Bolt siegte in sagenhaften 9,72 Sekunden                    ©flickr/Phil McElhinney

Usain Bolt ist beim Meeting in New York einen neuen Weltrekord über die 100 Meter gelaufen. Der Jamaikaner sprintete im Icahn-Stadion in sagenhaften 9,72 Sekunden über die Ziellinie und unterbot den Rekord seines Landsmannes Asafa Powell um zwei Hundertstel.

“Dieser Rekord bedeutet mir nichts, wenn ich nicht auch Olympia-Gold gewinne”, meinte Bolt. Eine neue Weltjahresbestzeit lief die jamaikanische Weltmeisterin Veronica Campbell-Brown in 10,91 Sekunden.

“Ich wollte gar nicht Weltrekord laufen. Aber jetzt habe ich ihn und gut”, sagte Rekordbrecher ganz lässig. Tyson Gay belegte mit starken 9,85 Sekunden Platz zwei.

“Er ist ein perfektes Rennen gelaufen, Hut ab”, meinte der Weltmeister Gay über den neuen Weltrekordhalter. “Ich wusste, dass viele Jamaikaner hier sein und mich unterstützen werden. Ich wollte ihnen nur das geben, worauf sie gewartet haben”, sagte der Sieger nach seinem überraschenden Coup. “Zum Glück war der erste Versuch sein Fehlstart, da kam ich überhaupt nicht aus den Blöcken. Ich wusste aber, wenn ich am Start schneller bin als Tyson Gay, gewinne ich”, meinte er weiter.

Der Weltrekordler ist mit 1,96 Meter eigentlich viel zu groß für einen Sprinter, so dass er in der Vergangenheit eher über die 200 Meter lief. Aber am 3. Mai lief Bolt in Kingston mit 9,76 Sekunden die zweitschnellste je gelaufene Zeit. “Ich bin schon öfter um die 9,9 Sekunden gelaufen und habe mich dabei immer gut gefühlt. Deshalb wusste ich, dass ich irgendwann mal den Weltrekord brechen kann”, sagte der neue Sprintstar.

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Alberto Contador gewann gestern seinen ersten Giro       ©flickr/ijphotos.com

Beim abschließenden Zeitfahren hat Alberto Contador seinen Vorsprung ausbauen können und seinen ersten Giro-Sieg besiegelt. Dem ärgsten Kontrahenten Riccardo Ricco nahm der Astana-Profi gestern auf dem 28,5 km langen Kurs knapp zwei Minuten ab. Die letzte Etappe nach Mailand gewann Marco Pinotti (Italien/High Road) vor seinem Teamkollegen Tony Martin.

Contador genügte am Ende der elfte Rang, um die Gesamtwertung des Giro zu gewinnen. Der 25-Jährige konnte aufgrund starken Gegendwindes, der am Spätnachmittag aufkam, die Etappe nicht für sich entscheiden. Somit triumphierte erstmals ein Radprofi bei der 91. Rundfahrt seit 2002, der keine einzige Etappe gewinnen konnte.

Contador ist nun der erste spanische Sieger des Giro seit dem Jahr 1993, als Miguel Indurain in Italien triumphierte. Außerdem wurde der der Astana-Profi von “Gazzetta dello Sport” zum “Re d’Italia”(König von Italien) gekürt. Der Madrilene sagte abschließend: “Das ist meine Tour de France in diesem Jahr. So ein Giro-Sieg ist mir lieber als ein zweiter Tour-Erfolg.”

Contador bei der Zielankunft in Mailand:

Das Team des Siegers wurde dieses Jahr aufgrund mehrerer Doping-Skandale nicht zur Tour de France eingeladen. Contador sieht die Ausladung nach seinem Triumph aber eher gelassen: “Natürlich gefällt mir das nicht, aber ich glaube nicht, dass sich daran noch etwas ändert. Außerdem hätte ich nach diesem harten und anstrengenden Giro sowieso keine Kraft mehr, zur Tour zu fahren.”

Im Gesamtklassement belegte Ricco den zweiten Platz. Der Italiener holte sich auch das Weiße Trikot für den besten Nachwuchsfahrer Das Grüne Trikot des besten Bergfahrers gewann souverän Emanuele Sella. Zum besten Sprinter wurde in Mailand Daniele Bennati gekürt.    [...mehr]


Ein Flop war die aus deutscher Sicht herausragende Leistung beim Berliner Istaf: Ariane Friedrich übersprang erstmals in einen Freiluftwettbewerb zwei Meter und musste sich nur dem kroatischen Top-Star Blanka Vlasic geschlagen geben, die mit 2,03 Metern siegte.

Blanka Vlasic © Podravka/FlickrStorm

Robert Harting verbesserte seine Bestleistung im Diskuswerfen auf 67,70 Meter und will nun kandidieren: “Eines haben wir Diskuswerfer der SPD voraus, bei uns ist die K-Frage entschieden”, sagte der Berliner nach seinem 3. Platz hinter dem überraschend auftrumpfenden Iraner Ehsan Hadiadi, der 69,12 Meter erzielte, und Olympiasieger Virgilijus Alekna aus Litauen (69,12 Meter). Gegen Angela Merkel will Harting allerdings nicht antreten, vielmehr machte er deutlich, dass er die deutsche Nummer eins in seiner Disziplin ist - vor seinem Widersacher Michael Möllenbeck, den er jüngst als Säufer bezeichnete. Harting hatte sich öffentlich und per Mail entschuldigt und sagte: “Er ist ein bisschen griesgrämig. Mir ist es eigentlich egal, ob er mir verzeiht oder nicht.” Harting traut sich 68 Meter zu, sein Ziel ist nun Bronze bei den Olympischen Spielen in Peking.

Seine Nerven waren stärker als sein Stab: Danny Ecker © Wikipedia

Für einen Moment des Schreckens sorgte Stabhochspringer Danny Ecker, als ihm beim zweiten Versuch über 5,70 Meter der Stab brach: “Man sitzt auf der Matte und horcht in sich rein, ob man verletzt ist”, sagte der Leverkusener, “das ist mir das letzte Mal in der Jugend passiert.” Dennoch überwand er mit einem weicheren Stab noch die 5,70 Meter und wurde Vierter, vor Fabian Schulze und Richard Spiegelburg (beide 5,60 Meter).

Von seiner Form überrascht war der Berliner Carsten Schlangen. In 3:34,99 schaffte er die Olympianorm über 1500 Meter und freute sich: “Unter 3:35 Minuten ist einfach nur genial. Jetzt dröhnt mein Kopf zwar, aber ich bin überglücklich.” Auch Carolin Nytra knackte die Olympianorm, über 100 Meter Hürden lief die 23-Jährige 12,92 Sekunden.

Eine überraschende Niederlage musste der Amerikaner Jeremy Wariner hinnehmen. Er blieb über 400 Meter vier Hundertstel hinter seinem Landsmann LaShawn Merritt. Weitspringer Irving Saladino hatte vor dem Istaf mit dem Weltrekord geliebäugelt, doch er der Panamaer erwischte einen schlechten Tag und wurde lediglich Siebter: “Die Laufbahn war zu schnell, deshalb war mein Absprung zu flach”, erläurterte Saladino.

Für die erst 18 Jahre alte Pamela Jelimo konnte die Laufbahn gar nicht schnell genug sein. Die Kenianerin verbesserte über 800 Meter ihren Junioren-Weltrekord auf 1:54,99 Minuten, gleichzeitig Afrika-Rekord. Seit 1989, ihrem Geburtsjahr, ist keine Athletin mehr so schnell die zwei Stadionrunden gelaufen.    [...mehr]


Die Jagd auf den Jackpot der Golden League beginnt am Sonntag beim Istaf in Berlin. Die ausgewählten Golden-League-Disziplinen der Männer sind die 100 Meter, 400 Meter, 1500 Meter sowie 400 Meter Hürden und der Weitsprung und Speerwurf. Die Frauen konkurrieren über 200 Meter, 800 Meter, 100 Meter Hürden und im Hochsprung. Nur Athleten, die bei allen sechs Meetings in ihrer Disziplin gewonnen haben, sichern sich einen Anteil am Jackpot - Goldbarren im Wert von einer Million US-Dollar.

Berliner Olympiastadion © Fender-FloelZ/FlickrStorm

Erstmals ist das Istaf das Auftaktmeeting der Golden League. Obwohl der Fokus der Athleten auf den in zehn Wochen beginnenden Olympischen Spielen liegt, lockt die blaue Laufbahn viele Asse an. 37 WM-Medaillenträger und 41 deutsche Spitzenathleten gehen an den Start. “Wir haben in jeder IAAF-Disziplin mindestens einen Star verpflichten können, der sich in internationalen Spitzenfeldern behaupten muss”, sagte Istaf-Geschäftsführer Gerhard Janetzky, “deshalb freuen wir uns auf extrem spannende und dramatische Wettkämpfe.”
Jeremy Wariner © PPBINOJ/FlickrStormAls aussichtsreichste Jackpot-Favoriten gelten die Hürdensprinterin Susanna Kallur (SWE), die Hochspringerin Blanka Vlasic (CRO), die 800-Meter-Läuferin Janeth Jepkosgei (KEN), der amerikanische 400-Meter-Läufer Jeremy Wariner, die beiden Speerwerfer Andreas Thorkildsen (NOR) und Tero Pikämäki (FIN) sowie der Weitspringer Irving Saladino (PAN).

Einige der deutschen Stars sind der Diskuswerfer und Lokalmatador Robert Harting, Stabhochspringer Danny Ecker, der Shootingstar der Hochsprungszene, Ariane Friedrich, die Newcomerin im Hürdensprint, Caroline Nytra, sowie die 5000-Meter-Läuferin Sabrina Mockenhaupt, der Sprinter Tobias Unger und der Hürdensprinter Thomas Blaschek.

Mindestens 65.000 Zuschauer werden erwartet beim größten deutschen Meeting, der Etat beträgt 2,6 Mio. Euro. Die ARD überträgt live ab 14:30 Uhr.    [...mehr]


Alberto Contador hatte heute alle Mühe          ©flickr/ijphotos.com

Bei der heutigen und letzten Bergankunft des 91.Giro d’Italia hatte Alberto Contador alle Mühe das Rosa Trikot des Gesamtführenden zu verteidigen. Die Italiener Danilo di Luca und Riccardo Ricco griffen den Astana-Profi mehrfach an und verkürzten den Abstand in der Gesamtwertung gewaltig.

Sieger auf der 19. Etappe von Legnano zur Ankunft am Monte Pora wurde der Ausreißer Vasil Kiryienka (Tinkoff) aus Weißrussland. Der Tinkoff-Profi war am Ende der Beste einer siebenköpfigen Spitzengruppe, die einen Vorsprung von 20 Minuten herausfahren konnte. Dann war es di Luca, der das Ziel in 1453m Höhe als Zweiter erreichte, nachdem er Contador immer wieder angriff.

Andreas Kölden konnte seinem Kapitän ordentlich helfen, dass der Rückstand nicht noch größer wurde. Am Schlussanstieg zog der Toursieger dann davon, konnte die Konkurrenten aber nocht abschütteln. Doch es gelang ihm nicht, seine verbliebenen Begleiter abzuhängen. Contador musste Ricco sogar vorbeiziehen lassen.

Titelverteidiger Danilo Di Luca wurde heute Zweiter        ©flickr/Tim De BackerDie beiden Herausforderer kämpften wie besessen, dem Spanier sein “maglia Rosa” abzunehmen. Auf di Luca büßte Contador inklusive der Zeitgutschrift rund zwei Minuten ein und Ricco konnte ihm sogar 37 Sekunden abnehmen. So bleiben dem Spanier knappe vier Sekunden Vorsprung in der Gesamtwertung vor dem Italiener.

Andreas Klöden belegt im Ziel Platz 16 mit dreieinhalb Minuten Rückstand auf seinen Astana-Kapitän und konnte sich mit der herausragenden Helferleistung auf den 13. Platz im Gesamtklassement nach vorn fahren.

Morgen wird es auf der 20. und vorletzten Etappe im Hochgebirge sich wieder spannend mit einigen Attacken auf das Rosa Trikot. Das Team Astana würd alle Mühe haben, die Gesamtwertung zu verteidigen.    [...mehr]


Irving Saladino © Wikipedia

22 Zentimeter fehlen Irving Saladino noch zum Weitsprung-Weltrekord von Mike Powell. Der amtierende Weitsprung-Weltmeister landete am vergangenen Samstag beim Grand Prix im niederländischen Hengelo erst bei 8,73 Metern, der weiteste Satz seit 14 Jahren. Der Panamaer sprang damit auf den siebten Platz der ewigen Bestenliste. “Ich war sehr überrascht, als ich die Weite auf der Anzeigetafel sah, es ging sehr leicht”, sagte Saladino heute in Berlin und ergänzte mit Blick auf das Istaf: “Das kann ich vielleicht am Sonntag verbessern.”

Der 25-Jähige ist 1,76 Metern relativ klein für einen Weitspringer, dazu wirkt er beinahe schmächtig. Er habe etwas Gewicht verloren, bestätigt Saladino, der sehr auf seinen Körper achtet: “Ich halte eine für einen Hochleistungssportler ganz normale Diät.” Kämpferisch fügte er hinzu: “Ich sehe jetzt schlanker aus, aber ich bin stärker!”

Für seinen Sprung in eine neue Dimension hat Saladino eine einfache Erklärung: “Ich habe meine Technik verbessert. Jetzt fehlt nur noch der richtige Moment, die richtige Atmosphäre, dann kommt der Weltrekord ganz allein.” Vielleicht ist es am Sonntag so weit, Saladinos Taktik klingt leichtathletisch locker: “Ich will einen superguten ersten Sprung hinlegen, dann kann ich mich setzen und ausruhen.”    [...mehr]


Für Voigt war es der erste Sieg beim Giro  ©flickr/rthorne

Auf der 18. Etappe hat gestern Jens Voigt den zweiten deutschen Etappensieg beim diesjährigen Giro eingefahren. Der CSC-Profi riss 34 Kilometer vor dem Ziel aus und schaffte es, die Führung bis zum Ziel in Varese zu behalten.

Für lange Ausreißversuche ist Jens Voigt bekannt. “Ich musste aus der zwölfköpfigen Gruppe angreifen und es auf eigene Faust versuchen, weil ich im Spurt gegen Bettini und Bennati keine Chance gehabt hätte”, meinte Voigt, für den es erste Einzelerfolg beim Giro war. Mit einem Rückstand von 1:07 Minuten wurde Giovanni Visconti (Quick Step) im Zielsprint vor Rinaldo Nocentini (ag2r) und Gabriele Bosisio (LPR) Zweiter.

Nach dem Ausriss des Berliners wurde in der elfköpfigen Verfolgergruppe immer wieder das Tempo angezogen, während dessen das Hauptfeld keine Chance mehr hatte, die Ausreißer einzuholen. Weltmeister Bettini (Quick Step), der sich mit in der Ausreißergruppe befand, musste dem hohen Tempo bei der Aufholjagd Tribut zollen und von den drei Italienern Visconti, Nocentini und Bosisio abreißen lassen. Sie konnten sich in der Tempoarbeit nicht einigen und Voigt erzielte auf der regennassen Straße von Varese souverän den Tagessieg.

Bilder von der Zieleinfahrt:

Das Peloton kam mit einem Rückstand von 7:51 Minuten in Varese an Die Gesamtführung von Alberto Contador (Astana) war aber zu keinem Zeitpunkt in Gefahr. Vor den letzten beiden schweren Bergetappen und dem abschließenden Einzelzeitfahren in Mailand liegt der Spanier weiterhin mit einem Vorsprung von 41 Sekunden vor Riccardo Ricco (Saunier-Duval) und 1:21 Minuten vor Gilberto Simoni (Diquigiovanni). Teamkollege Andreas Klöden ist auf Rang 15 bester Deutscher.

In der Sprintwertung holte sich Daniele Bennati gestern weitere Punkte und wird das Violette Trikot mit uneinholbaren 180 Punkten vor den punktgleichen Mark Cavendish (High Road/106) und Paolo Bettini (Quick Step) nach Mailand fahren.    [...mehr]


Hochsprung-Queen gewinnt die Hallen-WM in Valencia © Podravka/FlickrStorm

Die Überfliegerin Blanka Vlasic startet am Sonntag beim Istaf in Berlin. Die 24-jährige Hochspringerin, eine der schillernsten Athletinnen der Szene, ist bereits in überragender Form, in Doha übersprang die Kroatin jüngst 2,03 Meter. Die Hallen-Weltmeisterin von Valencia 2008 und Weltmeisterin von Osaka 2007 gilt als ungekrönte Nachfolgerin von Hochsprung-Queen Kajsa Bergqvist, die sich vom Leistungssport verabschiedet hat. “Wir gehen davon aus, dass Blanka wie schon beim Istaf im vergangenen Jahr die 2,06 Meter, vielleicht 2,10 Meter angreifen wird, um sich vor ihrer Konkurrenz mit Abstand für Peking zu positionieren”, sagte Istaf-Geschälftsführer Gerhard Janetzky.

Blanca Vlasic © WikipediaDie aktuelle Weltranglistenerste dominiert derzeit den Hochsprung nach Belieben. Im vergangenen Jahr gewann die 1,93 Meter große Athletin 18 ihrer 19 Wettkämpfe, die sie in der Freiluft-Saison bestritt, und wurde zu Europas Leichtathletin des Jahres gekürt. Den kroatischen Landesrekord schraubte Vlasic bis auf 2,07 Meter und rangiert mit der Bulgarin Lyudmila Andonova auf Position zwei der ewigen Welt-Bestenliste, nur Stefka Kostadinova (Bulgarien) sprang mit 2,09 Metern höher. Einen kuriosen Rekord hält Vlasic: den höchsten Sprung bei einer Meisterschaft, ohne eine Medaille zu gewinnen, mit 2,01 m bei der EM 2006.    [...mehr]


Greipel sorgte für den ersten deutschen Eatappensieg beim 91. Giro        ©flickr/mrs.flax

Auf der 17. Etappe des Giro d’Italia hat gestern der Deutsche André Greipel vor seinem Teamkollegen Mark Cavendish im Zielsprint gewonnen. Für den High Road-Profi war es der erste deutsche Etappensieg bei dem diesjährigen Giro. Platz drei ging an den Italiener Daniele Bennati (Liquigas).

Ab der „flamme rouge“ machte das Team High Road das Tempo an der Spitze des Feldes. Kurz vor dem Ziel dachte man, der dritte Tagessieg von Cavendish ist sicher. Aber der 23-jährige Brite ließ Greipel gewähren und schenkte ihm somit den Etappenerfolg. Mit dieser sehr sportlichen Geste gegenüber seinem Teamkollegen verhinderte Cavendish einen weiteren Erfolg von Daniele Bennati, der in der Sprintwertung haushoch führt.

“Wir hatten beschlossen, dass ich als Erster in die letzte Kurve gehen würde. Ich habe den Sprint angezogen und dachte mir, dass ich ihn bis zum Ende durchziehen könnte. Wie gewohnt haben wir gegen Ende die Führung übernommen - ich war in der Führungsarbeit und hab mich stark gefühlt”, meinte Greipel. Der sportliche Leiter des Team High Road, Valerio Piva, fügte hinzu: Cavendish hat sich heute für Greipels Arbeit auf den anderen Flachetappen bedankt und ist für ihn den Sprint angefahren.”

Bilder von der Zielankunft:

Der Spanier Alberto Contador (Astana) liegt in der Gesamtwertung weiterhin vor Riccardo Ricco (Saunier-Duval/+0:41 Minuten) und Gilberto Simoni (Diquigiovanni/+1:21). Andreas Klöden, der mit einem Rückstand von 8:44 Minuten bester Deutscher auf Platz 13 ist, kann jetzt nur noch Contador unterstützen “Ich werde mich ganz in den Dienst von Alberto und der Mannschaft stellen und versuchen, den Gesamtsieg zu sichern”, schrieb der Lausitzer auf seiner Homepage.

Daniele Bennati (160 Punkte) ist das “maglia ciclamino” wohl nicht mehr zu nehmen. Mark Cavendish (106) liegt dahinter, gefolgt von Riccardo Ricco (Saunier-Duval/105). Das Bergtrikot trägt weiterhin Emanuele Sella (CSF/128 Punkte) uneinholbar vor Vasil Kiryienka (Tinkoff/27).    [...mehr]


Helmes, Jones und Marin bleiben zu hause           ©flickr/dragonwelp

Patrick Helmes, Jermaine Jones und Marko Marin sind nicht mit dem DFB-Team bei der EM in Österreich und der Schweiz nicht dabei. Bundestrainer Joachim Löw gab vor wenigen Stunden den drei Spielern bekannt, dass sich der Trainerstab gegen die drei entschieden hat.

Um 11:30 Uhr gab Löw diese Info dem Team bekannt. Leicht sei die Entscheidung nicht gewesen, sagte der Coach. “Die Entscheidung ist unserem Trainerteam sehr schwer gefallen. Es war eine Millimeter-Entscheidung, denn jeder der drei Spieler hätte es verdient gehabt, dem Europameisterschafts-Kader anzugehören”, fand Löw positive Worte für die Aussortierten.

“Dies ist keine Entscheidung gegen ihre Qualität, sie haben in dem Trainingslager auf Mallorca einen hervorragenden Eindruck hinterlassen”, meinte Löw, der aber auch unterstrich, dass das Kapitel DFB-Team für das Trio noch nicht zu Ende ist: “Patrick Helmes, Jermaine Jones und Marko Marin haben gute Perspektiven, nach der EM wieder im Kreis der Nationalmannschaft dabei zu sein und eine gute Rolle zu spielen.”

Aufatmen können nun die anderen Wackelkandidaten Piotr Trochowski, David Odonkor und Oliver Neuville. Auch der Bremer Tim Borowski fährt mit zur EM. Für den künftigen Münchner, der nach einem grippalen Infekt mit dem Training aussetzen musste, war das Euro-Ticket nicht sicher.

Helmes verlor das interne Duell im Sturm gegen Neuville. Der Bundestrainer baut auf die Erfahrung des Gladbachers. Gegen Jones sprach ebenso wie bei Helmes die internationale Unerfahrenheit. Damit sind in Österreich und der Schweiz 15-WM-Teilnehmern von 2006 dabei.

Marko Marin ist noch nicht reif für ein internationales Turnier            ©flickr/die_cinnyEine Überraschung ist die Nichtberücksichtigung des zuvor von Löw fast schon überschwänglich gelobten Marin. Der 19-Jährige hat am Dienstag in Kaiserslautern beim enttäuschenden 2:2 noch sein Länderspiel-Debüt gefeiert. Laut dem Coach ist der nur 1,68 Meter kleine Mann wohl noch nicht reif ist für ein großes Turnier: “Man hat gespürt, es war das erste Länderspiel. Er ist ein Spieler für die Zukunft.“    [...mehr]


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