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National-Keeper Lehmann ist sauer

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Aus Frust über seine Reservistenrolle hat Jens Lehmann gegen Trainer Arsene Wenger und Keeper Manuel Almunia von Arsenal London ausgeteilt. Auch einen Wechsel zu einem anderen großen europäischen Club schließt der deutsche National-Keeper nicht mehr aus.

„Wenn ich noch einmal Champions League spielen kann, überlege ich es mir noch einmal“, teilte Deutschlands Torwart Nummer 1 dem „kicker“ mit. Jegliche Hoffnung auf eine Rückkehr in die Stammelf bei Arsenal hat er praktisch aufgegeben.

Zu seinen spanischen Rivalen Manuel Almunia findet Lehmann deutliche Worte: „Was soll ich noch hoffen? Wenn ich nicht spiele, obwohl der andere Torwart nicht gerade glücklich spielt, wird es schwierig.“ Das Ausscheiden aus der Champions League als Reservespieler der Londoner ist für Lehmann eine Tragödie: „Das ist nicht lustig, ich bin sehr wütend.“

Für den Edelreservisten ist nun die Europameisterschaft im Juni in Österreich und der Schweiz seine nächste große Herausforderung. „Ich werde bei der EM spielen und habe bewiesen, dass ich es noch immer kann“, erklärte er entschlossen.

Motivations-Probleme habe Lehmann wegen seiner stetigen Reservisten-Rolle bei Arsenal nicht, machte er deutlich und fügte hinzu: „Ich habe ja die EURO vor Augen. Und Wut ist keine so schlechte Motivation.“ Die Entscheidung des Keepers, trotz der fehlenden Spielpraxis beim FC Arsenal geblieben zu sein und vor allem aus persönlichen Gründen im Winter auf einen Wechsel zurück in die Bundesliga verzichtet zu haben, hatte den Bundestrainer in Bredoulle gebracht.

Joachim Löw hielt aber bisher an Lehmann fest. In der DFB-Elf ist die Nummer 1 seit 621 Minuten unbezwungen. Das ist ein Rekord in der Länderspiel- Geschichte des DFB. Mit 90 fehlerlosen Minuten beim 4:0-Testspiel-Sieg gegen die Schweiz hatte er die Nummer-1-Debatte gestoppt, die nach seiner schwächeren Leistung zuvor beim 3:0 in Österreich ausgebrochen war. „Es gibt da, glaube ich, bis zur EM keine Diskussionen mehr“, stellte Deutschlands Kapitän Michael Ballack in Basel klar.

Ein Tribut an Lehmann in seiner Londoner Zeit:
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