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EM: Spanier haben Angst vor Zecken

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Die Spanier sorgen zwei Monate vor Beginn der Fußball-Europameisterschaft in Österreich und der Schweiz für große Aufregung wegen Zecken. Grund dafür ist eine Empfehlung der UEFA, wonach sich die Spieler gegen die Hirnhautentzündung (Enzephalitis) impfen lassen sollten, die von den kleinen Blutsaugern übertragen werden kann.

„Man spricht über kein anderes Thema mehr als über die Zecken“, schrieb das Sportblatt „Marca“ und befasste sich auf zwei Seiten mit der Gefahr von Zeckenbissen. Die Zeitung „El Mundo“ sprach von „Killerzecken“. Der Rezipient könnte vermuten, die EM werde im tiefsten Busch ausgetragen.

Auf der iberischen Halbinsel hat das Zecken-Thema allerdings auch einen sportlichen Hintergrund. Da die Impfung muss in den nächsten Tagen erfolgen, um richtig zu wirken. So bleibt Nationaltrainer Luis Aragonés keine andere Wahl, als zu entscheiden, welche Spieler das Serum bekommen werden. Der Coach muss also schon jetzt eine Vorauswahl für den Kader treffen, den er für die Fussball EM 2008 vorgesehen hat. „Die Zecken bringen die Pläne von Aragonés durcheinander“, schrieb das Fachblatt „Sport“.

Dabei tritt die seit Monaten heftig geführte Debatte wieder ans Tageslicht, ob der Trainer Real Madrids Kapitän Raúl mit zur EM nehmen wird. Der königliche Stürmer wird von Aragonés seit über einem Jahr nicht mehr berücksichtigt und hat nur wenig Chancen, im Juni dabei sein zu können. „El Mundo“ scherzte dazu: „Raúl möchte auch geimpft werden.“

Der Teamarzt der Selección, Jorge Candel erläuterte: „Für die Fußballer empfiehlt sich eine Impfung, weil sie (bei Waldläufen) viel mit der Natur in Verbindung kommen. Bei Fans ist das nicht nötig.“

Die deutschen Fußballer werden sich trotz der Empfehlung der UEFA nicht gegen Zecken impfen lassen.

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