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Frust und Ratlosigkeit in Hoffenheim

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Sinsheim – Julian Nagelsmann sieht sich in und nach der Länderspielpause mit einer für ihn ganz neuen Situation konfrontiert.

Der 31 Jahre junge Coach, der im kommenden Sommer zu RB Leipzig wechselt, muss bei 1899 Hoffenheim plötzlich ein sportliches Tief meistern, das vor ein paar Wochen noch undenkbar schien. «Aktuell haben wir die Qualität nicht so, dass wir die Spiele gewinnen. Gerade macht es wenig Spaß», stellte der leicht resigniert wirkende Nagelsmann nach dem 1:2 gegen Eintracht Frankfurt fest.

Nach Heimniederlagen gegen Leipzig (1:2), Manchester City (1:2) und jetzt Frankfurt ist den ambitionierten Kraichgauern der erste Saisonabschnitt ordentlich misslungen. «Wir hätten den Dreier gebraucht, um in der Tabelle dran zu bleiben. Das ist sehr ärgerlich heute», sagte Torhüter Oliver Baumann, der bei den Treffern von Ante Rebic (40. Minute) und Luka Jovic (46.) jeweils nicht glücklich aussah. Der Anschluss durch Joker Reiss Nelson (82.) kam für die Gastgeber zu spät.

Vor der Saison sprachen sie in Hoffenheim von einer Attacke auf die vordersten Plätze, nach sieben Spielen sieht die Realität ganz anders aus: Zwei Punkte beträgt der Vorsprung auf die Abstiegsränge. Teams wie Mainz, Augsburg oder Freiburg stehen vor der TSG, die in den Englischen Wochen viel Substanz gelassen hat.

Wesentlich besser verkraftet hat den internationalen Rhythmus Eintracht Frankfurt. Der Pokalsieger erlebte mit zwei 4:1-Siegen über Hannover 96 und Lazio Rom sowie dem überraschenden Erfolg in Sinsheim eine überragende Woche. «Ich bin stolz auf die Jungs. Die Mannschaft hat eine unglaublich gute Mentalität», befand Sport-Vorstand Fredi Bobic. Der ehemalige Bundesliga-Stürmer habe «nichts dagegen, wenn es so weitergeht».

Auch Trainer Adi Hütter hat sich nach schwerem Auftakt mit Supercup-Klatsche und frühem Pokal-Aus Anerkennung erarbeitet. Die acht Tage mit drei Siegen sollen der Eintracht Stabilität geben. «Wir haben eine tolle Woche hinter uns. Hier in Hoffenheim zu gewinnen, ist sicherlich noch mal ein Sahnehäubchen gewesen», stellte der Österreicher zufrieden fest.

Fotocredits: Uwe Anspach
(dpa)

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