Ivanovic ist im Finale die Favoritin              ©flickr/Joaquin Ortega

Ana Ivanovic hat gestern im Halbfinale der French Open ihre Landsfrau Jelena Jankovic mit 6:4, 3:6, 6:4 bezwungen. Die Serbin steht somit wie im letzten Jahr im Roland-Garros-Finale und wird am Montag Position eins der neuen Weltrangliste übernehmen. Ihre morgige Endspiel-Gegnerin lautet Dinara Safina.

Ivanovic und Jankovic standen sich bei einem Grand-Slam-Turnier zum ersten Mal gegenüber und waren dementsprechend nervös. Und wer dieses Match gewinnen würde, stände auf Platz eins der Weltrangliste. Jankovic kam besser in die Partie und ging schnell mit 3:0 in Führung. Ivanovic legte in Folge dessen ihre Nervosität ab und zelebrierte großartiges Offensiv-Tennis. So schaffte es die Favoritin dieser Partie noch, den ersten Satz für sich zu entscheiden.

Zu Beginn des zweiten Satzes konnte Jankovic den harten Schlägen ihrer Gegnerin nichts entgegensetzten. Aber dann spielte die 23-Jährige offensiver und zwang Ivanovic immer mehr an die Grundlinie. Die Dritte der Weltrangliste schaffte sensationell sieben Spiele in Folge und entschied den zweiten Satz für sich.

Interview nach dem Halbfinalmatch:

Ivanovic war nun psychisch angeschlagen und versuchte verzweifelt wieder zurück ins Match zu finden. Aber die Australian-Open-Finalistin fing sich wieder und erreichte ein Re-Break zum 4:4. Dann spielte die Wahl-Schweizerin unglaublich stark und ließ im Prestige-Duell ihrer Gegnerin und Freundin keine Chance mehr. Nach zwei Stunden und 15 Minuten entschied Ivanovic mit dem ersten Matchball die Partie für sich. “Es gab viele Hochs und Tiefs - es war ein sehr schwieriges Spiel”, meinte die Siegerin freudig.

Die neue Nummer Eins der Weltrangliste steht morgen gegen Dinara Safina, die Swetlana Kusnetsowa souverän bezwang, in ihrem dritten Grand-Slam-Finale und gilt als große Favoritin auf den Roland-Garros-Titel.    [...mehr]


Safina ließ ihrer Gegenerin keine Chance     ©flickr/Spoons2007

Bei den French Open hat gestern Dinara Safina ihrer Landsfrau Swetlana Kusnetsowa keine Chance gelassen und sie mit 6:3, 6:2 vom Platz gefegt. Damit steht die Russin zum ersten Mal in ihrer noch jungen Karriere im Finale eines Grand-Slam-Turniers.

“Ich habe nur von Match zu Match gedacht. Je weniger man erwartet, umso mehr erreicht man”, meinte Safina nach ihrem Triumph. Der Finaleinzug der Moskowiterin gilt als große Überraschung des Roland-Garros-Turniers. Niemand hätte mit einer so psychisch-starken und konstant agierenden Safina gerechnet.

Am Anfang der Halbfinalpartie hatten die beiden Russinnen Probleme ihren Spielrhythmus zu finden. Safina ging dann mit einem Break in Führung und ihre Gegnerin erspielte sofort im Anschluss ein Re-Break. Aber die Moskowiterin legte gleich nach, und nahm Kusnetsowa ihren Service wieder ab. So hieß es nach 37 Minuten 6:3 für die jüngere Schwester des russischen Tennisspielers Marat Safin.

Im zweiten Satz wirkte die so erfahrende Weltranglisten-Vierte sehr unsicher, währenddessen ihre Kontrahentin hervorragend returnierte. Safina schaffte das Doppelbreak und ging mit 5:2 in Führung. Safina brachte mit ihrem mutigen Offensivspiel ihren Service durch und verwandelte gleich den ersten Matchball. “Ich bin total froh, weil ich heute wirklich gut gespielt habe”, erklärte sie nach ihrer starken Vorstellung.

Safina spielt momentan das beste Tennis ihrer Karriere. Selbst in äußerst schwierigen Spielsituationen zeigte sie sich sehr nervenstark. Man darf am Samstag gespannt sein, wie die junge Russin mit dem Druck, im Roland-Garros-Finale zu stehen, zurechtkommen wird.    [...mehr]


Kann Ivanovic ihre Landsfrau Jankovic schlagen?              ©flickr/Joaquin Ortega

Im ersten Halbfinale der French Open stehen sich bei den Damen heute in Paris die beiden Russinnen Swetlana Kusnetsowa und Dinara Safina gegenüber. Das zweite Semifinale bestreiten danach Ana Ivanovic auf Jelena Jankovic aus Serbien.

“Safina hat gewonnen? Sehr gut! Ich werde auch in diesem Vergleich mit ihr wieder die Favoritin sein”, sagte Kusnetsowa, als ihre Halbfinal-Gegnerin feststand. Schließlich werden der 22-Jährigen, die auf Platz vier in der Setzliste steht, größere Chancen zugesprochen.

Aber Safina hat in den letzten Partien bewiesen, dass sie momentan in einer starken physischen und auch psychischen Verfassung ist. Jedenfalls wird heute Nachmittag ein sehr hartes Match zwischen den beiden Russinnen erwartet. Safina sieht sich sehr gut gerüstet gegen die St. Petersburgerin: “Ich habe sehr viel an meiner Kondition gearbeitet. Das ist für sich genommen kein Vorteil. Wenn ich aber merke, dass ich noch mehr bringen muss auf dem Platz, dann weiß ich, dass mein Körper mir das erlaubt. Es ist die tägliche Arbeit, die sich nun auszahlt.” Im direkten Vergleich gewann Kusnetsowa vier von sieben Spielen gegen die Moskowiterin.

Safina steht überraschend im Halbfinale gegen Kusnetsowa       ©flickr/rmiddletonphotoDas zweite rein serbische Semifinale zwischen Ivanovic und Jankovic verspricht ebenfalls ein packendes Duell zu werden. “Wir haben in der Vergangenheit schon mehrfach gegeneinander gespielt und es waren immer sehr intensive Matches. Es wird also interessant. Zumindest haben wir sicher eine Serbin im Finale”, sagte Ivanovic mit Blick auf die Partie.

Im direkten Vergleich mit Jankovic liegt die 20-Jährige vorn. Sechs von sieben Partien gelang der Belgraderin gegen ihre Dauerrivalin, die ebenfalls aus der serbischen Hauptstadt stammt.

“Ich hatte zuletzt Schwierigkeiten gegen Ivanovic, aber wir sind uns erst ein Mal auf Sand gegenübergestanden. Das wird also ein ganz spezielles Match”, meinte Jankovic, die unbedingt dieses Turnier gewinnen will: “Mein Traum ist es, die Nummer eins der Welt zu werden - und jetzt stehe ich kurz davor. Wir befinden uns am Ende eines großen Turniers, kommen sozusagen auf die Zielgeraden. Ich hoffe sehr, dass ich alles geben kann um meinen Traum zu verwirklichen.”    [...mehr]


Federer steht souverän zum 16. Mal im Halbfinale bei einem Major-Turnier  ©flickr/Michael Ponomarenko

Trotz einem Fehlstart besiegte Roger Federer bei den French Open den Chilenen Fernando Gonzalez am Ende souverän mit 2:6, 6:2, 6:3, 6:4 und wird im Halbfinale auf Gael Monfils treffen. Der Franzose begeisterte die Zuschauer mit seinem Viertelfinalsieg über David Ferrer (6:3, 3:6, 6:3, 6:1).

“Am Ende war es ein sehr gutes Match von mir”, meinte der Weltranglisten-Erste, der zu Beginn der Partie große Probleme hatte, in das Spiel zu finden.

Viele Fehler fabrizierte Federer im ersten Satz und musste somit den ersten Satz an Gonzalez abgeben. “Da habe ich nicht wirklich toll gespielt”, meinte der Baseler. Aber danach schaltete er den Turbo ein und fegte den Chilenen mit der Präzision eines Schweizer Uhrwerks regelrecht vom Court. Federer traf jeden Ball perfekt, sodass Gonzalez gar nicht wusste, wie ihm geschieht.

Federer steht mit diesem Triumph bei einem Major-Turnier nun schon zum 16. Mal im Halbfinale in Folge. Auch war es für Gonzalez die erste Sandplatz-Niederlage in dieser Saison. “Mein Ziel ist der Titel. Ich bin froh, dass ich heute noch mal so zurückgekommen bin. Ich habe im zweiten Satz angefangen, zu spielen und den Kopf aus der Schlinge gezogen”, sagte der Schweizer zufrieden.

Monfilis ist der Gegner von Federer im zweiten Halbfinale          ©flickr/pinkfeatherboaIm Halbfinale wird der Weltranglisten-Erste auf Gael Monfils treffen. Mit großer Unterstützung der Zuschauer siegte der Lokalmatador in vier Sätzen gegen den stark spielenden Ferrer. Der 21-Jährige machte in den entscheidenden Situationen die Big Points und traf die richtigen Entscheidungen. Ferrer fightete bis zum Umfallen, fabrizierte aber in wichtigen Phasen der Partie zu viele Fehler.    [...mehr]


Nadal ließ Almagro keine Chance          ©flickr/Javelplus

Bei dem berühmtesten Sandplatzturnier der Welt in Paris zogen gestern die Nummer zwei und drei der Weltrangliste ins Halbfinale ein. Sandplatzkönig Rafael Nadal ließ seinem Landsmann Nicolas Almagro mit 6:1, 6:1, 6:1 keine Chance. Novak Djokovic bezwang im Viertelfinale mit einigen Mühen Ernests Gulbis aus Lettand mit 7:5, 7:6 (7:3), 7:5.

Nadal, der in seiner Karriere in der französischen Hauptstadt noch nie verlor, kann in Roland Garros nun 26 Siege nacheinander für sich verbuchen. Im Halbfinale wartet nun der starke Serbe Djokovic auf den dreimaligen Paris-Champion. Wer bei dieser hochklassigen Partie als Sieger hervorgeht, hat die Nummer zwei in der ATP-Rangliste hinter dem Primus Roger Federer aus der Schweiz sicher.

“Ich bin sehr zufrieden mit meinem Spiel”, erläuterte Nadal nach der sage und schreibe nur 1:44 Stunden kurzen Partie. “Ich bin sehr glücklich, dass ich wieder im Halbfinale bin. Aber ich muss mich weiter steigern. Gegen Djokovic wird es sehr schwer”, fügte der Mallorquiner hinzu.

Djokovic fand nach dem spannenden Match nur positive Worte für seinen lettischen Freund: “Wir kennen uns sehr gut und seit vielen Jahren. Ich freue mich sehr, dass Ernests so gut spielt.” Wie auch der Serbe genoss Gulbis in der Akademie von Niki Pilic in der Nähe von München eine Top-Ausbildung. Der 19-Jährige wird in der ab Montag neu geführten Rangliste vom 80. Rang in die Top-50 vordringen.

In den anderen Viertelfinal-Partien stehen sich heute der Franzose Gael Monfils und David Ferrer aus Spanien gegenüber und der Weltranglisten-Erste Roger Federer muss Fernando Gonzalez aus Chile bezwingen, um ins Halbfinale einzuziehen.

Impressionen vom Roland Garros-Turnier:


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Dem deutschen Duo gelang der dritte Welttour-Erfolg              ©flickr/Arno in Barcelona

In Barcelona gelang dem Beach-Duo Julius Brink/Christoph Dieckmann der erste Triumph auf der Welttour. Im Finale bezwangen die Deutschen die WM-Zweiten Dmitri Barsuk/Igor Kolodinski (Russland) mit 2:1 (22:20, 13:21, 16:14) und sicherten sich damit wertvolle Qualifikationspunkte für Peking.

Für die Berliner war es der dritte Sieg auf der FIVB-Tour, für den sie 28 000 Dollar Preisgeld kassierten. Die ersten beiden Triumphe erfolgten im Jahr 2006. Brink und Dieckmann ließen im Halbfinale den brasilianischen Olympiasieger Ricardo Santos/Emanuel Rego von Athen mit 2:0 keine Chance.

Gleichzeitig wurde in Den Haag die Europatour ausgetragen, wobei Kay Matysek/Stefan Uhmann (Berlin/ Kölleda) das Finale für sich entschieden. David Klemperer/Eric Koreng (Hildesheim/Essen) konnten das Endspiel wegen einer Verletzung nicht bestreiten und wurden Zweite. Das deutsche Damen-Duo Geeske Banck/Anja Günther (Kiel/Berlin) musste sich nur im Finale dem Gastgeberduo Rebekka Kadijk/Merel Mooren geschlagen geben.

Impressionen vom Turnier:

Mit diesem Welttour-Erfolg führen Brink/Dieckmann in der nationalen Olympia-Qualifikation mit 4060 Punkten gegenüber Klemperer/ Koreng (3400) und Jonas Reckermann/Mischa Urbatzka (3090) deutlich. Damit sind die Berliner dem Ticket für Peking einen großen Schritt näher gekommen.

Sara Goller/Laura Ludwig (Berlin) und Stephanie Pohl/Okka Rau (Hamburg) belegten Platz sieben. Beide Duos zogen gegen US-Teams den Kürzeren: Goller/Ludwig unterlagen den an zwei gesetzten Turniersiegern Nicole Branagh/Elaine Youngs mit 1:2. Pohl/Rau verloren gegen Ross/Boss mit 0:2.

Für diese Platzierungen bekamen die Damen 300 Weltranglistenpunkte und 7000 Dollar Preisgeld. Pohl/Rau haben nun in der Olympia-Wertung 3010 Punkte und befinden sich damit auf Platz zwei hinter Goller/ Ludwig (3530 Punkte). Am 20. Juli ist der Qualifikationszeitraum beendet und dann gehen die besten acht Resultate in die Wertung. Mit nach Peking dürfen bei den Frauen und Männern je Land maximal zwei Teams fahren.    [...mehr]


Das Astana-Team darf weiterhin nicht bei der Tour de France antreten             ©flickr/salfaromeaab

Bei der 95. Tour de France wird der Giro-Gewinner Alberto Contador und sein Astana-Team weiterhin nicht antreten dürfen. “Wir haben nichts gegen Contador selbst. Aber wir stehen zur Ausschluss-Entscheidung gegen Astana aus dem März”, sagte Tour-Direktor Christian Prudhomme.

“Grund dafür waren die von Astana 2006 und 2007 begangenen Fehler”, meinte der Tour-Direktor weiter in Bezug auf die Doping-Vergangenheit der kasachischen Mannschaft. Das Team, in dem auch der beste deutsche Radprofi Andreas Klöden vertreten ist, fiel letztes Jahr durch vier Doping-Affären auf.

Unterdessen hat der Tour-Organisator ASO für die Tour de France einen umfangreichen Doping-Strafen-Katalog vorgestellt. In dem heißt es, dass alle Profis einen neuen “Anti-Doping- Vertrag” unterzeichnen müssen. Sollte ein Fahrer des Dopings überführt werden, muss er eine Strafe von 100 000 Euro zahlen.

Contador kann seinen Tour-Sieg  dieses Jahr nicht wiederholen         ©flickr/Bob AuBuchon“Wir haben den Vertrag unterschrieben. Ich will das jetzt nicht kommentieren. Die Tour will mit allen Mittel einen erneuten Doping-Skandal verhindern”, erklärte Hans-Michael Holczer, der Manager des Teams Gerolsteiner. Offen bleibt, ob dieser neue Kontrakt mehr juristisches Gewicht besitzt, als die letztjährige “Ehrenerklärung” gegen Doping, die alle Profis unterzeichnen mussten.

Wie man weiß hielten sich bei der Tour 2007 wenige Fahrer an diese Erklärung. Alexander Winokurow, Iban Mayo, Cristian Moreni und Patrik Sinkewitz wurden überführt. Michael Rasmussen wurde im Gelben Trikot suspendiert und auch die Verdächtigungen gegen den späteren Sieger der Frankreich-Rundfahrt Alberto Contador ließen die sonst so strahlende Tour hinter einem großen Doping-Schatten verdunkeln.



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Autor: Sonja Beckmann

Cannavaro nach dem WM-Triumph 2006 © pradagirl/FlickrStormFUSSBALL Die heiße Phase der EM-Vorbereitung hat für Weltmeister Italien mit einem Schock begonnen. Der frühere Weltfußballer Fabio Cannavaro vom spanischen Meister Real Madrid fällt wegen einer Bänderverletzung am linken Knöchel für das Turnier aus. Roberto Donadoni, Trainer der “Squadra Azzurra”, reagierte umgehend und nominierte Alessandro Gamberini vom AC Florenz nach. Verletzungspech auch beim deutschen Team, DFB-Präsident Theo Zwanziger hat sich bei sportlichen Aktivitäten einen Muskelfaserriss zugezogen, was er lakonisch kommentierte: “Besser ich als Ballack!”

TENNIS Maria Scharapowa wird die French Open auch im sechsten Anlauf nicht gewinnen. Die Russin, seit dem Rücktritt von Justine Henin Weltranglistenerste, unterlag ihrer Landsfrau Dinara Safina mit 7:6 (8:6), 6:7 (5:7) und 2:6. Die Australian-Open-Championne, die sich auf Sand nicht besonders wohl fühlt, zeigte ungewohnte Abschlussschwächen: Scharapowa fehlten im Tiebreak des zweiten Satzes bei eigenem Aufschlag noch zwei Punkte zum Sieg, ehe sie vollkommen einbrach. Das französische Publikum wird wohl niemals einen Fair-Play-Preis gewinnen, er feuerte nicht nur die Außenseiterin Safina frenetisch an, sondern pfiff auch unverständlicherweise Scharapowa aus.

LEICHTATHLETIK Pascal Behrenbruch lieferte beim Meeting im österreichischen Götzis als Zehnkampf-Sechster mit 8242 Punkten die deutsche Top-Leistung ab: Der 23 Jahre alte Frankfurter überbot seine persönliche Bestleistung um drei Punkte und erfüllte die Olympia-Norm (8050 Punkte) locker. Dies gelang auch Arthur Abele (Ulm) als Siebtem mit 8220 Punkten. Es siegte der Kasache Dimitri Karpow mit 8504 Punkten.

Die 20-jährige Junioren-Weltmeisterin Tatjana Tschernowa aus Russland hat das Erbe von Serien-Siegerin Carolina Klüft angetreten und den Siebenkampf mit der Jahresweltbestleistung von 6618 Punkten gewonnen. Lilli Schwarzkopf (Paderborn) erfüllte als Siebte mit 6316 Zählern die Olympia-Norm für Peking (6130 Punkte) ebenso wie die deutsche Meisterin Julia Mächtig (Neubrandenburg/6282) auf Platz acht, Jennifer Oeser (Leverkusen/6189) und Sonja Kesselschläger (Neubrandenburg/6134).    [...mehr]


Autor: Jörgen Heller

Heute geht es zum Feintuning für das DFB-Team           ©flickr/dragonwelp

Nachdem die Grundlagen in Trainingslager auf Mallorca gelegt wurden, soll in der letzten Woche vor dem Start der Fußball-Europameisterschaft der Feinschliff im Team vorgenommen werden. Am Sonntag wird es nämlich ernst, wenn die DFB-Elf gegen Polen in die EM starten wird.

Ballack und Co. konnten in den letzten beiden Tagen nochmal ein paar trainingsfreie Stunden genießen. Derweil analysierte Bundestrainer Joachim Löw daheim im Schwarzwald die Videos der Testspiele. Jedem einzelnen Spieler soll kurz vor dem EM-Auftakt seine Stärken und Schwächen aufgezeigt werden, so dass er seine Topleistungen am Sonntag bringen kann.

“Wir werden noch einiges tun. In allen Mannschaftsteilen fehlt es noch an der Feinabstimmung. Auch Standards stehen auf dem Programm”, sagte Löw kurz vor der Abreise ins deutsche Luxus-Quartier am Lago Maggiore. Im Fokus ist dabei das Auftaktmatch gegen die Polen. “Da muss das richtige Zeichen kommen”, meinte Lukas Podolski, der beim Testspiel gegen Serbien eine gute Leistung zeigte.

Ballack fordert vollen Einsatz von seinen Kollegen           ©flickr/thanhhuong_klLöw sagte zur Aufstellung gegen das polnische Team: “Ich habe da noch zwei, drei Möglichkeiten.” Hauptaugenmerk liegt auf der rechten Außenbahn. Der Ausfall von Bernd Schneider wiegt schwer. Clemens Fritz, Bastian Schweinsteiger und David Odonkor stehen als Alternative zur Verfügung. Der Abwehrspezialist Christoph Metzelder muss im Training auch noch mehr tun, um seine volle EM-Form abrufen zu können.

Der DFB-Kapitän Michael Ballack fordert von seinen Teamkollegen noch einmal vollen Einsatz: “Der eine oder andere muss noch einen Zahn zulegen.” Und Podolski gab die Parole aus: “Unser Ziel ist es, Europameister zu werden.”



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Autor: Jörgen Heller

Sella fiel mit seinen enormen Soloritten in den Bergen auf                       ©flickr/stefanogab_974

Beim diesjährigen 91. Giro wurde bis jetzt kein Profi des Dopings überführt. Vielleicht haben die Sportler sich erstmals an die neuen Antidoping-Richtlinien gehalten und ein Wandel im Radsport ist erkennbar. Aber einige zweifelhafte Leistungen, gerade von Sportlern in den Bergen, lassen diese Hoffnungen sterben.

Gerade CSF Navigare sticht mit vier Etappensiegen hervor. Dieser kleine Rennstall kann den Gewinn des Bergtrikots und der Mannschaftswertung für sich verbuchen. Außerdem fand man im Gesamtklassement drei Fahrer dieses Teams unter den Top 12 wieder. Aber nicht zu vergessen ist, dass vor dem Giro ihr Sprinter Max Richeze positiv auf Anabolika getestet wurde. Auch muss man festhalten, dass kein Profi dieser Zweitliga-Mannschaft die Ehrenerklärung des Weltverbandes UCI für einen sauberen Radsport unterzeichnete.

Nicht zu vergessen sind die einzigartigen Soloritte des CSF-Kapitäns Emanuele Sella in den Dolomiten, der nur knapp an einem Dreifachsieg vorbeischrammte. Woher nahm er nur die Kraft, ohne Ermüdungen vom Vortag zu zeigen? In den Alpen ähnelte sich das Szenario. Alberto Contador, Riccardo Ricco oder Danilo di Luca mussten sich ihre Kräfte einteilen, während dessen Sella wieder als Solist die Topfavoriten stehen ließ und auf der 20. Etappe allein ins Ziel flog.

Klöden stellte sie Sauberkeit des CSF-Teams in Frage        ©flickr/kelly-sDiese zweifelhaften Leistungen vom CSF-Team Sella und Co. sorgten auch im Peloton für Diskussionsstoff. Andreas Klöden zeigte sich mutig und beklagte schon vor den Bergetappen, dass die Dopingtests bei den Teams sehr unterschiedlich ausfallen würden, wobei er CSF als größtes Negativ-Beispiel hervorhob.

Speziell das CSF Navigare-Team soll mit seinem enormen Leistungssprung nur als fragwürdiges Beispiel herausgegriffen werden. Werden wir sehen, was uns nach diesem Giro und vor der Tour de France noch in Sachen Doping erwartet. Fakt ist, auch wenn der Zuschauer spektakuläre Bergetappen sehen will. Ob die Leistungen der Profis auch clean sind, ist leider weiterhin fraglich.



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