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Jürgen Brähmer zu Gefängnisstrafe verurteilt

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Boxweltmeister Jürgen Brähmer muss ins Gefängnis. Das Amtsgericht Schwerin verurteilte den 31-jährigen am 12.1. zu 16 Monaten Haft ohne Bewährung. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Brähmers Anwälte kündigten an, in Berufung zu gehen.

Dem einschlägig vorbestrafte Halbschwergewichts-Weltmeister im Boxen, Jürgen Brähmer, waren Körperverletzung in zwei Fällen sowie Beleidigung vorgeworfen worden. Brähmer soll im September 2008 in einer Diskothek eine Frau beschimpft und ihr ins Gesicht geschlagen haben. Im Mai 2008 soll er zudem den Betreiber einer Bar beleidigt und einen gläsernen Aschenbecher nach ihm geworfen haben. Mit seinem Schuldspruch sieht das Amtsgericht Schwerin die Anklage nun als erwiesen. Da Jürgen Brähmer zur Tatzeit auf Bewährung war, sah der Vorsitzende Richter Rainer Schmachtel keine Möglichkeit, die Gefängnisstrafe zur Bewährung auszusetzen.

Jürgen Brähmers Anwälte wollen in Berufung gehen

Jürgen Brähmers Anwälte, die auf einen Freispruch ihres Mandanten plädiert hatten, kündigten an, in Berufung zu gehen. Sie behaupteten, im Prozess seien unübliche Maßstäbe angelegt worden, die Unschuldsvermutung sei nicht zum Tragen gekommen. Während der Urteilsverkündung kam es im Gerichtssaal kurzzeitig zu Tumulten. Zuschauer aus Brähmers Umfeld zeigten sich empört über das Urteil. Brähmer selbst äußerte sich bisher noch nicht zu seiner Gefängnisstrafe.

Brähmer saß schon einmal im Gefängnis

Jürgen Brähmer, der von 2002 bis 2005 schon einmal eine Gefängnisstrafe hatte absitzen müssen, war am 13. November 2009 offizieller WBO-Weltmeister im Halbschwergewicht geworden. Allerdings hatte er diesen Titel kampflos erhalten, da der bisherige Weltmeister Zsolt Erdei ins Cruisergewicht wechselte und daher einen Pflichtkampf gegen Brähmer nicht antrat. Erstmals am 19. Dezember 2009 gelang es Brähmer, seinen Gürtel erfolgreich gegen den Russen Dimitry Sukhotsky zu verteidigen. Von Seiten des Hamburger Boxstalls Universum Box-Promotion, bei dem Jürgen Brähmer unter Vertrag steht, hieß es, man plane weiterhin mit Brähmer. Das Urteil sei noch nicht rechtskräftig. „Aufgrund der positiven Gutachter-Aussagen und da es nicht einen einzigen Belastungszeugen außer der Klägerin gegen Jürgen gibt, glaube ich weiterhin an Jürgens Unschuld“, so Klaus-Peter Kohl, Chef der Universum Box-Promotion (das komplette Interview hier).

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