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Julio Cesar Chavez – Portrait einer mexikanischen Legende

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Julio Cesar Chavez, Spitzname der „Mexican Warrior“, ist auch fünf Jahre nach seinem Karriereende immer noch einer der beliebtesten und populärsten Sportler Mexikos. Neunzig Siege in Serie, eine Rekordbilanz die ihm zu ewigem Ruhm in der Boxwelt gereicht.

Julio Cesar Chavez wurde im Norden Mexikos an der Küste des Golf von Kalifornien in Ciudad Obregon 1962 geboren. In einem ausrangierten Eisenbahn Wagon wuchs er mit fünf Schwestern und vier Brüdern auf, sein Vater arbeitete für die mexikanische Eisenbahn Gesellschaft.

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Erst mit 14 Jahren begann Julio Cesar Chavez das Boxen. In seinem allersten Kampf, kassierte er seine einzige Niederlage als Amateur, 1976. Acht Jahre und 44 bestrittene Kämpfe später erhielt er im September ´84 seine erste TitelchanceSuperfedergewicht der WBC. Mario Martinez unterlag nach acht Runden durch technischen KO.

5 Titel in 3 Gewichtsklassen

Julio Cesar Chavez behielt seinen Titel im Superfedergewicht drei  Jahre, ehe  er 1987 in die höher liegenden Klasse – Leichtgewicht – gegen den Puerto Ricaner Edwin Rosario WBA Weltmeister wurde. Nur elf Monate später sicherte er sich den Titel der WBC in derselben Gewichtsklasse.

Wiederum nur wenige Monate später, im Mai 1989 musste Roger Mayweather, Titelträger der WBC im Halbweltergewicht, seinen Gürtel an Julio Cesar Chavez abgeben. Schier unaufhaltsam eroberte der „Mexican Warrior“ die Boxwelt.

1990 kam es zu einem Vereinigungskampf mit dem amerikanischen Olympiasieger Meldrick Taylor. Dieser war Champion der IBF im Halbweltergewicht. Später schrieb die  Fachzeitschrift „Ring Magazine“ vom Kampf des Jahres. Eine erbitterte Schlacht, in der Julio Cesar Chavez zwei Sekunden vor ende der letzten Runde, zum Sieger durch technischen KO erklärt wurde. Ein nicht unumstrittener Entscheidung. Zu einem Rückkampf sollte es erst Jahre später kommen.

90 Siege in Serie und doch schlagbar

Im Januar 1994 endete eine bis heute bestehende Bestmarke von neunzig Siegen in Folge. Julio Cesar Chavez verlor seinen WBC Titel im Halbweltergewicht gegen Frankie Randall. Doch nur vier Monate später holte er sich seinen Gürtel wieder.

Die Herausforderung von Oscar De La Hoya im Juni ´96 bescherte ihm seinen zweite schmerzliche Niederlage. Wieder verlor er den WBC Titel im Halbweltergewicht. Oscar De La Hoya stieg kurze Zeit später in die nächst höhere Gewichtsklasse auf und sicherte sich den WBC Gürtel im Weltergewicht. Julio Cesar Chavez gelang es im März 1998 gegen Miguel Angel Gonzalz den Halbweltergewicht Titel der WBC wieder zu erlangen. Bevor er im September Oscar De La Hoya zu einem Rückkampf aufforderte, im Weltergewicht – seine Ecke musste in der letzten Runde das Handtuch werfen.

Julio Cesar Chavez hatte den Zenit seiner Karriere überschritten. 2000 misslang ein erneuter Anlauf den Titel im Halbweltergewicht zurück zu gewinnen. Erst 2003 kehrte er in den Ring zurück, um mit einem Sieg seine Karriere zu beenden. Obwohl er erfolgreich war, trat er 2005 in Los Angeles gegen Ivan Robinson an. Hierbei verletzte er sich aber so schwerwiegend an der Hand, dass er im Januar 2006 gezwungen war sein Karriereende bekannt zu geben.

Eine herausragende Boxkarriere mit beeindruckenden Rekorden. Der Linksausleger Julio Cesar Chavez gewann 107 seiner 115 Kämpfe, 86 davon vorzeitig. Er hält bis heute die längste Siegesserie eines Profiboxers.

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