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Hartings Daten ebenfalls gehackt

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Berlin – Auch Diskuswerfer Robert Harting ist ein Opfer des russischen Hackerangriffs auf vertrauliche Daten der Welt-Anti-Doping-Agentur WADA.

Der Olympiasieger von 2012 und dreifache Weltmeister äußerte sich auf sportbild.bild.de zu den Veröffentlichungen über eine Medikamenteneinnahme während der Spiele von Rio de Janeiro am 12. August.

«Aufgrund meines Hexenschusses wurde ich vom medizinischen Olympia-Team in Rio manualtherapeutisch und medikamentös mit Dexamethason und Triamcinolon behandelt. Da dies während des Wettkampfes anmeldepflichtige Mittel sind, haben die mich behandelnden Ärzte die Regulären des IOC, der WADA sowie der NADA sorgsam beachtet», sagte Harting.

Der 31 Jahre alte Berliner hatte sich den Hexenschuss am Tag vor der Qualifikation zugezogen, wo er dann überraschend ausschied. Die Goldmedaille holte sein Bruder Christoph. Alle Anträge seien termingerecht und regelgerecht eingereicht, gestellt sowie alle Formalitäten eingehalten worden, erklärte Harting. «Ich bin ein transparenter Athlet und habe mit dieser Veröffentlichung keine Probleme.»

Die russische Hacker-Gruppe, die sich «Fancy Bears» nennt, stellte vertrauliche Informationen von 25 Sportlern aus acht Nationen ins Internet. Die WADA erklärte, dass insgesamt 29 Sportler von den Veröffentlichungen betroffen seien.

Auch die frühere Speerwurf-Weltmeisterin Christina Obergföll gehört zu den fünf deutschen Sportlern, deren Daten eine russische Hacker-Gruppe veröffentlicht hat. «Mich hat heute früh die Nationale Anti-Doping-Agentur informiert und ihre Unterstützung zugesagt. Ich finde das Ganze natürlich auch nicht toll, weil das persönliche Unterlagen sind, die niemanden etwas angehen», sagte die 35-jährige Offenburgerin der Deutschen Presse-Agentur.

Bei Obergföll handelt es sich um eine genehmigte Medikamenteneinnahme aus dem Jahr 2008. «Es ist schade, dass manche solche Dinge in den falschen Hals bekommen. Ich habe mir nichts zuschulden kommen lassen. Das war ein schmerzlinderndes Mittel, keine leistungssteigerndes», betonte sie. Aufgeführt ist der Entzündungshemmer Dexamethason.

Fotocredits: Gregor Fischer,Gregor Fischer
(dpa)

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