Beiträge vom: Mai, 2008

Die DEB-Auswahl blamierte sich gegen Gastgeber Kanada        ©flickr/ kk+

Bei der Eishockey-WM in Kanada hat das deutsche Team die höchste WM-Pleite seit 22 Jahren im Viertelfinale gegen den Gastgeber Kanada 1:10 (0:4, 0:5, 1:1) einstecken müssen und die direkte Qualifikation für Olympia 2010 verpasst.

“Das muss jedem peinlich sein, was hier passiert ist”, sagte Routinier Stefan Ustorf. Sein Teamkollege Michael Hackert resümierte: “Man fühlte sich ein bisschen, als wenn man von einem Laster überfahren worden wäre.” Bundestrainer Uwe Krupp meinte zum schlechtesten Auftritt seiner seit Dezember 2005 laufenden Amtszeit deutlich: “Das war so schlecht, da gibt es keine Worte für.”

Unser Tormann konnte die Niederlage nicht verhindern          ©flickr/RicLafDurch diese deutsche Blamage sicherte sich Weißrussland als neuntes Team die Teilnahme an den Olympischen Winterspielen 2010 in Vancouver. Die Deutschen müssen nun versuchen, das Ticket im Februar 2009 daheim bei einem Qualifikationsturnier zu lösen.

Bundestrainer Krupp sah neben dem Welten entfernten Klassenunterschied auch kanadisches Scheibenglück als einen Grund für die deutliche Niederlage. “Die haben fünf Tore mit Qualität gemacht und fünf, wo keiner weiß, wie sie reingegangen sind”, erörterte der Bundestrainer, der den Abend ganz schnell abzuhaken will.

In der Nacht zum Dienstag findet das letzte Zwischenrundenspiel der deutschen Auswahl gegen Lettland statt. Dort soll wenigstens ein ordentlicher Abschied gegen Lettland rausspringen. Die Balten stehen als Weltranglisten-Zehnter derzeit noch einen Platz vor dem DEB-Team. “Da findest Du heraus, aus was für einem Holz die Jungs geschnitzt sind”, erklärte Krupp. Seine Schützlinge kündigten an, sich unbedingt rehabilitieren zu wollen. “Wir sind eine charakterstarke Truppe und wollen uns vernünftig verabschieden”, erklärte Sven Felski von den Berliner Eisbären hoffnungsvoll.    [...mehr]


Team Slipstream gewann den Auftakt in Palermo     ©flickr/Mike_L_1966

Beim gestrigen Auftakt des Giro d’Italia in Palermo siegte beim Mannschaftszeitfahren überraschend das Team Slipstream, welches mit Christian Vandevelde nun den neuen Gesamtführenden im Rosa Trikot stellt. Dahinter fuhr das Team CSC, gefolgt von Team High Road ein. Für das Astana-Team um Andreas Klöden reichte es in Sizilien nur zu Platz 6.

Zufriedene US-Boys sah man im Lager der nominellen “Zweitliga-Mannschaft” von Slipstream. Vandevelde ist seit 1988 der erste Amerikaner, der das “maglia rosa” überstreifen darf. “Wir haben 100 Prozent gegeben. Das war eine Mannschaftleistung und mein Rosa Trikot ist ein Erfolg für das ganze Team”, meinte der jetzt Führende im Klassement.

Dabei überquerte Slipstream nicht einmal geschlossen die Ziellinie. Laut Reglement wird die Zeit für das Team nach dem fünften Fahrer, der den Zielstrich überquert, genommen. Und so waren es am Ende noch Vandevelde, David Zabriskie, Ryder Hesjedal, Julian Dean und Magnus Backstedt die zusammen ankamen. Danny Pate, Patrick McCarty und Zeitfahrspezialist David Millar dagegen konnten mit dem hohen Tempo nicht mithalten und rollten wenig später ins Ziel.

Bilder vom Mannschaftszeitfahren:

Die Formation um die Topfahrer Klöden, Alberto Contador und Levi Leipheimer, die im Ziel eine Halbe Minute zurück lag, hatte sich beim Auftakt sicher mehr vorgenommen. In letzter Minute war das Team umgestellt worden. Nach einem Leistungstest war noch am Freitag Benjamin Noval aus dem Aufgebot gestrichen und mit Steve Morabito ersetzt worden.

Neben der Mannschaft von Slipstream kam das Team CSC gefolgt von High Road mit sechs bzw. sieben Sekunden Rückstand über die Ziellinie. Jens Voigt, kann mit dieser Leistung sogar davon träumen, in den nächsten Tagen um das Rosa Trikot zu kämpfen. Die Etappe am Sonntag führt das Peloton über 207 Kilometer und viele, viele Höhenmeter weiter durch Sizilien, von Cerfalu nach Agrigento.    [...mehr]


Felipe Massa steht morgen beim Großen Preis der Türkei auf der Pole-Position. Hinter dem Ferrari-Piloten stehen die beiden McLaren-Mercedes, Heikki Kovalainen, unbeeindruckt von seinem Horror-Crash in Barcelona, setzte sich im Teamduell gegen Lewis Hamilton durch. Der amtierende Weltmeister Kimi Räikkönen (Ferrari) belegte beim Qualifying den vierten Platz.

Nach Horror-Crash wieder schnell: Heikki Kovalainen © lakapino/FlickrStorm

Bester Deutscher ist Nick Heidfeld im BMW-Sauber auf Rang neun, allerdings vier Plätze hinter seinem Stallgefährten Robert Kubica. Nico Rosberg (Williams) startet von Platz 11, Sebastina Vettel (Toro Rosso) wurde 14., Timo Glock (Toyota) 15. und Adrian Sutil (Force India) 19.    [...mehr]


Klöden ist heiß auf den Giro      ©flickr/mike1088

Drei Top-Fahrer starten beim Giro d’Italia für das Team Astana. Die besten Karten im Kampf um die Kapitänsrolle dürfte Andreas Klöden haben, der sich momentan in Topform sieht. Dagegen hat sein spanischer Teamkollege Alberto Contador eingestanden, nicht in bester Verfassung zu sein.

“Der Giro war nicht in meinem Rennprogramm vorgesehen und ich hätte gerne früher gewusst, dass ich dort starte, um mich so auf dieses Rennen vorzubreiten, wie es nötig ist”, sagte Contador der spanischen Nachrichtenagentur EFE. “Ich war im Urlaub, als ich die Nachricht erhielt, deshalb bin ich nicht in Bestform”, meinte der jüngste Tour de France-Sieger weiter.

Contador fühlt sich nicht hundertpro fit für den Giro           ©flickr/Bob AuBuchonDennoch freut sich der Bergspezialist über die kurzfristige Einladung zur Italien-Rundfahrt: “Es ist für uns alle eine Freude, aber für mich auch eine Herausforderung - ich kenne meine Leistungsstärke nicht.” Zwar gewann Contador Anfang April die schwere Baskenland-Rundfahrt klar, doch danach musste er wegen einer Infektion für eine Woche pausieren und trainierte seitdem nur ruhig. “Aber ich werde tun, was ich kann”, zeigte sich der Spanier kämpferisch. In seinen Augen ist der Giro eine Rundfahrt für Kletterer, was die Siegerliste klar zeigt.

Auch Levi Leipheimer, der Ende April Dritter der “Tour de Georgia” in den USA wurde, ist nicht so ideal auf den Giro vorbereitet wie Klöden: “Ich wollte nun eigentlich einige Wochen daheim trainieren, jetzt muss ich in den Flieger und mich auf eine dreiwöchige Rundfahrt vorbereiten”, meinte der Tour-Dritte.

Für Klöden kam auch die Nachricht überraschend, dass er am 10. Mai in Palermo am Start stehen würde, doch sein Formaufbau verlief ideal für einen Spitzenleistung auch im Mai. Entsprechend selbstbewusst kündigte der Deutsche nach dem Gesamtsieg bei der Tour de Romandie in der Schweiz an: “Ich wollte schon immer eine dreiwöchige Rundfahrt gewinnen - welche, ist mir eigentlich egal!”    [...mehr]


Autor: Jörgen Heller

Massa fuhr im 1. freien Training die schnellste Zeit             ©flickr/Ebrahim Sinan

Ferrari-Pilot Felipe Massa fuhr im ersten freien Training der Formel-1 beim Grand Prix von Istanbul in der Türkei in 1:27,323 Minuten Bestzeit. Platz zwei belegte Heikki Kovalainen im McLaren-Mercedes mit 0,133 Sekunden Rückstand. Teamkollege Lewis Hamilton wurde Dritter.

Nick Heidfeld wurde mit seinem BMW-Sauber als Siebter bei einer Zeit von 1:29,024 min bester Deutscher. Timo Glock im Toyota fuhr auf Platz zehn (1:29,103), Nico Rosberg wurde im Williams auf 13. (1:29,367) und Force-India-Pilot Adrian Sutil errang Platz 14 in 1:29,756 min. Sebastian Vettel kam mit einem alten Toro Rosso nur auf Rang 19 (1:30,426). Für eine Überraschung sorgt Weltmeister Kimi Räikkönen, der in 1:30,732 min Letzter wurde. Der WM-Spitzenreiter musste sein Auto aufgrund eines Getriebeschadens in der Box lassen. In den ersten Runden konnte der Finne nicht voll aufdrehen, weil die Strecke nach Säuberungsarbeiten kurz vor Trainingsbeginn sehr nass war.

Kovalainen erfuhr in Istanbul nach seinem Horror-Crash in Spanien die zweitschnellste Zeit          ©flickr/bennovakovicTemperaturen um 15 Grad Celsius ließen die Fahrbahn nicht abtrocknen. Erst 50 Minuten vor dem Ende der ersten Testphase trauten sich die Fahrer auf ihre fliegenden Runden. Folglich rutschten viele Boliden aus.

Heikki Kovalainen, der einen medizinischen Test bestand und nur deshalb nach seinem heftigen Unfall in Barcelona wieder an den Start gehen konnte, war zunächst vorn. Doch dann kam der zweimalige Türkei-Sieger Massa auf die Strecke, arbeitete sich Stück für Stück heran und verteidigte die Führung bis zum Ende des freien Trainings.

In der ersten Session des Rennwochenendes waren nur zehn Teams mit 20 Fahrern am Start, nachdem Super Aguri unter der Woche nach langem Kampf seinen Ausstieg aus der Königsklasse bekannt geben musste.    [...mehr]


Das war die dritte Niederlage für das DEB-Team          © flickr/Kai Bachmann

Trotz einer tollen Aufholjagd hatte die deutsche Nationalmannschaft zum dritten Mal bei der WM in Kanada verloren. Nun besteht nur noch eine minimale Chance auf den Einzug ins Viertelfinale. Die DEB-Auswahl unterlag zum Auftakt der Zwischenrunde in Halifax 4:6 (2:3, 1:1, 1:2) gegen die USA.

Als nächster Gegner wartet nun der Titelverteidiger und Gastgeber Kanada, der zuvor knapp 2:1 (1:0, 0:1, 1:0) gegen die Norweger gewann und unter die letzten Acht einzog. Im letzten Spiel der Zwischenrunde treffen die Deutschen in der Nacht zum Dienstag auf Lettland.

Fans forderten den Rücktritt von Franz Reindl, dem Sportdirektor des (DEB)        ©flickr/RicLafNoch während der Partie forderten deutsche Anhänger auf Plakaten den Rücktritt von Franz Reindl, dem Sportdirektor des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB). Der hatte am Donnerstag jedoch angekündigt, im Amt bleiben zu wollen. Reindl hatte die Verantwortung für den Einsatz von Verteidiger Jason Holland übernommen, der bei der WM nicht spielberechtigt war und vorzeitig abreisen musste. Erstmals dabei waren dafür Stürmer Marcel Goc vom NHL-Club San Jose Sharks und Verteidiger André Reiß aus Hannover, die nachnominiert wurden.

Bundestrainer Krupp zeigte sich sauer nach den Protesten. “Das ist eine Unverschämtheit”, meinte er nach der Partie. “Wenn uns die Fans nicht unterstützen wollen, sollen sie das nächste Flugzeug nach Hause nehmen. Es gehen jeden Tag drei, vier Flüge“, sagte er erbost weiter. Krupp hatte Reindl schon nach dem Spiel gegen Norwegen in Schutz genommen.

Auch Schweden befindet sich kurz vor dem Einzug ins Viertelfinale. Der Olympiasieger feierte einen Tag nach dem überraschenden 2:4 gegen die Schweiz einen 8:1 (2:0, 2:0, 4:1)-Erfolg über Dänemark. Die Schweizer bezogen in Québec mit 0:5 (0:1, 0:3, 0:1) gegen Ex-Weltmeister Tschechien zwar ihre erste Niederlage im Turnier, haben aber ebenso wie die Tschechen beste Chance auf das Erreichen der letzten Acht.    [...mehr]


Donnerstag war der Tag der Überraschungen bei den German Open in Berlin: Die Weltranglisten-Erste, Justine Henin aus Belgien, scheiterte bei dem mit 1,34 Millionen Dollar dotierten Tennisturnier ebenso wie Vorjahresfinalistin Svetlana Kuznetsova aus Russland und die an Nummer acht gesetzte Französin Marion Bartoli. Die anderen Spitzenspielerinnen setzten sich dagegen im Achtelfinale durch. Titelverteidigerin Ana Ivanovic aus Serbien benötigte allerdings drei hart umgekämpfte Sätze, um die Österreicherin Sybille Bammer zu besiegen.

Justine Henin © lakapino/FlickrStorm

Im Viertelfinale trifft Dinara Safina (RUS) nach ihrem Dreisatz-Erfolg gegen die topgesetzte Justine Henin jetzt auf Serena Williams (USA), die Agnieszka Radwanska aus Polen souverän ausschaltete. Die Ukrainerin Alona Bondarenko. die in drei Sätzen die an Nummer drei gesetzte Svetlana Kuznetsova besiegte, kann über die ungesetzte Viktoria Azarenka (BLR) das Halbfinale erreichen. Elena Dementieva, Zwei-Satz-Siegerin im russischen Duell mit Vera Dushevina, bekommt es mit Jelena Jankovic aus Serbien zu tun. Und Vorjahresiegerin Ana Ivanovic kämpft gegen Agnes Szavay aus Ungarn, die Marion Bartoli glatt in zwei Sätzen ausschaltete, um den Einzug ins Halbfinale.

“Viele gesetzte Spielerinnen sind heute ausgeschieden und ich bin froh, dass ich nicht zu diesem Kreis gehöre”, sagte Serena Williams, die dank ihres Zweisatz-Erfolgs im 17. Spiel hintereinander ungeschlagen blieb. “Gesund bleiben und Spaß haben”, lautet ungeachtet der Siegesserie die oberste Zielsetzung der ehemaligen Weltranglisten-Ersten.

Dinara Safina, Schwester des Tennisprofis Marat Safin, gelang eine Sensation, als sie Justine Henin in 2:35 Stunden besiegte. Es war der erste Erfolg der Russin im fünften Anlauf gegen die aktuelle Weltranglisten-Erste. “Ich habe schon so oft versucht, Justine endlich einmal zu besiegen, da gibt so ein Erfolg natürlich Auftrieb”, sagte Dinara Safina.

Einen Tag nach ihrem Ausscheiden im Einzel scheiterte die Berlinerin Sabine Lisicki zusammen mit Jasmin Wöhr aus Stuttgart auch im Doppel. Das Duo unterlag den beiden Chinesinnen Shuai Peng und Tiantian Sun mit 4:6 und 0:6.    [...mehr]


Vier Zeitfahren und fünf Renntage im Hochgebirge warten auf die Profis          ©flickr/pozzigia

Am Samstag beginnt in Palermo der 91. Giro d’Italia. Leider gleicht die Einladungspolitik der Organisatoren einer Theatervorstellung. Nachdem alle nach einer Reform im Radsport schrieen, könnte beim Giro die Aussicht auf ein sauberes Rennen eine Wunschvorstellung sein.

Nachdem das Team Astana, wegen der Dopingexzesse der vergangenen Saison zum Jahresanfang von der Italien-Rundfahrt ausgeschlossen wurde, darf jetzt der kasachische Rennstall im letzten Drücker doch noch am Giro teilnehmen. Mit Toursieger Alberto Contador, der gerade die Baskenland-Rundfahrt beherrschte und dem frisch gebackenen Romandie-Sieger Andreas Klöden verfügt das nun in Luxemburg angesiedelte Team über die wohl gegenwärtig stärksten Fahrer.

Giro-Direktor Angelo Zomegnan begründete diesen Entschluss: “Astana einzuladen war eine rein sportliche Entscheidung. Im Januar hatten sie ein Team präsentiert, dessen Zusammenstellung nicht der Bedeutung des Giro entsprochen hatte. Jetzt hat die Leitung uns den Start von Contador, Leipheimer, Klöden und Wladimir Gusew zugesichert.”

Ob Titelverteidiger Danilo Di Luca sauber ist, erscheint fraglich       ©flickr/Tim De BackerNicht zu vergessen ist, dass Tour-Triumphator Contador immer noch nicht sein Verhältnis mit dem Madrider Dopingarzt Fuentes erklären konnte. Klöden blieb auch bislang jede Auskunft schuldig, ob er beim Systemdoping der Freiburger Mediziner involviert war. Fraglich erscheint auch das Vorgehen des Astana-Teamchefs Johan Bruyneel, dem bislang jeder Dopingverdacht aus der Armstrong- und Contador-Ära nicht nachgewiesen werden konnte.

Aber auch andere Giro-Teilnehmer stehen unter Verdacht. Wegen Zusammenarbeit mit dem bereits verurteilten Dopingarzt Carlo Santuccione war Titelverteidiger Danilo Di Luca zu drei Monaten Sperre verurteilt worden, die der Sportgerichtshof CAS Anfang Mai bestätigte. Der Italiener hat die Sperre bereits abgesessen. Abgewendet haben seine Anwälte bislang eine Zwei-Jahres-Sperre für Manipulationen beim letzten Giro.

Fraglich erscheint, ob der diesjährige Giro, der mit vier Zeitfahren und fünf Renntagen im Hochgebirge den Profis alles abverlangt, ohne Doping überhaupt zu bewältigen ist. Den Organisatoren scheint die Show demnach wichtiger zu sein, als ein sauberes Rennen.    [...mehr]


Das war die zweite Niederlage für das DEB-Team          © flickr/Kai Bachmann

Die DEB-Auswahl hat bei der Eishockey-Weltmeisterschaft in Kanada ihr letztes Vorrundenspiel 2:3 (1:0, 1:1, 0:2) gegen Norwegen verloren und wurde damit nur Dritter in Gruppe C. Durch die zweite Niederlage hat das deutsche Nationalteam fast schon alle Chancen auf das Viertelfinale und die direkte Olympia-Qualifikation verspielt.

In der Zwischenrunde kommt es für unsere Spieler knallhart. In der Nacht zum Freitag spielt das deutsche Team gegen die USA. Weitere Kontrahenten sind Titelverteidiger und Gastgeber Kanada sowie Lettland. Die besten vier Mannschaften aus der Sechser-Gruppe erreichen das Viertelfinale. Deutschland nimmt allerdings seine Niederlagen gegen Finnland und Norwegen mit.

Unser Tormann konnte die Niederlage nicht verhindern          ©flickr/RicLafKapitän Marco Sturm (7.) schoss mit seinem zweiten WM-Tor in Überzahl das DEB-Team in Führung. Dann erhöhte Philip Gogulla (25.) auf 2:0, nachdem er noch den Torwart ausspielte. Leider konnte aber unsere Nationalmannschaft gestern nicht oft glänzen und kam durch viele Strafzeiten oft in Bedrängnis.

Für Norwegen konnte dann Marius Holtet (35.) bei deutscher 3:5-Unterzahl den Anschlusstreffer erzielen. Den Ausgleich machte Mats Zuccarello Aasen (48.) perfekt, nachdem er Torwart Robert Müller mit einem Schuss ins kurze Eck überraschte. Morten Ask (56.) traf ebenfalls bei 5:3-Überzahl zum Sieg und bescherte Norwegen ebenfalls das Weiterkommen sowie den vorzeitigen Klassenerhalt.

Durch die vorangegangene 2:3 (2:2, 0:1, 0:0)-Niederlage der Slowakei gegen die Finnen, die Gruppensieger wurden, standen der Klassenerhalt der deutschen Mannschaft und das Weiterkommen in die Zwischenrunde schon fest. Der letzte Platz und der Gang in die Abstiegs-Playoffs wurden durch das 4:2 über Ex-Weltmeister Slowakei vermieden, der nun gegen Slowenien um den Klassenerhalt spielt.



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Drücken wir dem deutschen Team die Daumen         ©flickr/docteur_es_sport

Die deutschen Volleyballer testen in den kommenden Tagen in sechs Länderspielen ihre Olympia-Tauglichkeit für die Qualifikations-Runde vom 23. bis 25. Mai in Düsseldorf.

“Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir die Peking-Teilnahme schaffen. Das wäre wichtig für den deutschen Volleyball und die Krönung für diese Mannschaft. Die Jungs haben jahrelang hart auf dieses Ziel hingearbeitet”, argumentierte der Bundestrainer Stelian Moculescu, der gegen Taiwan, Kuba und Europameister Spanien einen Turniersieg fordert. Damit wäre das Team erstmals seit 1972 in München endlich wieder bei Olympischen Spielen dabei.

Ende Mai müssen sich die Deutschen für Olympia qualifizieren               ©flickr/roc.p.yuSchon am Donnerstag beginnt die erste Probe in Dessau gegen Olympia-Gastgeber China und einen Tag danach gleich nochmal in Nordhausen. Anschließend, am 11. bis 13. Mai, geht es weiter mit dem Turnier in Leipzig gegen China, Tschechien und die USA. Die Generalprobe findet dann am 15. Mai in Chemnitz noch einmal gegen die USA statt. Ab dem 23. Mai heißt es dann den Olympia-Qualifikationsdaumen drücken für die deutschen Volleyballer.

Für den Bundestrainer, der den VfB Friedrichshafen seit 1998 zu 19 von 22 nationalen Titeln und im Vorjahr zum Gewinn der europäischen Königsklasse Champions League geführt hat, hängt vom Ausgang der Olympia-Qualifikation die Länge seines Engagements als Honorar-Coach der Nationalmannschaft ab. Für Moculescu soll spätestens nach Peking Schluss sein. “Der Abschied von der Truppe wird nicht leicht, von den anderen schon”, so der 58-Jährige.

Seit neun Jahren arbeitet der Rumäne mit diese Team, welches für seine Begriffe das Zeug dazu hat, Medaillen zu holen. “Diese Zeit hat sehr, sehr viel Kraft gekostet und war kein Zuckerschlecken. Dass es zur EM im Vorjahr nicht zur Medaille gereicht hat, hat mir mehr wehgetan als die missglückte erste Olympia-Qualifikation im Januar in Izmir. Da ist einiges nicht rund gelaufen”, argumentierte Moculescu.



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