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Deutsche Abfahrer verpassen Top Ten in Gröden

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St. Christina in Gröden – Dem überraschenden Super-G-Erfolg von Josef Ferstl haben die deutschen Skirennfahrer in der Abfahrt von Gröden keinen weiteren Spitzenrang folgen lassen.

Auf der berühmten Saslong-Piste in den Dolomiten landete Andreas Sander als bester DSV-Starter auf dem zwölften Platz mit 1,31 Sekunden Rückstand auf Sieger Aksel Lund Svindal aus Norwegen. Direkt hinter Sander folgten Thomas Dreßen (+1,34) und Ferstl (+1,41). Manuel Schmid überraschte in seinem ersten Weltcup-Rennen mit Platz 16 (+1,60). Da Dominik Schwaiger 29. wurde, landeten alle Deutschen in den Punkten.

«Für uns ist auch das ein richtig gutes Ergebnis. Klar, wir hatten gestern ein Winning, und jetzt sind wir nicht in den Top Ten», sagte Alpinchef Wolfgang Maier. «Aber man muss immer schauen, woher wir kommen, wie weit wir weg waren und was wir bisher hier erreicht haben. Von dem her ist das schon okay.»

Svindal feierte den 34. Sieg im Weltcup, weil er Landsmann Kjetil Jansrud und den Österreicher Max Franz auf die Plätze verwies. «Da muss man den Hut ziehen, nach zwei Jahren so zurückzukommen», sagte Sander über den norwegischen Ski-Star, den zwei Knie-Verletzungen im Januar 2016 und ein Jahr danach samt Operationen zurückwarfen.

Die Deutschen zeigten in Gröden zwar durchweg gute Leistungen, nur die Platzierungen dämpften die Freude über ein starkes Rennen bei Top-Bedingungen. Wegen der wechselnden Sonnenverhältnisse haben in Gröden traditionell Starter mit höheren Nummern gute Chancen auf vordere Plätze. «Die Fahrt an sich war gut», sagte Dreßen, der vor zwei Wochen in Beaver Creek Dritter geworden war. «Die Platzierung ist das, was mich ein bisschen fuchst», räumte er ein.

«Mir ist eine super Abfahrt gelungen, so wie ich es mir vorgenommen habe», berichtete Sander. «Heute stimmt vielleicht die Platzierung nicht. Aber das macht Gröden aus. Die Chancen, von hinten zu kommen, die hatten wir früher.»

Ferstl berichtete, dass er nach seinem Premierensieg am Freitag spät ins Bett kam und verwies zudem auf die knappen Abstände: «25 Hundertstel schneller, dann ist man Fünfter.»

Das Weltcup-Wochenende der Herren in den Dolomiten geht am Sonntag mit einem Riesenslalom in Alta Badia weiter. Die Abfahrer können sich bis zur Anreise nach Bormio am 25. Dezember in die kurze Weihnachtspause verabschieden.

Fotocredits: Marco Trovati
(dpa)

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