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„King Carl“ hinterfragt Usain Bolt

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Usain Bolt ist zweifelsohne der aufstrebende Sprintstar der Gegenwart. Mit seinen „Jahrhundert-Weltrekorden“ über die 100 (9,69 Sekunden) und 200 Meter (19,30 Sekunden) hat der Jamaikaner aber zugleich auch Kritiker auf den Plan gerufen, die die Leistungen kritisch hinterfragen. Einer von ihnen ist kein geringerer als der neunmalige Olympiasieger Carl Lewis.

„Er könnte der größte Athlet aller Zeiten sein. Aber man müsste ein Dummkopf sein, wenn man nicht fragen würde: Wie kann jemand in einem Jahr 10,03 rennen und im nächsten Jahr 9,69 – und das in einer Sportart mit diesem Ruf“, hinterfragt Lewis die Leistungsexplosion von Bolt.

Dass der 22-Jährige dabei auf Dopingmittel zurückgegriffen haben soll, wird von Lewis indirekt befürchtet. „Ich denke, das wirft einige Fragen auf. Ich bin stolz auf Amerika, weil wir derzeit die besten Zufallskontrollen und das umfangreichste Dopingtestprogramm haben. Länder wie Jamaika haben kein Programm für unangemeldete Trainingskontrollen, deshalb können sie monatelang von Tests verschont bleiben.“

Zudem stützt der 47-Jähirge seine Zweifel an die Geschichte der Dopingsünder. „Lasst uns realistisch sein und gehen wir mal die Liste durch: Ben Johnson, Justin Gatlin, Tim Montgomery, Tyson Gay und die zwei Jamaikaner (Usain Bolt, Asafa Powell). Sechs Leute sind legal unter 9,80 gelaufen, drei sind positiv getestet worden, einer war für ein Jahr gesperrt“, sagte Lewis.

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