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Bolt rennt mit Jamaika-Staffel ins WM-Finale

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London – Usain Bolt ist auf dem Weg zum erhofften zwölften WM-Gold mit Jamaikas Sprintstaffel ins Finale gerannt. Bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften in London gewann das Quartett mit dem Superstar als Schlussläufer den zweiten Vorlauf über 4×100 Meter in 37,95 Sekunden.

Die deutsche Staffel verpasste als Fünfte das Finale am Samstagabend. Hingegen dürfen die DLV-Sprinterinnen um Gina Lückenkemper um die Medaillen mitrennen. Tatjana Pinto (Paderborn), Lisa Mayer (Wetzlar), Lückenkemper (Dortmund) und Rebekka Haase (Thum) gewannen den zweiten Vorlauf in 42,34 Sekunden vor Titelverteidiger Jamaika (42,50). Die Amerikanerinnen siegten im ersten Rennen in 41,84 Sekunden. Bei den Olympischen Spielen hatten die deutschen Sprinterinnen Platz vier belegt, diesmal hoffen sie auf eine Medaille. Zuletzt hatte ein Quartett um Verena Sailer 2009 in Berlin Bronze gewonnen.

Auch die deutsche 4×400-Meter-Staffel der Frauen hat das Finale erreicht. Ruth-Sophia Spelmeyer (Oldenburg), Nadine Gonska (Mannheim), Svea Köhrbrück (Berlin) und Laura Müller (Rehlingen) kamen im zweiten Vorlauf in 3:26,24 Minuten auf Platz drei. Jamaika rannte in 3:23,64 Minuten die schnellste Zeit. Das erste Rennen gewann das US-Quartett in 3:21,66 Minuten. Eine deutsche Männer-Staffel über die vier Stadionrunden hat sich nicht für die WM qualifizieren können. Die Finals finden zum Abschluss der Weltmeisterschaft am Sonntag statt.

Der achtmalige Olympiasieger Bolt gibt im Staffel-Finale das Abschiedsrennen seiner einzigartigen Karriere. 56 600 Zuschauer im Olympiastadion feierten den 30-Jährigen schon am Vormittag euphorisch. «Die Energie in diesem Stadion ist wirklich außergewöhnlich», sagte Bolt. Es werde ihm schwerfallen, Abschied zu nehmen, aber: «Ich bin happy. Ich bin gesegnet.»

In 37,70 Sekunden waren die Amerikaner um 100-Meter-Weltmeister Justin Gatlin im ersten Vorlauf schneller als Jamaika. Die deutschen Tempojäger werden bei Bolts letztem Auftritt nicht mehr auf der Bahn stehen: Für den 100-Meter-Rekordhalter Julian Reus, Robert Hering (beide Wattenscheid), Roy Schmidt (Leipzig) und Robin Erewa (Wattenscheid) reichten 38,66 Sekunden nicht.

Zehnkampf-Ass Rico Freimuth vom SV Halle bleibt auch nach sieben Disziplinen auf Medaillenkurs. Mit 6272 Punkten ist der 29-jährige Weltmeisterschafts-Dritte von 2015 nach dem Diskuswerfen sogar bis auf 24 Punkten an den führenden Franzosen Kevin Mayer herangerückt und hat eine Titelchance. Freimuth warf den Diskus 51,17 Meter weit, Mayer kam nur auf 47,14. Der Olympia-Vierte Kai Kazmirek (LG Rhein-Wied) blieb mit 6080 Punkten auf Rang vier, liegt aber nur 15 Zähler hinter Oleksij Kasanow aus der Ukraine.

Fotocredits: Matt Dunham,Bernd Thissen,Rainer Jensen,Rainer Jensen,Bernd Thissen
(dpa)

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