seit 2001 ohne eine Medaille. Unsere Damen konnten sich dagegen mit Rang 9 gegenüber der WM 2006 in Bremen um zwei Plätze verbessern.
Für den verletzten Boll ist der Routinier Jörg Roßkopf in die Mannschaft nachgerückt, der nun schon seine 16. und vermutlich letzte WM gespielt hat. Höhepunkte waren wohl die guten Partien des 38-Jährigen gegen Österreich (3:2) und Südkorea (1:3). Aber die hervorragenden Auftritte von Roßkopf und dem Hoffnungsträger Dimitrij Ovtcharov konnten die hintere Platzierung nicht verhindern.
Der international geachtete Referee Dr. Markus Merk, der sich für die Einführung des Videobeweises stark macht, stellt ein 30-seitiges Konzept vor. Unter anderem plädiert der Schiedsrichter für ein Vetorecht für Trainer und Referees, wobei je zweimal pro Spiel eine umstrittene Spielszene überprüft werden darf.
Nach der Fehlentscheidung vergangenen Samstag, wo Merk in der Fußball-Bundesliga-Partie SV Werder Bremen gegen Borussia Dortmund ein Abseitstor der Bremer anerkannte und seinen Fehler schon nach der ersten Halbzeit einsah, forcierte der Referee die Debatte um den Videobeweis auch um den Schiedsrichter als Mensch zu schützen. Laut dem Kaiserslauterer müsse schon das menschliche Gesicht des Fußballs erhalten bleiben. “Trotzdem sollten wir Spiele nicht mehr ohne Hilfsmittel verantworten müssen, weil es um große wirtschaftliche Umfänge geht”, sagte er dazu weiter.
Live-Radio-Kommentar von der Fehlentscheidung Merk’s in der Bundesliga-Partie SV Werder Bremen vs. Borussia Dortmund:
Nach einem schwerwiegenden Sturz letztes Wochenende im norwegischen Kvitfjell beim Weltcup im Super-G musste dem österreichischen Rennfahrer Matthias Lanzinger letzte Nacht der Unterschenkel amputiert werden. Die FIS kündigt eine Untersuchung an.
Nach Ansicht des Österreichischen Ski-Verbandes (ÖSV) hat der Abtransport nach dem Unfall angeblich viel zu lange gedauert. Diesbezüglich überlegt der ÖSV nun rechtliche Schritte gegen den Veranstalter einzuleiten. “Jeder Läufer weiß, dass es ein Restrisiko gibt. Aber dass man nach einem Beinbruch sein Bein verliert, ist unvorstellbar”, meinte ÖSV-Alpinchef Hans Pum. Der Unfallchirurg Artur Trost, der dem österreichischen Skistar Hermann Maier 2001 den Unterschenkel rettete, sagte dazu: “Wahnsinn, dass Matthias fünf Stunden transportiert wurde. Da geht es um jede Minute.”
Der deutsche Kombinierer Ronny Ackermann gewann am Wochenende vorzeitig den Gesamtweltcup in der Nordischen Kombination. Weil die widrigen Witterungsverhältnisse im finnischen Lahti einen Wettkampf nicht zuließen und das Punktepolster bei noch zwei ausstehenden Rennen auf den in der Wertung zweitplatzierten Amerikaner Bill Demong zu groß ist, geht die große Kristallkugel jetzt schon an den Thüringer.
“Ich konnte es zuerst gar nicht richtig glauben. Ich hatte wirklich nicht damit gerechnet, dass an diesem Wochenende schon alles klar ist”, meinte der 30-Jährige nach der überraschenden Absage der Jury. So holte er sich im wahrsten Sinne die Trophäe kampflos, obwohl Ackermann den Gesamtsieg lieber mit einem guten Wettkampf eingefahren hätte: “Ich wäre lieber angetreten. Ich bin gut in Form und hatte mich eigentlich auf den Wettbewerb gefreut.”
Aber noch ist die Saison nicht ganz beendet für den besten Kombinierer dieses Winters. Nächstes Wochenende stehen die beiden Abschlussevents an, wo Thüringer noch um den Sprint-Weltcup fightet. “Es geht ja auch noch um die kleine Kristallkugel. Dort bin ich im Moment Zweiter. Vielleicht gelingt es mir ja, noch ganz nach vorne zu kommen”, erklärte der vierfache Weltmeister kämpferisch.
Mit diesem Erfolg gewinnt Ackermann nach 2002 und 2003 nun schon zum dritten Mal den Gesamtweltcup. Nach einer Formkrise in den letzten beiden Wintern, wo er keinen einzigen Weltcup gewinnen konnte (2006 Elfter und 2007 Neunter der Gesamtwertung), legte der Thüringer Anfang dieser Saison richtig los. Mit einem Auftaktsieg beim ersten Rennen setzte er bei der Konkurrenz gleich mal ein Ausrufezeichen seiner guten Vorbereitung. Es sollten im Verlauf des Winters neun weitere Plätze auf dem Treppchen folgen. [...mehr]
Ihre Chance auf eine Olympiateilnahme scheinen die deutschen Wasserhandballer wirklich nutzen zu wollen, anders ist die Leistungsexplosion seitens der Mannen um Trainer Hagen Stamm kaum zu erklären. Gestern siegte die deutsche Wasserball-Nationalmannschaft gegen Mexiko mit 29:1 und fuhr damit einen Rekordsieg ein.
Bereits am Sonntag gelang ein 11:6-Sieg gegen Kanada und nun der Rekordsieg mit 29:1 gegen Mexiko. Der bisherige Rekord resultierte aus dem Jahr 2006, als man Ägypten mit 25:4 besiegen konnte. Nun trifft man noch auf Mazedonien, Iran und Italien. Die Italiener dürften hierbei die größte Hürde auf dem Weg zum Olympiaticket darstellen, schließlich ist Italien amtierenden WM-Fünfter. Die beiden Gruppenersten haben dann bereits ihr Ticket für die Olympischen Spiele sicher. Als Gruppenzweiter könnte das deutsche Team ein richtig harter Brocken erwarten, denn neben Griechenland sind dort noch die heimischen Rumänen und Russland am Ball. Die Vorzeichen für einen Sieg gegen Mazedonien sind nicht schlecht, nachdem die ersten Aufwärmübungen gegen das drittklassige Team aus Mexiko absolviert wurden, denn beim ersten europäischen Qualifikationturnier in Bratislava war man mit 13:8 erfolgreich.
Die deutschen Damen haben hingegen die Wasserball Olympia-Qualifikation verpasst. Im entscheidenden Gruppenspiel unterlag man Italien mit 9:13. Sie kämpften zwischen dem 17. und 24. Februar im italienischen Imperia um ein Olympiaticket. [...mehr]







