Ratgeber

Gruppe G bei der Fußball Weltmeisterschaft 2010

By

on

Sie gilt als die Todesgruppe. Eine starke Mannschaft wird schon nach der Vorrunde das Turnier wieder verlassen. Ganz ohne Druck ist lediglich Nordkorea.

Will erstmals die Vorrunde überstehen: Didier Drogba © flickr.com / manbeastextraordinaire

Brasilien, Portugal und die Elfenbeinküste peilen jeweils mindestens das Viertelfinale an.

Nach der Auslosung der Fußball Weltmeisterschaft 2010 freuten sich neutrale Fußballfans schon auf die Spiele der Gruppe G. Lediglich in Brasilien, Portugal und der Elfenbeinküste mussten die Anhänger ein wenig schlucken, nachdem die Zusammenstellung fest stand. Alle drei Nationen wollen bei der WM 2010 weit kommen. Doch für eine Mannschaft wird schon nach drei Partien Schluss sein.

Mit fünf Weltmeisterschaftssiegen ist Brasilien der Rekord-Champion. Die Nummer eins der FIFA Weltrangliste geht deshalb, wie vor jeder WM als Favorit in das Turnier. Die Mannschaft vom Zuckerhut ist bestückt mit zahlreichen Weltklassespielern. Im Prinzip kann sich das Team nur selber schlagen. Wie bei der WM 2006, als Brasilien schon im Viertelfinale ausschied. Carlos Dunga soll so ein Debakel verhindern. Dabei kann sich der Nationaltrainer auf eine starke Defensive verlassen. War die Hintermannschaft in der Vergangenheit oft die Problemzone, steht bei der Weltmeisterschaft 2010 mit Júlio César einer der weltbesten Torleute zwischen den Pfosten. Maicon und Dani Alves sind die vielleicht besten defensiven Außen der Welt und die ehemaligen Bundesligaprofis Juan und Lucio bilden ein echtes Bollwerk. In der Offensive hat Brasilien die volle Auswahl. Fixpunkt ist trotz einer mäßigen Saison Stratege Kaká von Real Madrid. Im Angriff betreibt kurz vor der WM der Wolfsburger Grafite gute Eigenwerbung.

Mit Offensivfußball macht auch Portugal auf sich aufmerksam, dessen beste WM-Platzierung schon 44 Jahre (Rang 3 1966) zurückliegt. Bei der WM 2006 landete die Mannschaft auf Platz vier. Ohnehin ist es erst die fünfte WM-Teilnahme überhaupt für Portugal. Dabei ruhen die Hoffnungen auf Kakás Vereinskollege Cristiano Ronaldo. Er kann in einer hochkarätig besetzten Mannschaft den Unterschied ausmachen, wenn es gegen die Topnationen geht.

Dazu gehört mittlerweile auch die Elfenbeinküste. Besonders bei einem Turnier im eigenen Land. Der Kader ist mit Spielern aus den besten Ligen Europas bestückt. Angeführt von Stürmer Didier Drogba. Schwachstelle könnte die Torwartposition sein. Bei der erst zweiten WM-Teilnahme will das Land erstmals die Vorrunde überstehen. Kein leichtes Unterfangen bei den Gegnern.

Nordkorea kann hingegen ziemlich befreit aufspielen. Den Asiaten werden keine Chancen ausgerechnet. Bei der bisher einzigen WM-Teilnahme erreichte die Mannschaft jedoch das Viertelfinale. Das liegt allerdings schon 44 Jahre zurück. 1966 in England schied das Team nach einem 3:5 aus. Gegner damals: Der jetzige Gruppengegner Portugal.

Auch interessant