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Hanning: «Steht nicht fest, dass Sigurdsson nach Japan geht»

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Berlin – Die Zukunftsplanung von Handball-Bundestrainer Dagur Sigurdsson ist laut Top-Funktionär Bob Hanning noch nicht abgeschlossen. «Es ist falsch, dass schon feststeht, dass er nach Japan geht», sagte Hanning der Deutschen Presse-Agentur.

Der Vizepräsident des Deutschen Handball-Bundes (DHB) widersprach damit Medienberichten, nach denen Sigurdsson nach der WM 2017 im Januar nach Japan wechseln werde.

Freilich räumte Hanning ein, dass «eine Wahrscheinlichkeit nach Japan zu gehen, da ist». Der Isländer Sigurdsson gilt als Japan-Kenner. Er war von 2000 bis 2003 Spielertrainer bei Wakunaga Hiroshima. Die Asiaten suchen einen Coach, der das Team bei den Olympischen Spielen 2020 in Tokio betreut.

Hanning ist seit der gemeinsamen Zeit beim Bundesligist Füchse Berlin mit Sigurdsson befreundet. Der Füchse-Manager würde den früheren Berliner Coach sehr gerne halten, sondiert den Markt aber schon nach möglichen Nachfolgern. «Wenn ich 100 Prozent sicher wäre, dass er bleibt, würde ich nicht nach anderen Kandidaten suchen», sagte Hanning. Der 48-Jährige kündigte aber an, «dass ich mit der Bundesliga zusammen um Dagur kämpfen würde, wenn er nach Paris oder Veszprem gehen will». Wenn es aber um das Thema Lebensplanung gehe, «kann ich nicht gewinnen. Japan ist kein Thema des Geldes», verdeutlichte Hanning.

Seit einiger Zeit gibt es Spekulationen um die Zukunft von Sigurdsson. Der 43-Jährige muss sich bis Ende November entscheiden, ob er seinen bis 2020 laufenden Vertrag erfüllt oder zum Jahresende kündigt.

Fotocredits: Jens Wolf
(dpa)

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