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Direkt nach vergebener Gold-Chance geht es für Klimke heim

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Tryon – Ingrid Klimke hat auf dem zehnstündigen Rückflug viel Zeit, um nach ihrer verpassten Gold-Chance die Gedanken zu sortieren. Kurz nach Siegerehrung, Dopingprobe und Pressekonferenz ging es für die Vielseitigkeitsreiterin zum Flughafen in Charlotte, in den Flieger zurück in die Heimat.

«Im ersten Moment ist man enttäuscht, ganz klar», kommentierte die 50-Jährige: «Wenn man als Letzter reinreitet und liegt auf Gold-Kurs, würde ich lügen, wenn ich sagen würde, ich freue mich nur.»

Gold verloren, Bronze gewonnen – die 50 Jahre alte Reiterin war im Zwiespalt nach dem WM-Abenteuer in den USA. «Aber ehrlich gesagt gibt es schlimmere Schicksalsschläge als hier Dritte zu werden», sagte Klimke. Je länger es dauerte, desto zufriedener war sie mit dem dritten Platz. «Ich habe Bronze gewonnen», sagte sie: «Darüber hätte ich mich gefreut, wenn ich es vorher gewusst hätte.»

Ausgerechnet am letzten Hindernis der Vielseitigkeits-WM patzte sie mit Hale Bob und verpasste den Titel hauchdünn. «Das ist natürlich schade», sagte Klimke und lobte ihren Wallach. «Das ist der einzige Fehler, den Bobby die ganze Woche gemacht hat.» Vor allem im Gelände glänzte das 14 Jahre alte Pferd.

«Es war nicht so eine wackelige Kiste, dass ich sagen würde, alle haben dreimal die Luft angehalten», sagte sie über das abschließende Springen ohne glückliches Ende: «Ich habe auf jeden Fall nicht die Luft angehalten.» Trotzdem fiel am Ende eine Stange.

Immerhin, das Minimalziel war die Olympia-Qualifikation mit der Mannschaft. «Das haben wir geschafft.» Als Titelverteidiger angereist, reichte es nicht für eine Medaille. Mit Platz fünf blieb das Team hinter den Erwartungen, darf aber nun zumindest bei den Spielen 2020 in Tokio starten.

Fotocredits: Stefan Lafrentz
(dpa)

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