Ana Ivanovic hat gestern im Halbfinale der French Open ihre Landsfrau Jelena Jankovic mit 6:4, 3:6, 6:4 bezwungen. Die Serbin steht somit wie im letzten Jahr im Roland-Garros-Finale und wird am Montag Position eins der neuen Weltrangliste übernehmen. Ihre morgige Endspiel-Gegnerin lautet Dinara Safina.
Interview nach dem Halbfinalmatch:
Bei den French Open hat gestern Dinara Safina ihrer Landsfrau Swetlana Kusnetsowa keine Chance gelassen und sie mit 6:3, 6:2 vom Platz gefegt. Damit steht die Russin zum ersten Mal in ihrer noch jungen Karriere im Finale eines Grand-Slam-Turniers.
“Ich habe nur von Match zu Match gedacht. Je weniger man erwartet, umso mehr erreicht man”, meinte Safina nach ihrem Triumph. Der Finaleinzug der Moskowiterin gilt als große Überraschung des Roland-Garros-Turniers. Niemand hätte mit einer so psychisch-starken und konstant agierenden Safina gerechnet.
Im ersten Halbfinale der French Open stehen sich bei den Damen heute in Paris die beiden Russinnen Swetlana Kusnetsowa und Dinara Safina gegenüber. Das zweite Semifinale bestreiten danach Ana Ivanovic auf Jelena Jankovic aus Serbien.
Das zweite rein serbische Semifinale zwischen Ivanovic und Jankovic verspricht ebenfalls ein packendes Duell zu werden. “Wir haben in der Vergangenheit schon mehrfach gegeneinander gespielt und es waren immer sehr intensive Matches. Es wird also interessant. Zumindest haben wir sicher eine Serbin im Finale”, sagte Ivanovic mit Blick auf die Partie.
Trotz einem Fehlstart besiegte Roger Federer bei den French Open den Chilenen Fernando Gonzalez am Ende souverän mit 2:6, 6:2, 6:3, 6:4 und wird im Halbfinale auf Gael Monfils treffen. Der Franzose begeisterte die Zuschauer mit seinem Viertelfinalsieg über David Ferrer (6:3, 3:6, 6:3, 6:1).
Im Halbfinale wird der Weltranglisten-Erste auf Gael Monfils treffen. Mit großer Unterstützung der Zuschauer siegte der Lokalmatador in vier Sätzen gegen den stark spielenden Ferrer. Der 21-Jährige machte in den entscheidenden Situationen die Big Points und traf die richtigen Entscheidungen. Ferrer fightete bis zum Umfallen, fabrizierte aber in wichtigen Phasen der Partie zu viele Fehler. [...mehr]
Bei dem berühmtesten Sandplatzturnier der Welt in Paris zogen gestern die Nummer zwei und drei der Weltrangliste ins Halbfinale ein. Sandplatzkönig Rafael Nadal ließ seinem Landsmann Nicolas Almagro mit 6:1, 6:1, 6:1 keine Chance. Novak Djokovic bezwang im Viertelfinale mit einigen Mühen Ernests Gulbis aus Lettand mit 7:5, 7:6 (7:3), 7:5.
Nadal, der in seiner Karriere in der französischen Hauptstadt noch nie verlor, kann in Roland Garros nun 26 Siege nacheinander für sich verbuchen. Im Halbfinale wartet nun der starke Serbe Djokovic auf den dreimaligen Paris-Champion. Wer bei dieser hochklassigen Partie als Sieger hervorgeht, hat die Nummer zwei in der ATP-Rangliste hinter dem Primus Roger Federer aus der Schweiz sicher.
“Ich bin sehr zufrieden mit meinem Spiel”, erläuterte Nadal nach der sage und schreibe nur 1:44 Stunden kurzen Partie. “Ich bin sehr glücklich, dass ich wieder im Halbfinale bin. Aber ich muss mich weiter steigern. Gegen Djokovic wird es sehr schwer”, fügte der Mallorquiner hinzu.
Djokovic fand nach dem spannenden Match nur positive Worte für seinen lettischen Freund: “Wir kennen uns sehr gut und seit vielen Jahren. Ich freue mich sehr, dass Ernests so gut spielt.” Wie auch der Serbe genoss Gulbis in der Akademie von Niki Pilic in der Nähe von München eine Top-Ausbildung. Der 19-Jährige wird in der ab Montag neu geführten Rangliste vom 80. Rang in die Top-50 vordringen.
In den anderen Viertelfinal-Partien stehen sich heute der Franzose Gael Monfils und David Ferrer aus Spanien gegenüber und der Weltranglisten-Erste Roger Federer muss Fernando Gonzalez aus Chile bezwingen, um ins Halbfinale einzuziehen.
Impressionen vom Roland Garros-Turnier:
[...mehr]
In Barcelona gelang dem Beach-Duo Julius Brink/Christoph Dieckmann der erste Triumph auf der Welttour. Im Finale bezwangen die Deutschen die WM-Zweiten Dmitri Barsuk/Igor Kolodinski (Russland) mit 2:1 (22:20, 13:21, 16:14) und sicherten sich damit wertvolle Qualifikationspunkte für Peking.
Für die Berliner war es der dritte Sieg auf der FIVB-Tour, für den sie 28 000 Dollar Preisgeld kassierten. Die ersten beiden Triumphe erfolgten im Jahr 2006. Brink und Dieckmann ließen im Halbfinale den brasilianischen Olympiasieger Ricardo Santos/Emanuel Rego von Athen mit 2:0 keine Chance.
Gleichzeitig wurde in Den Haag die Europatour ausgetragen, wobei Kay Matysek/Stefan Uhmann (Berlin/ Kölleda) das Finale für sich entschieden. David Klemperer/Eric Koreng (Hildesheim/Essen) konnten das Endspiel wegen einer Verletzung nicht bestreiten und wurden Zweite. Das deutsche Damen-Duo Geeske Banck/Anja Günther (Kiel/Berlin) musste sich nur im Finale dem Gastgeberduo Rebekka Kadijk/Merel Mooren geschlagen geben.
Impressionen vom Turnier:
Mit diesem Welttour-Erfolg führen Brink/Dieckmann in der nationalen Olympia-Qualifikation mit 4060 Punkten gegenüber Klemperer/ Koreng (3400) und Jonas Reckermann/Mischa Urbatzka (3090) deutlich. Damit sind die Berliner dem Ticket für Peking einen großen Schritt näher gekommen.
Sara Goller/Laura Ludwig (Berlin) und Stephanie Pohl/Okka Rau (Hamburg) belegten Platz sieben. Beide Duos zogen gegen US-Teams den Kürzeren: Goller/Ludwig unterlagen den an zwei gesetzten Turniersiegern Nicole Branagh/Elaine Youngs mit 1:2. Pohl/Rau verloren gegen Ross/Boss mit 0:2.
Für diese Platzierungen bekamen die Damen 300 Weltranglistenpunkte und 7000 Dollar Preisgeld. Pohl/Rau haben nun in der Olympia-Wertung 3010 Punkte und befinden sich damit auf Platz zwei hinter Goller/ Ludwig (3530 Punkte). Am 20. Juli ist der Qualifikationszeitraum beendet und dann gehen die besten acht Resultate in die Wertung. Mit nach Peking dürfen bei den Frauen und Männern je Land maximal zwei Teams fahren. [...mehr]
Bei der 95. Tour de France wird der Giro-Gewinner Alberto Contador und sein Astana-Team weiterhin nicht antreten dürfen. “Wir haben nichts gegen Contador selbst. Aber wir stehen zur Ausschluss-Entscheidung gegen Astana aus dem März”, sagte Tour-Direktor Christian Prudhomme.
“Wir haben den Vertrag unterschrieben. Ich will das jetzt nicht kommentieren. Die Tour will mit allen Mittel einen erneuten Doping-Skandal verhindern”, erklärte Hans-Michael Holczer, der Manager des Teams Gerolsteiner. Offen bleibt, ob dieser neue Kontrakt mehr juristisches Gewicht besitzt, als die letztjährige “Ehrenerklärung” gegen Doping, die alle Profis unterzeichnen mussten.
FUSSBALL Die heiße Phase der EM-Vorbereitung hat für Weltmeister Italien mit einem Schock begonnen. Der frühere Weltfußballer Fabio Cannavaro vom spanischen Meister Real Madrid fällt wegen einer Bänderverletzung am linken Knöchel für das Turnier aus. Roberto Donadoni, Trainer der “Squadra Azzurra”, reagierte umgehend und nominierte Alessandro Gamberini vom AC Florenz nach. Verletzungspech auch beim deutschen Team, DFB-Präsident Theo Zwanziger hat sich bei sportlichen Aktivitäten einen Muskelfaserriss zugezogen, was er lakonisch kommentierte: “Besser ich als Ballack!”
TENNIS Maria Scharapowa wird die French Open auch im sechsten Anlauf nicht gewinnen. Die Russin, seit dem Rücktritt von Justine Henin Weltranglistenerste, unterlag ihrer Landsfrau Dinara Safina mit 7:6 (8:6), 6:7 (5:7) und 2:6. Die Australian-Open-Championne, die sich auf Sand nicht besonders wohl fühlt, zeigte ungewohnte Abschlussschwächen: Scharapowa fehlten im Tiebreak des zweiten Satzes bei eigenem Aufschlag noch zwei Punkte zum Sieg, ehe sie vollkommen einbrach. Das französische Publikum wird wohl niemals einen Fair-Play-Preis gewinnen, er feuerte nicht nur die Außenseiterin Safina frenetisch an, sondern pfiff auch unverständlicherweise Scharapowa aus.
LEICHTATHLETIK Pascal Behrenbruch lieferte beim Meeting im österreichischen Götzis als Zehnkampf-Sechster mit 8242 Punkten die deutsche Top-Leistung ab: Der 23 Jahre alte Frankfurter überbot seine persönliche Bestleistung um drei Punkte und erfüllte die Olympia-Norm (8050 Punkte) locker. Dies gelang auch Arthur Abele (Ulm) als Siebtem mit 8220 Punkten. Es siegte der Kasache Dimitri Karpow mit 8504 Punkten.
Die 20-jährige Junioren-Weltmeisterin Tatjana Tschernowa aus Russland hat das Erbe von Serien-Siegerin Carolina Klüft angetreten und den Siebenkampf mit der Jahresweltbestleistung von 6618 Punkten gewonnen. Lilli Schwarzkopf (Paderborn) erfüllte als Siebte mit 6316 Zählern die Olympia-Norm für Peking (6130 Punkte) ebenso wie die deutsche Meisterin Julia Mächtig (Neubrandenburg/6282) auf Platz acht, Jennifer Oeser (Leverkusen/6189) und Sonja Kesselschläger (Neubrandenburg/6134). [...mehr]
Nachdem die Grundlagen in Trainingslager auf Mallorca gelegt wurden, soll in der letzten Woche vor dem Start der Fußball-Europameisterschaft der Feinschliff im Team vorgenommen werden. Am Sonntag wird es nämlich ernst, wenn die DFB-Elf gegen Polen in die EM starten wird.
Ballack und Co. konnten in den letzten beiden Tagen nochmal ein paar trainingsfreie Stunden genießen. Derweil analysierte Bundestrainer Joachim Löw daheim im Schwarzwald die Videos der Testspiele. Jedem einzelnen Spieler soll kurz vor dem EM-Auftakt seine Stärken und Schwächen aufgezeigt werden, so dass er seine Topleistungen am Sonntag bringen kann.
Löw sagte zur Aufstellung gegen das polnische Team: “Ich habe da noch zwei, drei Möglichkeiten.” Hauptaugenmerk liegt auf der rechten Außenbahn. Der Ausfall von Bernd Schneider wiegt schwer. Clemens Fritz, Bastian Schweinsteiger und David Odonkor stehen als Alternative zur Verfügung. Der Abwehrspezialist Christoph Metzelder muss im Training auch noch mehr tun, um seine volle EM-Form abrufen zu können.
Beim diesjährigen 91. Giro wurde bis jetzt kein Profi des Dopings überführt. Vielleicht haben die Sportler sich erstmals an die neuen Antidoping-Richtlinien gehalten und ein Wandel im Radsport ist erkennbar. Aber einige zweifelhafte Leistungen, gerade von Sportlern in den Bergen, lassen diese Hoffnungen sterben.
Gerade CSF Navigare sticht mit vier Etappensiegen hervor. Dieser kleine Rennstall kann den Gewinn des Bergtrikots und der Mannschaftswertung für sich verbuchen. Außerdem fand man im Gesamtklassement drei Fahrer dieses Teams unter den Top 12 wieder. Aber nicht zu vergessen ist, dass vor dem Giro ihr Sprinter Max Richeze positiv auf Anabolika getestet wurde. Auch muss man festhalten, dass kein Profi dieser Zweitliga-Mannschaft die Ehrenerklärung des Weltverbandes UCI für einen sauberen Radsport unterzeichnete.
Diese zweifelhaften Leistungen vom CSF-Team Sella und Co. sorgten auch im Peloton für Diskussionsstoff. Andreas Klöden zeigte sich mutig und beklagte schon vor den Bergetappen, dass die Dopingtests bei den Teams sehr unterschiedlich ausfallen würden, wobei er CSF als größtes Negativ-Beispiel hervorhob.











