Ratgeber

Die olympischen Sportarten: Moderner Fünfkampf

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Geschichte des Modernen Fünfkampfs (Pentathlon)

Pierre de Coubertin, der Begründer der Olympischen Spiele der Neuzeit, hat den Modernen Fünfkampf konzipiert. Er lehnt sich nur grob an den antiken Pentathlon an, der Diskuswurf, Weitsprung, Speerwurf, Stadionlauf und einem Ringkampf vereinte. Die modernen Disziplinen sind Fechten, Schießen, Schwimmen, Springreiten und Crosslauf.

Einer abenteuerlichen Legende nach geht der Moderne Fünfkampf auf einen Meldereiter zurück, dessen Pferd im feindlichen Gelände getötet wird. Der Soldat verteidigt sich erst mit der Pistole, dann mit dem Degen. Schließlich gelingt ihm die Flucht. Er durchschwimmt einen Fluss und erreicht rennend sein Ziel.

Der Moderne Fünfkampf sollte den idealen Athleten ermitteln. Die Sportart wurde als olympischer Wettbewerb konzipiert und erstmals 1912 in Stockholm ausgetragen, seit 2000 kämpfen auch Frauen um Gold, Silber und Bronze.

Regeln

Schießen: Mit einer 4.5 mm Luftpistole stehend auf ein 10 Meter entferntes Ziel schießen. Jeder Konkurrent hat 20 Schüsse.
Degenfechten: Jeder gegen jeden auf einen Treffer, gelingt kein Treffer innerhalb einer Minute, gibt es eine Doppelniederlage.
Schwimmen: 200 Meter Freistil.
Springreiten: Durchreiten eines 350 bis 400 Meter langen Parcours mit 12 bis 15 Hindernissen. Dabei werden die Pferde zugelost.
3000 Meter Crosslauf: Letzte der fünf Disziplinen; beim Handicapstart (die bisherigen Punkte werden in Sekunden umgerechnet, der Führende startet zuerst) gilt: Wer als erster die Ziellinie passiert, hat den Modernen Fünfkampf gewonnen.

Favoriten

Prognosen sind beim Modernen Fünfkampf schwierig, neben der Komplexität der Sportart braucht es auch ein wenig Glück beim Auslosen der Pferde. Bei der WM 2008 in Budapest gewann der Russe Ilia Frolov, Silber ging an David Svoboda aus Tschechien, Bronze an den Weißrussen Yahor Lapo. Bei den Damen siegte Amelie Caze aus Frankreich vor Aya Medany aus Ägypten. Dritte wurde Brittin Katy Livingston. Die Deutsche Lena Schöneborn wurde Fünfte. Schillernste Athletin ist die Amerikanerin Sheila Taormina, 1996 Olympia-Siegerin im Schwimmen und 2004 und 2004 als Triathletin am Start.

Deutsche Teilnehmer

Eric Walther, 2003 Weltmeister, Steffen Gebhardt, Lena Schöneborn, Vizeweltmeisterin 2007, und Eva Trautmann. Eine Medaille liegt im Bereich des Möglichen.

Die olympischen Sportarten: Badminton, Baseball, Basketball, Bogenschießen, Boxen, Fechten, Fußball, Gewichtheben, Handball, Hockey, Judo, Kanu, Leichtathletik, Moderner Fünfkampf, Radsport, Reiten, Ringen, Rudern, Schießen, Schwimmen/ Wassersport, Segeln, Softball, Taekwondo, Tennis, Tischtennis, Triathlon, Turnen, Volleyball

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