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Bayern-Basketballer feiern ersten Pokalerfolg seit 50 Jahren

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Neu-Ulm – Angeführt vom überragenden Jared Cunningham hat Topfavorit Bayern München im Traumfinale um den deutschen Basketball-Pokal den ersten Triumph seit 50 Jahren gefeiert.

Der souveräne Bundesliga-Spitzenreiter setzte sich im Endspiel des Top-Four-Turniers in Neu-Ulm gegen Herausforderer ALBA Berlin mit 80:75 (36:38) durch. Die Hauptstädter verpassten durch die Niederlage ihren zehnten Erfolg, mit dem sie zu Rekordsieger Bayer Leverkusen aufgeschlossen hätten.

In einer dramatischen und teilweise hochklassigen Partie war Cunningham mit 28 Punkten bester Werfer für die Münchner, die sich für die knappe Finalniederlage vor zwei Jahren revanchierten und erstmals seit 1968 wieder den Pott an die Isar holten. Bei ALBA ragte Luke Sikma mit 14 Punkten heraus.

Die Berliner erwischten in ihrem elften Pokal-Endspiel den besseren Start und lagen nach fünf Minuten mit 13:6 vorn. Die Bayern ließen anfangs die nötige Präzision vermissen und leisteten sich etliche Fehlversuche.

Als sich auch beim Rivalen einige Unkonzentriertheiten einschlichen, war der Favorit jedoch da. Braydon Hobbs brachte den Bundesliga-Primus in der Schlusssekunde des ersten Viertels mit einem Dreier auf einen Zähler heran, direkt nach Wiederbeginn besorgte Nihad Djedovic mit einem weiteren Distanzwurf die erstmalige Führung.

ALBA ließ sich davon aber nicht beeindrucken. Vor allem Sikma war von der Bayern-Defensive kaum in den Griff zu bekommen. Der 2,03 Meter große Hüne traf aus allen Lagen und brachte auch seine Mitspieler immer wieder in gute Wurfpositionen. So nahm der Herausforderer eine knappe Halbzeit-Führung mit in die Kabine.

Auch in der zweiten Hälfte wogte das Geschehen hin und her. Erneut kam ALBA etwas schwungvoller in die Partie und erkämpfte sich beim 50:44 eine Sechs-Punkte-Führung. Doch die Bayern konterten mit einem 10:0-Lauf. Absetzen konnte sich die Startruppe von der Isar allerdings nicht, denn die Berliner fingen sich schnell wieder und gingen mit einem Polster von fünf Zählern in das letzte Viertel.

Die Truppe der spanischen Trainer-Legende Aito Garcia Reneses ließ auch in der heißen Phase der Partie zunächst keine Schwächen erkennen und hielt die Bayern vorerst auf Distanz. Doch vier Minuten vor Schluss war der Rivale wieder bis auf zwei Punkte dran. In der dramatischen Schlussphase hatte dann der Branchenprimus das bessere Ende für sich.

Fotocredits: Stefan Puchner,Stefan Puchner,Stefan Puchner
(dpa)

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