Ratgeber

Giro und Tour ohne Astana

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Das Team von Andreas Klöden und Tour-Gewinner Alberto Contator muss nach dem Giro auch auf die Tour de France 2008 verzichten. Der Tour-Veranstalter Amaury Sports Organisation (ASO) verzichtet auf das Team von Johann Bruyneel, der als Teammanager Lance Amstrong zu sieben Tour-Siegen verholfen hat.

Damit ist zum zweiten Mal nach 1952 der Toursieger von der Schleife ausgeschlossen, allerdings hatte dies bei Fausto Coppi einen anderen Grund. Der Italiener wurde nicht eingeladen, weil seine sportliche Überlegenheit einfach zu groß gewesen war. Der Ausschluss des Astana-Teams gelte für alle Rennen der ASO, somit auch für den Frühjahrsklassiker Paris-Roubaix.

Das Astana-Team hatte bei der vergangenen Tour für einen erheblichen Imageschaden gesorgt. Als Begründung führte die ASO in einer Mitteilung an: „“Durch das Team haben die Tour und der Radsport in den Jahren 2006 und 2007 großen Schaden erlitten. Gerade im vergangenen Jahr hat es das Vertrauen der Organisatoren missbraucht“. Allein drei Fahrer des Astana-Teams wurden im vergangenen Jahr des Dopings überführt, Matthias Kessler wegen Dopings mit Testosteron sowie Alexander Winokurow und Andrej Kaschetschkin wegen Blutdopings. Insbesondere der Fall Winokurow sorgte während der Großen Schleife für Aufsehen, denn der Kasache gewann vor seiner Überführung zwei Etappen.

Damit dürfte die Planung für Astana für die diesjährige Saison hinfällig gewesen sein. Wie man aber bei der ASO betonte, werde man das Team in diesem Jahr beobachten und im kommenden Jahr eine Einladung in Betracht ziehen. Für das Telekom-Nachfolgeteam High-Road hat beim Giro ähnliche Konsequenzen gegeben, jedoch wurden sie bisher nicht von der Tour de France 2008 ausgeschlossen.

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