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Eintracht Frankfurt will gegen Bayer Wiedergutmachung

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Frankfurt/Main – Für Eintracht Frankfurt beginnen die Wochen der Wahrheit, gegen Bayer Leverkusen ist Zeit der Revanche gekommen.

«Das 1:6 in der vergangenen Saison war die bitterste Klatsche, die wir erlebt haben», sagte Eintracht-Cheftrainer Adi Hütter vor dem Fußball-Bundesligaspiel am Freitag (20.30 Uhr/DAZN) gegen den Werksclub. Schon nach 36 Minuten stand am 5. Mai die Blamage fest.

Für den 49-jährigen Österreicher ist aber nicht diese denkwürdige Begegnung der Maßstab, sondern der 2:1-Sieg gegen Bayer 04 im Dezember 2018, die für ihn die «vielleicht beste Heimpartie in der Spielzeit 2018/19» gewesen sei: «Darauf müssen wir uns besinnen.»

Dabei will Hütter dem nur drei Punkte besseren Tabellensiebten vom Rhein nicht wieder die Initiative überlassen. «Wir werden nicht nur Beton anrühren. Das sind wir nicht, das wollen wir nicht», forderte er. «Wir spielen zuhause, wollen Leverkusen Paroli bieten und unser Heil nach vorne suchen.» Es werde aber eine «große Herausforderung».

Trotz aller gezeigter Spielstärke und nur einer Niederlage in dieser Spielzeit weiß auch sein Bayer-Kollege, dass ein ähnlicher Überfall wie im Mai nicht zu wiederholen sein wird. «Da war es eine andere Situation, Frankfurt hatte wegen der Europa League sehr viele Spiele in den Knochen», sagte Leverkusens Coach Peter Bosz. Die damalige Partie war zwischen den grandiosen Europa-League-Halbfinalspielen der Eintracht gegen den FC Chelsea eingebettet gewesen.

Mit einer Revanche wollen die Hessen nicht nur das Bayer-Trauma ad acta legen, sondern erfolgreich in eine Serie richtungsweisender Begegnungen starten. Innerhalb von 24 Tagen müssen die Frankfurter Profis sieben Partien bestreiten. «Das Programm wird straff», meinte Hütter. «Es stehen schwierige Auswärts- und intensive Heimspiele in drei verschiedenen Wettbewerben an.»

In der Bundesliga sind es gleich drei Spiele gegen Clubs aus den Top Sieben: Bei Borussia Mönchengladbach, gegen Bayern München und beim SC Freiburg. Hinzu kommen zwei Europa-League-Auftritte gegen Standard Lüttich (24.10./7.11) sowie das DFB-Auswärtsspiel beim FC St. Pauli Hamburg (30.10.).

Für Eintracht-Torjäger Bas Dost ist dieses Programm keine Last. «Das sind schöne Spiele, in denen wir zeigen können, wo wir stehen», sagte der Niederländer dem «Kicker». Nach einer auskurierten Muskelverhärtung ist der 30-jährige Niederländer wieder im Kader.

Langeweile brauchen die Zuschauer im der ausverkauften Commerzbank-Arena statistisch gesehen nicht befürchten: Keine der 68 Bundesligapartien wurden ohne ein Tor abgepfiffen. Außerdem wechselten sich die Sieger im Frankfurter Stadion in den vergangenen elf Spielzeiten, in denen beide Vereine in der Liga aufeinander trafen, jeweils ab. Nach dem Erfolg für die Eintracht in der Saison 2018/19 wäre gemäß der Serie wieder ein Dreier für die Gäste an der Reihe. Wie das zu vermeiden wäre, erklärte der Ex-Bayer-Profi Dominik Kohr: «Am besten wäre es, wenn wir Leverkusen mit unserer aggressiven Spielweise gar nicht erst ins Spiel kommen zu lassen.»

Fotocredits: Silas Stein
(dpa)

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