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Giro d’Italia: Ruß trägt weiß

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Die 6.Etappe des Giro d’Italia ging gestern an Matteo Priamo (CSF), nachdem immer wieder Ausreißer das Peloton düpierten. Matthias Ruß (Gerolsteiner) schrammte dabei ganz knapp am Rosa Trikot vorbei, das nun der zeitgleiche Giovanni Visconti (Quickstep) überstreifen wird. Dafür trägt Ruß nun das Weiße Trikot des besten Nachwuchsfahrers.

Priamo löste sich auf den letzten Metern des Schlussanstiegs von seinem Konkurrenten Alan Perez (Euskaltel) und holte sich mit einem Vorsprung von acht Sekunden den Tagessieg. „Meine einzige Chance war, die Konkurrenz zu überraschen. Wenn ich bis zum letzten Kilometer gewartet hätte, wäre ich chancenlos gewesen. Nach meiner Attacke elf Kilometer vor dem Ziel wusste ich, dass ich Perez schlagen könnte“, meinte der 26-Jährige, der bei seiner Giro-Premiere gleich einen Etappensieg einfährt.

Ruß hingegen verlor am Ende wertvolle Zeit auf seinen direkten Konkurrenten Giovanni Visconti im Kampf um das „maglia rosa“. Obwohl der Gerolsteiner-Profi mit einem Vorsprung von 13 Sekunden gegenüber Visconti in die Etappe gegangen war, reichte es nicht ganz für Rosa, obwohl nun beide zeitgleich sind. Ruß kann nun aber wenigstens das Weiße Trikot des besten Jungprofis tragen.

Bilder von der 6. Etappe:

[youtube aUhuZbDObPI]

In der Gesamtwertung liegen nun Visconti und Ruß mit 1:22 Minuten Vorsprung vor Daniele Nardello (Saunier-Duval). Andreas Klöden (Astana) hat als 17. 9:36 Minuten Rückstand. Bei den Sprintern führt Daniele Bennati (Liquigas/50 Punkte) weiterhin vor Riccardo Ricco (Saunier-Duval/34) und Pavel Brutt (Tinkoff/33). In der Bergwertung, wo Emanuele Sella führt, gab es auch hat es keine Veränderung,

Nach heftigen Protesten der Fahrer wurde die 6. Etappe von Potenza nach Peschici von 265 Kilometern auf 231,6 Kilometer gekürzt, damit die Fahrer nach den Transfer-Strapazen der vergangenen Tage am Abend genügend Ruhezeit vor der heutigen Bergetappe bekommen würden. Denn dieser Tagesabschnitt führt von Vasto nach Pescocostanzo und wird das Peloton erstmals über 179 km ins hohe Mittelgebirge führen. Als Leckerbissen warten Steigungen von zirka 11 Prozent und eine Bergankunft, wobei sich das Bild des Gesamtklassements sicherlich wieder verändern wird.

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