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Nadal ließ Almagro keine Chance          ©flickr/Javelplus

Bei dem berühmtesten Sandplatzturnier der Welt in Paris zogen gestern die Nummer zwei und drei der Weltrangliste ins Halbfinale ein. Sandplatzkönig Rafael Nadal ließ seinem Landsmann Nicolas Almagro mit 6:1, 6:1, 6:1 keine Chance. Novak Djokovic bezwang im Viertelfinale mit einigen Mühen Ernests Gulbis aus Lettand mit 7:5, 7:6 (7:3), 7:5.

Nadal, der in seiner Karriere in der französischen Hauptstadt noch nie verlor, kann in Roland Garros nun 26 Siege nacheinander für sich verbuchen. Im Halbfinale wartet nun der starke Serbe Djokovic auf den dreimaligen Paris-Champion. Wer bei dieser hochklassigen Partie als Sieger hervorgeht, hat die Nummer zwei in der ATP-Rangliste hinter dem Primus Roger Federer aus der Schweiz sicher.

“Ich bin sehr zufrieden mit meinem Spiel”, erläuterte Nadal nach der sage und schreibe nur 1:44 Stunden kurzen Partie. “Ich bin sehr glücklich, dass ich wieder im Halbfinale bin. Aber ich muss mich weiter steigern. Gegen Djokovic wird es sehr schwer”, fügte der Mallorquiner hinzu.

Djokovic fand nach dem spannenden Match nur positive Worte für seinen lettischen Freund: “Wir kennen uns sehr gut und seit vielen Jahren. Ich freue mich sehr, dass Ernests so gut spielt.” Wie auch der Serbe genoss Gulbis in der Akademie von Niki Pilic in der Nähe von München eine Top-Ausbildung. Der 19-Jährige wird in der ab Montag neu geführten Rangliste vom 80. Rang in die Top-50 vordringen.

In den anderen Viertelfinal-Partien stehen sich heute der Franzose Gael Monfils und David Ferrer aus Spanien gegenüber und der Weltranglisten-Erste Roger Federer muss Fernando Gonzalez aus Chile bezwingen, um ins Halbfinale einzuziehen.

Impressionen vom Roland Garros-Turnier:


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Autor: Jörgen Heller

Heute geht es zum Feintuning für das DFB-Team           ©flickr/dragonwelp

Nachdem die Grundlagen in Trainingslager auf Mallorca gelegt wurden, soll in der letzten Woche vor dem Start der Fußball-Europameisterschaft der Feinschliff im Team vorgenommen werden. Am Sonntag wird es nämlich ernst, wenn die DFB-Elf gegen Polen in die EM starten wird.

Ballack und Co. konnten in den letzten beiden Tagen nochmal ein paar trainingsfreie Stunden genießen. Derweil analysierte Bundestrainer Joachim Löw daheim im Schwarzwald die Videos der Testspiele. Jedem einzelnen Spieler soll kurz vor dem EM-Auftakt seine Stärken und Schwächen aufgezeigt werden, so dass er seine Topleistungen am Sonntag bringen kann.

“Wir werden noch einiges tun. In allen Mannschaftsteilen fehlt es noch an der Feinabstimmung. Auch Standards stehen auf dem Programm”, sagte Löw kurz vor der Abreise ins deutsche Luxus-Quartier am Lago Maggiore. Im Fokus ist dabei das Auftaktmatch gegen die Polen. “Da muss das richtige Zeichen kommen”, meinte Lukas Podolski, der beim Testspiel gegen Serbien eine gute Leistung zeigte.

Ballack fordert vollen Einsatz von seinen Kollegen           ©flickr/thanhhuong_klLöw sagte zur Aufstellung gegen das polnische Team: “Ich habe da noch zwei, drei Möglichkeiten.” Hauptaugenmerk liegt auf der rechten Außenbahn. Der Ausfall von Bernd Schneider wiegt schwer. Clemens Fritz, Bastian Schweinsteiger und David Odonkor stehen als Alternative zur Verfügung. Der Abwehrspezialist Christoph Metzelder muss im Training auch noch mehr tun, um seine volle EM-Form abrufen zu können.

Der DFB-Kapitän Michael Ballack fordert von seinen Teamkollegen noch einmal vollen Einsatz: “Der eine oder andere muss noch einen Zahn zulegen.” Und Podolski gab die Parole aus: “Unser Ziel ist es, Europameister zu werden.”



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Helmes, Jones und Marin bleiben zu hause           ©flickr/dragonwelp

Patrick Helmes, Jermaine Jones und Marko Marin sind nicht mit dem DFB-Team bei der EM in Österreich und der Schweiz nicht dabei. Bundestrainer Joachim Löw gab vor wenigen Stunden den drei Spielern bekannt, dass sich der Trainerstab gegen die drei entschieden hat.

Um 11:30 Uhr gab Löw diese Info dem Team bekannt. Leicht sei die Entscheidung nicht gewesen, sagte der Coach. “Die Entscheidung ist unserem Trainerteam sehr schwer gefallen. Es war eine Millimeter-Entscheidung, denn jeder der drei Spieler hätte es verdient gehabt, dem Europameisterschafts-Kader anzugehören”, fand Löw positive Worte für die Aussortierten.

“Dies ist keine Entscheidung gegen ihre Qualität, sie haben in dem Trainingslager auf Mallorca einen hervorragenden Eindruck hinterlassen”, meinte Löw, der aber auch unterstrich, dass das Kapitel DFB-Team für das Trio noch nicht zu Ende ist: “Patrick Helmes, Jermaine Jones und Marko Marin haben gute Perspektiven, nach der EM wieder im Kreis der Nationalmannschaft dabei zu sein und eine gute Rolle zu spielen.”

Aufatmen können nun die anderen Wackelkandidaten Piotr Trochowski, David Odonkor und Oliver Neuville. Auch der Bremer Tim Borowski fährt mit zur EM. Für den künftigen Münchner, der nach einem grippalen Infekt mit dem Training aussetzen musste, war das Euro-Ticket nicht sicher.

Helmes verlor das interne Duell im Sturm gegen Neuville. Der Bundestrainer baut auf die Erfahrung des Gladbachers. Gegen Jones sprach ebenso wie bei Helmes die internationale Unerfahrenheit. Damit sind in Österreich und der Schweiz 15-WM-Teilnehmern von 2006 dabei.

Marko Marin ist noch nicht reif für ein internationales Turnier            ©flickr/die_cinnyEine Überraschung ist die Nichtberücksichtigung des zuvor von Löw fast schon überschwänglich gelobten Marin. Der 19-Jährige hat am Dienstag in Kaiserslautern beim enttäuschenden 2:2 noch sein Länderspiel-Debüt gefeiert. Laut dem Coach ist der nur 1,68 Meter kleine Mann wohl noch nicht reif ist für ein großes Turnier: “Man hat gespürt, es war das erste Länderspiel. Er ist ein Spieler für die Zukunft.“    [...mehr]


Wahnsinn - Deutschland fährt mit nach Peking         ©flickr/docteur_es_sport

Das deutsche Volleyball-Herrenteam hat am Wochenende nach einer 36 Jahre langen Durststrecke das Olympia-Comeback geschafft. Gegen Spanien setzten sich die Männer mit 3:2 (25:23, 25:23, 23:25, 22:25, 15:10) durch und machten beim letzten Qualifikations-Turnier in Düsseldorf die Teilnahme an den Olympischen Spielen perfekt.

Nach diesem Erfolg meinte Werner von Moltke, Präsident des Deutschen Volleyball-Verbandes (DVV): “Das ist einer der größten Triumphe der deutschen Volleyball-Geschichte.”

Der DVV war das letzte Mal bei den Olympischen Spielen 1972 in München vertreten, wobei das deutsche Team Platz elf belegte. “In Peking können wir einen Rang zwischen sieben und neun schaffen”, sagte von Moltke hoffnungsvoll. Tränen der Freude vergoss Bundestrainer Stelian Moculescu. “Ich habe immer an meine Jungs geglaubt. Nach 36 Jahren sind wir trotz erheblicher Widerstände wieder aus der Volleyball-Diaspora heraus. Ich ziehe meinen Hut vor den Spielern”, erklärte Moculescu erleichtert.

Bilder vom Turnier:

Den Grundstein für die Rückkehr zu Olympia legten die deutschen Männer in der zweiten Partie im Fünfsatz-Drama gegen Kuba. Nach einem 0:2-Rückstand erzwangen die Deutschen nach einer grandiosen Leistung noch einen 3:2 (24:26, 21:25, 25:21, 25:18, 15:13)-Sieg. “Wir haben gekämpft und Großartiges vollbracht”, meinte der Außenangreifer Andrae.

Keine Angst hatte der 58-jährige Bundestrainer, als sein Team nach einer 2:0-Führung noch den 2:2-Satzausgleich hinnehmen musste. “Das war ein Spiegelbild der vergangenen Jahre, die Jungs haben es sich immer schwer gemacht.” Im fünften Satz kam dann aber beim 15:10 die Erlösung. “Es war wie ein kleiner Rausch. Die Halle tobte, die Mannschaft tobte”, sagte Andrae weiter.    [...mehr]


Die deutschen Beachduos konnten in Prag überzeugen             ©flickr/Edvard Wendelin

Das deutsche Beach-Duo Julius Brink und Christoph Dieckmann verlor bei der Beachvolleyball-Welttour in Prag das Endspiel gegen Jake Gibb/Sean Rosenthal aus den USA mit 0:2 (13:21, 21:23). Für die Berliner war es das bisher beste Saison-Ergebnis.

Dank dieser guten Leistung konnten Brink/Dieckmann in der nationalen Olympia-Qualifikation für Peking 540 Weltranglistenpunkte einheimsen und bauten ihre Spitzenposition weiter aus. Für den zweiten Platz gab es ein Preisgeld von 19 500 Dollar.

Die beiden Deutschen standen zum vierten Mal bei der Welttour im Finale. Seit 2006 sind sie ein Beach-Paar, wobei sie damals auf Anhieb im portugiesischen Espinho und im brasilianischen Victoria Turniersieger und auch Europameister wurden. Bis zur Endspiel-Niederlage gewannen beide fünfmal hintereinander. Erst bezwangen sie am Samstag im Kampf um den Einzug ins Halbfinale die Athen-Olympiasieger Ricardo Santos/Emanuel Rego aus Brasilien 2:1. Danach putzte das Duo im Spiel um den Einzug ins Endspiel die ehemaligen Hallen-Olympiasieger Reinder Nummerdor/Richard Schuil aus den Niederlanden mit 2:0-Erfolg weg.

Bilder vom Matchball:

Jonas Reckermann/Mischa Urbatzka erreichten mit einem fünften Platz ebenfalls eine Topplatzierung, die 8500 Dollar und 360 Weltranglistenpunkte einbrachte. Das derzeit zweitbeste deutsche Duo unterlag im Viertelfinale dem Turnier-Dritten Ricardo/Emanuel mit 0:2.

Bei der Europatour in St. Pölten (AUT) feierten die Ex-Europameisterinnen Stephanie Pohl und Okka Rau aus Hamburg im rein deutschen Finale einen 2:0-(21:16, 21:15)-Erfolg über die EM-Zweiten aus Berlin Sara Goller/Laura Ludwig.




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Sehen wir unser Team wieder so jubeln bei der EM?           ©flickr/auroraexecution_91@sbcg lobal.net

Die deutschen EM-Kandidaten haben auf Mallorca, abgeschottet von Fans und Urlaubern, in einer extra errichteten “Muckibude” ihr erstes Training begonnen. Kapitän Michael Ballack hat wegen dem heutigen Champions-League-Finale drei Tage Sonderurlaub erhalten.

Am Montag wird Ballack zur Nationalmannschaft stoßen. Der Mittelfeld- Chef soll diese Zeit nach dem heutigen Champions-League-Finale mit dem FC Chelsea gegen Manchester United erhalten, um ein wenig nach dem Stress abzutouren.

Bastian Schweinsteiger und Co. trimmten sich unter der Tribüne des Stadions “Son Moix” von Palma im Fitnessbereich schon an den Geräten. “Endlich können wir uns auf die Arbeit mit den Spielern konzentrieren. Alles andere wird von der Mannschaft und den Trainern ferngehalten”, erläuterte der Team-Manager Bierhoff.

Der Bundestrainer gewährt Ballack eine kleine Auszeit           ©flickr/thanhhuong_klAm kommenden Dienstag wird die DFB-Elf ein Testspiel gegen Weißrussland in Kaiserslautern bestreiten. Der Einsatz von Ballack im Fritz-Walter-Stadion ist aber noch fraglich. Aber der Sachse ist ohnehin für die EM gesetzt. Bundestrainer Joachim Löw wird seinen 23-Mann-Kader bis zum letzten Moment offen lassen. “Wir haben bis zum 28. Mai Zeit, und die werden wir uns auch nehmen”, argumentierte Bierhoff.

Für das Unternehmen “EM-Titel 2008″ legt der DFB ein EM-Etat von über 16 Millionen Euro hin. Allein das Mallorca-Camp soll 800 000 Euro teuer sein. “Wir haben alle Möglichkeiten: Tennis, Basketball, Schwimmbad”, sagte der Manager. Vor dem Fünf-Sterne-Hotel “Son Vida”, welches für das deutsche Team komplett ausbucht ist, wurde kurzfristig sogar ein Beachvolleyball- Platz aufgeschüttet.

Auch ein Familien-Programm mit Barbecue-Abend ist eingeplant. Löw hielt eine Ansprache auf Mallorca und wies alle darauf hin, dass eine Top-Vorbereitung stattfinden wird und dass es hier um die 23 persönlichen EM-Fahrkarten geht. “Jeder Spieler weiß schon, dass die Tage hier zählen”, meinte Bierhoff.



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Nadal gewinnt zum vierten Mal dieses Turnier          ©flickr/Javelplus

Rafael Nadal hat am Sonntag erstmals das Masters-Turnier am Hamburger Rothenbaum für sich entschieden. Der Spanier siegte gegen den vierfachen Titelträger Roger Federer aus der Schweiz im Finale des Sandplatz-Turnieres mit 7:5, 6:7 (3:7), 6:3.

“Das ist ein ganz besonderer Tag für mich”, freute sich Nadal nach seinem 10. Sieg im 16. Vergleich gegen Federer. Anfangs wirkte der Mallorquiner nicht so frisch. Federer lag schnell mit 5:1-Führung in Führung. Beim Stand von 2:5 ließ sich der Mallorquiner den Oberschenkel massieren. Danach der 21-Jährige sein ganzes Können, indem er die kommenden fünf Spiele gewann und den ersten Satz für sich entscheiden konnte.

Bilder vom Match-Gewinn:

Nadal gelang auch gleich zu Beginn des zweiten Durchgangs ein Break, dem Federer sofort ein Re-Break entgegensetzte und erneut mit 5:3 in Führung lag. Aber der Schweizer schaffte es dann aber zum wiederholten Mal nicht, den Satz bei eigenem Aufschlag zu beenden. Den Gewinn des zweiten Satzes schaffte der Weltranglisten-Primus erst im Tiebreak.

Im dritten Satz reichte dem Spanier ein Break, um die Serie von 21 Siegen in Folge Federers zu beenden, der an der Alster in den Jahren 2002, 2004, 2005 und 2007 siegte. “Sicherlich bin ich enttäuscht, dass ich heute verloren habe. Aber Rafa hat wieder einmal wahnsinnig gut gespielt die ganze Woche über”, meinte der Baseler und ergänzte mit Blick auf das Turnier an der Seine: “Hoffentlich werden die Karten neu gemischt in Paris.”    [...mehr]


Autor: Sonja Beckmann

Teammanager Oliver Bierhoff hat als Location-Scout viel Witz und Originalität bewiesen: Auf der Zugspitze, dem höchsten Berg Deutschlands, gab der Bundestrainer Joachim Löw gerade den EM-Kader bekannt. Vielleicht auch ein Symbol für die hohen Ziele, die sich Löw und das Team für das Turnier in Österreich und der Schweiz setzen? Bierhoff erläutert den Gipfelsturm: “Wir haben nach einem attraktiven Platz gesucht, die Deutschland geographisch und symbolisch mit den beiden Ausrichterländern verbindet. Man verbindet vor allem die Berge mit den beiden EM-Ländern, und teamintern steht das Turnier unter dem Motto Bergtour 2008.”

Zugspitze © Uhlenhorst/FlickrStorm

Es gab Überraschungen in der gläsernen “Panorama-Lounge 2962″ auf dem Gipfel der Zugspitze: Löw hat den Leverkusener Torwart René Adler nach einer herausragenden Saison nominiert und Timo Hildebrand gestrichen, der beim FC Valencia schwankende Leistungen zeigte. 26 statt 23 Spieler hat der Bundestrainer zunächst berufen, die ins Trainingslager nach Mallorca reisen. Nach dem vorletzten Test am 27. Mai in Kaiserslautern gegen Weißrussland wird Löw den 23-köpfigen Kader der Uefa melden.

Der vorläufige EM-Kader:

Tor: Jens Lehmann (53 Länderspiele / 0 Tore), Robert Enke (1/0), René Adler (0/0)
Abwehr: Arne Friedrich (56/0), Philipp Lahm (39/2), Marcell Jansen (21/1), Per Mertesacker (41/1), Christoph Metzelder (39/0), Clemens Fritz (12/2), Heiko Westermann (2/0)
Mittelfeld: Michael Ballack (79/35), Bastian Schweinsteiger (49/13), Thomas Hitzlsperger (32/5), Tim Borowski (31/2), Torsten Frings (70/10), Simon Rolfes (9/0), Jermaine Jones (1/0), Piotr Trochowski (11/0), Marko Marin (0/0), David Odonkor (13/1)
Angriff: Mario Gomez (9/6), Miroslav Klose (74/38), Lukas Podolski (46/25), Kevin Kuranyi (46/19), Oliver Neuville (66/9), Patrick Helmes (4/0)    [...mehr]


Autor: Jörgen Heller

Ballack macht sich Gedanken                 ©flickr/newzweb

Kurz vor der Nominierung des EM-Aufgebots durch Bundestrainer Joachim Löw macht sich Michael Ballack über mögliche Ausfälle während des Turniers Gedanken: “Wenn ein, zwei wichtige Spieler wegfallen, wird es auch für uns schwer, das zu kompensieren. Wenn alle gut drauf sind, sind wir vorne mit dabei.”

“Im Kader haben wir nicht die Breite wie zum Beispiel Italien oder Frankreich”, meinte Ballack in einem Interview des Magazins “Stern”. Am Freitag soll auf der Zugspitze der EM-Kader benannt werden. Für den Chelsea-Profi ist entscheidend, dass zuletzt lange verletzte Leistungsträger mit dabei sind. “Zum Glück ist Torsten Frings zurück, aber Bernd Schneider wird uns fehlen, mit seiner ganzen Erfahrung”, meinte Ballack nachdenklich.

Schneider fällt bei der EM wegen einer OP leider aus             ©flickr/andreasmiseraDer Leverkusener Schneider kann wegen einer Rücken-Operation nicht mit zur EM fahren. Die Rückkehr von Innenverteidiger Christoph Metzelder sieht Ballack als sehr wichtig an. Metzelder konnte letzten Sonntag nach einer Fußoperation erstmals in diesem Jahr wieder für Real Madrid auflaufen.

Kurz vor der EM steht für die DFB-Auswahl nach Einschätzung von Ballack noch einige Arbeit an. “Wir haben noch kein Gespür für unseren Leistungsstand, doch das geht anderen Nationen auch so. Wir hatten nach der WM eine Dominanz und trotzdem eine Leichtigkeit, die wir zuletzt so nicht mehr gezeigt haben. Wir alle brauchen wieder mehr Biss, aber auch Geduld”, erläuterte der Chemnitzer, der davor warnte, die Gruppengegner Polen, Kroatien und Österreich zu unterschätzen: “Für uns ist es eine komplett neue Situation, dass wir sagen, wir müssen jetzt was reißen.”    [...mehr]


Autor: Jörgen Heller

Djokovic siegte in drei Sätzen                       ©flickr/fredfafa

Novak Djokovic hat am Sonntag den Masters-Series-Event in Rom gewonnen. Im Finale bezwang der Weltranglisten-Dritte den Schweizer Stanislas Wawrinka mit 4:6, 6:3, 6:3. Der Damit ist der Serbe im Ranking den Führenden Roger Federer und Rafael Nadal deutlich auf den Fersen.

Im Masters-Finale kam Wawrinka besser ins Spiel. Bei dem Sandplatztunier breakte er Djokovic zum 3:2 und holte sich nach 39 Minuten den ersten Satz, nachdem Djokovic einen Return ins Aus gesetzt hatte. Im zweiten Satz veränderte der junge Serbe seine Taktik, indem er öfter “serve and volley” spielte. Die Folge war im sechsten Spiel seinerseits das erste Break. Zu Beginn des dritten Satzes nahm der Australien-Open-Gewinner dem Schweizer gleich im Startspiel den Aufschlag ab. Nach 2:04 Stunden stand Djokovic erstmals als Sieger des Masters von Rom fest.

Ausschnitte vom Sieg Djokovic’s über Federer im Halbfinale:

Durch den vierten Sieg im sechsten Duell der beiden Final-Akteure konnte der 20-Jährige aus Belgrad weitere wichtige Punkte für die Weltrangliste sammeln. Am Montag wird Djokovic mit 5125 Punkten nur noch 310 Zähler hinter dem Zweiten Rafael Nadal liegen. “Es ist schon klar, dass viele Leute jetzt wieder erzählen werden, dass ich einer der besten Spieler der Welt bin. Aber ich habe keine Lust, jetzt schon über die Nummer eins nachzudenken. Ich will erst darüber reden, wenn es passiert ist”, erläuterte der Serbe nach seinem Triumph.

Wawrinka macht einen riesigen Sprung vom 24. auf den zehnten Rang. Mit dem Zweitplatzierten von Rom und der Tennis-Nummer 1 Roger Federer wird die Schweiz zum ersten Mal seit Einführung der Weltrangliste mit zwei Profis gleichzeitig in den Top-Ten vertreten sein.    [...mehr]


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