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Olympia 2008: Yvonne Bönisch will Olympiasieg wiederholen

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Als eine der Ersten äußerte sich Yvonne Bönisch, Olympiasiegerin 2004 im Judo, als der Konflikt um Tibet im April eskalierte: „Ich werde ein Zeichen setzen und nicht an der Eröffnungsfeier teilnehmen“, sagte die Goldfavoritin aus Potsdam. Der Begriff „mündiger Athlet“ ist für die deutsche Judoka absolut keine hohle Phrase.

In Athen 2004 sorgte Bönisch mit dem Olympiasieg für eine Überraschung. Die 27-Jährige strebt auch in Peking nach Gold, aber die Ausgangslage ist nun anders. Beim olympischen Judoturnier 2008 gehört die Leichtgewichtlerin zum Favoritinnenkreis.

Bei der Weltmeisterschaft 2007 in Rio de Janeiro musste sich die Olympiasiegerin, gehandicapt durch einen Bänderriss, mit Platz sieben zufrieden geben. Zuvor hatte Bönisch mit zweiten WM-Plätzen 2003 und 2005 ihre Zugehörigkeit zur Weltspitze unterstrichen. Dazu gewann die von Trainer Axel Kirchner betreute Judoka bei den Europameisterschaften 2002 und 2007 Silber.

Als große Stärke bezeichnet Bönisch, sich „auf den Moment konzentrieren zu können“. Dann setzt sie vorzugsweise ihre Spezialtechniken Uchi mata und Ko So Gake ein und legt – im Idealfall – die Gegnerinnen auf die Matte.

Für Peking hat sich Bönisch optimal vorbereitet. Sie trainierte in einer Höhenkammer in Berlin und hielt ein Trainingslager in Japan ab. Ein besonderes Ritual gibt es vor den Wettkämpfen. Um die Konzentration zu stärken, legt sich Yvonne Bönisch auf den Rücken, schließt die Augen und schaltet ihren MP3-Players ein: „Ich höre alles. Von Rock bis Pop, von den Achtzigern bis heute, gern auch die Titelmelodie aus dem Rocky-Film.“ So sammelt sie Energien und mentale Stärke für den Kampf auf der Matte.

Zur Motivation schaut Bönisch einfach nur auf ihren linken Fuß. Dort hat sie nach ihrem Triumph von Athen die olympischen Ringe tätowieren lassen.

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