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In einem spannenden Finale gewinnt Maguire knapp vor Murphy            ©flickr/garenta

Stephen Maguire hat mit starken Nerven und viel Feingefühl die China Open gewonnen und damit nach der Northern Ireland Trophy als bisher einziger Spieler zwei Titel in dieser Saison geholt. Im Finale bezwang er Shaun Murphy mit 10:9 bei einem sehr ausgeglichenen Match

Maguire kann sich nun vier Titel Schotten in seiner Karriere zuschreiben. Der Schotte ist damit erst der zwölfte Spieler überhaupt, der vier Mal bei einem Weltranglisten-Turnier siegen konnte. Die Entscheidung fiel aber erst bei den letzten Bällen.

Der Entscheidungsframe war beim Endspiel auf die Farben noch offen. Grün lag hinter blau an der langen Bande vor der grünen Tasche. Beim Lochen von gelb aber manövrierte Maguire geschickt grün an blau vorbei über die Bande vor die Ecktasche und konnte anschließend lochen.

Das Endspiel war ein packendes Snooker-Match wie aus dem Lehrbuch. Spannende Safety-Duelle gab es ebenso wie eine Reihe hoher und hochkarätiger Breaks. Maguire schaffte mit 106, 102 und 137 gleich drei Century-Breaks, Murphy spielte mit 136 eine dreistellige Serie. Vor allem aber wechselten die Phasen mit Vorteilen für einen der beiden Spieler ständig.

Erst ging der Gewinner mit 5:2 in Führung, dann zog Murphy auf 7:5 davon. Danach aber war der Schotte wieder an der Reihe: Vier Frames in Folge brachten ihn dem Titel ganz nahe. Murphy aber zeigte Kampfgeist, glich aus und erzwang den Entscheidungsframe. Über 36 Minuten dauerte dieses Drama, ehe Stephen Maguire mit dem genialen Stellen des grünen Balles den entscheidenden Schachzug machte. Fast 6:40 Stunden dauerte die Netto-Spielzeit

Auf das neue Provisional Ranking hatte der Ausgang des Finales keine Auswirkung mehr. Shaun Murphy ist die neue Nummer eins vor Ronnie O’Sullivan. Doch Stephen Maguire als Dritter hat durch seinen Sieg in Peking den Rückstand auf die beiden deutlich verkürzt.    [...mehr]


Ganz Spanien redet nur noch über das Thema Zecken              ©flickr/nomenestomen

Die Spanier sorgen zwei Monate vor Beginn der Fußball-Europameisterschaft in Österreich und der Schweiz für große Aufregung wegen Zecken. Grund dafür ist eine Empfehlung der UEFA, wonach sich die Spieler gegen die Hirnhautentzündung (Enzephalitis) impfen lassen sollten, die von den kleinen Blutsaugern übertragen werden kann.

“Man spricht über kein anderes Thema mehr als über die Zecken”, schrieb das Sportblatt “Marca” und befasste sich auf zwei Seiten mit der Gefahr von Zeckenbissen. Die Zeitung “El Mundo” sprach von “Killerzecken”. Der Rezipient könnte vermuten, die EM werde im tiefsten Busch ausgetragen.

Nationaltrainer Luis Aragonés muss durch die Impfung eine Kader-Auswahl treffen    ©flickr/ACMiler In HongKongAuf der iberischen Halbinsel hat das Zecken-Thema allerdings auch einen sportlichen Hintergrund. Da die Impfung muss in den nächsten Tagen erfolgen, um richtig zu wirken. So bleibt Nationaltrainer Luis Aragonés keine andere Wahl, als zu entscheiden, welche Spieler das Serum bekommen werden. Der Coach muss also schon jetzt eine Vorauswahl für den Kader treffen, den er für die Fussball EM 2008 vorgesehen hat. “Die Zecken bringen die Pläne von Aragonés durcheinander”, schrieb das Fachblatt “Sport”.

Real Madrids Kapitän Raúl will unbedingt mit zur EM      ©flickr/sisab0616Dabei tritt die seit Monaten heftig geführte Debatte wieder ans Tageslicht, ob der Trainer Real Madrids Kapitän Raúl mit zur EM nehmen wird. Der königliche Stürmer wird von Aragonés seit über einem Jahr nicht mehr berücksichtigt und hat nur wenig Chancen, im Juni dabei sein zu können. “El Mundo” scherzte dazu: “Raúl möchte auch geimpft werden.”

Der Teamarzt der Selección, Jorge Candel erläuterte: “Für die Fußballer empfiehlt sich eine Impfung, weil sie (bei Waldläufen) viel mit der Natur in Verbindung kommen. Bei Fans ist das nicht nötig.“

Die deutschen Fußballer werden sich trotz der Empfehlung der UEFA nicht gegen Zecken impfen lassen.    [...mehr]


Im rein brasilianischen Finale setzten sich Juliana/Larissa durch     ©flickr/beachvolleyball.com.au

Beim FIVB World Tour-Auftakt der Beachvolleyballer im australischen Adelaide gewann am letzten Wochenende das brasilianische Duo Harley/Pedro erneut. In der olympischen Saison triumphierten bei den Damen Juliana/Larissa ebenfalls aus Brasilien. Die deutschen Duos zeigten beachtliche Ergebnisse.

Die Brasilianer Harley/Pedro haben nach dem Titelgewinn des FIVB World Tour-Auftakts 2007 in Schanghai auch in dieser Saison beim ersten World Tour-Stop im australischen Adelaide den Titel geholt. Das derzeit drittbeste brasilianische Team setzte sich im Finale am Sonntag gegen die an Sieben gesetzten Chinesen Wu/Xu durch (23-21, 21-12). Das chinesische Team stand das erste Mal in einem Endspiel auf der Weltserie.

Bei den Damen gingen beim FIVB World Tour-Auftakt „Down Under“ die besten drei Plätze an brasilianische Teams. Das Duo Juliana/Larissa triumphierte im Endspiel über ihr Landsteam Renata/Talita (21-13, 18-21, 15-12). Im Kleinen Finale setzten sich Ana Paula/Shelda gegen die Amerikanerinnen Branagh/Youngs durch (21-19, 21-13).

Das brasilianische Duo Harley/Pedro gewann wie im letzten Jahr den Tourauftakt    ©flickr/beachvolleyball.com.auDie deutschen Beachvolleyball-Teams errangen teilweise gute vordere Plätze beim Auftakt in Australien. Das derzeit beste Herren-Team aus unseren Landen Brink/Dieckmann verlor erst gegen die Weltmeister Rogers/Dalhausser aus den USA und erreichten einen vorderen fünften Platz (21-16, 26-24). Reckermann/Urbatzka verloren gegen die Spanier Herrera/Mesa und belegten Platz 17 (21-19, 17-21, 13-15). Das dritte Herrenduo Klemperer/Koreng musste aus gesundheitlichen Gründen ihre Teilnahme absagen.

Das beste deutsche Damen Team Goller/Ludwig landete mit einem fünften Rang auch weit vorne (21-14, 21-17). Sie verloren erst im Viertelfinale gegen die US-Amerikanerinnen Branagh/Youngs, die eine Runde vorher das zweite deutsche Duo Pohl/Rau rauswarf, welches Platz 7 erreichte (21-14, 18-21, 15-13). Die Dritten im Bunde Brink-Abeler-Jurich erspielten sich Platz 9, nachdem sie auch vom Deutschland-Schreck Branagh/Youngs aus den USA geschlagen wurden (16-21, 17-21).

Nächster Tour-Stopp ist vom 29. April bis 4. Mai in Shanghai. Dann gilt es für unsere deutschen Teams wieder wichtige Weltranglisten- und Qualifikationspunkte für Olympia zu erspielen.




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Beim 4:0-Torfestival der deutschen Nationalmannschaft gegen die Schweiz waren am gestrigen Abend drei Stürmer beteiligt. Der „Shooting Star“ Mario Gomez vom VfB Stuttgart stach besonders hervor, dem mit seiner Leistung ein Stammplatz in der DFB-Elf sicher sein wird.
Mit Miroslav Klose, Gomez, Lukas Podolski und der beim kollektiven Baseler Tor-Jubel im Abseits stehende Kevin Kuranyi hat das deutsche Team in Richtung Europameisterschaft großes Potential und ein Luxusproblem, worüber lange kein Bundestrainer mehr verfügt hat. “Da hat Jogi Löw die Qual der Wahl”, sagte Manager Oliver Bierhoff nach der souveränen Vorstellung der Stürmer beim Testspiel gegen den Mitgastgeber.
Vor allem Newcomer Gomez, dessen Marktwert stark in die Höhe schnellt, machte besonders auf sich aufmerksam. Vor 13 Monaten hatte der Stuttgarter beim 3:1 im letzten Vergleich mit der Schweiz als Torschütze in der DFB-Auswahl debütiert. Und gestern Abend schoss sich der 22-Jährige mit seinem zweiten Doppelpack im Nationaltrikot in den ersten EM-Sturm.

Lukas Podolski überzeugte mit Torvorlage auf Gomez und dem 25. Tor im 46. Länderspiel © flickr/Juli-Milli“Mario Gomez ist seit Wochen in einer guten Verfassung und hat in der zweiten Halbzeit seine Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor unter Beweis gestellt”, erörterte Löw die Leistung des Angreifers, der auch Wegbereiter von Kloses 1:0 gewesen war. Ansprüche auf einen Stammplatz meldete Gomez aber allein mit seinen Taten an: “Ich werde jetzt nicht irgendetwas verlangen, es sind noch zwei Monate bis zur EM.”

Mit sechs Treffern in neun Länderspielen hat Gomez die beste Torquote (0,66) im deutschen Stürmer-Quartett, gefolgt von Podolski (0,54), Klose (0,51) und Kuranyi (0,41). Diesbezüglich müsste der EM-Sturm Klose/Gomez lauten, wenn das Turnier morgen beginnen würde. Aber besonders der Bayern-Reservist Podolski zeigte nach seiner Einwechslung eine herausragende Leistung. Mit Torvorlage auf Gomez und dem 25. Tor im 46. Länderspiel meldet er Ansprüche an, im Juni dabei sein zu wollen.

Alle Tore in Kürze:



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Autor: Jörgen Heller

Löw erwartet nicht nur von seinem Stürmer Klose mehr Engagement    ©flickr/quynhtram_207

Der Trainer der deutschen Fußball-Nationalmannschaft Joachim Löw erwartet von seinen verbliebenen EM-Kandidaten im Testspiel gegen die Schweiz ein positives Aufbruch-Signal. Das geplante Comeback des England-Legionärs Robert Huth ist wegen einer Verletzung geplatzt.

Die Partie gegen den EM-Mitgastgeber im Baseler St.-Jakob-Park, morgen um 20:45 Uhr, ist für den DFB-Coach die “letzte Wettbewerbs- Orientierung”, bevor er am 16. Mai seinen 23-köpfigen Kader für die EM vom 7. bis 29. Juni bekannt geben muss.

Löw erörterte vor der Partie: “Es geht zwar nicht um Punkte. Aber ich erwarte ein unglaublich intensives Spiel.” Teammanager Oliver Bierhoff forderte für das 800. Länderspiel von den deutschen EM-Aspiranten: “Wir müssen wieder das Bild zeigen, das wir in der EM-Qualifikation gezeigt haben. Zuletzt war es ja nicht so positiv.” Löw hofft bei dem 50. Duell gegen den Nachbarn und Lieblingsgegner Erkenntnisse über Spielverständnis, das Verhalten einzelner Mannschaftsteile, aber auch über den Fitness-Zustand und die Dynamik einzelner Spieler zu erhalten.

Robert Huth zeigt sich trotz seiner Verletzung entschlossen      ©flickr/René_BerlinBei Robert Huth, der beim FC Middlesbrough unter Vertrag steht und als EM-Kandidat fest stand, wurde eine Entzündung der Gelenkkapsel am linken Fuß diagnostiziert. Löw erklärte aber: “Wir haben ihn weiter im Blick und werden mit Sicherheit nochmals zu ihm nach England reisen. Die Tür ist für ihn nicht zu.” Der enttäuschte Huth zeigte sich nach der Diagnose aber entschlossen: “Das Wichtigste ist, dass ich möglichst schnell gesund werde und für die EM noch eine Chance erhalte.”

In Bezug auf den verletzten Schlüsselspieler Christoph Metzelder gibt es gute Neuigkeiten. “Nach wie vor hoffen wir stark auf Christoph Metzelder. Er absolviert schon wieder Lauftraining. Sein Fuß ist absolut belastbar”, erklärte Löw zu seinem Abwehrspezialisten.

Beim Bundestrainer wird morgen der Arsenal-Reservist Jens Lehmann besonders im Fokus stehen, der trotz der Reservistenrolle in London und der schwachen Leistung beim 3:0 gegen Österreich im deutschen Tor stehen wird.




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Am Dienstag beginnt die Olympia-Saison     ©flickr/Schlawi

Für die Beachvolleyballer beginnt am Dienstag im australischen Adelaide ihre lukrative Weltserie. Dabei wird in dieser Saison nicht nur um ein Preisgeld von über 5,3 Millionen Euro aufgeschlagen. Auch werden die Olympia-Tickets vergeben. Hoffnungen auf die jeweils zwei deutschen Peking-Fahrkarten können sich vier Frauen- und drei Männer-Paare machen.

Bis zum Abschluss der Olympia-Qualifikation am 20. Juli werden die besten acht Wettbewerbe pro Team aus dem Vorjahr und den elf Frauen- sowie zwölf Männer-Turnieren der Saison gewertet.

Goller und Ludwig haben große Chancen ein Ticket zu ziehen    ©flickr/Edvard WendelinDie Welttour, die dieses Jahr in Australien beginnt, besteht aus 20 Frauen- und 21 Männer-Turnieren und endet Mitte November in China. In Deutschland werden in diesem Jahr zwei große Turniere gespielt, wobei wichtige Punkte für Olympia gesammelt werden können. Vom 9. bis 15. Juni findet in Berlin wieder der Grand Slam am Hauptbahnhof statt und in Hamburg werden die Europameisterschaften vom 10. bis 13. Juli ausgetragen.

Schafft Julius Brink mit seinem Partner Christoph Dieckmann die Olympia-Quali?   ©flickr/romainbabsiBei den Frauen gehen die Weltranglisten-Siebten Sara Goller/Laura Ludwig von Hertha BSC mit 3470 Punkten mit der besten Ausgangsposition ins Rennen. Des Weiteren kämpfen die Olympia-Fünften von Athen Stephanie Pohl/Okka Rau (Hamburger SV/2830), Rieke Brink-Abeler/Hella Jurich (USC Münster/2820) und Helke Claasen/Antje Röder (VC Olympia Berlin/2070) um die Tickets.

Das chancenreichste Herrenpaar sind die Europameister von 2006, Julius Brink/Christoph Dieckmann (VC Olympia Berlin). Das Paar, welches vor zwei Jahren zwei Welttourturniere gewinnen konnte, führt mit 3300 Punkten vor David Klemperer/Eric Koreng (MTV 48 Hildesheim/Seaside Beach Club Essen/3080), die in Berlin und Klagenfurt Zweite waren, und Jonas Reckermann/Mischa Urbatzka (1. FC Köln/3030), die einmal im Finale standen.




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Autor: Jörgen Heller

DFB-Coach Löw steht vor der EM noch viel Arbeit bevor          ©flickr/redbulldani

Neben dem Workshop des Europäischen Fußballverbandes (UEFA) in Wien, wo Bundestrainer Joachim Löw mit seinen 15 an der EM teilnehmenden Amtskollegen eingeladen wurde, äußerte er Bedenken zu einigen Leistungsträgern des DFB-Teams und nahm klar Stellung zum starken Hamburger Torwart Rost.

Nur noch knapp drei Monate sind es bis EURO 2008 und dem DFB-Coach stehen noch eine Menge Arbeit und die Entscheidung, wer zur EM mitfahren soll, bevor. Nach dem letzten, durchschnittlichen Testspiel der deutschen Elf gegen den EM-Gastgeber Österreich, sind im nächsten Test, am 26. März gegen den zweiten Austräger der Endrunde Schweiz, noch einige Fragen bezüglich der Besetzung offen.

Momentan dürfen sich 40 Spieler Hoffnungen machen, wer zur EM 2008 mitfahren darf. Für Löw ist das Spiel in Basel der letzte offizielle Test, bevor er am 16. Mai den EM-Kader mit den 23 Spielern bekannt gibt.

Tim Borowski muss sich noch mehr reinhängen         ©flickr/H I LDer Bundestrainer äußerte vor allem Sorgen um zwei seiner verletzten Stammspieler. Der Bremer Thorsten Frings laboriert seit Wochen an einer Knieverletzung und Christoph Metzelder kann bei Real Madrid wegen einer Fußoperation nicht spielen. “Sie sind auf einem ordentlichen Weg, aber man muss geduldig sein. Ob sie bei der EM in einer Topverfassung sind, muss man abwarten. Hoffentlich kommen sie bald wieder in einen Spielrhythmus”, erläuterte Löw.

Auch den Einsatz des zukünftigen Bayern-Spielers Tim Borowski stellt der Coach in Frage, der nach seiner letzten Verletzung nicht mehr zur alten Form zurückfindet. Bezüglich der EM-Teilnahme des Bremers sagte Löw: “Grundsätzlich habe ich es vor, ihn dazuzunehmen. Ich habe ihm im Februar aber auch gesagt, dass es derzeit nicht reichen würde. Er müsse sechs, sieben Spiele in Folge machen, um seinen Rhythmus zu finden. Dann ist er wieder ein Thema.”

Arsenal-Ersatzkeeper Lehmann ist für DFB-Coach Löw die Nummer 1       ©flickr/jensfan63In der Torwartfrage dementierte der DFB-Coach eine mögliche EM-Teilnahme des Hamburger Keepers Frank Rost. Der Sport-Bild teilte er mit: “Für die Nationalmannschaft ist er kein Thema.” Dafür unterstrich der Schwabe den Einsatz seiner Nummer 1, dem Arsenal-Torwart Jens Lehmann. “Wir werden ihn jetzt nicht wegen seiner Leistung beim Österreich-Spiel in Frage stellen. Er hat davor überzeugt”, argumentierte Löw abschließend.    [...mehr]


Autor: Jörgen Heller

Insgesamt 300 Tests werden vor und während der EM durchgeführt.       ©flickr/fotofreund

Erstmals werden bei der Fußball-Europameisterschaft in Österreich und der Schweiz 2008, wie auch schon bei der WM 2006, Blutdopingtests durchgeführt. Es sollen 300 Kontrollen, die auf den Missbrauch von EPO und Wachstumshormonen spezifiziert sind und auch Bluttransfusionen nachweisen können, realisiert werden.

Am Mittwoch veranstaltete der Europäische Fußball Verband (UEFA) in Wien einen Workshop, an dem Vertreter der 16 Endrunden-Teilnehmer teilnahmen. Die Präsidenten der jeweiligen Verbände unterzeichneten in der österreichischen Hauptstadt, wo das Finale ausgetragen wird, eine Antidoping-Charta für den Kampf gegen unerlaubte Mittel. Für den Deutschen Fußball Bund (DFB) unterschrieb Generalsekretär Wolfgang Niersbach die Antidoping-Vereinbahrung.

Liegt UEFA-Präsident Platini richtig, dass es im Fußball kein organisiertes Doping gibt?    ©flickr/utcathy83UEFA-Chef Michel Platini erläuterte dazu im Wiener Ernst-Happel-Stadion: “Wir wollten mit der Unterzeichnung der Charta eine echte Duftmarke setzen und der ganzen Welt zeigen, dass wir das Doping bekämpfen.” Laut Platini ist Doping im Fußball, verglichen mit anderen Sportarten, nicht so sehr verbreitet. “Ich glaube, ein organisiertes Doping gibt es im Fußball nicht”, sagte der ehemalige französische Weltklassespieler. Aber er fügte hinzu: “Man kann nicht ausschließen, dass der eine oder andere Spieler abgleitet oder abrutscht. Aber organisiert - das kann ich mir nicht vorstellen.”

Bereits vor dem am 8. Juni stattfindenden Auftaktspiel des DFB-Teams müssen unsere Spieler mit unangemeldeten Doping-Kontrollen rechnen. So könnten die Kontrolleure den deutschen Kickern im Trainingslager auf Mallorca vom 19. bis 30. Mai einen Besuch abstatten. Die Charta sieht vor, dass jedes Team vor dem Beginn der EM mindestens einmal getestet werden darf, wobei von jeweils zehn Spielern Blut und Urin untersucht werden soll.

Der Holländer Edgar Davids wurde 2001 des Dopings mit Nandrolon überführt         ©flickr/galeria_futboleraWährend der EM werden bei allen 31 Partien insgesamt 124 Tests durchgeführt. Gleich nach Spielende dürfen jeweils zwei Spieler pro Team zur Kontrolle. Die Proben, die sofort nach Lausanne geschickt werden, sollen der UEFA spätestens 48 Stunden nach deren Abgabe die Testergebnisse liefern.    [...mehr]


Dieser Clown hat gut lachen, Tim Wiese nicht © carf / FlickrStorm

Das Achtelfinalspiel zwischen den Glasgow Rangers und Werder Bremen 2:0 (1:0) wurde nur von Werder-TV live übertragen, dabei hatte die clowneske Vorstellung des Bremer Keepers Tim Wiese mehr Zuschauer verdient. Die Lachnummern finden sich natürlich längst bei YouTube.

Was geschah auf der grünen Bühne des Ibrox-Parks? In der 45. Minute schoss der französische Rangers-Spieler Daniel Cousin aus 30 Metern aufs Tor, nicht allzu hart, nicht sonderlich platziert, freie Sicht - ein optimaler Ball für eine beifallheischende Flugeinlage des Modellathleten im Bremer Kasten. Doch Wiese konnte den Ball nicht fangen und landete kurios mit dem Spielgerät im Tor. Das Gelächter der Zuschauer war beinahe lauter als der Torjubel. “Es ist eigentlich nichts passiert, und wir liegen doch zur Halbzeit 0:1 hinten”, sagte Werder-Trainer Thomas Schaaf gegenüber Spiegel Online. Es sollte noch schlimmer kommen, gerade zwei Minuten waren in der zweiten Hälfte gespielt, als wieder Cousin das Bremer Tor anpeilte, diesmal versuchte er es mit einem flachen Ball. Wie ein Volleyballer baggerte Wiese, der sich nach drei gehaltenen Elfmetern im Februar schon fast als Nationalkeeper sah, nach vorn, vor die Füße von Steven Davis, der verwundert einschob. Schuld war laut Torwartclown die “Scheiß-Pille, die komisch fliegt”. Doch komisch war allein Tim Wiese, der Bremer Tor.    [...mehr]


Die deutsche Nationalmannschaft schafft endlich die Olympia-Qualifikation ©flickr/Edgar F.

Beim Ausscheidungsturnier im rumänischen Oradea hat sich die deutsche Wasserball-Nationalmannschaft heute mit einem 5:5-Unentschieden gegen Italien für die im August beginnenden Olympischen Sommerspiele qualifiziert.
Der Fünfte der letzten Olympischen Spiele in Athen 2004 machte beim Qualifikationsturnier für Peking im vorentscheidenden Gruppenspiel gegen Italien bei einem Stand von 5:5 (0:3, 3:1, 2:1, 0:0) einen 0:3- und 1:4-Rückstand wett. Das bedeutet, dass unsere Wasserball-Herren somit das Startrecht für Olympia sicher haben.

Bundestrainer Hagen Stamm (Berlin) kann es kaum fassen: “Das ist Wahnsinn. Die Spannung war kaum noch zu überbieten. Es ist ein Hammer, wie mein Team nach dem 0:3 und dem 1:4 noch einmal zurückgekommen ist.” Freudestrahlend erläuterte der ehemalige Nationalspieler weiter: “Ich habe immer an die Mannschaft geglaubt. Wir sind alle überglücklich.”

Gegen den ehemaligen Weltmeister Italien war es für unsere Herren das zwölfte Remis im 128. Länderspiel. Verdanken ist diese Leistung vor allem den Athleten Mark Politze (Berlin) und Heiko Nossek (Esslingen), die jeweils zwei Treffer für die Deutschen erzielten und somit den Sieg in der Gruppe B sicherten. Als Sieger der Gruppe konnten sie demnach als Halbfinalist einen der vier noch zu vergebenden Plätze belegen.

Die deutschen Wsserballer noch skeptisch nach der Niederlage beim Weltliga-Finale gegen Ungarn       ©flickr/Edgar F.“Die neuerliche Olympia-Teilnahme ist wichtig für den gesamten deutschen Wasserballsport. Unsere Förderung durch den Bund ist für vier weitere Jahre auf gutem Niveau gewährleistet”, argumentierte Ewald Voigt-Rademacher (Dielheim), der im Deutschen Schwimm-Verband (DSV) für den Wasserball verantwortlich ist.

Bei der WM letztes Jahr in Melbourne (AUS), beim Weltliga-Turnier 2007 und bei der europäischen Olympia-Qualifikation im slowakischen Bratislava ebenfalls im vergangenen Jahr verpassten unsere Wasserballer noch die Qualifikation für das olympische Turnier. Umso höher ist der heutige Erfolg der deutschen Wasserball-Nationalmannschaft einzuschätzen.

Zusammenfassung vom Finale des Weltliga-Turniers 2007 in Berlin. Deuschland scheiterte knapp gegen die Wasserball-Großmacht Ungarn:

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