Ratgeber

Olympia 2008: Deutsche Springreiter mit durchwachsenem Auftakt

By

on

Meredith Michaels-Beerbaum © maka 93/FlickrStorm

Der Euphorie der ersten Tage der Olympischen Spiele in Hongkong ist am Freitag leichte Ernüchterung gefolgt. Im ersten Qualifikationsspringen gelang keinem der deutschen Reiter eine Nullrunde, alle vier hatten Abwürfe und Zeitfehler zu verzeichnen. Dennoch zeigte sich Bundestrainer Kurt Gravemeier zufrieden: „Wir werden in den nächsten Springen noch zulegen müssen und werden das am Sonntag und Montag im Nationenpreis auch zeigen.“

Christian Ahlmann kassierte mit seinem Schimmel Cöster zwei Abwürfe und musste zwei Strafpunkte für Zeitüberschreitung in Kauf nehmen. Mit je einem Abwurf beendeten Marco Kutscher mit Cornet Obolensky und Meredith Michaels-Beerbaum mit Shutterfly ihre erste olympische Springprüfung, und auch sie kamen nicht rechtzeitig ins Ziel. Zwei Mal fielen bei Ludger Beerbaum die Stangen, insgesamt addierte sich sein Punktekonto durch Zeitfehler auf zehn Strafpunkte. „Wir haben es heute noch ruhig angehen lassen, vielleicht zu ruhig“, sagte Beerbaum nach seinem Ritt.

Noch aber ist der Weg zur Einzelmedaille offen. Mit ihren Ergebnissen haben sich die deutschen allerdings die Chance auf einen guten Startplatz im Nationenpreis verbaut. Sie werden zu den ersten Startern zählen. „Kein Problem“, sagte dazu Bundestrainer Gravemeier, „es starten vorab ja die Einzelreiter, so dass genügend Zeit bleibt, sich den Kurs anzusehen.“ Auch Beerbaum winkte ab: „Als Erste zu starten sind wir gewöhnt. Vielleicht hatte das heute ja auch etwas Gutes, wenn wir im Nationenpreis die Favoritenrolle los sind.“