Beiträge vom: Mai, 2008
Paukenschlag in der Tennis-Szene: Die aktuelle Weltranglistenerste Justine Henin hat aus nicht näher genannten persönlichen Gründen das Ende ihrer Karriere verkündet. Henin zieht sich wenige Tage vor ihrem 26. Geburtstag mit sofortiger Wirkung aus dem Circuit zurück, den sie fünf Jahre lang dominierte.
Persönliche Gründe, von Justine Henin nicht näher definiert, seien ausschlaggebend für die Entscheidung der Belgierin gewesen. Damit verliert das Land ein Jahr nach dem Rücktritt von Kim Clijsters einen weiteren Star: Clijsters trat im Mai 2007 zurück.
Henin musste während ihrer Karriere einige private Schicksalsschläge verarbeiten. In der vergangenen Woche hatte sie bereits erklärt, dass sie auch andere Ziele in ihrem Leben suche als nur Erfolge im Sport. Kurz zuvor war sie überraschend im Achtelfinale an der späteren Turniersiegerin Dinara Safina bei den German Open in Berlin gescheitert.
“Justine ist müde vom Tennis, sie möchte endlich das tun, was sie seit über zehn Jahren vernachlässigt: leben”, sagte ihr Trainer Carlos Rodriguez, mit dem sie seit ihrem 14. Lebensjahr zusammengearbeitet hat. Henin gewann in ihrer Karriere 41 Titel, davon sieben Grand-Slam-Turniere. Nur in Wimbledon hat sie nicht reüssiert. Wie ihr Vorbild Steffi Graf war auch Justine Henin abseits des Tennis-Courts eher verschlossen. Als die Scheidung von ihrem Ehemann lief, verzichtete sie im Januar 2007 auf die komplette Australien-Tour. [...mehr]
Kurz vor der Nominierung des EM-Aufgebots durch Bundestrainer Joachim Löw macht sich Michael Ballack über mögliche Ausfälle während des Turniers Gedanken: “Wenn ein, zwei wichtige Spieler wegfallen, wird es auch für uns schwer, das zu kompensieren. Wenn alle gut drauf sind, sind wir vorne mit dabei.”
Der Leverkusener Schneider kann wegen einer Rücken-Operation nicht mit zur EM fahren. Die Rückkehr von Innenverteidiger Christoph Metzelder sieht Ballack als sehr wichtig an. Metzelder konnte letzten Sonntag nach einer Fußoperation erstmals in diesem Jahr wieder für Real Madrid auflaufen.
High-Road-Profi Marc Cavendish sicherte sich gestern auf der 4. Giro-Etappe nach Catanzaro vor Robert Förster (Gerolsteiner) und Daniele Bennati (Liquigas) den Tagessieg. Zu Beginn des Zielsprints ereignete sich ein Massensturz bei vollem Tempo, dem die Spitzengruppe nur knapp entging. Milram-Profi Erik Zabel wurde Sechster.
Ausschnitte vom Rennen:
Im Gesamtklassement führt weiterhin der Italiener Franco Pellizotti (Liquigas) vor dem Amerikaner Christian Vandevelde (Slipstream) und Vorjahressieger Danilo di Luca (LPR). Der 30-Jährige wird also auch auf der fünften das “maglia rosa” tragen. “Ich bin der glücklichste Mann der Welt. Auch morgen hoffe ich das Rosa Trikot verteidigen zu können”, meinte der Italiener.
Ein kompletter Medaillensatz für Fabian Hambüchen: Der deutsche Kunstturner hat bei den Europameisterschaften in Lausanne seinen dritten Titel am Reck nach 2005 und 2007 gewonnen. Der 20-Jährige verwies mit 16,025 Punkten den Griechen Vlasios Maras (15,850), Ümit Samiloglu aus der Türkei und den Slowenen Aljaz Pegan (beide 15,300) auf die Plätze. Hambüchen errang außerdem die Bronzemedaille am Boden und Silber mit der Mannschaft.
Der Sportler des Jahres 2007 zeigte das umfangreichste Programm bei der EM. Er erreichte als einziger vier Finals und belegte am Barren und Sprung jeweils den fünften Platz. Hambüchen präsentierte 16 Übungen und war froh, nach einem Patzer seines größten Konkurrenten Aljaz Pegan den Schwierigkeitsgrad seiner Reckkür von 7,3 auf 7,0 reduzieren zu können: “Ich war platt.”
Was die Olympischen Spiele angeht, gab sich Hambüchen zurückhaltend: “Wir wissen ja nicht wirklich, was die Chinesen und Japaner in Peking zeigen werden. Ich habe den Traum, Gold bei Olympia zu holen, aber ich weiß auch genau, wie schwer das werden kann.” Neben dem Reck- und Mannschaftsfinale möchte Hambüchen auch im Mehrkampf um eine Medaille turnen. Merzt er noch seine Schwächen am Seitpferd aus, gehört er zu den Mehrkampf-Favoriten. [...mehr]
Novak Djokovic hat am Sonntag den Masters-Series-Event in Rom gewonnen. Im Finale bezwang der Weltranglisten-Dritte den Schweizer Stanislas Wawrinka mit 4:6, 6:3, 6:3. Der Damit ist der Serbe im Ranking den Führenden Roger Federer und Rafael Nadal deutlich auf den Fersen.
Durch den vierten Sieg im sechsten Duell der beiden Final-Akteure konnte der 20-Jährige aus Belgrad weitere wichtige Punkte für die Weltrangliste sammeln. Am Montag wird Djokovic mit 5125 Punkten nur noch 310 Zähler hinter dem Zweiten Rafael Nadal liegen. “Es ist schon klar, dass viele Leute jetzt wieder erzählen werden, dass ich einer der besten Spieler der Welt bin. Aber ich habe keine Lust, jetzt schon über die Nummer eins nachzudenken. Ich will erst darüber reden, wenn es passiert ist”, erläuterte der Serbe nach seinem Triumph.
Am dritten Tag des Giro d’Italia hat Erik Zabel (Milram) gestern haarscharf den Tagessieg verpasst. Im Massensprint musste der 37-Jährige nach 221 Kilometern zwischen Catania und Milazzo nur dem Italiener Daniele Bennati (Liquigas) den Vortritt lassen. Danilo Hondo (Diquigiovanni) ersprintete sich Platz drei. Thomas Fothen (Gerolsteiner) erzielt mit Platz vier einen Achtungserfolg.
Im Gesamtklassement führt weiter Bennatis Teamkollege Franco Pellizotti, der im Hauptfeld ankam. Der Führende der Bergwertung Emanuele Sella (CSF) sicherte sich drei Punkte an der Bergankunft in Maletto und verteidigte somit das grüne Trikot. Das violette Trikot des besten Sprinters kann sich nun der italienische Tagessieger überstreifen.
Die deutsche Nationalmannschaft gewann bei der Eishockey-WM in Kanada gegen Lettland 5:3 (1:1, 1:2, 3:0). Damit gelang der DEB-Auswahl mit ihrem zweiten Sieg in Halifax doch noch ein versöhnlicher Abschied nach der herben Niederlage gegen den Gastgeber. Lettland verpasste somit den Sprung ins Viertelfinale. Dafür qualifizierte sich überraschend Norwegen für die nächste Runde.
Nach einem schwachen Beginn zeigte das deutsche Team gute Moral und glichen dreimal einen Rückstand aus. Yannic Seidenberg (51.) verwertete einen Rückpass von Verteidiger Andreas Renz zur erstmaligen Führung, die Christoph Ullmann (53.) zum Entsetzen der Letten im Alleingang sogar noch ausbaute.
Beim Giro d’Italia gewann auf der zweiten Etappe über 207 Kilometer nach Agrigento Riccardo Ricco vom Team Saunier Duval. Der Italiener triumphierte am Sonntag vor Danilo Di Luca (LPR) und Davide Rebellin (Gerolsteiner). Die Führung im Klassement hat nun Franco Pellizotti (Liquigas) übernommen.
Bilder von der Zieleinfahrt:
Obwohl Magnus Backstedt und David Millar für Christian Vandevelde und ihr Slipstream-Team in der Führung verteidigten, schob sich am Ende Pellizotti mit einer Sekunde Vorsprung im Gesamtklassement vorbei an Vandevelde an die Spitze. Das US-Team hatte auf der zweiten Etappe nicht nur das “maglia rosa” verloren, sondern mit David Zabriskie, der nach einem Sturz aufgeben musste, auch einen ihrer wichtigsten Fahrer.
Felipe Massa hat am Sonntag den Großen Preis der Türkei gewonnen und damit zum dritten Mal in Folge in Istanbul triumphiert. Der Ferrari-Pilot kam nach 58 Rennrunden vor Lewis Hamilton im McLaren-Mercedes und Teamkollege Kimi Räikkönen ins Ziel. Nick Heidfeld wurde mit Platz fünf im BMW-Sauber bester Deutscher.
“Es war ein sehr schwieriges Rennen, aber zum dritten Mal hier zu gewinnen, ist fantastisch”, frohlockte Massa nach seinem Sieg. Hamilton meinte nach seiner tolle Leistung: “Ich bin sehr glücklich. Es war sehr hart.”
Bilder vom Rennen:
Force India- Pilot Giancarlo Fisichella fuhr in der ersten Kurve ungebremst auf Kazuki Nakajima im Williams und segelte daraufhin regelrecht über den Japaner hinweg. Sebastien Bourdais (Toro Rosso) musste den Lauf in der 27. Runde nach einem Dreher beenden. McLaren-Fahrer Heikki Kovalainen, von Rang zwei ins Rennen gegangen, musste nach einem Reifenschaden gleich am Anfang des Rennens in die Box und fiel danach weit zurück und beendete als Zwölfter das Rennen.
Fahrerwertung nach fünf Rennen:
1 Kimi Räikkönen (Ferrari) 35 Punkte
2 Lewis Hamilton (McLaren) 28
3 Felipe Massa (Ferrari) 28
4 Robert Kubica (BMW-Sauber) 24
5 Nick Heidfeld (BMW-Sauber) 20
6 Heikki Kovalainen (McLaren) 14
7 Mark Webber (Red Bull) 10
8 Fernando Alonso (Renault) 9
FUSSBALL Herzschlagfinale in der Premier League in England: Chelsea London hat knapp den Gewinn des Meistertitels verpasst. ManU gewann am letzten Spieltag durch ein Elfmetertor von Cristiano Ronaldo und einen Treffer von Ryan Giggs (mit 2:0 (1: 0) bei Wigan Athletic und sicherte sich somit zum 17. Mal den Titel. Chelsea kam mit Michael Ballack gegen die Bolton Wanderers nur zu einem 1:1 (0:0). Andrej Schewtschenko brachte die Blues in Führung, in der Nachspielzeit glich Bolton durch Kevin Davies aus. Chelsea hat im Finale der Champions League am 21. Mai in Moskau die große Chance zur Revanche.
HANDBALL Die HSG Nordhorn hat für den einzigen deutschen Erfolg im Handball-Europapokal gesorgt und trotz einer 29:30 (13:12)- Niederlage beim FC Kopenhagen den EHF-Cup gewonnen. “Das ist absoluter Wahnsinn: für uns, für unsere Region, für alle”, sagte Weltmeister Holger Glandorf nach dem Handball-Krimi, bei dem der 31:27-Erfolg aus dem Hinspiel letztlich die Basis für den Triumph über den dänischen Spitzenclub war. Der THW Kiel verlor die Finals der Champions League gegen das spanische Team Cuidad Real. Den Europapokal der Pokalsieger gewann MKB Veszprém. Die Ungarn setzten sich gegen die Rhein-Neckar Löwen durch.
TENNIS Mehr als zwei Stunden duellierten sich die beiden Russinen Dinara Safina und Elena Dementieva im Finale der German Open. Am Ende gab es Tränen bei Safina, Tränen der Freude über ihren größten Triumph in ihrer bisherigen Tenniskarriere. In einem spannenden Drei-Satz-Match siegte Safina 3:6, 6:2, 6:3. Es war nicht das hochklassige Match, wie man es von den beiden nach ihren Leistungen in der vergangenen Woche erwarten konnte. Die 22-jährige Safina, die in Monaco lebt, war während des gesamten Matches die Konstantere, Dementieva leistete sich mehr Fehler und wirkte nervöser. [...mehr]












