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Formel 1: Britische Presse tobt nach Zeitstrafe für Lewis Hamilton

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Es war ein großartiges Manöver: Gerade hatte es beim Großen Preis von Belgien angefangen zu regnen, als Lewis Hamilton (McLaren-Mercedes) sein fahrerisches Talent zeigte. Er hatte sich den vor ihm fahrenden Kimi Räikkönen (Ferrari) wie ein Jäger zurechtgelegt, um ihn zu überholen, hatte aber zu viel Speed drauf, kürzte in einer Schikane ab und ließ Räikkönen regelgerecht sofort wieder passieren.

In der nächsten Kurve überholte der Brite den Weltmeister aus Finnland. Ein packendes Hin und her, nachdem ein Schauer aus der Piste eine Rutschbahn gemacht hatte. Packend, bis das Verkehrsgericht tagte und Hamilton eine 25-Sekunden-Zeitstrafe aufbrummte. Hamilton fiel zurück auf Platz drei, es siegte Felipe Massa (Ferrari). Die britische Presse tobt nun.

The Independent (England): „Hamilton Opfer einer lächerlichen Steward-Entscheidung. Die Entscheidung, Lewis Hamilton auf den dritten Platz herabzustufen, wird lange als die lächerlichste und schändlichste Entscheidung in der Geschichte des Motorsports im Gedächtnis bleiben.“

Daily Mail (England): „Hamilton geschnitten: Verschwörungstheorien machen die Runde, nachdem McLarens Sieg umgeworfen wird. Eine halbleere Champagnerflasche stand in McLarens Rennstall. Sie könnte für Lewis Hamiltons abgebrochene Siegesfeier stehen, die nach zwei Stunden mit einer zweifelhaften Entscheidung der Stewards ein Ende fand.“

Daily Telegraph (England): „Hamiltons Auftritt erhält nur kleine Belohnung. Die Action war mitreißend, das Endresultat verblüffend – für die überwiegende Mehrheit jedenfalls.“

Corriere dello Sport (Italien): „Ferrari zum Ausrasten. Dieses Rennen macht die WM wieder völlig offen. Was für ein Knüller.“

Le Parisien (Frankreich): „Das hat Hamilton nicht verdient. Jetzt ist es offiziell: Die Formel 1 verbietet ihren Fahrern, beim Grand Prix gegeneinander anzutreten. Ihre Sportkommissare ermutigen Prozessionen und einschläfernde Schauläufe und scheinen sich mit dem pathetischen Schauspiel zufriedenzugeben, das dieser Sport vor zwei Wochen in Spanien geboten hat.“

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