Ratgeber

Bouldern – Klettern ohne Sicherung

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Zum Bouldern braucht es neben Geschicklichkeit und Kraft auch eine Menge Körperbeherrschung. Denn auch ein Sturz aus geringer Höhe muss nicht immer glimpflich ablaufen.

Das Bouldern gehört zu den Trendsportarten und ist nichts anderes als das Klettern an einem Felsen oder einer Kletterwand ohne Sicherung und lediglich in Absprunghöhe. Die Bezeichnung leitet sich von dem englischen Wort „boulder“, zu deutsch „Felsen“, ab. Die Sportart ist bereits seit den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts eine eigenständige Disziplin des Sportkletterns und erfordert neben einer Menge Kraft und Ausdauer auch Geschicklichkeit und Körperbeherrschung.
Erfunden wurde das Bouldern in Frankreich von jungen Bergsteigern, welche damit begannen hohe Felswände ohne jegliche Sicherung und nur mithilfe ihrer eignen Kraft zu bezwingen. Der Amerikaner John Gill ebnete den Weg für das Bouldern als Trendsportart, indem er als erster seine Hände mit Magnesiumcarbonat einrieb um sich besser am Felsen halten zu können. Er entwickelte zudem die sogenannte „Flowing-Technik„, bei der sich der Kletterer nicht mehr an vier Punkten im Fels orientiert, sondern sich Zug um Zug nach oben „schwingt“ und dabei die Energie der letzten Bewegung auch für die nächste zu nutzen. Heute ist diese Technik nicht mehr wegzudenken, da sie sehr Kräfteschonend ist. Doch auch wenn diese Technik einwandfrei beherrscht wird, beansprucht das Bouldern die Muskeln sehr. Daher eignet sich der Sport vor allem für diejenigen, denen normales Muskeltraining zu langweilig ist.

Die zwei Arten des Bouldern

Neben dem Outdoor-Bouldern an richtigen Felswänden gibt es natürlich auch noch das Indoor-Bouldern, bei dem der Sportler eine Kletterwand erklimmt. Das Indoor-Bouldern folgt im Gegensatz zum Klettern an richtigen Felsen nicht so komplizierten Regeln. Die Kletterer müssen in der Halle nur beachten, dass der Schwierigkeitsgrad der Route zunimmt, je dunkler die Wand- und Grifffarbe ist. An einer Kletterwand sind die Routen zudem schon vorgegeben, wohingegen sich der Kletterer an einer richtigen Felswand seine Anhaltepunkte erst selbst suchen muss.

Was braucht man zum Klettern ohne Sicherung?

Auch wenn man beim Bouldern nicht mithilfe eines Klettergurtes und eines Seils gesichert ist werden dennoch Ausrüstungsgegenstände benötigt.
Das allerwichtigste ist wohl ein gutes Schuhwerk, denn beim Klettern wird ein optimaler Halt benötigt. Am besten eignen sich dazu spezielle Kletterschuhe, die ein gutes Gefühl für den Untergrund zulassen. Damit auch die Hände einen optimalen Halt an der Fels- oder Kletterwand haben wird ein kleiner Beutel mit Magnesia benötigt, der an einem Gürtel befestigt wird. Durch das Magnesiumcarbonat wird verhindert, dass der Sportler beim Klettern mit schwitzenden Händen an der eher glatten Felswand abrutscht.
Da auch aus den eher geringeren Höhen bei einem Sturz etwas schlimmeres passieren kann, ist eine sogenannte Bouldermatte Pflicht.
Im Gepäck des Outdoor-Boulderers sollte des Weiteren eine Bürste nicht fehlen, da mit ihr sowohl die Griffmöglichkeiten im Felsen, als auch die Schuhe von Schmutz befreit werden können.

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