Donnerstag war der Tag der Überraschungen bei den German Open in Berlin: Die Weltranglisten-Erste, Justine Henin aus Belgien, scheiterte bei dem mit 1,34 Millionen Dollar dotierten Tennisturnier ebenso wie Vorjahresfinalistin Svetlana Kuznetsova aus Russland und die an Nummer acht gesetzte Französin Marion Bartoli. Die anderen Spitzenspielerinnen setzten sich dagegen im Achtelfinale durch. Titelverteidigerin Ana Ivanovic aus Serbien benötigte allerdings drei hart umgekämpfte Sätze, um die Österreicherin Sybille Bammer zu besiegen.

Justine Henin © lakapino/FlickrStorm

Im Viertelfinale trifft Dinara Safina (RUS) nach ihrem Dreisatz-Erfolg gegen die topgesetzte Justine Henin jetzt auf Serena Williams (USA), die Agnieszka Radwanska aus Polen souverän ausschaltete. Die Ukrainerin Alona Bondarenko. die in drei Sätzen die an Nummer drei gesetzte Svetlana Kuznetsova besiegte, kann über die ungesetzte Viktoria Azarenka (BLR) das Halbfinale erreichen. Elena Dementieva, Zwei-Satz-Siegerin im russischen Duell mit Vera Dushevina, bekommt es mit Jelena Jankovic aus Serbien zu tun. Und Vorjahresiegerin Ana Ivanovic kämpft gegen Agnes Szavay aus Ungarn, die Marion Bartoli glatt in zwei Sätzen ausschaltete, um den Einzug ins Halbfinale.

“Viele gesetzte Spielerinnen sind heute ausgeschieden und ich bin froh, dass ich nicht zu diesem Kreis gehöre”, sagte Serena Williams, die dank ihres Zweisatz-Erfolgs im 17. Spiel hintereinander ungeschlagen blieb. “Gesund bleiben und Spaß haben”, lautet ungeachtet der Siegesserie die oberste Zielsetzung der ehemaligen Weltranglisten-Ersten.

Dinara Safina, Schwester des Tennisprofis Marat Safin, gelang eine Sensation, als sie Justine Henin in 2:35 Stunden besiegte. Es war der erste Erfolg der Russin im fünften Anlauf gegen die aktuelle Weltranglisten-Erste. “Ich habe schon so oft versucht, Justine endlich einmal zu besiegen, da gibt so ein Erfolg natürlich Auftrieb”, sagte Dinara Safina.

Einen Tag nach ihrem Ausscheiden im Einzel scheiterte die Berlinerin Sabine Lisicki zusammen mit Jasmin Wöhr aus Stuttgart auch im Doppel. Das Duo unterlag den beiden Chinesinnen Shuai Peng und Tiantian Sun mit 4:6 und 0:6.    [...mehr]


Vier Zeitfahren und fünf Renntage im Hochgebirge warten auf die Profis          ©flickr/pozzigia

Am Samstag beginnt in Palermo der 91. Giro d’Italia. Leider gleicht die Einladungspolitik der Organisatoren einer Theatervorstellung. Nachdem alle nach einer Reform im Radsport schrieen, könnte beim Giro die Aussicht auf ein sauberes Rennen eine Wunschvorstellung sein.

Nachdem das Team Astana, wegen der Dopingexzesse der vergangenen Saison zum Jahresanfang von der Italien-Rundfahrt ausgeschlossen wurde, darf jetzt der kasachische Rennstall im letzten Drücker doch noch am Giro teilnehmen. Mit Toursieger Alberto Contador, der gerade die Baskenland-Rundfahrt beherrschte und dem frisch gebackenen Romandie-Sieger Andreas Klöden verfügt das nun in Luxemburg angesiedelte Team über die wohl gegenwärtig stärksten Fahrer.

Giro-Direktor Angelo Zomegnan begründete diesen Entschluss: “Astana einzuladen war eine rein sportliche Entscheidung. Im Januar hatten sie ein Team präsentiert, dessen Zusammenstellung nicht der Bedeutung des Giro entsprochen hatte. Jetzt hat die Leitung uns den Start von Contador, Leipheimer, Klöden und Wladimir Gusew zugesichert.”

Ob Titelverteidiger Danilo Di Luca sauber ist, erscheint fraglich       ©flickr/Tim De BackerNicht zu vergessen ist, dass Tour-Triumphator Contador immer noch nicht sein Verhältnis mit dem Madrider Dopingarzt Fuentes erklären konnte. Klöden blieb auch bislang jede Auskunft schuldig, ob er beim Systemdoping der Freiburger Mediziner involviert war. Fraglich erscheint auch das Vorgehen des Astana-Teamchefs Johan Bruyneel, dem bislang jeder Dopingverdacht aus der Armstrong- und Contador-Ära nicht nachgewiesen werden konnte.

Aber auch andere Giro-Teilnehmer stehen unter Verdacht. Wegen Zusammenarbeit mit dem bereits verurteilten Dopingarzt Carlo Santuccione war Titelverteidiger Danilo Di Luca zu drei Monaten Sperre verurteilt worden, die der Sportgerichtshof CAS Anfang Mai bestätigte. Der Italiener hat die Sperre bereits abgesessen. Abgewendet haben seine Anwälte bislang eine Zwei-Jahres-Sperre für Manipulationen beim letzten Giro.

Fraglich erscheint, ob der diesjährige Giro, der mit vier Zeitfahren und fünf Renntagen im Hochgebirge den Profis alles abverlangt, ohne Doping überhaupt zu bewältigen ist. Den Organisatoren scheint die Show demnach wichtiger zu sein, als ein sauberes Rennen.    [...mehr]


Das war die zweite Niederlage für das DEB-Team          © flickr/Kai Bachmann

Die DEB-Auswahl hat bei der Eishockey-Weltmeisterschaft in Kanada ihr letztes Vorrundenspiel 2:3 (1:0, 1:1, 0:2) gegen Norwegen verloren und wurde damit nur Dritter in Gruppe C. Durch die zweite Niederlage hat das deutsche Nationalteam fast schon alle Chancen auf das Viertelfinale und die direkte Olympia-Qualifikation verspielt.

In der Zwischenrunde kommt es für unsere Spieler knallhart. In der Nacht zum Freitag spielt das deutsche Team gegen die USA. Weitere Kontrahenten sind Titelverteidiger und Gastgeber Kanada sowie Lettland. Die besten vier Mannschaften aus der Sechser-Gruppe erreichen das Viertelfinale. Deutschland nimmt allerdings seine Niederlagen gegen Finnland und Norwegen mit.

Unser Tormann konnte die Niederlage nicht verhindern          ©flickr/RicLafKapitän Marco Sturm (7.) schoss mit seinem zweiten WM-Tor in Überzahl das DEB-Team in Führung. Dann erhöhte Philip Gogulla (25.) auf 2:0, nachdem er noch den Torwart ausspielte. Leider konnte aber unsere Nationalmannschaft gestern nicht oft glänzen und kam durch viele Strafzeiten oft in Bedrängnis.

Für Norwegen konnte dann Marius Holtet (35.) bei deutscher 3:5-Unterzahl den Anschlusstreffer erzielen. Den Ausgleich machte Mats Zuccarello Aasen (48.) perfekt, nachdem er Torwart Robert Müller mit einem Schuss ins kurze Eck überraschte. Morten Ask (56.) traf ebenfalls bei 5:3-Überzahl zum Sieg und bescherte Norwegen ebenfalls das Weiterkommen sowie den vorzeitigen Klassenerhalt.

Durch die vorangegangene 2:3 (2:2, 0:1, 0:0)-Niederlage der Slowakei gegen die Finnen, die Gruppensieger wurden, standen der Klassenerhalt der deutschen Mannschaft und das Weiterkommen in die Zwischenrunde schon fest. Der letzte Platz und der Gang in die Abstiegs-Playoffs wurden durch das 4:2 über Ex-Weltmeister Slowakei vermieden, der nun gegen Slowenien um den Klassenerhalt spielt.



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Drücken wir dem deutschen Team die Daumen         ©flickr/docteur_es_sport

Die deutschen Volleyballer testen in den kommenden Tagen in sechs Länderspielen ihre Olympia-Tauglichkeit für die Qualifikations-Runde vom 23. bis 25. Mai in Düsseldorf.

“Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir die Peking-Teilnahme schaffen. Das wäre wichtig für den deutschen Volleyball und die Krönung für diese Mannschaft. Die Jungs haben jahrelang hart auf dieses Ziel hingearbeitet”, argumentierte der Bundestrainer Stelian Moculescu, der gegen Taiwan, Kuba und Europameister Spanien einen Turniersieg fordert. Damit wäre das Team erstmals seit 1972 in München endlich wieder bei Olympischen Spielen dabei.

Ende Mai müssen sich die Deutschen für Olympia qualifizieren               ©flickr/roc.p.yuSchon am Donnerstag beginnt die erste Probe in Dessau gegen Olympia-Gastgeber China und einen Tag danach gleich nochmal in Nordhausen. Anschließend, am 11. bis 13. Mai, geht es weiter mit dem Turnier in Leipzig gegen China, Tschechien und die USA. Die Generalprobe findet dann am 15. Mai in Chemnitz noch einmal gegen die USA statt. Ab dem 23. Mai heißt es dann den Olympia-Qualifikationsdaumen drücken für die deutschen Volleyballer.

Für den Bundestrainer, der den VfB Friedrichshafen seit 1998 zu 19 von 22 nationalen Titeln und im Vorjahr zum Gewinn der europäischen Königsklasse Champions League geführt hat, hängt vom Ausgang der Olympia-Qualifikation die Länge seines Engagements als Honorar-Coach der Nationalmannschaft ab. Für Moculescu soll spätestens nach Peking Schluss sein. “Der Abschied von der Truppe wird nicht leicht, von den anderen schon”, so der 58-Jährige.

Seit neun Jahren arbeitet der Rumäne mit diese Team, welches für seine Begriffe das Zeug dazu hat, Medaillen zu holen. “Diese Zeit hat sehr, sehr viel Kraft gekostet und war kein Zuckerschlecken. Dass es zur EM im Vorjahr nicht zur Medaille gereicht hat, hat mir mehr wehgetan als die missglückte erste Olympia-Qualifikation im Januar in Izmir. Da ist einiges nicht rund gelaufen”, argumentierte Moculescu.



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Diesmal siegte das brasilianische Duo Renata/Talita     ©flickr/beachvolleyball.com.au

Das zweite FIVB World Tour-Turnier dieser Saison in Shanghai gewannen bei den Herren wie auch schon beim World Tour-Auftakt in Adelaide die Brasilianer Marques Harley/Pedro Salgado. Bei den Damen siegte ebenfalls das brasilianische Duo Renata/Talita. Während die deutschen Herren Reckermann/Urbatzka enttäuschten, belegten das deutsche Damen Duo Brink-Abeler/Jurich einen hervorragenden fünften Platz und konnten somit wichtige Olympia-Qualifikationspunkte sammeln.

Wie auch schon in Adelaide konnten sich die an Nummer Drei gesetzten Brasilianer im Spiel um Gold gegen das Duo Wu/Xu aus China durchsetzen (21-16, 21-16). Mit diesem Triumph rückt das duo Harley/Pedro immer näher an die Konkurrenz aus dem eigenen Lande Marcio Araujo/Fabio Luiz heran, die in der nationalen Olympia-Rangliste noch Platz 2 belegen. Nach Platz 9 in Adelaide ließ Araujo/Luiz nun einen vierten Rang in Schanghai folgen. Im Spiel um Bronze unterlagen sie ihren Landsleuten Cunha/Franco (21-23, 15-21). Das Duo Harley/Pedro kann nun schon den vierten Sieg bei den letzten fünf World Tour-Teilnahmen für sich verbuchen.

Auch in Shanghai siegte wieder das brasilianische Duo Harley/Pedro   ©flickr/beachvolleyball.com.auBei den Damen siegten in Shanghai die Brasilianerinnen Renata/Talita. Somit gelang dem Duo aus Rio de Janeiro die direkte Revanche über die Konkurrentinnen Juliana/Larissa (21-18, 22-20), wobei sie im Finale von Adelaide knapp im Tiebreak verloren. Platz 3 ging an die Lokalmatadorinnen Xue/Zhang Xi. Die baldigen Olympia-Gastgeberinnen setzten sich gegen Ana Paula/Shelda aus Brasilien durch. (23-21, 21-18). Die chinesische Nummer Eins der Damen Tian Jia/Wang enttäuschte mit Platz 9 ebenso wie die Brasilianer Emanuel/Ricardo, die schon Runde 3 ausschieden.

Nur ein deutsches Herren-Team reiste nach China. Reckermann/Urbatzka hatten Probleme ihren Rhythmus zu finden. Das an Nummer 5 gesetzte Duo erreichte nur den 17. Platz. Bei den deutschen Damen konnte vor allem das Duo Brink-Abeler/Jurich mit Platz 5 überzeugen. Das zweite deutsche Duo Claasen/Röder erreichte ebenfalls mit Platz 9 eine gute Platzierung. Die Damen Holtwick/Semmler konnten sich einen Platz dahinter einreihen. Das an Nummer 9 gesetzte Duo Pohl/Rau kam über Platz 13 nicht hinaus.    [...mehr]


Endlich der erste Sieg für das DEB-Team         © flickr/Kai Bachmann

Bei der Eishockey-Weltmeisterschaft in Kanada hat die deutsche Nationalmannschaft gestern ihren ersten Sieg gefeiert und zugleich einen großen Favoriten ins Straucheln gebracht. In Halifax triumphierte unser Team gegen Ex-Weltmeister Slowakei mit 4:2 (2:0, 1:1, 1:1). Zuvor unterlag die DEB-Auswahl beim Auftakt dem Vizeweltmeister Finnland mit 1:5.

Durch Kapitän Marco Sturm (7.) und Stefan Ustorf (16.) ging unser Team im ersten Drittel jeweils in Überzahl mit 2:0-Führung gegen die Slowaken in Führung. Nach dem Anschluss durch Ivan Ciernik (30.) war es Michael Hackert (39./49.), der mit zwei Toren den Erfolg perfekt machte. Vier Sekunden vor Ende verkürzte noch Juraj Kolnik für den Weltmeister von 2002.

Ausschnitte vom Spiel:

Den Deutschen reicht im abschließenden Gruppenspiel gegen Norwegen ein Unentschieden nach regulärer Spielzeit, um den Gang in die Abstiegs-Playoffs zu vermeiden und sich für die Zwischenrunde zu qualifizieren. Norwegen gelang nach einem 2:3 (2:2, 0:0, 0:0) nach Verlängerung gegen Finnland fast eine dicke Überraschung. Die Finnen zogen mit dem knappen Sieg in Zwischenrunde ein. In Québec kam die Schweiz durch ein 2:1 (1:0, 1:1, 0:0) über Weißrussland weiter, Olympiasieger Schweden holte sich mit 9:0 (0:0, 4:0, 5:0) gegen Aufsteiger Frankreich ebenfalls den zweiten Sieg.

Nach dem Sieg eröffnete Bundestrainer Krupp, dass NHL-Profi Marcel Goc die Mannschaft verstärken wird. Der Stürmer der San Jose Sharks soll am Mittwoch in Halifax eintreffen und kann nach der Vorrunde eingesetzt werden. Verteidiger Christian Ehrhoff wird dagegen nach dem Playoff-Aus mit San Jose nicht für das DEB-Team nachnominiert. Ehrhoff leidet laut Krupp unter Knöchelproblemen und muss pausieren. Somit sind mit Marco Sturm, Christoph Schubert und Dennis Seidenberg aus der NHL sowie Torhüter Dimitri Pätzold aus der unterklassigen AHL vier Profis aus Übersee im deutschen Kader.    [...mehr]


Serena Williams © Derek Holtham/FlickrStorm

Die frühere Weltranglisten-Erste Serena Williams aus den USA ist am zweiten Tag der German Open in Berlin locker ins Achtelfinale eingezogen. Aus deutscher Sicht ist die Zwischenbilanz durchwachsen, nur zwei Spielerinnen erreichten die zweite Runde.

Martina Müller gelang es nicht, Sabine Lisicki und Angelika Bachmann nachzueifern. Die auf Nummer 72 der WTA-Rangliste derzeit bestplatzierte Deutsche unterlag in der ersten Runde der Chinesin Zi Yan mit 3:6 und 3:6. “Natürlich bin ich nicht zufrieden. Ich habe nicht wirklich mein Spiel gespielt und schon gar nicht gefunden”, sagte Martina Müller. “Es hat nichts mit einem besonderen Druck aufgrund der Wild Card des Veranstalters zu tun. Natürlich hätte ich mich gerne mit einer besseren Leistung bedanken wollen.”

Eine souveräne Vorstellung gab Serena Williams beim 6:2 und 6:3 gegen die Italienerin Francesca Schiavone. Mehr noch als ihr Spiel erregte ein Ring an ihrer Schlaghand Aufsehen. “Den habe ich mir vor acht Jahren selbst zum Geschenk gemacht. Unglücklicherweise gibt es niemanden, der mich mit Gold und Juwelen überhäuft”, flachste die 26-Jährige. “Ich fühle mich eigentlich nicht als Diva”, kokettierte Williams, die in ihrer Karriere acht Grand-Slam-Turniere gewonnen hat, fügte dann aber hinzu: “Wenn man allerdings bedenkt, dass ich mit sieben Koffern nach Berlin gereist bin, könnte dieser Eindruck durchaus entstehen.”

Nach Shahar Peer aus Israel, die gegen Sabine Lisicki die Saiten streichen musste, schieden mit der Schweizerin Patty Schnyder (Nr. 9) und der Tschechin Nicole Vaidisova (Nr. 12) zwei weitere gesetzte Spielerinnen aus. Schnyder unterlag Vera Dushevina aus Russland mit 2:6 und 3:6, Vaidisova der Argentinierin Gisela Dulko mit 6:4, 1:6, 2:6.    [...mehr]


Autor: Jörgen Heller

Klöden gewinnt zum ersten Mal die Tour de Romandie<br />            ©flickr/mike1088

Andreas Klöden hat am Sonntag als erster Deutscher die schwere einwöchige Rundfahrt durch die Schweiz gewonnen. Für den Lausitzer war dieser Triumph in der Romandie der dritte große Streich nach dem Gewinn der Baskenland-Rundfahrt (2000) und Tirreno-Adriatico (2007). Auf der Schlussetappe siegte der Italiener Daniele Bennati.

Bei der 62. Auflage der Tour de Romandie zeigte Klöden vom Team Astana eine souveräne Vorstellung. Sein ärgster Rivale, der niederländische Titelverteidiger Thomas Dekker vom Team Rabobank musste auf der Königsetappe aufgeben. Damit fiel der einzige Gegner aus, der nach dem Zeitfahren nur wenige Sekunden hinter dem Sieger im Kampf gegen die Uhr lag. Nach rund 645 Kilometern durch die Westschweiz ging Platz zwei an den Tschechen Roman Kreuziger (Liquigas) und der dritte Platz an den Italiener Marco Pinotti (High Road).

Mit dem Gewinn des Zeitfahrens und der starken Leistung in den Bergen unterstrich der Kapitän des kasachischen Rennstalls, dass man auch beim Giro d’Italia auf ihn achten muss.

Ausschnitte von der letzten Etappe:

“Es ist eine doppelte Freude, hier triumphiert zu haben und jetzt auch noch den Giro fahren zu dürfen - für den die Tour de Romandie die beste Vorbereitung ist. Ich bin den Giro noch nie gefahren, aber wir haben gezeigt, dass unser Team dort eine Hauptrolle spielen kann. Mit diesem Sieg in der Schweiz wird zwar kein Traum wahr, aber es ist eine große Befriedigung, schließlich ist das eines der schönsten Rennen der ProTour”, sagte der Wahl-Schweizer nach der Schlussetappe.

Im Klassement der UCI-ProTour liegt der Italiener Damiano Cunego (Lampre, 73 Punkte) nach dem sechsten Wettbewerb der Serie weiter in Führung auch wenn er selbst in der Romandie nicht mitfuhr. Klöden ist nun Fünfter mit 53 Zählern.    [...mehr]


Autor: Jörgen Heller

Für O’Sullivan war es der dritte WM-Titel                  ©flickr/snaphappysi

In einem einseitigen Finale krönte sich gestern Ronnie O’Sullivan mit 18:8 gegen Ali Carter und sicherte sich damit im Crucible Theatre von Sheffield seinen insgesamt dritten WM-Titel. Durch diesen Triumph führt „The Rocket“ auch wieder die Spitze der Weltrangliste an.

Nach den Snooker-Legenden Steve Davis und Stephen Hendry konnte der Brite auch mehr als zwei Titel im Crucible Theatre gewinnen. Das dritte Mal ist er nun die Nummer eins in der Weltrangliste. Außerdem ist O’Sullivan der vierte Spieler, der in einer Saison mit der UK Championship und der WM die beiden wichtigsten Titel holte. Im Finale boten beide nicht den Glanz, den die Akteure zuvor bei dieser WM gezeigt hatten.

Ausschnitte vom Finale:

“Wir sind beide nicht so recht ins Spiel gekommen, aber ich bin in Führung gegangen und habe das Match gewonnen”, erläuterte O’Sullivan nach seinem Sieg, der seine beiden Kinder Lily und Ronnie Jr. bei sich hatte. Für gerade einmal zwei Frames waren O’Sullivan und Carter in der Abendsession am Tisch. Mit einer komfortablen 16:8-Führung war “The Rocket” in die entscheidende Session gegangen und hatte sich nach einem 69er Break bis auf einen Frame an den Titel herangespielt.

“Ronnie war in toller Form. Er ist derjenige, den man schlagen muss, aber manchmal geht das eben nicht”, meinte Carter über den Sieger. O’Sullivan selbst gab sich im Moment des Triumphs zurückhaltend. “Nummer eins im Ranking, UK Champion und Weltmeister - vielleicht ist jetzt auch der richtige Moment, um mal eine Pause einzulegen”, grübelte der 32-Jährige. Aber er machte seinen Fans auch sofort wieder Hoffnungen: “Jeder weiß um meine Probleme. Aber ich verbringe jetzt erst einmal einen ruhigen Sommer, denke viel nach und bin dann hoffentlich in der nächsten Saison wieder da.”

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Quakenbrück ist seit Sonntag die deutsche Basketball-Metropole: Die Artland Dragons gewannen das Finale um den BBL-Pokal gegen die EnBW Ludwigsburg 74:60 (32:30). Im Halbfinale hatten die Dragons Alba Berlin besiegt. Nun wollen die Quakenbrücker auch die Meisterschaft gewinnen, im vergangenen Jahr scheiterten sie in den Finals noch an Bamberg.

Adam Chubb / Foto: crossover basketball/FlickrStorm

Lange blieb das Finale spannend, erst zwei Minuten vor dem Spielende konnten sich die Quakenbrücker entscheidend absetzen. „Ludwigsburg war eigentlich das einzige von den drei anderen Top-Four-Teams, auf das ich nicht treffen wollte. Darum bin ich umso erleichterter, dass wir dieses Spiel gewonnen haben“, sagte Coach Chris Fleming. Bester Werfer bei den Dragons war Chad Prewitt mit 15 Punkten. Für Ludwigsburg traf Ronald Ross (11 Punkte) am häufigsten. Adam Chubb (Foto) wurde zum man of the match gewählt.

“Wir sind tiefer besetzt als letztes Jahr und sind eingespielter, weil wir in dieser Saison weniger Verletzungen hatten”, erläuterte Fleming die Double-Chancen seines Teams. Im Uleb-Cup erreichten die Dragons überraschend das Achtelfinale: “Die junge Mannschaft hat in Europa sehr viel gelernt”, bilanzierte Flemming.

Nirgendwo sonst sind Mannschaft und Fans so eng miteinander verbunden. Ein Zehntel der 13.000 Einwohner Quakenbrücks machte sich auf den Weg nach Hamburg, um den ersten Titel zu bejubeln. Wer im Artland blieb, veranstaltete mit Nachbarn “Public Viewing in der Scheune”, sagte Despina Rohdewald von der Tourismus-Information Quakenbrück.

In Erdkunde nicht aufgepasst? Quakenbrück gehört zur Samtgemeinde Artland und liegt nördlich von Osnabrück. Die Gegend ist äußerst beliebt bei Radwanderern. Rohdewald empfiehlt die Giebeltour, die durch das Artländer Kerngebiet führt und viele prächtige Hofanlagen und Fachwerkgiebel passiert. Die Kunsttour führt in das malerische Dorf Menslage, wo sich zahlreiche Künstler und Kunsthandwerker niedergelassen haben. Wer mehr Kondition hat, sollte den Hase-Ems-Weg fahren, ein 265 km langer Radwanderweg durch eine artenreiche, romantische Flusslandschaft. Die Route verläuft entlang der Hase und durchquert das Osnabrücker Land, das Hasetal und das Emsland.    [...mehr]


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