Autor: Jörgen Heller

Es war die 43. Auflage des Klassikers Amstel Gold Race      ©flickr/nlstefan

Der Sieg beim Amstel Gold Race geht dieses Jahr an Damiano Cunego vom Team Lampre. Bei dem Radklassiker war den Italiener am Sonntag nach 257,4 Kilometern der Schnellste einer neunköpfigen Spitzengruppe.

Cunego verwies den Luxemburger Frank Schleck aus dem CSC-Team und den Spanier Alejandro Valverde auf die Plätze zwei und drei. Der Italiener Davide Rebellin vom Team Gerolsteiner, der 2004 hier gewann, kam im Amstel-Ziel Valkenburg als Vierter an.

Das Rennen, das durch Limburg über die 31 Anstiege auf einem sehr verwinkelten Kurs führte, entschied sich am Keutenberg, neun Kilometer vor dem Ziel. Eine neunköpfige Spitzengruppe hatte sich formiert, zu der Stefan Schumacher (Gerolsteiner) nicht aufschließen konnte. Beim letzten Anstieg, dem Cauberg in Valkenburg, an dem zehntausende Zuschauer die Strecke säumten, konnte sich Cunego durchsetzen.

Der Italiener Cunego gewann dieses Jahr den Klassiker       ©flickr/Edward A. MaddenSchon früh hatten sich bei der 43. Auflage des Radklassikers Kristof Vandewalle (Belgien) und Albert Timmer (Niederlande) aus Zweitliga- Mannschaften Skill und Topsport Vlaanderen sowie der Ukrainer Yuri Krivtsov vom ProTour-Team AG2R abgesetzt. Das Trio hatte zwischenzeitlich über 12 Minuten Vorsprung. Aber auf den letzten 100 Kilometern schmolz dieses Polster stetig und 35 Kilometer vor dem Ziel war das Trio eingeholt.

Vorjahressieger Schumacher begründete sein schlechtes Abschneiden: „Am Keutenberg konnte ich nicht mehr mitgehen, weil ich Krämpfe bekam“ Dieses Schicksal ereilte auch Rebellin, der 400 Meter vor dem Ziel mit den selben Schwierigkeiten zu kämpfen hatte und deshalb in die Entscheidung nicht mehr eingreifen konnte.

Bisher konnten drei deutsche Rad-Profis beim Valkenburg Siege feiern: 1992 Olaf Ludwig, 2000 Erik Zabel, jeweils noch auf einem moderateren Kurs, und im Vorjahr Schumacher.

UCI-Fahrerwertung:

1 Damiano CUNEGO ITA LAM 73.00 Punkte

2 André GREIPEL GER THR 62.00

3 Alberto CONTADOR ESP AST 58.00

4 Thomas DEKKER HOL RAB 52.00

5 Stijn DEVOLDER BEL QST 50.00

6 Jose ROJAS GIL ESP GCE 45.00

Ausschnitte vom Rennen:

 

 

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Ausgerechnet Florian Busch! Der wegen seiner verweigerten Dopingprobe umstrittene Nationalspieler hat die Eisbären Berlin zum dritten Meistertitel binnen vier Jahren geschossen. Busch erzielte in der Verlängerung den Siegtreffer zum 2:1 (0:0, 0:0, 1:1, 1:0) für die Berliner im vierten Play-off-Finale bei den Kölner Haien und machte damit den entscheidenden dritten Sieg perfekt. Für die Eisbären, die im Februar durch ein 3:2 gegen die Frankfurt Lions erstmals Pokalsieger geworden waren, ist diese Saison mit dem Double die beste der Vereinsgeschichte.

Deron Quint bewahrte den Meister der Jahre 2005 und 2006 81 Sekunden vor Schluss der regulären Spielzeit mit seinem Ausgleichstreffer vor der Niederlage, nachdem Nationalspieler Sebastian Furchner die Haie vor 18.678 Zuschauern in der Kölnarena in der 43. Minute in Führung geschossen hatte.

Eisbären-Coach Don Jackson sagte nach dem Spiel: „Köln hat großartige Play-offs gespielt, aber Kompliment an meine Mannschaft, die immer wieder viele Verletzungen kompensieren musste.“

Dass Florian Busch der entscheidende Treffer glückte, ist brisant. Der 23-Jährige hatte am 6. März einen unangemeldeten Dopingtest zunächst verweigert, Stunden später aber durchgeführt. Vom Deutschen Eishockey-Bund war Busch öffentlich verwarnt und mit 5000 Euro Geldstrafe sowie 56 Stunden gemeinnütziger Arbeit belegt worden.    [...mehr]


Autor: Jörgen Heller

Die “Hölle des Nordens” gewann Tom Boonen zum zweiten Mal              ©flickr/Cicli Passione (Raffa)

Die 106. Auflage des Frühjahrsklassikers Paris-Roubaix gewann am Wochenende der Belgier Tom Boonen vom Team Quick Step vor dem Schweizer Fabian Cancellara (CSC) und dem Italiener Alessandro Ballan (Lampre) souverän im Zielsprint. Bester Deutscher wurde Sven Krauss vom Team Gerolsteiner, der Rang 18 auf dem Kopfsteinpflaster belegte.

Im Velodrom von Roubaix setzte sich Boonen souverän gegen den Schweizer Fabian Cancellara und den Italiener Alessandro Ballan im Sprint durch. “Im Finale war ich der Frischeste. Zuletzt gab es viel Kritik, heute habe ich es den Kritikern gezeigt”, erläuterte der Sieger glücklich im Ziel. Für den Belgier war das nach 2005 bereits der zweite Titel bei der “Königin der Klassiker“.

Vierter noch vor dem Vorjahressieger Stuart O’Grady (CSC) ist überraschend der Niederländer Martijn Maaskant vom Team Slipstream mit einem Rückstand von 3:39 Minuten geworden Als bester Deutscher erreichte Der 25-jährige Sven Krauss kam als bester Deutscher 7:18 Minuten hinter dem Belgier als 18. im Ziel in Roubaix an.

Eindrücke von der “Hölle des Nordens”:

Auch in diesem Jahr war die “Hölle des Nordens” mit seinen 28 Kopfsteinpflaster-Passagen und einer Länge von 52,8 Kilometer wieder enorm spannend. Etliche Profis stürzten auf den holprigen Kopfsteinpflaster-Passagen. Zum Glück waren es aber keine schwerwiegenden Verletzungen. Hunderttausende Zuschauer die an der Strecke verharrten, kamen besonders bei den holprigen Passagen auf ihre Kosten.

Die Entscheidung fiel zirka 35 Kilometer vor dem Ziel als der Schweizer Fabian Cancellara attakierte. Nur Boonen und Ballan konnten dem Sieger des Klassikers Mailand-San Remo folgen. Das Trio fuhr schnell ein dickes Zeitpolster auf die Verfolger um Vorjahressieger Stuart O’Grady und den diesjährigen Flandern-Rundfahrt-Sieger Stijn Devolder heraus.

UCI-Gesamtwertung:

1 André GREIPEL 62 Punkte

2 Alberto CONTADO 58

3 Stijn DEVOLDER 50

4 Jose ROJAS GIL 45

5 Cadel EVANS 42

6 Oscar FREIRE 40




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Der FC Schalke 04 hat heute seinen Cheftrainer Mirko Slomka mit sofortiger Wirkung entlassen.

Bereits in den letzten paar Wochen wurde der Druck auf Mirko Slomka immer größer, zum einen lag es auch mit Sicherheit an der großspurigen Erwartungshaltung seitens des Präsidiums von Schalke und zum anderen aber auch an den schlechten Resultaten der Mannschaft. Den Stein entgütlig ins Rollen gebracht, hat wohl gestern die derbe 1:5 Niederlage gegen Mitkonkurrent Werder Bremen. Denn damit ist die direkte Qualifikation für die Champions Leage wohl entgültig in die Ferne gerückt.

Somit war es wohl eine zu erwartende Konsequenz, dass heute Mittag Schalke Mirko Slomka feuerte

Naja, ob das der richtige Schritt war, wage ich zu bezweifeln. Denn man kann aus der momentanen Mannschaft von Schalke keine Spitzenmannschaft machen. Aber scheinbar sind die Verantwortlichen auf Schalke etwas realitätsfern :-)

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Der Startschuss für die Jagd auf den mit einer Million US-Dollar dotierten Jachpot fällt am 1. Juni in Berlin: Das Istaf bildet erstmals den Auftakt der Golden League, es folgen die Meetings in Oslo, Paris, Rom, Zürich und Brüssel. Allerdings hat das Istaf seine Schirmherrin Angela Merkel verloren. Offenbar aus Verärgerung darüber, dass die Disziplinen Diskus- und Speerwerfen der Frauen mit den deutschen Stars Steffi Nerius, Christina Obergföll und Franka Dietzsch nicht ausgetragen werden, hat die Bundeskanzlerin die Bitte der Veranstalter um das Patronat ausgeschlagen.

Berliner Olympiastadion © Fender-FloelZ/FlickrStorm

“Wer den Jackpot gewinnen will, muss bei uns starten”, sagte der Istaf-Organisator Gerhard Janetzky. Nur Athleten, die bei allen sechs Meetings in ihrer Disziplin gewonnen haben, sichern sich einen Anteil am Gold. Die Golden-League-Disziplinen 2008 sind bei den Männern die 100m, 400m, 1500m, 400m Hürden, Weitsprung und Speerwurf, die Frauen treten über 200m, 800m, 100m Hürden und im Hochsprung an.

Die Schwedin Kajsa Bergqvist, 2005 Weltmeisterin im Hochsprung und nun Botschafterin des Internationalen Leichtathletik-Verbandes (IAAF), erläuterte die Faszination der Golden League: “Jeder muss bei jedem Meeting starten, deshalb ist jedes Meeting eine eigene Meisterschaft.” Zu Peking sagte die frühere Spitzensportlerin, die gerade eine Ausbildung zur Sommelière absolviert: “Eine olympische Saison ist etwas Besonderes, jeder möchte hier dabei sein, um die Gegner vielleicht ein bisschen einzuschüchtern.”

Die deutschen Leichtathleten sind bessere Werfer denn Läufer. Da aber in der IAAF Laufwettbewerbe als attraktiver gelten als die Wurfdisziplinen, machen lediglich die Speerwerfer Jagd auf den Jackpot. Zusätzlich haben die Istaf-Organisatoren das Diskuswerfen der Männer mit dem Berliner Robert Harting ins Programm genommen, was Kritikern wie dem für Sport zuständigen Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble nicht reicht: „Die wenigen Spitzenathleten, die wir haben, müssen wir auch auftreten lassen“, sagte er dem Tagesspiegel. Janetzky warb um Verständnis: “Wir sind das einzige Meeting mit zwei Langwurfdisziplinen.” Die Prioritäten der IAAF seien eindeutig: “Was nicht Laufwettbewerb ist, ist erklärungsbedürftig.”    [...mehr]


Autor: Sonja Beckmann

GOLF Lehrstunde für Deutschlands neue Golfhoffnung Martin Kaymer beim Masters: Mit einer 76er Runde auf dem anspruchsvollen Par 72-Kurs im Augusta National GC liegt der 23-jährige Debütant aus Mettmann auf dem 65. Rang unter 94 Konkurrenten. Der zweimalige Sieger Bernhard Langer ist mit einer 74er-Runde gestartet. Der 50-Jährige verpasste ein besseres Resultat, weil er einen Strafschlag zugeschrieben bekam. Am neunten Loch soll er einen nicht ruhenden Ball geschlagen haben. Es führen Justin Rose (England) und Tevor Immelman (Südafrika) mit je 68 Schlägen. Der viermalige Masters-Sieger Tiger Woods (USA) belegt als Topfavorit mit einer 72er Par-Runde Rang 19.

Tiger Woods liest das Grün © fishemu/FlickrStorm

EISHOCKEY Ein tierisches Finale: Die Eisbären Berlin und die Kölner Haie haben sich jeweils im entscheidenden fünften Spiel der Playoff-Halbfinals durchgesetzt. Pokalsieger Berlin gewann 3:1 (0:0, 2:0, 1:1) gegen die DEG Metro Stars, die Kölner Haie besiegten die Frankfurt Lions mit 3:2 (0:0, 1:0, 2:2). Die Eisbären haben im ersten Finalspiel am Sonntag Heimrecht gegen die Haie.

OLYMPISCHE SPIELE Der Spießrutenlauf geht weiter: Unter starken Sicherheitsvorkehrungen ist das Olympische Feuer in der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires eingetroffen. Proteste gab es am Flughafen zunächst nicht. Schließlich war ein Sonderteil des Flughafens war für die Öffentlichkeit gesperrt worden. Ein großes Polizeiaufgebot riegelte auch die umliegenden Bereiche ab. Während des 13 Kilometer langen Fackellaufs wird mit Protesten gegen die Tibet-Politik Chinas gerechnet. Auch Anhänger der in China verbotenen Kultgemeinschaft Falun Gong wollten den Lauf dafür nutzen, um gegen die von ihnen beklagten Verletzungen der Menschenrechte in China zu demonstrieren. Allerdings sollten die Aktionen friedlich bleiben, sagten Sprecher.    [...mehr]


Autor: Jörgen Heller

Trotz Reservistenrolle bei Arsenal ist Lehmann Deutschlands Nr. 1                 ©flickr/Mac 的相片

Aus Frust über seine Reservistenrolle hat Jens Lehmann gegen Trainer Arsene Wenger und Keeper Manuel Almunia von Arsenal London ausgeteilt. Auch einen Wechsel zu einem anderen großen europäischen Club schließt der deutsche National-Keeper nicht mehr aus.

“Wenn ich noch einmal Champions League spielen kann, überlege ich es mir noch einmal”, teilte Deutschlands Torwart Nummer 1 dem “kicker” mit. Jegliche Hoffnung auf eine Rückkehr in die Stammelf bei Arsenal hat er praktisch aufgegeben.

Zu seinen spanischen Rivalen Manuel Almunia findet Lehmann deutliche Worte: “Was soll ich noch hoffen? Wenn ich nicht spiele, obwohl der andere Torwart nicht gerade glücklich spielt, wird es schwierig.” Das Ausscheiden aus der Champions League als Reservespieler der Londoner ist für Lehmann eine Tragödie: “Das ist nicht lustig, ich bin sehr wütend.”

Diese Zeiten dürften für Lehmann langsam vorbei sein      ©flickr judekyleFür den Edelreservisten ist nun die Europameisterschaft im Juni in Österreich und der Schweiz seine nächste große Herausforderung. “Ich werde bei der EM spielen und habe bewiesen, dass ich es noch immer kann”, erklärte er entschlossen.

Motivations-Probleme habe Lehmann wegen seiner stetigen Reservisten-Rolle bei Arsenal nicht, machte er deutlich und fügte hinzu: “Ich habe ja die EURO vor Augen. Und Wut ist keine so schlechte Motivation.” Die Entscheidung des Keepers, trotz der fehlenden Spielpraxis beim FC Arsenal geblieben zu sein und vor allem aus persönlichen Gründen im Winter auf einen Wechsel zurück in die Bundesliga verzichtet zu haben, hatte den Bundestrainer in Bredoulle gebracht.

Joachim Löw hielt aber bisher an Lehmann fest. In der DFB-Elf ist die Nummer 1 seit 621 Minuten unbezwungen. Das ist ein Rekord in der Länderspiel- Geschichte des DFB. Mit 90 fehlerlosen Minuten beim 4:0-Testspiel-Sieg gegen die Schweiz hatte er die Nummer-1-Debatte gestoppt, die nach seiner schwächeren Leistung zuvor beim 3:0 in Österreich ausgebrochen war. “Es gibt da, glaube ich, bis zur EM keine Diskussionen mehr”, stellte Deutschlands Kapitän Michael Ballack in Basel klar.

Ein Tribut an Lehmann in seiner Londoner Zeit:




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Autor: Jörgen Heller

In einem spannenden Finale gewinnt Maguire knapp vor Murphy            ©flickr/garenta

Stephen Maguire hat mit starken Nerven und viel Feingefühl die China Open gewonnen und damit nach der Northern Ireland Trophy als bisher einziger Spieler zwei Titel in dieser Saison geholt. Im Finale bezwang er Shaun Murphy mit 10:9 bei einem sehr ausgeglichenen Match

Maguire kann sich nun vier Titel Schotten in seiner Karriere zuschreiben. Der Schotte ist damit erst der zwölfte Spieler überhaupt, der vier Mal bei einem Weltranglisten-Turnier siegen konnte. Die Entscheidung fiel aber erst bei den letzten Bällen.

Der Entscheidungsframe war beim Endspiel auf die Farben noch offen. Grün lag hinter blau an der langen Bande vor der grünen Tasche. Beim Lochen von gelb aber manövrierte Maguire geschickt grün an blau vorbei über die Bande vor die Ecktasche und konnte anschließend lochen.

Das Endspiel war ein packendes Snooker-Match wie aus dem Lehrbuch. Spannende Safety-Duelle gab es ebenso wie eine Reihe hoher und hochkarätiger Breaks. Maguire schaffte mit 106, 102 und 137 gleich drei Century-Breaks, Murphy spielte mit 136 eine dreistellige Serie. Vor allem aber wechselten die Phasen mit Vorteilen für einen der beiden Spieler ständig.

Erst ging der Gewinner mit 5:2 in Führung, dann zog Murphy auf 7:5 davon. Danach aber war der Schotte wieder an der Reihe: Vier Frames in Folge brachten ihn dem Titel ganz nahe. Murphy aber zeigte Kampfgeist, glich aus und erzwang den Entscheidungsframe. Über 36 Minuten dauerte dieses Drama, ehe Stephen Maguire mit dem genialen Stellen des grünen Balles den entscheidenden Schachzug machte. Fast 6:40 Stunden dauerte die Netto-Spielzeit

Auf das neue Provisional Ranking hatte der Ausgang des Finales keine Auswirkung mehr. Shaun Murphy ist die neue Nummer eins vor Ronnie O’Sullivan. Doch Stephen Maguire als Dritter hat durch seinen Sieg in Peking den Rückstand auf die beiden deutlich verkürzt.    [...mehr]


Autor: Jörgen Heller

Ganz Spanien redet nur noch über das Thema Zecken              ©flickr/nomenestomen

Die Spanier sorgen zwei Monate vor Beginn der Fußball-Europameisterschaft in Österreich und der Schweiz für große Aufregung wegen Zecken. Grund dafür ist eine Empfehlung der UEFA, wonach sich die Spieler gegen die Hirnhautentzündung (Enzephalitis) impfen lassen sollten, die von den kleinen Blutsaugern übertragen werden kann.

“Man spricht über kein anderes Thema mehr als über die Zecken”, schrieb das Sportblatt “Marca” und befasste sich auf zwei Seiten mit der Gefahr von Zeckenbissen. Die Zeitung “El Mundo” sprach von “Killerzecken”. Der Rezipient könnte vermuten, die EM werde im tiefsten Busch ausgetragen.

Nationaltrainer Luis Aragonés muss durch die Impfung eine Kader-Auswahl treffen    ©flickr/ACMiler In HongKongAuf der iberischen Halbinsel hat das Zecken-Thema allerdings auch einen sportlichen Hintergrund. Da die Impfung muss in den nächsten Tagen erfolgen, um richtig zu wirken. So bleibt Nationaltrainer Luis Aragonés keine andere Wahl, als zu entscheiden, welche Spieler das Serum bekommen werden. Der Coach muss also schon jetzt eine Vorauswahl für den Kader treffen, den er für die Fussball EM 2008 vorgesehen hat. “Die Zecken bringen die Pläne von Aragonés durcheinander”, schrieb das Fachblatt “Sport”.

Real Madrids Kapitän Raúl will unbedingt mit zur EM      ©flickr/sisab0616Dabei tritt die seit Monaten heftig geführte Debatte wieder ans Tageslicht, ob der Trainer Real Madrids Kapitän Raúl mit zur EM nehmen wird. Der königliche Stürmer wird von Aragonés seit über einem Jahr nicht mehr berücksichtigt und hat nur wenig Chancen, im Juni dabei sein zu können. “El Mundo” scherzte dazu: “Raúl möchte auch geimpft werden.”

Der Teamarzt der Selección, Jorge Candel erläuterte: “Für die Fußballer empfiehlt sich eine Impfung, weil sie (bei Waldläufen) viel mit der Natur in Verbindung kommen. Bei Fans ist das nicht nötig.“

Die deutschen Fußballer werden sich trotz der Empfehlung der UEFA nicht gegen Zecken impfen lassen.    [...mehr]


Alberto Contador gewann die Auftaktetappe        ©flickr/ijphotos.com

Gestern gingen die Radprofis beim Ardennen-Klassiker im Baskenland and den Start. Den Auftakt der 48. Auflage der Rundfahrt im Hinterland von Bilbao und San Sebastian, bei der wieder Kletterqualitäten gefragt sind, gewann Alberto Contador vom Team Astana.

Alberto Contador hat die erste Etappe der Baskenland-Rundfahrt gewonnen. Der umstrittene Tour-de-France-Sieger setzte sich nach 137 Kilometern rund um Legazpia vor seinen Landsleuten Ezequiel Mosquera und David Herrero durch. Sieben Kilometer vor dem Ziel attackierte Contador am letzten Anstieg und passierte gemeinsam mit Mosquera die Bergwertung mit einem Vorsprung von zehn Sekunden auf das Hauptfeld. Anschließend schüttelte er seinen Verfolger ab und gewann souverän die erste Etappe.

Noch fünf Etappen sind zu absolvieren. Die insgesamt 838 Kilometer führen dauerhaft über Berge und durch Täler. Mindestens vier Bergwertungen stehen an den ersten fünf Tagen pro Teilstück auf dem Programm. Aber kein Tagesabschnitt endet auf einer Passhöhe. Man rechnet damit, dass das abschließende Zeitfahren über 20 Kilometer mit den beiden Anstiegen wohl die Entscheidung über den Nachfolger von Vorjahressieger Juan Jose Cobo (Saunier Duval) bringt

19 Mannschaften nehmen dieses Jahr teil. Darunter befinden sich alle Teams der ProTour inklusive Astana sowie der spanische “Zweitligist” Karpin-Galicia. Ein großer Schlagabtausch auf höchstem Niveau scheint in Nordspanien garantiert.

Die Topfavoriten auf den Gesamtsieg sind dabei Auftaktgewinner Alberto Contador (Astana) und sein Tour-Kronprinz Cadel Evans (Silence). Doch auch das Team Saunier Duval will den dritten Sieg im Baskenland in Folge und schickt dafür Jose Angel Gomez Marchante und Riccardo Ricco ins Rennen. CSC hofft auf die Gebrüder Schleck und Carlos Sastre, dazu kommen Thomas Dekker (Rabobank), Vladimir Karpets und Luis Leon Sanchez (Caissse d’Epargne) sowie Damiano Cunego (Lampre) als weitere Mitfavoriten.    [...mehr]


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