» Ballsportarten
Bei dem berühmtesten Sandplatzturnier der Welt in Paris zogen gestern die Nummer zwei und drei der Weltrangliste ins Halbfinale ein. Sandplatzkönig Rafael Nadal ließ seinem Landsmann Nicolas Almagro mit 6:1, 6:1, 6:1 keine Chance. Novak Djokovic bezwang im Viertelfinale mit einigen Mühen Ernests Gulbis aus Lettand mit 7:5, 7:6 (7:3), 7:5.
Nadal, der in seiner Karriere in der französischen Hauptstadt noch nie verlor, kann in Roland Garros nun 26 Siege nacheinander für sich verbuchen. Im Halbfinale wartet nun der starke Serbe Djokovic auf den dreimaligen Paris-Champion. Wer bei dieser hochklassigen Partie als Sieger hervorgeht, hat die Nummer zwei in der ATP-Rangliste hinter dem Primus Roger Federer aus der Schweiz sicher.
“Ich bin sehr zufrieden mit meinem Spiel”, erläuterte Nadal nach der sage und schreibe nur 1:44 Stunden kurzen Partie. “Ich bin sehr glücklich, dass ich wieder im Halbfinale bin. Aber ich muss mich weiter steigern. Gegen Djokovic wird es sehr schwer”, fügte der Mallorquiner hinzu.
Djokovic fand nach dem spannenden Match nur positive Worte für seinen lettischen Freund: “Wir kennen uns sehr gut und seit vielen Jahren. Ich freue mich sehr, dass Ernests so gut spielt.” Wie auch der Serbe genoss Gulbis in der Akademie von Niki Pilic in der Nähe von München eine Top-Ausbildung. Der 19-Jährige wird in der ab Montag neu geführten Rangliste vom 80. Rang in die Top-50 vordringen.
In den anderen Viertelfinal-Partien stehen sich heute der Franzose Gael Monfils und David Ferrer aus Spanien gegenüber und der Weltranglisten-Erste Roger Federer muss Fernando Gonzalez aus Chile bezwingen, um ins Halbfinale einzuziehen.
Impressionen vom Roland Garros-Turnier:
[...mehr]
Nachdem die Grundlagen in Trainingslager auf Mallorca gelegt wurden, soll in der letzten Woche vor dem Start der Fußball-Europameisterschaft der Feinschliff im Team vorgenommen werden. Am Sonntag wird es nämlich ernst, wenn die DFB-Elf gegen Polen in die EM starten wird.
Ballack und Co. konnten in den letzten beiden Tagen nochmal ein paar trainingsfreie Stunden genießen. Derweil analysierte Bundestrainer Joachim Löw daheim im Schwarzwald die Videos der Testspiele. Jedem einzelnen Spieler soll kurz vor dem EM-Auftakt seine Stärken und Schwächen aufgezeigt werden, so dass er seine Topleistungen am Sonntag bringen kann.
Löw sagte zur Aufstellung gegen das polnische Team: “Ich habe da noch zwei, drei Möglichkeiten.” Hauptaugenmerk liegt auf der rechten Außenbahn. Der Ausfall von Bernd Schneider wiegt schwer. Clemens Fritz, Bastian Schweinsteiger und David Odonkor stehen als Alternative zur Verfügung. Der Abwehrspezialist Christoph Metzelder muss im Training auch noch mehr tun, um seine volle EM-Form abrufen zu können.
Patrick Helmes, Jermaine Jones und Marko Marin sind nicht mit dem DFB-Team bei der EM in Österreich und der Schweiz nicht dabei. Bundestrainer Joachim Löw gab vor wenigen Stunden den drei Spielern bekannt, dass sich der Trainerstab gegen die drei entschieden hat.
Eine Überraschung ist die Nichtberücksichtigung des zuvor von Löw fast schon überschwänglich gelobten Marin. Der 19-Jährige hat am Dienstag in Kaiserslautern beim enttäuschenden 2:2 noch sein Länderspiel-Debüt gefeiert. Laut dem Coach ist der nur 1,68 Meter kleine Mann wohl noch nicht reif ist für ein großes Turnier: “Man hat gespürt, es war das erste Länderspiel. Er ist ein Spieler für die Zukunft.“ [...mehr]
Das deutsche Volleyball-Herrenteam hat am Wochenende nach einer 36 Jahre langen Durststrecke das Olympia-Comeback geschafft. Gegen Spanien setzten sich die Männer mit 3:2 (25:23, 25:23, 23:25, 22:25, 15:10) durch und machten beim letzten Qualifikations-Turnier in Düsseldorf die Teilnahme an den Olympischen Spielen perfekt.
Bilder vom Turnier:
Keine Angst hatte der 58-jährige Bundestrainer, als sein Team nach einer 2:0-Führung noch den 2:2-Satzausgleich hinnehmen musste. “Das war ein Spiegelbild der vergangenen Jahre, die Jungs haben es sich immer schwer gemacht.” Im fünften Satz kam dann aber beim 15:10 die Erlösung. “Es war wie ein kleiner Rausch. Die Halle tobte, die Mannschaft tobte”, sagte Andrae weiter. [...mehr]
Das deutsche Beach-Duo Julius Brink und Christoph Dieckmann verlor bei der Beachvolleyball-Welttour in Prag das Endspiel gegen Jake Gibb/Sean Rosenthal aus den USA mit 0:2 (13:21, 21:23). Für die Berliner war es das bisher beste Saison-Ergebnis.
Dank dieser guten Leistung konnten Brink/Dieckmann in der nationalen Olympia-Qualifikation für Peking 540 Weltranglistenpunkte einheimsen und bauten ihre Spitzenposition weiter aus. Für den zweiten Platz gab es ein Preisgeld von 19 500 Dollar.
Die beiden Deutschen standen zum vierten Mal bei der Welttour im Finale. Seit 2006 sind sie ein Beach-Paar, wobei sie damals auf Anhieb im portugiesischen Espinho und im brasilianischen Victoria Turniersieger und auch Europameister wurden. Bis zur Endspiel-Niederlage gewannen beide fünfmal hintereinander. Erst bezwangen sie am Samstag im Kampf um den Einzug ins Halbfinale die Athen-Olympiasieger Ricardo Santos/Emanuel Rego aus Brasilien 2:1. Danach putzte das Duo im Spiel um den Einzug ins Endspiel die ehemaligen Hallen-Olympiasieger Reinder Nummerdor/Richard Schuil aus den Niederlanden mit 2:0-Erfolg weg.
Bilder vom Matchball:
Jonas Reckermann/Mischa Urbatzka erreichten mit einem fünften Platz ebenfalls eine Topplatzierung, die 8500 Dollar und 360 Weltranglistenpunkte einbrachte. Das derzeit zweitbeste deutsche Duo unterlag im Viertelfinale dem Turnier-Dritten Ricardo/Emanuel mit 0:2.
Bei der Europatour in St. Pölten (AUT) feierten die Ex-Europameisterinnen Stephanie Pohl und Okka Rau aus Hamburg im rein deutschen Finale einen 2:0-(21:16, 21:15)-Erfolg über die EM-Zweiten aus Berlin Sara Goller/Laura Ludwig.
Die deutschen EM-Kandidaten haben auf Mallorca, abgeschottet von Fans und Urlaubern, in einer extra errichteten “Muckibude” ihr erstes Training begonnen. Kapitän Michael Ballack hat wegen dem heutigen Champions-League-Finale drei Tage Sonderurlaub erhalten.
Am kommenden Dienstag wird die DFB-Elf ein Testspiel gegen Weißrussland in Kaiserslautern bestreiten. Der Einsatz von Ballack im Fritz-Walter-Stadion ist aber noch fraglich. Aber der Sachse ist ohnehin für die EM gesetzt. Bundestrainer Joachim Löw wird seinen 23-Mann-Kader bis zum letzten Moment offen lassen. “Wir haben bis zum 28. Mai Zeit, und die werden wir uns auch nehmen”, argumentierte Bierhoff.
Rafael Nadal hat am Sonntag erstmals das Masters-Turnier am Hamburger Rothenbaum für sich entschieden. Der Spanier siegte gegen den vierfachen Titelträger Roger Federer aus der Schweiz im Finale des Sandplatz-Turnieres mit 7:5, 6:7 (3:7), 6:3.
Teammanager Oliver Bierhoff hat als Location-Scout viel Witz und Originalität bewiesen: Auf der Zugspitze, dem höchsten Berg Deutschlands, gab der Bundestrainer Joachim Löw gerade den EM-Kader bekannt. Vielleicht auch ein Symbol für die hohen Ziele, die sich Löw und das Team für das Turnier in Österreich und der Schweiz setzen? Bierhoff erläutert den Gipfelsturm: “Wir haben nach einem attraktiven Platz gesucht, die Deutschland geographisch und symbolisch mit den beiden Ausrichterländern verbindet. Man verbindet vor allem die Berge mit den beiden EM-Ländern, und teamintern steht das Turnier unter dem Motto Bergtour 2008.”
Es gab Überraschungen in der gläsernen “Panorama-Lounge 2962″ auf dem Gipfel der Zugspitze: Löw hat den Leverkusener Torwart René Adler nach einer herausragenden Saison nominiert und Timo Hildebrand gestrichen, der beim FC Valencia schwankende Leistungen zeigte. 26 statt 23 Spieler hat der Bundestrainer zunächst berufen, die ins Trainingslager nach Mallorca reisen. Nach dem vorletzten Test am 27. Mai in Kaiserslautern gegen Weißrussland wird Löw den 23-köpfigen Kader der Uefa melden.
Der vorläufige EM-Kader:
Tor: Jens Lehmann (53 Länderspiele / 0 Tore), Robert Enke (1/0), René Adler (0/0)
Abwehr: Arne Friedrich (56/0), Philipp Lahm (39/2), Marcell Jansen (21/1), Per Mertesacker (41/1), Christoph Metzelder (39/0), Clemens Fritz (12/2), Heiko Westermann (2/0)
Mittelfeld: Michael Ballack (79/35), Bastian Schweinsteiger (49/13), Thomas Hitzlsperger (32/5), Tim Borowski (31/2), Torsten Frings (70/10), Simon Rolfes (9/0), Jermaine Jones (1/0), Piotr Trochowski (11/0), Marko Marin (0/0), David Odonkor (13/1)
Angriff: Mario Gomez (9/6), Miroslav Klose (74/38), Lukas Podolski (46/25), Kevin Kuranyi (46/19), Oliver Neuville (66/9), Patrick Helmes (4/0) [...mehr]
Kurz vor der Nominierung des EM-Aufgebots durch Bundestrainer Joachim Löw macht sich Michael Ballack über mögliche Ausfälle während des Turniers Gedanken: “Wenn ein, zwei wichtige Spieler wegfallen, wird es auch für uns schwer, das zu kompensieren. Wenn alle gut drauf sind, sind wir vorne mit dabei.”
Der Leverkusener Schneider kann wegen einer Rücken-Operation nicht mit zur EM fahren. Die Rückkehr von Innenverteidiger Christoph Metzelder sieht Ballack als sehr wichtig an. Metzelder konnte letzten Sonntag nach einer Fußoperation erstmals in diesem Jahr wieder für Real Madrid auflaufen.
Novak Djokovic hat am Sonntag den Masters-Series-Event in Rom gewonnen. Im Finale bezwang der Weltranglisten-Dritte den Schweizer Stanislas Wawrinka mit 4:6, 6:3, 6:3. Der Damit ist der Serbe im Ranking den Führenden Roger Federer und Rafael Nadal deutlich auf den Fersen.
Durch den vierten Sieg im sechsten Duell der beiden Final-Akteure konnte der 20-Jährige aus Belgrad weitere wichtige Punkte für die Weltrangliste sammeln. Am Montag wird Djokovic mit 5125 Punkten nur noch 310 Zähler hinter dem Zweiten Rafael Nadal liegen. “Es ist schon klar, dass viele Leute jetzt wieder erzählen werden, dass ich einer der besten Spieler der Welt bin. Aber ich habe keine Lust, jetzt schon über die Nummer eins nachzudenken. Ich will erst darüber reden, wenn es passiert ist”, erläuterte der Serbe nach seinem Triumph.










