Autor: Sonja Beckmann

BASKETBALL Die NBA zu gewinnen bleibt ein Traum für Dirk Nowitzki: Seine Dallas Mavericks schieden in der ersten Play-Off-Runde gegen die New Orleans Hornets aus. Die Mavericks hielten sie die Partie lange offen, aber als Nowitzki 5,7 Sekunden vor dem Ende an der Dreierlinie abzog, stand es schon 94:99. Der Wurf ging daneben und die “Best-of-seven”-Serie gegen die New Orleans Hornets 1:4 verloren. Wenig tröstlich für den deutschen Superstar, dass er mit 22 Punkten und 13 Rebounds eine sehr gute Leistung zeigte. Die New Orleans Hornets spielen im Conference-Halbfinale gegen die San Antonio Spurs. Der Meister setzte sich 4:1 gegen die Phoenix Suns durch.

Die NBA-Saison ist für Dirk Nowitzki vorbei © osucowboyfan/FlickrStorm

FUSSBALL Football ist so was von coming home, dass die übrigen europäischen Ligen nur ehrfürchtig auf die Premier League blicken können: Manchester United besiegte den FC Barcelona durch ein Tor von Mittelfeldspieler Paul Scholes 1:0 (1:0) und zieht nach dem 0:0 im Hinspiel ins Finale der Champions League ein. Dort trifft ManU am 21. Mai in Moskau auf den FC Chelsea oder den FC Liverpool, die  heute spielen. Das erste Match endete 1:1. 2003 gab es ein Champions-League-Finale der Serie A, als der AC Mailand gegen Juventus Turin gewann. Die Primera División dominierte 2000 Europa, Real Madrid setzte sich gegen den FC Valencia durch.

TENNIS Zum vierten Mal hintereinander ist Rainer Schüttler beim Münchner ATP-Turnier in Runde eins rausgeflogen. Der Korbacher verlor sein Auftaktmatch gegen den italienischen Qualifikanten Gianluca Naso mit 7:6 (7:2), 3:6, 4:6. Bei dem Sandplatz-Turnier sind nach der krankheitsbedingten Absage von Titelverteidiger Philipp Kohlschreiber schon vier von acht deutschen Spielern in der ersten Runde ausgeschieden. Einzig Davis-Cup-Spieler Philipp Petzschner gelang bisher der Einzug ins Achtelfinale. Der 24-jährige Bayreuther gewann gegen den Russen Jevgeni Korolev mit 6:4, 0:6, 6:2.    [...mehr]


Powell wird in seiner Olympia-Vorbereitung gebremst             ©flickr/teotwawki

100-Meter-Weltrekordler Asafa Powell hat bei seiner Olympia-Vorbereitung durch eine Brustmuskelzerrung einen Rückschlag erlitten. Bis zur nationalen Qualifikation für Peking Ende Juni muss der Jamaikaner alle Starts bei Leichtathletik-Meetings absagen. Deutschlands bester Sprinter Tobias Unger glaubt nicht, dass ein Sieg über 200 Meter bei Olympia ohne unerlaubte Mittel möglich ist.

Zugezogen hat sich Powell diese Verletzung schon Anfang April im Training. Nun muss das Training des 25-Jährigen in den kommenden zwei Monaten umstrukturiert und einige Top-Meetings abgesagt werden.

Die Starts beim Grand Prix in Doha (9. Mai) sowie bei den ersten beiden Golden- League-Meetings in Berlin (1. Juni) und Oslo (6. Juni) müssen gestrichen werden. Ende Juni möchte er sich bei den jamaikanischen Meisterschaften für Olympia qualifizieren.

Powell blieb bisher über 100 Meter 33 Mal unter 10 Sekunden. Beim Meeting in Rieti verbesserte der schnellste Mann der Welt am 9. September 2007 bereits im Vorlauf mit 9,74 Sekunden seinen eigenen Weltrekord um 3/100.

Hier der Weltrekordlauf:

Unger sagte in einer Diskussionsrunde der „Eßlinger Zeitung“: Den 200-Meter-Lauf in Peking kann man eigentlich nicht ungedopt gewinnen.“ Damit räumte der Sprinter aber auch ein, dass er angesichts dieser Aussage auch selbst unter Dopingverdacht geraten könnte. Der Olympia-Siebte von 2004 ist nach einer Verletzung wieder fit und will über die längere Sprintstrecke an den Start gehen.

Unger glaubt nicht an einen sauberen Sport          ©flickr/FinneyeDer Tübinger Sport- Soziologe Helmut Digel denkt auch nicht, dass die Spiele in Peking vom 8. bis 24. August dopingfrei sein werden. „Es werden die am besten kontrollierten Spiele sein, aber man kann nicht davon ausgehen, dass sie sauber sein werden“, erörterte der Wissenschaftler, der ein neues Anti-Doping-Gesetz in Deutschland fordert. „Der Sport braucht die Hilfe des Staates. Es fehlt ein spezifisches Gesetz, auf dessen Grundlage endlich staatsanwaltlich ermittelt werden kann“, sagte Digel weiter.    [...mehr]


Ronnie O’Sullivan hat bei den Snooker-Weltmeisterschaften in Sheffield für einen Paukenschlag gesorgt: Der Engländer bezwang Mark Williams mit 13:7 und beendete die Partie mit einem Maximum Break. Mit dem Extra-Preisgeld für diese atemberaubende Demonstration, die nur 8:42 Minuten dauerte, will sich der 32-Jährige einen Traum erfüllen: “Ich kann mir nun endlich ein Bentley Cabrio kaufen - für dieses Auto würde ich sogar sterben”, sagte er gegenüber Eurosport.

Ronnie O'Sullivan / Foto: Wikipedia

Ronnie O’Sullivan ist der charismatischste und mit Abstand beliebteste Spieler auf der Main Tour. “The Rocket”, so wird er genannt, weil er so schnell und aggressiv spielt wie kein anderer, hat mehr Ballgefühl als all seine Kontrahenten. Obwohl Rechtshänder, kann er ebenso mit links spielen, um das Hilfsqueue nicht benutzen zu müssen. Strategisch brillant ist sein Break Building, Zeugnis davon sind neun Maximum Breaks, damit ist O’Sullivan alleiniger Rekordhalter. Obendrein belegt er in der Bestenliste der schnellsten Maximum Breaks die ersten fünf Ränge. Vor elf Jahren gelang ihm sein Meisterstück. Er spielte ein Maximum-Break in nur fünf Minuten und 20 Sekunden. Im Schnitt versenkte er alle neun Sekunden einen Ball. Alan McManus schwärmte damals: “Ronnie zu beobachten war wie Gott bei der Arbeit zuzuschauen.”

Immer wieder allerdings überlagert der Wahnsinn O’Sullivans geniales Snooker-Spiel. Dass er bisher “nur” zwei WM-Titel (2001 und 2004) gewann, kommentiert er: “Was soll ich anderes sein als ein großer Versager?” Der Engländer leidet an Depressionen. Ihm gelingen geniale Bälle, um dann sicher geglaube Matches gegen spielerisch limitierte Gegner zu vergeigen. Für Aufsehen sorgte er, als er bei der UK Championship 2006 gegen Stephen Hendry beim Stand von 1:4 vorzeitig aufgab und die Arena verließ.

Der Vater von O’Sullivan erstach 1991 einen Mann in einem Nachtclub und wurde zu lebenslanger Haft verurteilt. 1998 wurde “The Rocket” bei einer Dopingprobe positiv auf Marihuana getestet. Er bekennt offen, alkoholkrank zu sein und sein Sucht nicht unter Kontrolle zu haben: “Dies zu behaupten wäre eine Lüge.”

Legendär sind O’Sullivans Eskapaden. Er flucht, er zeigt Bällen, die sich seiner Kunst widersetzen, schon mal den Mittelfinger. Im März bei den China Open hatte er schlechte Laune, weil er gegen Marco Fu rausgeflogen war. Während er bei der Pressekonferenz auf die Übersetzung der Dolmetscherin wartete, machte er Bemerkungen über Oralsex und seinen Penis und unterstrich dies durch sexuell konnotierte Gesten mit dem Mikrofon. “Ich hatte nicht bemerkt, dass die Mikrofone eingeschaltet waren”, entschuldigte sich O’Sullivan später auf seiner Website und vermied dadurch eine Sperre.

Bei den Weltmeisterschaften, die noch bis zum 5. Mai ausgetragen werden, ist O’Sullivan der Topfavorit. Heute trifft er im Viertelfinale auf den Chinesen Liang Wenbo (15:30 Uhr, live auf Eurosport). Den Austragungsort, das legendäre Crucible Theatre, bezeichnet Ronnie O’Sullivan als einen “Ort der Magie”. Genau der richtige Ort also, um die magischen Fähigkeiten des Ausnahmespielers zu bewundern.

Ronnie O’Sullivans Maximum Break bei der WM 2008:



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Autor: Jörgen Heller

Nadal gewinnt zum vierten Mal dieses Turnier          ©flickr/Javelplus

Rafael Nadal siegte am Sonntag beim Masters-Series-Turnier in Monte Carlo zum vierten Mal in Folge. Der Spanier setzte sich im Traumduell gegen Roger Federer mit 7:5 und 7:5 durch und bewies dem Weltranglisten-Ersten aus der Schweiz, wer auf Sand die Nummer 1 ist.

Schon in den Jahren 2006 und 2007 triumphierte Nadal beim Endspiel im Fürstentum Monaco gegen den Schweizer. Der 21-Jährige ist der erste Spieler seit dem Neuseeländer Anthony Wilding (1911 bis 1914), der in Monte Carlo vier Mal nacheinander triumphieren kann. Der in der Rangliste Zweitplatzierte Spanier siegte bei allen 22 Partien im Fürstentum. Damit unterstrich Nadal gleichzeitig seine Ambitionen auf Titel Nummer vier bei den French Open in Paris, die vom 26. Mai bis 8. Juni ausgetragen werden.

Den ersten Satz gewann der Spanier noch sehr knapp gegen die Tennis-Nummer-Eins. Im zweiten Durchgang lag Nadal bereits mit 4:0 in Führung, ehe sein Gegner sich schlagkräftig wehrte und die kommenden fünf Spiele für sich entschied. Dazu kam, dass der Schweizer 44 Unforced errors produzierte. Beim internen Vergleich gegen den zwölffachen Grand-Slam-Champion führt Nadal mit 9:6. Auf Sand konnte der Mallorquiner das siebte von acht Duellen gewinnen.

Für Nadal war es der erste Titel seit dem Triumph in Stuttgart im Juli vergangenen Jahres. Für den Linkshänder war es der 24. Sieg seiner Karriere und der 19. auf Sand. “Viermal dieses Turnier zu gewinnen, ist eigentlich unvorstellbar”, resümierte er.

Der dreifache Roland-Garros-Gewinner, der mit seinem Krafttennis wie ein Anabolika-geschwängerter Spieler mit wenig Spielästhetik wirkt, reist kommende Woche nach Barcelona, um auch dieses Sandplatzturnier zu gewinnen    [...mehr]


Valverde (rechts) siegte bei dem Klassiker aller Klassiker     ©flickr/Scott McLean

Alejandro Valverde siegte bei der 94. Austragung von Lüttich-Bastogne-Lüttich. Damit feierte der Tour-de-France-Mitfavorit, dem auch eine Zusammenarbeit mit dem Doping-Arzt Eufemiano Fuentes unterstellt wurde, seinen ersten diesjährigen Klassiker-Sieg.

Der Spanier verwies Davide Rebellin vom Team Gerolsteiner, den Sieger von 2004, auf den zweiten Platz. Das Team des Italieners hatte ihm durch Attacken von Markus Fothen und Stefan Schumacher den Weg zum Podium bereitet. Valverde setzte 17 Kilometer vor dem Ziel die entscheidende Attacke und zusammen mit Rebellin und dem Luxemburger Frank Schleck konnte er sich absetzen. Im Sprint 38 Sekunden vor den ersten Verfolgern ließ Valverde im Lütticher Vorort Ans Rebellin keine Chance. Der 28-Jährige gewann damit beim ältesten aller Klassiker zum zweiten Mal nach 2006.

„Ich bin mit den heute zu Ende gegangenen drei Ardennen-Klassiker voll zufrieden. Vielleicht hätte Davide am Schluss gegen Valverde etwas früher attackieren müssen, aber dazu fehlte eventuell ein bisschen der Mut. Wir haben heute sicher Werbung für uns gemacht mit der Attacke von Fothen und dem Finale von Rebellin. Das ist im Hinblick auf unsere Suche nach einem neuen Sponsor für 2009 sicher nicht schlecht“, erörterte der Gerolsteiner-Chef Hans-Michael Holczer nach dem Rennen.

Am Vormittag hatte Holczer den Kontakt zu zwei deutschen Firmen, die über eine Übernahme seines Rennstalls für das nächste Jahr beraten. „In vier bis sechs Wochen wissen wir Bescheid“, meinte er. Der Wert seines Teams wird pro Jahr auf rund acht Millionen Euro geschätzt.

1892 wurde dieser Klassiker das erste Mal ausgetragen. Einziger deutscher Sieger bei diesem kräftezehrenden Rennen mit etlichen Berg- und Talfahrten über insgesamt 12 Anstiege war Dietrich Thurau , der 1979 dort gewinnen konnte.

Ausschnitte von dem Klassiker 2006, den Valverde auch gewann:




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Autor: Sonja Beckmann

Das Rennen auf dem Circuit de Catalunya in Barcelona gilt als Gradmesser: Wer hier gewinnt, hat das Potenzial, bei allen Rennen in Europa auf dem Podium zu landen. Bittere Aussichten für die Konkurrenz von Ferrari: Kimi Räikkönen siegte souverän beim Großen Preis von Spanien vor seinem Teamkollegen Felipe Massa. Den Erfolg kommentierte der Finne mit der ihm eigenen Euphorie: “Ein guter Tag.” Zum Rennen sagte der Weltmeister trocken: “Warum willst du pushen, wenn du vorne liegst?”

Kimi Räikkönen © Cor Lems/FlickrStorm

Auf dem dritten Platz landete McLaren-Mercedes-Fahrer Lewis Hamilton. Für den Briten gab es Pfiffe bei der Siegerehrung, unbeliebt ist er in Spanien, seit er seinem damaligen Teamkollegen Fernando Alonso 2007 die Show gestohlen hat. Apropos Alonso, der Lokalmatador sorgte in Barcelona für Aufsehen: In den drei Rennen zuvor war sein Auto nicht sonderlich rasant, doch in der Qualifikation steuerte er nun seinen Renault auf Platz zwei. Es wurde geunkt, er habe so wenig Benzin an Bord, dass er bereits in der Einführungsrunde tanken müsse. Doch anscheinend hat das französiche Team seine Boliden verbessert, Alonso fuhr lange vorne mit, bis er mit einem Defekt in der 35. Runde ausschied.

Spektakulär wurde das ansonsten wenig aufregende Rennen - der Curcuit de Catalunya bietet kaum Überholmöglichkeiten - durch einen Unfall: In der 22. Runde platzte der linke Vorderreifen an Heikki Kovalainens McLaren-Mercedes. Das Auto des Finnen rauschte fast ungebremst über das Kiesbett unter (sic!) einen Reifenstapel. Es dauerte zehn Minuten, bis Kovalainen geborgen war. Erleichterung herrschte, als er den Daumen hob, erste Diagnose: Gehirnerschütterung,

Keine Punkte für die Deutschen: Pech hatte Nick Heidfeld. Als nach dem Unfall das Safety Car auf die Strecke fuhr, ging seinem BMW das Benzin aus. Es musste tanken, obwohl die Boxengasse gesperrt war, und kassierte eine Zehn-Sekunden-Strafe, damit war nicht mehr als Platz neun möglich. Nico Rosberg musste seinen Williams in der 42. Runde mit Motorschaden abstellen. Torro-Rosso-Pilot Sebastian Vettel kann sich kaum noch daran erinnern, wie die Zielflagge aussieht, wieder schied er aus, wieder schuldlos: Adrian Sutil (Force India) startete ein übermütiges wie aussichtsloses Überholmanöver, drehte sich und blockierte Vettel, der hinterher fluchte: “Das war ein hirnloses Manöver von Adrian.” Sutil bekannte in Hiob-Manier: “Schlimmer geht’s nicht mehr.” Timo Glock im Toyota wurde Elfter.    [...mehr]


Zunächst gab es Ärger um Schwimmanzüge, Normen und den Staffelverzicht über 4 x 200 m Freistil von Britta Steffen, dann purzelten in Berlin die Rekorde: Deutschlands Schwimmer haben sich aus dem Wellental bei der Meisterschaft und Qualifikation für Peking mit drei europäischen und sieben deutschen Bestmarken herausgeschwommen.

Helge Meeuw gehört nach Europarekord und Weltjahresbestzeit über 100 m Rücken (53,10) ebenso zu den Medaillenkandidaten wie Europarekordlerin Sarah Poewe über 100 m Brust (1:07,10). Hoffnung machen zudem die Auftritte von Paul Biedermann und Steffen Deibler. Biedermann, der in Peking über 200 m Freistil auf den US-Star Michael Phelps trifft, verbesserte seinem deutschen Rekord vom EM-Triumph in Eindhoven (1:46,37). Deibler stellte über 100 m Freistil (48,55) sowie im Sprint über die 50 m Freistil (22,11) zwei nationale Bestmarken auf.

Steffen bewies nach der scharfen Kritik an ihrem Start- und Staffelverzicht über 200 m Freistil Nervenstärke und untermauerte mit Europarekord über 100 m Freistil (53,20 Sekunden) ihre Ambitionen.

Die Berliner Goldhoffnung führt den 25-köpfigen Kader an, den der Deutsche Schwimm-Verband (DSV) für die Olympischen Spiele in Peking zur Nominierung vorschlagen wird. 15 Frauen und 10 Männer sollen für den DSV in China um Medaillen kämpfen.

Der Kader:

Frauen: Antje Buschschulte (Magdeburg), Petra Dallmann (Heidelberg), Jaana Ehmcke (Potsdam), Meike Freitag (Frankfurt), Daniela Götz (Erlangen), Nicole Hetzer (Burghausen), Annika Lurz (Würzburg), Sarah Poewe (Wuppertal), Anne Poleska (Krefeld), Daniela Samulski (Wuppertal), Katharina Schiller (Hildesheim), Sonja Schöber (SG Dortmund), Britta Steffen (Berlin), Lisa Vitting (Mülheim), Christin Zenner (Hildesheim).

Männer: Paul Biedermann (Halle/Saale), Lars Conrad (Hannover), Markus Deibler (Biberach), Steffen Deibler (Biberach), Stefan Herbst (Leutzsch), Christian Kubusch (Magdeburg), Helge Meeuw (Frankfurt), Thomas Rupprath (Rostock), Jens Schreiber (Hannover), Benjamin Starke (Berlin).    [...mehr]


Es war die 72. Auflage des “Wallonischen Pfeils”            ©flickr/runjudrun

Kim Kirchen vom Team High Road hat am Mittwoch die 72. Austragung des “Fleche Wallonne” in den belgischen Ardennen gewonnen. An der “Mauer von Huy” setzte er sich gegen Cadel Evans (Silence) und Damiano Cunego (Lampre) durch. Damit und errang er als erster Luxemburger diesen prestigeträchtigen Sieg.

Wegmann vom Team Gerolsteiner lag bis einen halben Kilometer vor dem Ziel alleine in Front. Jedoch wurde der Deutsche Meister an der bis zu 22% steilen Rampe eingeholt und kam mit 53 Sekunden Rückstand als 30. ins Ziel. Bester Deutscher wurde Stefan Schumacher. Wegmanns Teamkollege fuhr 32 Sekunden hinter dem Sieger als 19. ein.

Kim Kirchen vom Team High Road gewann den Klassiker            ©flickr/mnorri“Zweiter war ich bereits. Drei oder vier Jahre geht das nun schon so, heute war ich endlich einmal der Stärkste”, meinte der Sieger hocherfreut. 199 Fahrer von 25 Teams waren am Vormittag in Charleroi bei sonnigen Bedingungen am Start der 199,5 Kilometer langen 72. Auflage des “Wallonischen Pfeils”. Anfänglich gab es einige Ausreißversuche, die jedoch vom hohen Tempo des Feldes zunichte gemacht wurden. Teams wie Caisse d’Epargne mit dem spanischen Favoriten Alejandro Valverde, Gerolsteiner mit dem Italiener Davide Rebellin sowie Lampre mit dem Italiener Damiano Cunego, machten die Pace an der Spitze des Feldes. In der zweiten Hälfte des Rennens begann es heftig zu regnen. Daraufhin stürzten etliche Profis auf den nun nassen Straßen.

Zwölf Kilometer vor der Ankunft in Huy versuchte Gustav Larsson (CSC) am “Cote de Ahin” auszureißen. Lediglich Fabian Wegmann (Gerolsteiner) sowie der Russe Alexander Efimkin (Quickstep) konnten dem Schweden folgen. Sechs Kilometer vor dem Ziel stürzte der lange 26-Jährige dann in einer Abfahrt. Der Deutsche Meister nutzte diesen Augenblick und setzte sich vom Russen Efimkin ab. Mit einem 15 Sekunden-Zeitpolster fuhr der 27-jährige Deutsche in den Anstieg der “Mauer”, wurde aber kurz vor dem Ziel gestellt.

Im zweiten Streckenabschnitt setzte starker Regen ein:




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Autor: Jörgen Heller

Es war die 43. Auflage des Klassikers Amstel Gold Race      ©flickr/nlstefan

Der Sieg beim Amstel Gold Race geht dieses Jahr an Damiano Cunego vom Team Lampre. Bei dem Radklassiker war den Italiener am Sonntag nach 257,4 Kilometern der Schnellste einer neunköpfigen Spitzengruppe.

Cunego verwies den Luxemburger Frank Schleck aus dem CSC-Team und den Spanier Alejandro Valverde auf die Plätze zwei und drei. Der Italiener Davide Rebellin vom Team Gerolsteiner, der 2004 hier gewann, kam im Amstel-Ziel Valkenburg als Vierter an.

Das Rennen, das durch Limburg über die 31 Anstiege auf einem sehr verwinkelten Kurs führte, entschied sich am Keutenberg, neun Kilometer vor dem Ziel. Eine neunköpfige Spitzengruppe hatte sich formiert, zu der Stefan Schumacher (Gerolsteiner) nicht aufschließen konnte. Beim letzten Anstieg, dem Cauberg in Valkenburg, an dem zehntausende Zuschauer die Strecke säumten, konnte sich Cunego durchsetzen.

Der Italiener Cunego gewann dieses Jahr den Klassiker       ©flickr/Edward A. MaddenSchon früh hatten sich bei der 43. Auflage des Radklassikers Kristof Vandewalle (Belgien) und Albert Timmer (Niederlande) aus Zweitliga- Mannschaften Skill und Topsport Vlaanderen sowie der Ukrainer Yuri Krivtsov vom ProTour-Team AG2R abgesetzt. Das Trio hatte zwischenzeitlich über 12 Minuten Vorsprung. Aber auf den letzten 100 Kilometern schmolz dieses Polster stetig und 35 Kilometer vor dem Ziel war das Trio eingeholt.

Vorjahressieger Schumacher begründete sein schlechtes Abschneiden: „Am Keutenberg konnte ich nicht mehr mitgehen, weil ich Krämpfe bekam“ Dieses Schicksal ereilte auch Rebellin, der 400 Meter vor dem Ziel mit den selben Schwierigkeiten zu kämpfen hatte und deshalb in die Entscheidung nicht mehr eingreifen konnte.

Bisher konnten drei deutsche Rad-Profis beim Valkenburg Siege feiern: 1992 Olaf Ludwig, 2000 Erik Zabel, jeweils noch auf einem moderateren Kurs, und im Vorjahr Schumacher.

UCI-Fahrerwertung:

1 Damiano CUNEGO ITA LAM 73.00 Punkte

2 André GREIPEL GER THR 62.00

3 Alberto CONTADOR ESP AST 58.00

4 Thomas DEKKER HOL RAB 52.00

5 Stijn DEVOLDER BEL QST 50.00

6 Jose ROJAS GIL ESP GCE 45.00

Ausschnitte vom Rennen:

 

 

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Ausgerechnet Florian Busch! Der wegen seiner verweigerten Dopingprobe umstrittene Nationalspieler hat die Eisbären Berlin zum dritten Meistertitel binnen vier Jahren geschossen. Busch erzielte in der Verlängerung den Siegtreffer zum 2:1 (0:0, 0:0, 1:1, 1:0) für die Berliner im vierten Play-off-Finale bei den Kölner Haien und machte damit den entscheidenden dritten Sieg perfekt. Für die Eisbären, die im Februar durch ein 3:2 gegen die Frankfurt Lions erstmals Pokalsieger geworden waren, ist diese Saison mit dem Double die beste der Vereinsgeschichte.

Deron Quint bewahrte den Meister der Jahre 2005 und 2006 81 Sekunden vor Schluss der regulären Spielzeit mit seinem Ausgleichstreffer vor der Niederlage, nachdem Nationalspieler Sebastian Furchner die Haie vor 18.678 Zuschauern in der Kölnarena in der 43. Minute in Führung geschossen hatte.

Eisbären-Coach Don Jackson sagte nach dem Spiel: „Köln hat großartige Play-offs gespielt, aber Kompliment an meine Mannschaft, die immer wieder viele Verletzungen kompensieren musste.“

Dass Florian Busch der entscheidende Treffer glückte, ist brisant. Der 23-Jährige hatte am 6. März einen unangemeldeten Dopingtest zunächst verweigert, Stunden später aber durchgeführt. Vom Deutschen Eishockey-Bund war Busch öffentlich verwarnt und mit 5000 Euro Geldstrafe sowie 56 Stunden gemeinnütziger Arbeit belegt worden.    [...mehr]


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