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Bayern vorn – Frust in Frankfurt und Leverkusen

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Berlin – Der deutsche Rekordmeister Bayern München steht wieder an der Spitze der Fußball-Bundesliga. Am 2. Spieltag gewann das Team von Coach Niko Kovac beim VfB Stuttgart.

Eine perfekte Ausbeute hat ebenso Fast-Absteiger VfL Wolfsburg, der sich überraschend gegen Bayer Leverkusen durchsetzte. Nationaltorhüter Kevin Trapp verpasste ein gelungenes Comeback mit Eintracht Frankfurt.

GEGLÜCKT: Startelfdebütant Leon Goretzka führte die Bayern beim 3:0 (1:0) gegen den VfB Stuttgart zu einer makellosen Bilanz vor der Länderspielpause. «Ich bin froh, dass mir das heute gut gelungen ist und ich von Anfang an ran durfte. Ich wollte beweisen, dass ich der Mannschaft eine Hilfe sein konnte», sagte der Nationalspieler, der beim 400. Bundesliga-Auswärtssieg der Vereinsgeschichte in der 37. Minute zum 1:0 traf und bereitete das 2:0 von Robert Lewandowski vor.

MISSGLÜCKT: Ein spätes Gegentor verdarb Kevin Trapp sein Comeback in der Bundesliga. «Die Enttäuschung überwiegt. Wir hätten einen Punkt verdient», sagte der Nationaltorwart nach dem unglücklichen 1:2 (0:1) von Eintracht Frankfurt gegen Werder Bremen. «In der letzten Sekunde so ein Tor hinnehmen zu müssen, ist bitter.» Der DFB-Pokalsieger musste sich nach dem Freistoß-Treffer von Milot Rashica in der sechsten Minute der Nachspielzeit noch geschlagen geben.

FRUST: Bayer Leverkusen wurde schon als Titel-Kandidat gehandelt, doch nach zwei Niederlagen zum Saisonauftakt ist die Stimmung schlecht. «Mir fehlen die Besessenheit, die Gier und die Galligkeit, jeden Zweikampf gewinnen zu wollen», schimpfte Torhüter Ramazan Özcan nach der 1:3 (1:1)-Heimniederlage gegen den VfL Wolfsburg. Die Niedersachsen sind nach dem zweiten Sieg hingegen obenauf.

RETTUNG: Rekordeinkauf Alassane Plea bewahrte Borussia Mönchengladbach mit seinem ersten Bundesligator beim 1:1 (0:1) gegen den FC Augsburg vor einer drohenden Niederlage. Der zur Halbzeit eingewechselte, 23 Millionen Euro teure Angreifer köpfte das Ausgleichstor. «Für uns ist das ein Punkt, den wir sehr gerne mitnehmen», sagte Trainer Dieter Hecking.

GEDÄMPFTE FREUDE: Eigentlich hätte 1899 Hoffenheim nach dem 3:1 (0:1) im Baden-Derby gegen den SC Freiburg allen Grund zur Freude gehabt. Doch in Innenverteidiger Ermin Bicakcic, Kasim Adams und Kevin Akpoguma verletzten sich gleich drei Spieler. Bei Akpoguma besteht der Verdacht auf Gehirnerschütterung, «er konnte auf einem Auge nur noch verschwommen sehen. Und bei Adams haben wir schlimmste Befürchtungen. Beide sind noch im Krankenhaus», sagte Trainer Julian Nagelsmann. Lediglich Bicakcic (Achillessehnenprobleme) dürfte nicht zu lange pausieren müssen.

DRUCK I: Nach dem 1:4 gegen Dortmund will RB Leipzig das erste Heimspiel am Sonntag (15.30 Uhr) gegen Aufsteiger Fortuna Düsseldorf gewinnen. «Ich würde mir wünschen, dass wir a) zu Null spielen und b) genug Chancen kreieren, um zu gewinnen. Und das nicht unbedingt erst in der 90. Minute», sagte Leipzigs Trainer Ralf Rangnick. So spannend wie bei der Last-Minute-Qualifikation für die Europa League am Donnerstag beim 3:2 gegen Luhansk soll es nicht werden.

DRUCK II: Auch Schalke 04 unterlag zum Auftakt (1:2 in Wolfsburg) und peilt gegen Hertha BSC einen Sieg an. Dabei setzt Trainer Domenico Tedesco am Sonntag (18.00 Uhr) wohl auf zwei Neuzugänge. Gegen die Berliner könnte neben Linksverteidiger Hamza Mendyl auch Sebastian Rudy erstmals auflaufen. Auch bei den Berlinern könnte ein Neuzugang sein Startelf-Debüt feiern. Liverpool-Leihgabe Marko Grujic habe sich empfohlen, so Hertha-Coach Pal Dardai. Nur die Berliner können den FC Bayern noch von der Spitze verdrängen.

Fotocredits: Christian Charisius
(dpa)

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