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Augsburg-Coach lässt Zukunft offen – München ohne Kastner

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München – Mike Stewart rang mit einem Gefühlsmix aus Wut, Enttäuschung, Anerkennung und Stolz.

Nach dem Aus im Halbfinale der Deutschen Eishockey Liga (DEL) gegen Favorit EHC Red Bull München resümierte der Coach der Augsburger Panther: «Es hat nicht viel gefehlt. Klar ist jeder enttäuscht, aber in ein paar Tagen können wir mit erhobenen Köpfen rumlaufen. Wir haben etwas geschafft, was richtig cool war.» In der längsten und hochspannenden Begegnung verpassten die Panther den Finaleinzug durch ein 0:2 in München. Die Best-of-Seven-Serie ging dadurch mit 4:3 an München.

Trotz des ausgebliebenen Happy Ends äußerte Stewart große Bewunderung für sein Team. Ob er mit der Mannschaft in der neuen Saison erneut angreift, ist unklar. Zuletzt wurde der Kanadier als möglicher Trainerkandidat bei größeren DEL-Vereinen gehandelt, etwa in Köln. Er selbst verriet zunächst nicht, wie es weitergeht. «Ich brauche Zeit, alles zu verdauen», sagte er und kündigte an: «Wir nehmen uns die nächsten paar Wochen, um uns zu besprechen.»

Danach dürfte der Übungsleiter des Überraschungsteams der Saison wieder bessere Laune haben. «Ich kann nicht verlieren», sagte er. «Ich bin eher sauer als enttäuscht. Die Enttäuschung wird in ein paar Tagen kommen. Jetzt bin ich sauer. Die Jungs haben so viel investiert.»

Wie in allen sieben Partien dieses Bayern-Duells entschieden Nuancen, diesmal war München engagierter und glücklicher in der Defensive und durfte dank der Torschützen Mads Christensen (16. Minute) und Patrick Hager (26.) feiern. Nun fordert Red Bull denen Hauptrundenprimus aus Mannheim, Spiel eins steigt am Donnerstag (19.30 Uhr) bei den Adlern.

Auch wenn München eine kräfteraubende Serie gegen Augsburg hinter sich hat und sich Mannheim nach dem klaren 4:0 über Köln eine ganze Woche ausruhen konnte, glauben weder Münchner noch Mannheimer daran, dass die Kraft eine entscheidende Rolle spielt.

Einen personellen Rückschlag aber hat München zu verkraften. Maximilian Kastner wurde an der Hand operiert und kann in dieser Saison nicht mehr spielen, wie Trainer Don Jackson verkündete. Kastners Ersatz Maximilian Daubner zog sich gegen die Panther eine nicht näher präzisierte «Unterkörperverletzung» zu, wie Jackson sagte. Ob er in der Finalserie gegen Mannheim wieder fit wird, das wusste sein Trainer nicht.

Fotocredits: Matthias Balk
(dpa)

(dpa)

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