Für das DFB-Team rückt die Stunde der Wahrheit bei der EM immer näher. Ab 18 Uhr beginnt der echte große Härtetest für die Elf von Bundestrainer Joachim gegen die Kroaten. Dann wird sich zeigen, ob die Mannschaft wirklich Chancen auf den Europameister-Titel hat.
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Oscar Pistorius ist der schnellste Mann der Welt - ohne Beine. Der 21-jährige Südafrikaner, Paralympics-Sieger von 2004 und Weltrekordhalter der Behindertensportler über 100 Meter, 200 Meter und 400 Meter, darf laut Sportgerichtshof CAS bei den Olympischen Spielen starten. Pistorius hatte gegen den Leichtathletik-Weltverband IAAF gewonnen, der ihm ” technisches Doping” vorwarf - er verdanke seine Zeiten vor allem seinen beiden Karbonprothesen. Nun hat Pistorius ein Problem: Er muss Normen erfüllen, doch die Zeit läuft ihm davon.
Ab Samstag startet Pistorius bei den Internationalen Deutschen Leichathletik-Meisterschaften der Behinderten in Berlin. Bis Ende Juli muss der unterschenkelamputierte Athlet seine Bestzeit über die 400 Meter von 46,34 Sekunden auf 45,55 Sekunden verbessern. Wäre er der schnellste Südafrikaner, liegt die Norm bei 45,95 Sekunden.
“Die Wahrscheinlichkeit, dass ich bei Olympia dabei bin, liegt wohl bei unter zehn Prozent. Aber ich habe eine Chance”, sagte Pistorius. In letzter Zeit hat er mehr prozessiert denn trainiert, fast ein Jahr lang stritt er mit der IAAF darüber, ob er gegen nichtbehinderte Sportler antreten darf: “Die Zeit hat mich emotional ausgelaugt.” [...mehr]
Portugals Coach Luiz Felipe Scolari wird nach der Europameisterschaft neuer Trainer vom Premier League-Club FC Chelsea. Diese überraschende Info teilte die englische Spitzenmannschaft, bei der Michael Ballack unter Vertrag steht, auf seiner Homepage mit.
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Portugal kann mit dem souveränen Sieg über Tschechien nach Toren von Deco (8.), Ronaldo (63.) und Quaresma (90.) schon den Einzug ins Viertelfinale der EM feiern. Dagegen hat der EM-Gastgeber Schweiz in einer kampfbetonten Partie gegen die Türkei mit 1:2 (1:0) verloren und ist frühzeitig aus dem Turnier ausgeschieden.
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Der Spanier Alejandro Valverde hat gestern bei der Dauphiné Liberé zur Überraschung der Fachwelt das 31 Kilometer lange Einzelzeitfahren für sich entschieden. Die Zeitfahrspezialisten Levi Leipheimer und Cadel Evans mussten sich mit den weiteren Plätzen zufrieden geben. Nach dem Sieg dieser Etappe führt der Caisse d’Epargne-Profi nun in der Gesamtwertung.
Es war das beste Zeitfahren in der Karriere des 28-Jährigen. Valverde kam mit dem schwierigen Streckenprofil am besten klar. Der Spanier ließ bei seinem starken Auftritt auf dem 31 Kilometer-Rundkurs um Saint-Paul-en-Jarez alle staunen. Schon bei der ersten Zeitnahme nach 12,2 Kilometern führte Valverde deutlich vor den Spezialisten und diese Führung konnte er bis ins Ziel souverän verteidigen. So fuhr der Spanier, der schon die erste 1. Etappe der Dauphiné gewinnen konnte, in einer Zeit von 49:55 Minuten über die Ziellinie. Levi Leipheimer (Astana/+19 Sekunden) und Cadel Evans (Silence-Lotto/+20 Sekunden), die als ausgesprochene Zeitfahrspezialisten gelten, konnten dem Spanier auf den regennassen Straßen nichts entgegensetzen.
In der Gesamtwertung hat Valverde nun das Gelbe Trikot des Führenden Thor Hushovd weggeschnappt, Der Norweger fuhr als 98. ins Ziel ein. Heute geht es für das Peloton auf die erste schwere Bergetappe. Der Spanier hat 23 Sekunden Vorsprung auf den US-Amerikaner Leipheimer, dann folgt der Australier Evans (+0:37 Minuten). [...mehr]
Einen knappen Monat vor der 95. Auflage der Tour de France ist Ex-Weltmeister Tom Boonen positiv auf Kokain getestet worden. Mit dieser Doping-Affäre dürfte der Start bei der Tour von Boonen in Gefahr geraten.
Inge Delissen, die Sprecherin der zuständigen Staatsanwaltschaft der nordbelgischen Stadt Turnhout bestätigte gestern: “Ein Richter wird sich mit der Angelegenheit beschäftigen.” Der positive Test stammte drei Tage vor der Belgien-Rundfahrt, wobei Boonen ein Etappensieg erzielte.
Laut dem Radsport-Weltverband UCI wird dieser Fall aber nicht als Doping angesehen, weil dieses Vergehen nicht im Wettkampf stattfand. Die Organisatoren der Tour de Suisse, bei der Boonen mitfahren wollte, luden ihn aber vorsichtshalber gleich aus.
UCI-Sprecher Enrico Carpan stellte klar, dass in dem Fall keine sportlichen Regeln verletzt wurden: „Drei Tage vor dem Wettkampf gilt als ‘außerhalb des Wettkampfes’.“ Wäre Boonen einen Tag vor einem Rennen positiv getestet worden, würde es als klarer Dopingfall geahndet werden. Carpani erklärte, dass es keine UCI-Kontrolle war, welche sich auf die Anti-Doping-Bestimmungen der Welt-Anti-Doping-Agentur WADA stützen. In dem Fall war es der flämische Radsport-Verband, der testete.
Der belgische Sprintspezialist und Gewinner von Paris-Roubaix 2008, gilt in seiner Heimat als eine große Berühmtheit. Das Quick-Step-Team, bei dem der Belgier unter Vertrag steht, sprach lange mit dem Sprinter, bevor man mit diesem Vorfall an die Öffentlichkeit gegangen ist. Aber auch wenn dieser Fall kein aktenkundiges Doping-Vergehen darstellt, dürfte dieser Fauxpas bei der gegenwärtigen Suche des Teams nach einem neuen Sponsor nicht unbedingt hilfreich sein. Auch steht in den Sternen, ob Boonen den Gewinn des Grünen Trikots bei der letztjährigen Tour de France im Juli wiederholen können wird. [...mehr]
Noch einen Tag, dann geht es bei der EM für die deutsche Elf gegen den schweren Gruppengegner Kroatien. Assistenz-Trainer Hans-Dietrich Flick sagte zum Befinden der DFB-Auswahl: “Die Stimmung im Team ist ausgezeichnet, alle Spieler ziehen im Training mit und sind heiß auf Kroatien.”
Die Deutschen werden versuchen, die starke kroatische Abwehr vor allem über die Flügel knacken zu knacken. Außerdem wollen sie wieder attraktiven Offensiv-Fußball zeigen. “Wir werden jeden Zweikampf annehmen, um den nächsten Dreier einzufahren. Darauf werden wir uns konzentrieren, um in diesem Turnier noch ganz weit zu kommen”, erörterte Flick.
Schweden hat gestern EM-Titelverteidiger Griechenland in einem schwachen Spiel nach Toren von Zlatan Ibrahimovic (67.) und Petter Hansson (72.) mit 2:0 (0:0) besiegt. Spanien sorgte gegen die Russen nach drei Toren vom überragenden David Villa (20./44./75.) und einem Tor von Cesc Fabregas (90.+1) mit 4:1 (2:0) für einen souveränen Auftakt. Das Ehrentor für Russland gelang Roman Pavlyuchenko (86.).
Schwedens Fredrik Ljungberg zeigte sich erfreut: “Am Anfang haben die Griechen sehr statisch gespielt. In der zweiten Hälfte haben wir den Ball flacher gehalten und dann lief es plötzlich. Es ist toll, dass wir das Spiel gewonnen haben.”
High Road-Profi George Hincapie hat gestern die 2. Etappe der Dauphiné Liberé vor Sebastien Chavanel vom Team Francaise des Jeux und Sebastian Lang vom Team Gerolsteiner für sich entschieden. Thor Hushovd (Credit Agricole) trägt weiterhin das Gelbe Trikot des Gesamtführenden.
Alles sah in Vienne nach einem Massensprint aus. Aber in der letzten Kurve vor dem Ziel rissen Hincapie und Lang aus und keiner der favorisierten Sprinter konnten folgen. Der 28-jährige Lang führte bis kurz vor der Ziellinie, aber dann flog Hincapie aus seinem Windschatten heraus und sicherte sich den dritten Etappenerfolg seiner Karriere bei der Dauphiné. “Ich habe in der letzten Kurve attackiert und mich mit Sebastian Lang zusammengeschlossen. Dann musste ich eine Sekunde abwarten, um mich zu regenerieren - im Endeffekt habe ich aber ohne Probleme gewonnen. Der Sieg war zwar ein bisschen glücklich, jedoch bin ich hochzufrieden”, resümierte der Sieger.
Schon nach fünf Kilometern gab es die erste Attacke des Franzosen Stephane Auge (Cofidis), dem nur die beiden Spanier David de la Fuente (Saunier Duval) und Benat Albizuri (Euskaltel) nachsetzen konnten. Aber zwölf Kilometer vor dem Ziel war der Fluchtversuch beendet. De la Fuente konnte sich wenigstens die beiden Bergwertungen der vierten Kategorie sichern und trägt nun das Bergtrikot.
Thor Hushovd hat im Gesamtklassement nur noch eine Sekunde Vorsprung auf den Spanier Alejandro Valverde (Caisse d’Epargne). Dann folgt der US-Amerikaner Levi Leipheimer (Astana/+0:05 Minuten). Fabian Wegmann ist weiterhin als zehnter bester Deutscher mit 20 Sekunden Rückstand. Heute wird beim 31 Kilometer langen Einzelzeitfahren das Klassement ordentlich durcheinander gewirbelt werden. [...mehr]
Heute Morgen ist das deutsche Team nach einer kleinen Verschnaufpause wieder ins Training eingestiegen. In zwei Tagen wartet der erste schwere EM-Gegner auf die Deutschen. Kapitän Michael Ballack mahnte heute: “Gegen die Kroaten erwartet uns eine ganz andere Aufgabe.”
Heute Nachmittag wird der Trainerstamm die Elf von Trainer Slaven Bilic ganz genau unter die Lupe nehmen. “Wir werden die Stärken und Schwächen des Gegners herausarbeiten. Morgen früh werden wir die Mannschaft auf die Kroaten einstimmen und einschwören”, meinte Joachim Löw. “Es ist eine raffinierte Mannschaft. Sie haben hervorragende Einzelspieler”, meinte der Trainer weiter. Aber in der Statistik gewann die DFB-Elf in sieben Partien fünfmal gegen Kroatien und die einzige Niederlage gab es 1998 im WM-Viertelfinale.










