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High-Road-Profi Marc Cavendish sicherte sich gestern auf der 4. Giro-Etappe nach Catanzaro vor Robert Förster (Gerolsteiner) und Daniele Bennati (Liquigas) den Tagessieg. Zu Beginn des Zielsprints ereignete sich ein Massensturz bei vollem Tempo, dem die Spitzengruppe nur knapp entging. Milram-Profi Erik Zabel wurde Sechster.
Ausschnitte vom Rennen:
Im Gesamtklassement führt weiterhin der Italiener Franco Pellizotti (Liquigas) vor dem Amerikaner Christian Vandevelde (Slipstream) und Vorjahressieger Danilo di Luca (LPR). Der 30-Jährige wird also auch auf der fünften das “maglia rosa” tragen. “Ich bin der glücklichste Mann der Welt. Auch morgen hoffe ich das Rosa Trikot verteidigen zu können”, meinte der Italiener.
Am dritten Tag des Giro d’Italia hat Erik Zabel (Milram) gestern haarscharf den Tagessieg verpasst. Im Massensprint musste der 37-Jährige nach 221 Kilometern zwischen Catania und Milazzo nur dem Italiener Daniele Bennati (Liquigas) den Vortritt lassen. Danilo Hondo (Diquigiovanni) ersprintete sich Platz drei. Thomas Fothen (Gerolsteiner) erzielt mit Platz vier einen Achtungserfolg.
Im Gesamtklassement führt weiter Bennatis Teamkollege Franco Pellizotti, der im Hauptfeld ankam. Der Führende der Bergwertung Emanuele Sella (CSF) sicherte sich drei Punkte an der Bergankunft in Maletto und verteidigte somit das grüne Trikot. Das violette Trikot des besten Sprinters kann sich nun der italienische Tagessieger überstreifen.
Beim Giro d’Italia gewann auf der zweiten Etappe über 207 Kilometer nach Agrigento Riccardo Ricco vom Team Saunier Duval. Der Italiener triumphierte am Sonntag vor Danilo Di Luca (LPR) und Davide Rebellin (Gerolsteiner). Die Führung im Klassement hat nun Franco Pellizotti (Liquigas) übernommen.
Bilder von der Zieleinfahrt:
Obwohl Magnus Backstedt und David Millar für Christian Vandevelde und ihr Slipstream-Team in der Führung verteidigten, schob sich am Ende Pellizotti mit einer Sekunde Vorsprung im Gesamtklassement vorbei an Vandevelde an die Spitze. Das US-Team hatte auf der zweiten Etappe nicht nur das “maglia rosa” verloren, sondern mit David Zabriskie, der nach einem Sturz aufgeben musste, auch einen ihrer wichtigsten Fahrer.
Beim gestrigen Auftakt des Giro d’Italia in Palermo siegte beim Mannschaftszeitfahren überraschend das Team Slipstream, welches mit Christian Vandevelde nun den neuen Gesamtführenden im Rosa Trikot stellt. Dahinter fuhr das Team CSC, gefolgt von Team High Road ein. Für das Astana-Team um Andreas Klöden reichte es in Sizilien nur zu Platz 6.
Bilder vom Mannschaftszeitfahren:
Drei Top-Fahrer starten beim Giro d’Italia für das Team Astana. Die besten Karten im Kampf um die Kapitänsrolle dürfte Andreas Klöden haben, der sich momentan in Topform sieht. Dagegen hat sein spanischer Teamkollege Alberto Contador eingestanden, nicht in bester Verfassung zu sein.
Dennoch freut sich der Bergspezialist über die kurzfristige Einladung zur Italien-Rundfahrt: “Es ist für uns alle eine Freude, aber für mich auch eine Herausforderung - ich kenne meine Leistungsstärke nicht.” Zwar gewann Contador Anfang April die schwere Baskenland-Rundfahrt klar, doch danach musste er wegen einer Infektion für eine Woche pausieren und trainierte seitdem nur ruhig. “Aber ich werde tun, was ich kann”, zeigte sich der Spanier kämpferisch. In seinen Augen ist der Giro eine Rundfahrt für Kletterer, was die Siegerliste klar zeigt.
Am Samstag beginnt in Palermo der 91. Giro d’Italia. Leider gleicht die Einladungspolitik der Organisatoren einer Theatervorstellung. Nachdem alle nach einer Reform im Radsport schrieen, könnte beim Giro die Aussicht auf ein sauberes Rennen eine Wunschvorstellung sein.
Nicht zu vergessen ist, dass Tour-Triumphator Contador immer noch nicht sein Verhältnis mit dem Madrider Dopingarzt Fuentes erklären konnte. Klöden blieb auch bislang jede Auskunft schuldig, ob er beim Systemdoping der Freiburger Mediziner involviert war. Fraglich erscheint auch das Vorgehen des Astana-Teamchefs Johan Bruyneel, dem bislang jeder Dopingverdacht aus der Armstrong- und Contador-Ära nicht nachgewiesen werden konnte.
Andreas Klöden hat am Sonntag als erster Deutscher die schwere einwöchige Rundfahrt durch die Schweiz gewonnen. Für den Lausitzer war dieser Triumph in der Romandie der dritte große Streich nach dem Gewinn der Baskenland-Rundfahrt (2000) und Tirreno-Adriatico (2007). Auf der Schlussetappe siegte der Italiener Daniele Bennati.
Bei der 62. Auflage der Tour de Romandie zeigte Klöden vom Team Astana eine souveräne Vorstellung. Sein ärgster Rivale, der niederländische Titelverteidiger Thomas Dekker vom Team Rabobank musste auf der Königsetappe aufgeben. Damit fiel der einzige Gegner aus, der nach dem Zeitfahren nur wenige Sekunden hinter dem Sieger im Kampf gegen die Uhr lag. Nach rund 645 Kilometern durch die Westschweiz ging Platz zwei an den Tschechen Roman Kreuziger (Liquigas) und der dritte Platz an den Italiener Marco Pinotti (High Road).
Mit dem Gewinn des Zeitfahrens und der starken Leistung in den Bergen unterstrich der Kapitän des kasachischen Rennstalls, dass man auch beim Giro d’Italia auf ihn achten muss.
Ausschnitte von der letzten Etappe:
“Es ist eine doppelte Freude, hier triumphiert zu haben und jetzt auch noch den Giro fahren zu dürfen - für den die Tour de Romandie die beste Vorbereitung ist. Ich bin den Giro noch nie gefahren, aber wir haben gezeigt, dass unser Team dort eine Hauptrolle spielen kann. Mit diesem Sieg in der Schweiz wird zwar kein Traum wahr, aber es ist eine große Befriedigung, schließlich ist das eines der schönsten Rennen der ProTour”, sagte der Wahl-Schweizer nach der Schlussetappe.
Im Klassement der UCI-ProTour liegt der Italiener Damiano Cunego (Lampre, 73 Punkte) nach dem sechsten Wettbewerb der Serie weiter in Führung auch wenn er selbst in der Romandie nicht mitfuhr. Klöden ist nun Fünfter mit 53 Zählern. [...mehr]
Andreas Klöden hat in Sion seinen ersten Saisonsieg auf der 3. Etappe der Tour de Romandie eingefahren. Damit hat der Deutsche das Trikot des Führenden in der Gesamtwertung übernommen. Im Einzelzeitfahren über 18,8 Kilometer setzte sich der Astana-Profi in 25:32 Minuten mit sechs Sekunden Vorsprung vor Thomas Dekker (Rabobank) durch.
Der Tour-de-France-Zweite von 2006 hat nun in der Gesamtwertung fünf Sekunden Vorsprung vor dem Vorjahressieger Dekker. Mit seinen Bergfahrerqualitäten gilt er vor der “Königsetappe” als Favorit auf den Gesamtsieg.
Auf der letzten Abfahrt kam Klöden fast noch ins Straucheln und konnte nur mit Mühe einen Sturz verhindern. Aber nach Bestzeiten bei allen Zwischenzeitnahmen konnte der Astana-Fahrer den Sieg noch bis ins Ziel retten.
Eine hervorragende Leistung zeigte der aus Cottbus stammende Tony Martin. Der Profi vom Team High Road belegte in 25:53 Minuten den vierten Platz des Zeitfahrens.
Die Organisatoren teilten eine Änderung für die schwere 4. Etappe mit. Aufgrund eines Erdrutsches wird die Côte Saint-Luc aus dem Programm gestrichen. Somit verkürzt sich der Abschnitt um 14,6 Kilometer. Es bleiben bei der „Königsetappe“ nur noch drei Anstiege der ersten Kategorie, die auf dem Weg ins Ziel nach Zinal überquert werden müssen.
Nachdem das Astana-Team vom Giro d’Italia ausgeschlossen wurde, keimt nun neue Hoffnung für Klöden und Co. Eine Woche vor dem Start des Giro’s scheint nun doch eine Teilnahme des kasachischen Rennstalls bei der Italien-Rundfahrt möglich zu sein. “Die Chancen stehen im Augenblick 50:50″, erklärte der Renn-Organisator Angelo Zomegnan, der Sonntagabend eine offizielle Erklärung abgeben will.” [...mehr]
Die erste Etappe der sechstägigen 62. Tour de Romandie ging gestern an Maxim Iglinsky vom Team Astana. Der Kasache setzte sich bei dem letzten Härtetest vor dem Giro d’Italia im Zielsprint gegen die beiden Schweizer Michael Albasini (Liquigas) und Markus Zberg (Gerolsteiner) durch. Andreas Klöden (Astana) erreichte als bester Deutscher den sechsten Platz. Jens Voigt (CSC) landete zwei Plätze dahinter.
Nach 184,8 Kilometern von Morges nach Saignelegier gewann Iglinsky im Zielsprint deutlich mit zwei Radlängen vor den beiden Schweizern. Der Zweitplatzierte Albasini vom Team Liquigas streifte sich das Gelbe Trikot des Gesamtführenden über. Im Prolog wurde der Schweizer mit einer Sekunde Rückstand auf Mark Cavendish Dritter. Nun muss Albasini das Gelbe Trikot mit einer Sekunde Vorsprung auf der zweiten Etappe verteidigen. Der Astana-Fahrer Andreas Klöden liegt als bester Deutscher auf Platz neun und hat zehn Sekunden Rückstand.
Ein Ausreißer-Trio mit dem Basken Patxi Vila (Lampre), dem Italiener Morris Possoni (High Road) und dem Dänen Matti Breschel (CSC) lag auf der zweiten von insgesamt fünf Etappen, bei der drei Berge auf dem Programm standen, lange Zeit vorn. 20 Kilometer vor dem Ziel am “Gruyere”, einem Berg der ersten Kategorie, wurden die Ausreißer jedoch eingefangen. Kurz vor dem Ziel bildete sich eine Gruppe von 40 Fahrern, unter denen auch Andreas Klöden (Astana) und Jens Voigt (CSC) waren. Beim Zielsprint konnten die beiden Deutschen aber nicht um den Sieg mitfahren und kamen zwei Sekunden hinter Iglinsky ins Ziel.
Thomas Dekker (Rabobank), der die Rundfahrt letztes Jahr gewann, wurde nach dem neunten Platz beim Prolog auf der ersten Etappe Vierter. Die zweite Etappe führt am heutigen 1. Mai über 170 Kilometer von Moutier nach Fribourg.
Alejandro Valverde siegte bei der 94. Austragung von Lüttich-Bastogne-Lüttich. Damit feierte der Tour-de-France-Mitfavorit, dem auch eine Zusammenarbeit mit dem Doping-Arzt Eufemiano Fuentes unterstellt wurde, seinen ersten diesjährigen Klassiker-Sieg.
Der Spanier verwies Davide Rebellin vom Team Gerolsteiner, den Sieger von 2004, auf den zweiten Platz. Das Team des Italieners hatte ihm durch Attacken von Markus Fothen und Stefan Schumacher den Weg zum Podium bereitet. Valverde setzte 17 Kilometer vor dem Ziel die entscheidende Attacke und zusammen mit Rebellin und dem Luxemburger Frank Schleck konnte er sich absetzen. Im Sprint 38 Sekunden vor den ersten Verfolgern ließ Valverde im Lütticher Vorort Ans Rebellin keine Chance. Der 28-Jährige gewann damit beim ältesten aller Klassiker zum zweiten Mal nach 2006.
„Ich bin mit den heute zu Ende gegangenen drei Ardennen-Klassiker voll zufrieden. Vielleicht hätte Davide am Schluss gegen Valverde etwas früher attackieren müssen, aber dazu fehlte eventuell ein bisschen der Mut. Wir haben heute sicher Werbung für uns gemacht mit der Attacke von Fothen und dem Finale von Rebellin. Das ist im Hinblick auf unsere Suche nach einem neuen Sponsor für 2009 sicher nicht schlecht“, erörterte der Gerolsteiner-Chef Hans-Michael Holczer nach dem Rennen.
Am Vormittag hatte Holczer den Kontakt zu zwei deutschen Firmen, die über eine Übernahme seines Rennstalls für das nächste Jahr beraten. „In vier bis sechs Wochen wissen wir Bescheid“, meinte er. Der Wert seines Teams wird pro Jahr auf rund acht Millionen Euro geschätzt.
1892 wurde dieser Klassiker das erste Mal ausgetragen. Einziger deutscher Sieger bei diesem kräftezehrenden Rennen mit etlichen Berg- und Talfahrten über insgesamt 12 Anstiege war Dietrich Thurau , der 1979 dort gewinnen konnte.
Ausschnitte von dem Klassiker 2006, den Valverde auch gewann:









