Das DEB-Team siegt am Ende noch einmal gegen Lettland     ©flickr/danrsnyder

Die deutsche Nationalmannschaft gewann bei der Eishockey-WM in Kanada gegen Lettland 5:3 (1:1, 1:2, 3:0). Damit gelang der DEB-Auswahl mit ihrem zweiten Sieg in Halifax doch noch ein versöhnlicher Abschied nach der herben Niederlage gegen den Gastgeber. Lettland verpasste somit den Sprung ins Viertelfinale. Dafür qualifizierte sich überraschend Norwegen für die nächste Runde.

Das deutsche Team verpasste mit ihrer Leistung die Runde der letzten Acht und belegte nach Platz neun im Vorjahr diesmal insgesamt Rang zehn. Norwegen trifft am Mittwoch auf Weltmeister Kanada und Finnland spielt gegen die USA. In Quebec spielen Schweden gegen Tschechien und Russland gegen die Schweiz.

Der deutsche Tormann glänzte mit guten Paraden        ©flickr/NobbiUSANach einem schwachen Beginn zeigte das deutsche Team gute Moral und glichen dreimal einen Rückstand aus. Yannic Seidenberg (51.) verwertete einen Rückpass von Verteidiger Andreas Renz zur erstmaligen Führung, die Christoph Ullmann (53.) zum Entsetzen der Letten im Alleingang sogar noch ausbaute.

In der deutschen Zwischenrundengruppe E führt Titelverteidiger Kanada durch das 6:3 (2:1, 2:0, 2:2) über den letztjährigen Finalgegner Finnland souverän. Die Viertelfinalpartie Finnland gegen die USA, die Norwegen 9:1 (3:0, 3:1, 3:0) schlugen, wird mit Spannung erwartet. Erst am Sonntag hatten die Amerikaner eine umkämpfte Partie gegen die Finnen auch wegen eines zu Unrecht gegebenen Tors 2:3 verloren.

Ebenso wie der Gastgeber gewannen auch die Russen ihre sechste WM-Partie mit 5:3 (3:0, 1:0, 1:3) über die Schweiz und wurden Sieger der Staffel E. Beide Mannschaften stehen sich am Mittwoch in Québec wieder gegenüber. Das letzte Zwischenrundenspiel gewann Dänemark 3:2 (0:0, 1:0, 1:2) nach Verlängerung gegen die ebenfalls schon gescheiterte Auswahl Weißrusslands.    [...mehr]


Riccardo Ricco holte sich die zweite Etappe       ©flickr/h8r

Beim Giro d’Italia gewann auf der zweiten Etappe über 207 Kilometer nach Agrigento Riccardo Ricco vom Team Saunier Duval. Der Italiener triumphierte am Sonntag vor Danilo Di Luca (LPR) und Davide Rebellin (Gerolsteiner). Die Führung im Klassement hat nun Franco Pellizotti (Liquigas) übernommen.

Zweimal mussten sich die Radprofis über einen schweren Schlussanstieg quälen, der schon bei der ersten Passage das Feld auseinander riss. Favoriten wie Rebellin, Weltmeister Paolo Bettini (Quickstep) oder Leonardo Piepoli (Saunier Duval) belauerten sich. Doch Joaquin Rodriguez griff als Erster die Initiative und trat 1500 Meter vor dem Ziel an und machte sich auf den langen Weg bergauf Richtung Zielstrich. Bis kurz vor Schluss dachte man, der Profi von Caisse d”Epargne holt sich den Tagessieg. Doch am Ende musste Rodriguez zusehen, wie Ricco, Rebellin, Di Luca und Franco Pellizotti (Liquigas) sowie Paolo Savoldelli (LPR) an ihm vorbeisprinteten. Dabei hatte der 24-jährige Ricco am Ende die stärksten Beine.

Bilder von der Zieleinfahrt:

Obwohl Magnus Backstedt und David Millar für Christian Vandevelde und ihr Slipstream-Team in der Führung verteidigten, schob sich am Ende Pellizotti mit einer Sekunde Vorsprung im Gesamtklassement vorbei an Vandevelde an die Spitze. Das US-Team hatte auf der zweiten Etappe nicht nur das “maglia rosa” verloren, sondern mit David Zabriskie, der nach einem Sturz aufgeben musste, auch einen ihrer wichtigsten Fahrer.

In der Gesamtwertung schob sich Pellizotti mit einer Sekunde Vorsprung an Vandevelde vorbei an die Spitze. Astana-Profi Andreas Klöden ließ im Finale seine glänzende Form aufblitzen und hielt sich bis zum Schluss in der Spitzengruppe. Im Gesamtklassement lauert der Deutsche nun mit 28 Sekunden Rückstand auf dem 16. Rang.

Emanuele Sella (CSF Navigare) trägt nach einer Attacke kurz vor der Bergwertung der 2. Kategorie nun das Grüne Trikot des besten Bergfahrers. In der Sprintwertung liegt dagegen David Loosli in Front. Der Lampre-Profi hatte den einzigen Zwischensprint des Tages für sich entschieden.    [...mehr]


Autor: Jörgen Heller

Massa siegt zum dritten Mal in Folge in Istanbul                    ©flickr/Ebrahim Sinan

Felipe Massa hat am Sonntag den Großen Preis der Türkei gewonnen und damit zum dritten Mal in Folge in Istanbul triumphiert. Der Ferrari-Pilot kam nach 58 Rennrunden vor Lewis Hamilton im McLaren-Mercedes und Teamkollege Kimi Räikkönen ins Ziel. Nick Heidfeld wurde mit Platz fünf im BMW-Sauber bester Deutscher.

“Es war ein sehr schwieriges Rennen, aber zum dritten Mal hier zu gewinnen, ist fantastisch”, frohlockte Massa nach seinem Sieg. Hamilton meinte nach seiner tolle Leistung: “Ich bin sehr glücklich. Es war sehr hart.”

Nico Rosberg (Williams) fuhr von Startplatz elf auf Platz acht vor und holte sich somit einen WM-Zähler in der Fahrerwertung. Mit Toyota-Pilot Timo Glock (13.), Adrian Sutil im Force India (16.) und Sebastian Vettel vom Team Toro Rosso (17.) kamen alle deutschen Fahrer über die Ziellinie. Vor allem Vettel wird trotz des letzten Platzes froh sein, da er erstmals in dieser Saison die Zielflagge sah.

Bilder vom Rennen:

Force India- Pilot Giancarlo Fisichella fuhr in der ersten Kurve ungebremst auf Kazuki Nakajima im Williams und segelte daraufhin regelrecht über den Japaner hinweg. Sebastien Bourdais (Toro Rosso) musste den Lauf in der 27. Runde nach einem Dreher beenden. McLaren-Fahrer Heikki Kovalainen, von Rang zwei ins Rennen gegangen, musste nach einem Reifenschaden gleich am Anfang des Rennens in die Box und fiel danach weit zurück und beendete als Zwölfter das Rennen.

Ferarri’s Zwei-Stopp-Strategie erwies sich am Ende als die richtige Wahl. Zeitweise ging Hamilton sogar in Führung. Der Mercedes-Pilot konnte trotz wenig Benzin im Tank und sehr aggressiver Fahrweise nicht genug Vorsprung herausfahren, um dem Brasilianer gefährlich zu werden. So kam Massa nach 1:26:49.451 Stunden ungefährdet zum Start-Ziel-Sieg und bescherte Ferrari damit den vierten Triumph in Folge.

Fahrerwertung nach fünf Rennen:


1 Kimi Räikkönen (Ferrari) 35 Punkte

2 Lewis Hamilton (McLaren) 28

3 Felipe Massa (Ferrari) 28

4 Robert Kubica (BMW-Sauber) 24

5 Nick Heidfeld (BMW-Sauber) 20

6 Heikki Kovalainen (McLaren) 14

7 Mark Webber (Red Bull) 10

8 Fernando Alonso (Renault) 9

     [...mehr]


Autor: Sonja Beckmann

FUSSBALL Herzschlagfinale in der Premier League in England: Chelsea London hat knapp den Gewinn des Meistertitels verpasst. ManU gewann am letzten Spieltag durch ein Elfmetertor von Cristiano Ronaldo und einen Treffer von Ryan Giggs (mit 2:0 (1: 0) bei Wigan Athletic und sicherte sich somit zum 17. Mal den Titel. Chelsea kam mit Michael Ballack gegen die Bolton Wanderers nur zu einem 1:1 (0:0). Andrej Schewtschenko brachte die Blues in Führung, in der Nachspielzeit glich Bolton durch Kevin Davies aus. Chelsea hat im Finale der Champions League am 21. Mai in Moskau die große Chance zur Revanche.

Cristiano Ronaldo spielte bei ManU eine überragende Saison © iPure/FlickrStorm

HANDBALL Die HSG Nordhorn hat für den einzigen deutschen Erfolg im Handball-Europapokal gesorgt und trotz einer 29:30 (13:12)- Niederlage beim FC Kopenhagen den EHF-Cup gewonnen. “Das ist absoluter Wahnsinn: für uns, für unsere Region, für alle”, sagte Weltmeister Holger Glandorf nach dem Handball-Krimi, bei dem der 31:27-Erfolg aus dem Hinspiel letztlich die Basis für den Triumph über den dänischen Spitzenclub war. Der THW Kiel verlor die Finals der Champions League gegen das spanische Team Cuidad Real. Den Europapokal der Pokalsieger gewann MKB Veszprém. Die Ungarn setzten sich gegen die Rhein-Neckar Löwen durch.

TENNIS Mehr als zwei Stunden duellierten sich die beiden Russinen Dinara Safina und Elena Dementieva im Finale der German Open. Am Ende gab es Tränen bei Safina, Tränen der Freude über ihren größten Triumph in ihrer bisherigen Tenniskarriere. In einem spannenden Drei-Satz-Match siegte Safina 3:6, 6:2, 6:3. Es war nicht das hochklassige Match, wie man es von den beiden nach ihren Leistungen in der vergangenen Woche erwarten konnte. Die 22-jährige Safina, die in Monaco lebt, war während des gesamten Matches die Konstantere, Dementieva leistete sich mehr Fehler und wirkte nervöser.    [...mehr]


Autor: Jörgen Heller

Die DEB-Auswahl blamierte sich gegen Gastgeber Kanada        ©flickr/ kk+

Bei der Eishockey-WM in Kanada hat das deutsche Team die höchste WM-Pleite seit 22 Jahren im Viertelfinale gegen den Gastgeber Kanada 1:10 (0:4, 0:5, 1:1) einstecken müssen und die direkte Qualifikation für Olympia 2010 verpasst.

“Das muss jedem peinlich sein, was hier passiert ist”, sagte Routinier Stefan Ustorf. Sein Teamkollege Michael Hackert resümierte: “Man fühlte sich ein bisschen, als wenn man von einem Laster überfahren worden wäre.” Bundestrainer Uwe Krupp meinte zum schlechtesten Auftritt seiner seit Dezember 2005 laufenden Amtszeit deutlich: “Das war so schlecht, da gibt es keine Worte für.”

Unser Tormann konnte die Niederlage nicht verhindern          ©flickr/RicLafDurch diese deutsche Blamage sicherte sich Weißrussland als neuntes Team die Teilnahme an den Olympischen Winterspielen 2010 in Vancouver. Die Deutschen müssen nun versuchen, das Ticket im Februar 2009 daheim bei einem Qualifikationsturnier zu lösen.

Bundestrainer Krupp sah neben dem Welten entfernten Klassenunterschied auch kanadisches Scheibenglück als einen Grund für die deutliche Niederlage. “Die haben fünf Tore mit Qualität gemacht und fünf, wo keiner weiß, wie sie reingegangen sind”, erörterte der Bundestrainer, der den Abend ganz schnell abzuhaken will.

In der Nacht zum Dienstag findet das letzte Zwischenrundenspiel der deutschen Auswahl gegen Lettland statt. Dort soll wenigstens ein ordentlicher Abschied gegen Lettland rausspringen. Die Balten stehen als Weltranglisten-Zehnter derzeit noch einen Platz vor dem DEB-Team. “Da findest Du heraus, aus was für einem Holz die Jungs geschnitzt sind”, erklärte Krupp. Seine Schützlinge kündigten an, sich unbedingt rehabilitieren zu wollen. “Wir sind eine charakterstarke Truppe und wollen uns vernünftig verabschieden”, erklärte Sven Felski von den Berliner Eisbären hoffnungsvoll.    [...mehr]


Team Slipstream gewann den Auftakt in Palermo     ©flickr/Mike_L_1966

Beim gestrigen Auftakt des Giro d’Italia in Palermo siegte beim Mannschaftszeitfahren überraschend das Team Slipstream, welches mit Christian Vandevelde nun den neuen Gesamtführenden im Rosa Trikot stellt. Dahinter fuhr das Team CSC, gefolgt von Team High Road ein. Für das Astana-Team um Andreas Klöden reichte es in Sizilien nur zu Platz 6.

Zufriedene US-Boys sah man im Lager der nominellen “Zweitliga-Mannschaft” von Slipstream. Vandevelde ist seit 1988 der erste Amerikaner, der das “maglia rosa” überstreifen darf. “Wir haben 100 Prozent gegeben. Das war eine Mannschaftleistung und mein Rosa Trikot ist ein Erfolg für das ganze Team”, meinte der jetzt Führende im Klassement.

Dabei überquerte Slipstream nicht einmal geschlossen die Ziellinie. Laut Reglement wird die Zeit für das Team nach dem fünften Fahrer, der den Zielstrich überquert, genommen. Und so waren es am Ende noch Vandevelde, David Zabriskie, Ryder Hesjedal, Julian Dean und Magnus Backstedt die zusammen ankamen. Danny Pate, Patrick McCarty und Zeitfahrspezialist David Millar dagegen konnten mit dem hohen Tempo nicht mithalten und rollten wenig später ins Ziel.

Bilder vom Mannschaftszeitfahren:

Die Formation um die Topfahrer Klöden, Alberto Contador und Levi Leipheimer, die im Ziel eine Halbe Minute zurück lag, hatte sich beim Auftakt sicher mehr vorgenommen. In letzter Minute war das Team umgestellt worden. Nach einem Leistungstest war noch am Freitag Benjamin Noval aus dem Aufgebot gestrichen und mit Steve Morabito ersetzt worden.

Neben der Mannschaft von Slipstream kam das Team CSC gefolgt von High Road mit sechs bzw. sieben Sekunden Rückstand über die Ziellinie. Jens Voigt, kann mit dieser Leistung sogar davon träumen, in den nächsten Tagen um das Rosa Trikot zu kämpfen. Die Etappe am Sonntag führt das Peloton über 207 Kilometer und viele, viele Höhenmeter weiter durch Sizilien, von Cerfalu nach Agrigento.    [...mehr]


Felipe Massa steht morgen beim Großen Preis der Türkei auf der Pole-Position. Hinter dem Ferrari-Piloten stehen die beiden McLaren-Mercedes, Heikki Kovalainen, unbeeindruckt von seinem Horror-Crash in Barcelona, setzte sich im Teamduell gegen Lewis Hamilton durch. Der amtierende Weltmeister Kimi Räikkönen (Ferrari) belegte beim Qualifying den vierten Platz.

Nach Horror-Crash wieder schnell: Heikki Kovalainen © lakapino/FlickrStorm

Bester Deutscher ist Nick Heidfeld im BMW-Sauber auf Rang neun, allerdings vier Plätze hinter seinem Stallgefährten Robert Kubica. Nico Rosberg (Williams) startet von Platz 11, Sebastina Vettel (Toro Rosso) wurde 14., Timo Glock (Toyota) 15. und Adrian Sutil (Force India) 19.    [...mehr]


Klöden ist heiß auf den Giro      ©flickr/mike1088

Drei Top-Fahrer starten beim Giro d’Italia für das Team Astana. Die besten Karten im Kampf um die Kapitänsrolle dürfte Andreas Klöden haben, der sich momentan in Topform sieht. Dagegen hat sein spanischer Teamkollege Alberto Contador eingestanden, nicht in bester Verfassung zu sein.

“Der Giro war nicht in meinem Rennprogramm vorgesehen und ich hätte gerne früher gewusst, dass ich dort starte, um mich so auf dieses Rennen vorzubreiten, wie es nötig ist”, sagte Contador der spanischen Nachrichtenagentur EFE. “Ich war im Urlaub, als ich die Nachricht erhielt, deshalb bin ich nicht in Bestform”, meinte der jüngste Tour de France-Sieger weiter.

Contador fühlt sich nicht hundertpro fit für den Giro           ©flickr/Bob AuBuchonDennoch freut sich der Bergspezialist über die kurzfristige Einladung zur Italien-Rundfahrt: “Es ist für uns alle eine Freude, aber für mich auch eine Herausforderung - ich kenne meine Leistungsstärke nicht.” Zwar gewann Contador Anfang April die schwere Baskenland-Rundfahrt klar, doch danach musste er wegen einer Infektion für eine Woche pausieren und trainierte seitdem nur ruhig. “Aber ich werde tun, was ich kann”, zeigte sich der Spanier kämpferisch. In seinen Augen ist der Giro eine Rundfahrt für Kletterer, was die Siegerliste klar zeigt.

Auch Levi Leipheimer, der Ende April Dritter der “Tour de Georgia” in den USA wurde, ist nicht so ideal auf den Giro vorbereitet wie Klöden: “Ich wollte nun eigentlich einige Wochen daheim trainieren, jetzt muss ich in den Flieger und mich auf eine dreiwöchige Rundfahrt vorbereiten”, meinte der Tour-Dritte.

Für Klöden kam auch die Nachricht überraschend, dass er am 10. Mai in Palermo am Start stehen würde, doch sein Formaufbau verlief ideal für einen Spitzenleistung auch im Mai. Entsprechend selbstbewusst kündigte der Deutsche nach dem Gesamtsieg bei der Tour de Romandie in der Schweiz an: “Ich wollte schon immer eine dreiwöchige Rundfahrt gewinnen - welche, ist mir eigentlich egal!”    [...mehr]


Autor: Jörgen Heller

Massa fuhr im 1. freien Training die schnellste Zeit             ©flickr/Ebrahim Sinan

Ferrari-Pilot Felipe Massa fuhr im ersten freien Training der Formel-1 beim Grand Prix von Istanbul in der Türkei in 1:27,323 Minuten Bestzeit. Platz zwei belegte Heikki Kovalainen im McLaren-Mercedes mit 0,133 Sekunden Rückstand. Teamkollege Lewis Hamilton wurde Dritter.

Nick Heidfeld wurde mit seinem BMW-Sauber als Siebter bei einer Zeit von 1:29,024 min bester Deutscher. Timo Glock im Toyota fuhr auf Platz zehn (1:29,103), Nico Rosberg wurde im Williams auf 13. (1:29,367) und Force-India-Pilot Adrian Sutil errang Platz 14 in 1:29,756 min. Sebastian Vettel kam mit einem alten Toro Rosso nur auf Rang 19 (1:30,426). Für eine Überraschung sorgt Weltmeister Kimi Räikkönen, der in 1:30,732 min Letzter wurde. Der WM-Spitzenreiter musste sein Auto aufgrund eines Getriebeschadens in der Box lassen. In den ersten Runden konnte der Finne nicht voll aufdrehen, weil die Strecke nach Säuberungsarbeiten kurz vor Trainingsbeginn sehr nass war.

Kovalainen erfuhr in Istanbul nach seinem Horror-Crash in Spanien die zweitschnellste Zeit          ©flickr/bennovakovicTemperaturen um 15 Grad Celsius ließen die Fahrbahn nicht abtrocknen. Erst 50 Minuten vor dem Ende der ersten Testphase trauten sich die Fahrer auf ihre fliegenden Runden. Folglich rutschten viele Boliden aus.

Heikki Kovalainen, der einen medizinischen Test bestand und nur deshalb nach seinem heftigen Unfall in Barcelona wieder an den Start gehen konnte, war zunächst vorn. Doch dann kam der zweimalige Türkei-Sieger Massa auf die Strecke, arbeitete sich Stück für Stück heran und verteidigte die Führung bis zum Ende des freien Trainings.

In der ersten Session des Rennwochenendes waren nur zehn Teams mit 20 Fahrern am Start, nachdem Super Aguri unter der Woche nach langem Kampf seinen Ausstieg aus der Königsklasse bekannt geben musste.    [...mehr]


Das war die dritte Niederlage für das DEB-Team          © flickr/Kai Bachmann

Trotz einer tollen Aufholjagd hatte die deutsche Nationalmannschaft zum dritten Mal bei der WM in Kanada verloren. Nun besteht nur noch eine minimale Chance auf den Einzug ins Viertelfinale. Die DEB-Auswahl unterlag zum Auftakt der Zwischenrunde in Halifax 4:6 (2:3, 1:1, 1:2) gegen die USA.

Als nächster Gegner wartet nun der Titelverteidiger und Gastgeber Kanada, der zuvor knapp 2:1 (1:0, 0:1, 1:0) gegen die Norweger gewann und unter die letzten Acht einzog. Im letzten Spiel der Zwischenrunde treffen die Deutschen in der Nacht zum Dienstag auf Lettland.

Fans forderten den Rücktritt von Franz Reindl, dem Sportdirektor des (DEB)        ©flickr/RicLafNoch während der Partie forderten deutsche Anhänger auf Plakaten den Rücktritt von Franz Reindl, dem Sportdirektor des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB). Der hatte am Donnerstag jedoch angekündigt, im Amt bleiben zu wollen. Reindl hatte die Verantwortung für den Einsatz von Verteidiger Jason Holland übernommen, der bei der WM nicht spielberechtigt war und vorzeitig abreisen musste. Erstmals dabei waren dafür Stürmer Marcel Goc vom NHL-Club San Jose Sharks und Verteidiger André Reiß aus Hannover, die nachnominiert wurden.

Bundestrainer Krupp zeigte sich sauer nach den Protesten. “Das ist eine Unverschämtheit”, meinte er nach der Partie. “Wenn uns die Fans nicht unterstützen wollen, sollen sie das nächste Flugzeug nach Hause nehmen. Es gehen jeden Tag drei, vier Flüge“, sagte er erbost weiter. Krupp hatte Reindl schon nach dem Spiel gegen Norwegen in Schutz genommen.

Auch Schweden befindet sich kurz vor dem Einzug ins Viertelfinale. Der Olympiasieger feierte einen Tag nach dem überraschenden 2:4 gegen die Schweiz einen 8:1 (2:0, 2:0, 4:1)-Erfolg über Dänemark. Die Schweizer bezogen in Québec mit 0:5 (0:1, 0:3, 0:1) gegen Ex-Weltmeister Tschechien zwar ihre erste Niederlage im Turnier, haben aber ebenso wie die Tschechen beste Chance auf das Erreichen der letzten Acht.    [...mehr]


Page 83 of 97« First...«8182838485»...Last »