Beiträge vom: Mai, 2008
Die Jagd auf den Jackpot der Golden League beginnt am Sonntag beim Istaf in Berlin. Die ausgewählten Golden-League-Disziplinen der Männer sind die 100 Meter, 400 Meter, 1500 Meter sowie 400 Meter Hürden und der Weitsprung und Speerwurf. Die Frauen konkurrieren über 200 Meter, 800 Meter, 100 Meter Hürden und im Hochsprung. Nur Athleten, die bei allen sechs Meetings in ihrer Disziplin gewonnen haben, sichern sich einen Anteil am Jackpot - Goldbarren im Wert von einer Million US-Dollar.
Erstmals ist das Istaf das Auftaktmeeting der Golden League. Obwohl der Fokus der Athleten auf den in zehn Wochen beginnenden Olympischen Spielen liegt, lockt die blaue Laufbahn viele Asse an. 37 WM-Medaillenträger und 41 deutsche Spitzenathleten gehen an den Start. “Wir haben in jeder IAAF-Disziplin mindestens einen Star verpflichten können, der sich in internationalen Spitzenfeldern behaupten muss”, sagte Istaf-Geschäftsführer Gerhard Janetzky, “deshalb freuen wir uns auf extrem spannende und dramatische Wettkämpfe.”
Als aussichtsreichste Jackpot-Favoriten gelten die Hürdensprinterin Susanna Kallur (SWE), die Hochspringerin Blanka Vlasic (CRO), die 800-Meter-Läuferin Janeth Jepkosgei (KEN), der amerikanische 400-Meter-Läufer Jeremy Wariner, die beiden Speerwerfer Andreas Thorkildsen (NOR) und Tero Pikämäki (FIN) sowie der Weitspringer Irving Saladino (PAN).
Einige der deutschen Stars sind der Diskuswerfer und Lokalmatador Robert Harting, Stabhochspringer Danny Ecker, der Shootingstar der Hochsprungszene, Ariane Friedrich, die Newcomerin im Hürdensprint, Caroline Nytra, sowie die 5000-Meter-Läuferin Sabrina Mockenhaupt, der Sprinter Tobias Unger und der Hürdensprinter Thomas Blaschek.
Mindestens 65.000 Zuschauer werden erwartet beim größten deutschen Meeting, der Etat beträgt 2,6 Mio. Euro. Die ARD überträgt live ab 14:30 Uhr. [...mehr]
Bei der heutigen und letzten Bergankunft des 91.Giro d’Italia hatte Alberto Contador alle Mühe das Rosa Trikot des Gesamtführenden zu verteidigen. Die Italiener Danilo di Luca und Riccardo Ricco griffen den Astana-Profi mehrfach an und verkürzten den Abstand in der Gesamtwertung gewaltig.
Die beiden Herausforderer kämpften wie besessen, dem Spanier sein “maglia Rosa” abzunehmen. Auf di Luca büßte Contador inklusive der Zeitgutschrift rund zwei Minuten ein und Ricco konnte ihm sogar 37 Sekunden abnehmen. So bleiben dem Spanier knappe vier Sekunden Vorsprung in der Gesamtwertung vor dem Italiener.
22 Zentimeter fehlen Irving Saladino noch zum Weitsprung-Weltrekord von Mike Powell. Der amtierende Weitsprung-Weltmeister landete am vergangenen Samstag beim Grand Prix im niederländischen Hengelo erst bei 8,73 Metern, der weiteste Satz seit 14 Jahren. Der Panamaer sprang damit auf den siebten Platz der ewigen Bestenliste. “Ich war sehr überrascht, als ich die Weite auf der Anzeigetafel sah, es ging sehr leicht”, sagte Saladino heute in Berlin und ergänzte mit Blick auf das Istaf: “Das kann ich vielleicht am Sonntag verbessern.”
Der 25-Jähige ist 1,76 Metern relativ klein für einen Weitspringer, dazu wirkt er beinahe schmächtig. Er habe etwas Gewicht verloren, bestätigt Saladino, der sehr auf seinen Körper achtet: “Ich halte eine für einen Hochleistungssportler ganz normale Diät.” Kämpferisch fügte er hinzu: “Ich sehe jetzt schlanker aus, aber ich bin stärker!”
Für seinen Sprung in eine neue Dimension hat Saladino eine einfache Erklärung: “Ich habe meine Technik verbessert. Jetzt fehlt nur noch der richtige Moment, die richtige Atmosphäre, dann kommt der Weltrekord ganz allein.” Vielleicht ist es am Sonntag so weit, Saladinos Taktik klingt leichtathletisch locker: “Ich will einen superguten ersten Sprung hinlegen, dann kann ich mich setzen und ausruhen.” [...mehr]
Auf der 18. Etappe hat gestern Jens Voigt den zweiten deutschen Etappensieg beim diesjährigen Giro eingefahren. Der CSC-Profi riss 34 Kilometer vor dem Ziel aus und schaffte es, die Führung bis zum Ziel in Varese zu behalten.
Bilder von der Zieleinfahrt:
Die Überfliegerin Blanka Vlasic startet am Sonntag beim Istaf in Berlin. Die 24-jährige Hochspringerin, eine der schillernsten Athletinnen der Szene, ist bereits in überragender Form, in Doha übersprang die Kroatin jüngst 2,03 Meter. Die Hallen-Weltmeisterin von Valencia 2008 und Weltmeisterin von Osaka 2007 gilt als ungekrönte Nachfolgerin von Hochsprung-Queen Kajsa Bergqvist, die sich vom Leistungssport verabschiedet hat. “Wir gehen davon aus, dass Blanka wie schon beim Istaf im vergangenen Jahr die 2,06 Meter, vielleicht 2,10 Meter angreifen wird, um sich vor ihrer Konkurrenz mit Abstand für Peking zu positionieren”, sagte Istaf-Geschälftsführer Gerhard Janetzky.
Die aktuelle Weltranglistenerste dominiert derzeit den Hochsprung nach Belieben. Im vergangenen Jahr gewann die 1,93 Meter große Athletin 18 ihrer 19 Wettkämpfe, die sie in der Freiluft-Saison bestritt, und wurde zu Europas Leichtathletin des Jahres gekürt. Den kroatischen Landesrekord schraubte Vlasic bis auf 2,07 Meter und rangiert mit der Bulgarin Lyudmila Andonova auf Position zwei der ewigen Welt-Bestenliste, nur Stefka Kostadinova (Bulgarien) sprang mit 2,09 Metern höher. Einen kuriosen Rekord hält Vlasic: den höchsten Sprung bei einer Meisterschaft, ohne eine Medaille zu gewinnen, mit 2,01 m bei der EM 2006. [...mehr]
Auf der 17. Etappe des Giro d’Italia hat gestern der Deutsche André Greipel vor seinem Teamkollegen Mark Cavendish im Zielsprint gewonnen. Für den High Road-Profi war es der erste deutsche Etappensieg bei dem diesjährigen Giro. Platz drei ging an den Italiener Daniele Bennati (Liquigas).
Bilder von der Zielankunft:
Patrick Helmes, Jermaine Jones und Marko Marin sind nicht mit dem DFB-Team bei der EM in Österreich und der Schweiz nicht dabei. Bundestrainer Joachim Löw gab vor wenigen Stunden den drei Spielern bekannt, dass sich der Trainerstab gegen die drei entschieden hat.
Eine Überraschung ist die Nichtberücksichtigung des zuvor von Löw fast schon überschwänglich gelobten Marin. Der 19-Jährige hat am Dienstag in Kaiserslautern beim enttäuschenden 2:2 noch sein Länderspiel-Debüt gefeiert. Laut dem Coach ist der nur 1,68 Meter kleine Mann wohl noch nicht reif ist für ein großes Turnier: “Man hat gespürt, es war das erste Länderspiel. Er ist ein Spieler für die Zukunft.“ [...mehr]
Diskus-Vizeweltmeister Robert Harting zeigt sich topfit für das olympische Jahr und hat mit der besten Serie seiner Karriere auf Anhieb die Peking-Norm erfüllt. Der 23-jährige Berliner gewann das 1. Werfer-Meeting in Versmold mit 66,82 Metern vor dem Wattenscheider Michael Möllenbeck. Zuvor hatte Harting die nationale Konkurrenz brüskiert.
Nach den Werfertagen entschuldigte sich der Diskuswerfer aus Berlin für seine Entgleisung. “Ich habe aus dem Magen raus geredet. Es tut mir leid. Dafür entschuldige ich mich, auch wenn man mir nicht gleich verzeihen kann”, erläuterte der 23-jährige WM-Zweite in Halle/Saale.
Nach dem schweren Bergzeitfahren zum Kronplatz hat Alberto Contador das Rosa Trikot übernommen. Dem spanischen Tour-de-France-Sieger und seinem kasachischen Team Astana ist der erste Sieg bei der Italien- Rundfahrt kaum noch zu nehmen.
Im abschließenden Zeitfahren am Sonntag auf der letzten Giro-Etappe sieht der Spanier erst recht keine Gefahr. “Ich freue mich darauf. Der Kurs liegt mir. Wenn ich muss, kann ich dort einen Rückstand noch aufholen”, erörterte Contador, dem der Weg zur Tour wegen des Astana-Banns in diesem Jahr verschlossen bleibt. “Die ersten Tage des Giro waren schwer für mich. Auch die Dolomiten-Etappen haben wehgetan. Doch jetzt hat sich meine Form stabilisiert”, sagte er zuversichtlich.
Stabhochsprung ist eine der populärsten Disziplinen beim Berliner Istaf. Legendär sind die Wettbewerbe mit dem ukrainischen Weltrekordler Sergej Bubka, der sich zuweilen noch in die Lüfte schwang, als alle anderen Wettbewerbe längst beendet waren. Heute gehören die deutschen Stabhochspringer zur Weltspitze, allen voran Danny Ecker, Tim Lobinger und Björn Otto. Ecker gab sich im Vorfeld des Golden-League-Meetings, das am Sonntag stattfindet, angriffslustig: “Ich möchte beim Istaf ein Zeichen setzen.”
Die Olympia-Norm von 5,70 Metern hat der 30-jährige Leverkusener bereits geschafft, erstaunlich zu diesem Zeitpunkt: “Ich bin noch nie besser in eine Saison gekommen, eigentlich steige ich eher spät ein.” Einen Rückschlag gab es am vergangenen Wochenende beim Grand Prix in Hengelo, wo Ecker mit 5,40 Metern Zehnter wurde. Dennoch ist er selbstbewusst: “Die Trainingsleistungen zeigen, dass ich eine Menge draufhab.” 2007 war das bisher erfolgreichste Jahr des 6-Meter-Springers: Er wurde Halleneuropameister und gewann Bronze bei der WM in Osaka. “Ich kann noch höher springen. Mein Ziel ist eine Medaille bei den Olympischen Spielen.”
Sicher ist Eckers Dienstreise nach Peking freilich noch nicht, bis zu zehn deutsche Athleten könnten die Norm knacken, schätzt der Sohn der Doppel-Olympiasiegerin Heide Rosendahl und des ehemaligen Basketball-Profis John Ecker. Die Kriterien sind schwammig, neben der internationalen Norm von 5,70 Metern wird die “ganze Saison betrachtet unter besonderer Berücksichtigung der deutschen Meisterschaften”, zitiert Ecker.
Chancen rechnen sich neben Ecker vor allem Tim Lobinger und Björn Otto aus. Lobinger wurde bei der WM in Osaka Achter, seine Saisonbestleistung lag bei 5,83 Metern. Otto wurde WM-Fünfter, zudem steigerte er 2007 seine persönliche Bestleitung auf 5,90 Meter. Mit Ecker sind Lobinger und Otto auf Augenhöhe, auch sie überquerten bereits 5,70 Meter in dieser Saison.
In die Phalanx der deutschen Höhenflieger wollen beim Istaf der aktuelle Hallenweltmeister Evgeniy Lukyanenko aus Russland und der französische Vizeweltmeister Romain Mesnil eindringen. Alexander Straub, Richard Spiegelburg und Fabian Schulze komplettieren die deutsche Riege. [...mehr]











