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Die Lehren aus dem Großen Preis von Italien

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Monza – Sebastian Vettel verliert beim Europa-Finale der Formel 1 die WM-Führung. Mercedes-Mann Lewis Hamilton setzt sich beim Ferrari-Heimspiel in Monza an die Spitze. Vettel gibt den Motivator. Die Lehren aus dem Grand Prix von Italien.

SPITZENREITER HAMILTON: Mit seinem sechsten Saisonsieg übernahm Lewis Hamilton erstmals in dieser Saison die WM-Führung. Sebastian Vettel hatte beim Ferrari-Heimspiel vor 93 000 Fans am Renntag keine Chance gegen seinen britischen Mercedes-Konkurrenten. «Ich denke, der Plan für die nächsten Rennen besteht darin zu versuchen, sie auszubauen», sagte Hamilton über seine Spitzenposition. Erstmals konnte in dieser Saison ein Fahrer zwei Grand Prix nacheinander gewinnen. «Es ist ein stärkendes Gefühl. Es war wirklich eine konstante Suche, was notwendig war, um die Ferraris zu überholen», sagte Hamilton, der sich nach seinem Erfolg Eiscreme gönnte.

ZURÜCKGEFALLENER VETTEL: Sebastian Vettel wollte als Ferrari-Fahrer in Monza erstmals gewinnen. Vor Daniel Ricciardo im Red Bull kam der viermalige Weltmeister gerade noch als Dritter ins Ziel. «Insgesamt könnte man von einem schlechten Tag sprechen, aber ich weiß, dass das Team auf einem guten Weg ist und da eine Menge Sachen sind, die wir noch verbessern werden», beteuerte Vettel nach dem Verlust der WM-Führung und gab sich als Motivator seines Teams. «Man muss keine Panik verstreuen», wiegelte er wegen der Besonderheiten des Kurses in Italien ab. Seiner «Roten Göttin» mangelte es an Geschwindigkeit, zudem monierte Vettel ein leicht defektes Lenkrad.

PECHVOGEL VERSTAPPEN: Sechsmal in dieser Saison konnte Max Verstappen einen Grand Prix nicht beenden. Nach einer frühen Kollision mit Williams-Mann Felipe Massa handelte sich der Niederländer in Monza gleich mal einen Platten ein. «Nach der dritten Runde und der Berührung mit Massa war alles vorbei», sagte der Red-Bull-Pilot. Mit großer Entschlossenheit und nach zwei Stopps raste der 19-Jährige aber noch auf Platz zehn und holte einen Zähler. «Am Ende des Tages war es nicht zu schlecht, in den Punkten zu landen», sagte er.

ANGEFRESSENER ALONSO: Es war mal wieder ein frustrierendes Rennen für den zweimaligen Weltmeister Fernando Alonso. Erst beschwerte sich der Spanier bitter über einen Zweikampf mit Renault-Mann Jolyon Palmer, der seiner Ansicht nach eine zu harmlose Strafe von den Stewards bekam. Dann musste er in der vorletzten Runde seinen McLaren-Honda wegen Getriebeproblemen sogar abstellen. «Das ist eine Enttäuschung. Die Chefs waren hier und wir konnten keine Punkte liefern», resümierte Alonso. Milde könnte den 36-Jährigen stimmen, dass die Trennung von Honda angeblich bald bevorsteht. Ab 2018 soll McLaren von Renault mit Motoren beliefert werden.

Fotocredits: Luca Bruno
(dpa)

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