Beiträge vom: September, 2008
FUSSBALL Angela Merkel lud ins Bundeskanzleramt, um die Spielorte der Frauenfußball-WM 2011 zu präsentieren. Die WM mit 16 Teams wird am 26. Juni 2011 in Berlin eröffnet, das Endspiel steigt am 17. Juli in Frankfurt. Außerdem wird in Augsburg, Bochum, Dresden, Leverkusen, Mönchengladbach, Sinsheim und Wolfsburg gekickt. In 1000 Tagen beginnt das Turnier, die Deutschen gewannen 2003 und 2007 den WM-Titel.
TRIATHLON Olympiasieger Jan Frodeno ist von den Athleten der Stiftung Deutsche Sporthilfe zum “Champion des Jahres 2008″ gewählt worden. Der 27-Jährige erhielt bei der Wahl die meisten Stimmen der 83 anwesenden deutschen Spitzenathleten. Frodeno setzte sich gegen die Olympiasieger Ole Bischof (Judo), Alexander Grimm (Kanuslalom), Lena Schöneborn (Moderner Fünfkampf) und Matthias Steiner (Gewichtheben) durch.
GOLF Den Ryder-Cup konnten die amerikanischen Golfer auch ohne Superstar Tiger Woods gewinnen, aber seine zahlreichen Fans werden nun mit Entsetzen vernehmen, dass Woods erst 2010 wieder spielen kann. “Es wird die nächsten 18 Monate dauern, bis ich bei hundert Prozent bin, also ist es ein zweijähriger Prozess”, wird der Weltranglisten-Erste in der englischen Zeitung The Sun zitiert. “Der Heilungsprozess für den Kreuzbandriss dauert sechs Monate, dann ist schon Januar. Bis dahin kann ich überhaupt nicht trainieren.”
Andy Roddick setzte sich im Finale des ATP-Turniers in Peking gegen den Israeli Dudi Sela mit 6:4, 6:7 (6:8), 6:3 durch. Die Serbin Jelena Jankovic putzte Swetlana Kusnezowa mit 6:3 und 6:2 weg. Beim ATP-Turnier in Bangkok sorgte Joe-Wilfried Tsonga nach einer dreimonatigen Verletzungspause für seinen ersten Turniersieg. Der Franzose gewann gegen den Weltranglisten-Dritten Novak Djokovic mit 7:6 (7:4), 6:4.
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Am 14. Oktober beginnt in Bonn die Schach-WM, Viswanathan Anand aus Indien und Wladimir Kramnik aus Russland kämpfen um den Titel im königlichen Spiel. Im Spiegel lässt sich Weltmeister Anand interessante Äußerungen entlocken: “Schach ist Schauspielerei.” Ob der Norweger Magnus Carlsen zu seinen Sekundanten zählt, ließ Anand offen: “Ein Gerücht, ich habe auch davon gehört. Vielleicht ist ja etwas Wahres dran. Vielleicht auch nicht”, sagte Anand und blieb geheimnisvoll: “Lassen wir Kramnik im Ungewissen, soll er sich ruhig damit beschäftigen, das gehört zum Psycho-Spiel vor so einem Turnier.”
Bis zu zehn Stunden am Tag beschäftigt sich Anand im Vorfeld der WM mit seinem Kontrahenten Kramnik: “Wir spielen seit 1993 bei denselben Turnieren. Aber es ist ein Unterschied, ob man jemanden kennt oder ob man ihn versteht.” Das indische Superhirn kennt fast alle Partien von Kramnik, aber “ich darf nicht glauben, dass ich ihn deswegen auch durchschaut habe. Ich erwarte geradezu, von ihm überrascht zu werden.”
Das Turnier in Bonn ist etwas ganz Besonderes, nämlich ein Duell, jeden Tag der gleiche Gegner: “Man muss bei einer Weltmeisterschaft aufpassen, dass man nicht in Panik gerät. Es beschäftigt einen bereits, wenn man den Gegner beim Frühstück sieht. Wirkt er locker? Angespannt? Man ist auf seltsame Art wie besessen.”
Für den 38-jährigen Großmeister, der in der Schachbundesliga für den OSC Baden-Baden antritt, gehört Bluffen zum Spiel: “Schach ist Schauspielerei. Wenn der Gegner deine Unsicherheit spürt, deinen Ärger, deine Trauer, dann machst du ihm Mut. Er wird deine Schwäche ausnutzen. Selbstbewusstsein ist sehr wichtig, auch das Vorspielen von Selbstbewusstsein.”
Anand relativierte schließlich das Bild des verrückten Genies: “Man braucht ein Leben abseits des Schachs, dann besteht keine Gefahr. Man muss sich andere Interessen bewahren. Wirklich krank wurden nicht so viele. Nur werden diese Fälle gleich einer breiten Öffentlichkeit bekannt. Bestimmt gibt es ebenso viele verrückte Ärzte oder Busfahrer.” [...mehr]
Bundestrainer Joachim Löw will beiden den nächsten WM-Qualifikationsspielen gegen Russland und Wales ohne Christoph Metzelder planen. Der Verteidiger von Real Madrid bestätigte die Überlegungen Löws.
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Columbia-Profi Bert Grabsch hat das 43,7 Kilometer lange Zeitfahren der Männer bei den Weltmeisterschaften in Varese für sich entscheiden können. Silber errang der Kanadier Svein Tuft und Bronze ging an den US-Amerikaner David Zabriskie. Mit einer bärenstarken Zeit von 52:01,60 Minuten ließ der Wittenberger der Konkurrenz keine Chance. Dabei hatte der frisch gebackene Weltmeister, der bei den Olympischen Spielen nur platz 14 belegte, große Motivations-Probleme für die WM. Nachwuchs-Fahrer Tony Martin konnte auf dem vom U23-Vizeweltmeister Patrick Gretsch geliehenen Rad in 53:17,8 Minuten einen einen guten siebten Platz einfahren. Beim Training am Tag zuvor wurde der 23-Jährige von einem Auto angefahren und seine eigentliche Rennmaschine konnte nicht mehr eingesetzt werden.
Nur ein Punkt Rückstand auf den WM-Führenden Lewis Hamilton, dazu die Pole-Position auf einem vermeintlichen Prozessionskurs: Eigentlich war bei der nächtlichen Sause in Singapur alles angerichtet für Felipe Massa. Doch bei einem dilettantischen Boxenstopp zerstoben alle Hoffnungen auf Platz eins in der WM-Wertung. Von den Turbulenzen profitierte Lewis Hamilton im McLaren Mercedes.
Der deutsche Tischtennisstar Timo Boll (Foto) hat seinen dritten Triumph beim prestigeträchtigen Weltcup verpasst, zeigte aber eine klasse Leistung. Im Finale unterlag Boll, Sieger 2002 und 2005, dem Weltranglisten-Ersten Wang Hao aus China mit 1:4 (8:11, 3:11, 16:14, 7:11, 9:11). Dimitrij Ovtcharov erreichte bei seinem Debüt das Viertelfinale.
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Den Großen Preis von Singapur konnte der Spanier Fernando Alonso im Renault für sich entscheiden. Den zweiten Platz erzielte beim ersten Nacht-Grand-Prix der Formel 1 sensationell der Deutsche Nico Rosberg im Williams. Platz drei ging an den WM-Spitzenreiter Lewis Hamilton im Mercedes, der durch den Podiumsplatz seine Führung in der Fahrerwertung um sieben Punkte ausbauen konnte. Die weiteren Piloten Timo Glock (Toyota), Sebastian Vettel (Toro Rosso) und Nick Heidfeld (BMW Sauber) auf den weiteren Plätzen sorgten für ein beachtliches gesamtdeutsches Ergebnis. Weltmeister Kimi Räikkönen verlor kurz vor dem Ende des Rennens durch einen Crash in eine Mauer Platz fünf und schied aus. Sein Ferrari-Teamkollege Felipe Massa erreichte nach einem missratenen Boxenstopp nur den 13. Platz und verlor auf seinen ärgsten Rivalen Hamilton wichtige Punkte im Kampf um die WM-Krone.
Haile Gebrselassie hat den 35. Berlin-Marathon in Weltrekordzeit gewonnen. Der Äthiopier lief die 42,195 Kilometer in 2:03:57 Stunden. Beste Frau war die Deutsche Irina Mikitenko. Sie verbesserte auf der schnellen Berliner Strecke den deutschen Rekord auf 2:19:19 Stunden.
Fünfte Pole-Position der Saison für Felipe Massa: Der Ferrari-Pilot hat sich in der Nacht von Singapur die Pole-Position für die Flutlicht-Premiere der Formel 1 geholt. Auf Rang zwei landete der WM-Führende Lewis Hamilton im McLaren-Mercedes. Dritter wurde in der Qualifikation der Titelverteidiger Kimi Räikkönen im zweiten Ferrari vor Robert Kubica im BMW-Sauber und Hamiltons Teamkollegen Heikki Kovalainen. Bester Deutscher ist Sebastian Vettel auf Rang sechs.






