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Formel 1: Ferrari-Fiasko in Singapur, Lewis Hamilton auf WM-Kurs

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Nur ein Punkt Rückstand auf den WM-Führenden Lewis Hamilton, dazu die Pole-Position auf einem vermeintlichen Prozessionskurs: Eigentlich war bei der nächtlichen Sause in Singapur alles angerichtet für Felipe Massa. Doch bei einem dilettantischen Boxenstopp zerstoben alle Hoffnungen auf Platz eins in der WM-Wertung. Von den Turbulenzen profitierte Lewis Hamilton im McLaren Mercedes.

Ferrari ist das einzige Team in der Formel 1, das mit einer Ampel das Ende des Boxenstopps anzeigt. Die übrigen Teams arbeiten mit einem herkömmlichen Lollipop. Sensoren erfühlen bei Ferrari, wann alle Radmuttern wieder fest gezogen sind und der Tankstutzen hinausgezogen ist, um dann grünes Licht zu geben. In Singapur allerdings bediente ein Mechaniker die Ampel.

Beim erstem Boxenstopp von Felipe Massa drückte der Mechaniker zu früh auf Grün, Massa gab Gas, riss einen Mechaniker um und zog den Tankschlauch hinter sich her. Das war in Valencia übrigens schon Massas Team-Kollegen Kimi Räikkönen passiert. Die Posse ging weiter, als der Ferrari ausgangs der Boxengasse kurz hielt und fünf Helfer den Tankstutzen erst nach grotesk langem Gezerre befreien konnten. Massas gefährliches Manöver bestrafte die Rennleitung mit einer Strafrunde durch die Boxengasse.

Der Brasilianer kam auf Platz 13 als Vorletzter ins Ziel und holte keinen Punkt. Lewis Hamilton hingegen fuhr auf Rang drei und führt nun in der WM-Wertung mit 84 Punkten vor Massa mit 77 Punkten. Vier Runden vor Schluss prallte zudem Räikkönen in die Bande, damit büßte Ferrari die Führung in der Konstrukteurs-WM ein, nun liegt Widersacher McLaren-Mercedes vorn.

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