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3-Spiele Bann für Rooney: Soll er zur EM 2012 mit oder nicht?

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Dass ein Foul seine Konsequenzen hat, spürt Wayne Rooney samt seiner Mannschaft gerade im vollen Umfang. Nach einem Tritt gegen Mirodrag Dzudovic entschied das UEFA Kommittee, dass Nägel mit Köpfen gemacht werden müssen und jetzt bangt England in der Vorrunde zur EM 2012.

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Krisensitzung in England, nach seinem Foul an Mirodrag Dzudovic beim Qualifikationsspiel und der darauf hin gezogenen roten Karte rechnete Rooney mit einem Verbot für maximal ein Spiel, aber die UEFA sah das anders und bannte den Briten für die nächsten drei Spiele. Genau das trifft die englische Mannschaft hart, deren stärkster Spieler damit in den Vorrunden zur EM 2012 ausfällt. Die große Frage für Trainer Fabio Capello ist nun, ob er ihn trotzdem in das EM Team wählen soll oder nicht.

Schwere Entscheidung für Fabio Capello

Trainer Capello steht nun vor einer sehr schweren Entscheidung – Soll Rooney mit zur EM, selbst wenn er dort einen Großteil nur hilflos am Spielfeldrand stehen kann, oder soll ein anderer Spieler seinen Platz einnehmen? Die Fans sind für Rooney, aber rein taktisch ist es gefährlich, einen inaktiven Spieler mit zu zerren, der sich auch noch selbst in diese Situation manövriert hat, denn eines ist offensichtlich: das Foul wurde verdient bestraft, als Rooneys Fuß Dzudovics Bein traf, war der Ball schon längst in weiter Ferne entrollt, gerade als Profispieler muss man da die Weitsicht haben, die Emotionen unter Kontrolle zu halten.

Noch ist das Urteil nicht endgültig gefällt, so dass Fans als auch das Team darauf hoffen können, dass es doch nur bei zwei Spielen bleibt, denn dann wäre es wohl auch keine Frage, ob Rooney mitkommt oder zu hause bleibt. Aber davon ausgehend, dass dies nicht der erste aggressive Ausrutscher des temperamentvollen Spielers ist und dass er früher schon aufgefallen, aber nicht halbwegs adäquat dafür abgestraft wurde, wird es zu einer wahren Zitterpartie, da hier auch von der UEFA ein Exempel statuiert werden kann, dass auch die großen Spieler nicht vor derartig drastischen Maßnahmen gefeit sind.

Rooney bei einer Sperre mitzunehmen, würde sicher dem Teamgeist helfen, da er bei seinen Mitspielern recht beliebt ist und auch den meisten England Fans zusagen, gleichzeitig wäre es eine unfaire, wenn nicht sogar unprofessionelle Einstellung, einem jungen, kompetenten und freigeschalteten Spieler die Chance auf die EM zu verwehren, nur weil die Trophäe der englischen Mannschaft zu wichtig für den Status ist.

Und wer könnte eintreten?

Höchstwahrscheinlich stehen Jermain Defoe (der bereits 2006 wegen Rooney aus dem Kader gestrichen wurde), Jungstar Daniel Sturridge, Andy Carroll (der teuerste, britische Fußballtransfer aller Zeiten) und Fulhams Lieblingsspieler Bobby Zamora zur Auswahl, um zwei verbleibende Plätze zu erringen. Davon ausgehend, dass Capello höchstwahrscheinlich nur vier Stürmer mit nimmt, ist ein aktiver Spieler weniger auch ein taktisches Risiko, das eigentlich nur nachlässig wäre, da eine rote Karte oder eine dumme Verletzung somit nur noch zwei Stürmer ließe, so dass eine flexible Aufstellung unmöglich wäre. Selbst wenn England es durch die Vorrunden schafft und Rooney ab da an wieder einsatzfähig ist, wäre es doch ein sicheres Zeichen, dass die Mannschaft es auch ohne Rooney schaffen kann, inklusive der Chance eines jungen Talents. Sollte der Spielebann also bei drei Spielen bleiben, muss Capello Rooney zuhause lassen und der sollte es auch mit Würde hinnehmen, denn alles andere wären reine Eitelkeiten, die keinen Sportsgeist haben.