Die deutsche Nationalmannschaft schafft endlich die Olympia-Qualifikation ©flickr/Edgar F.

Beim Ausscheidungsturnier im rumänischen Oradea hat sich die deutsche Wasserball-Nationalmannschaft heute mit einem 5:5-Unentschieden gegen Italien für die im August beginnenden Olympischen Sommerspiele qualifiziert.
Der Fünfte der letzten Olympischen Spiele in Athen 2004 machte beim Qualifikationsturnier für Peking im vorentscheidenden Gruppenspiel gegen Italien bei einem Stand von 5:5 (0:3, 3:1, 2:1, 0:0) einen 0:3- und 1:4-Rückstand wett. Das bedeutet, dass unsere Wasserball-Herren somit das Startrecht für Olympia sicher haben.

Bundestrainer Hagen Stamm (Berlin) kann es kaum fassen: “Das ist Wahnsinn. Die Spannung war kaum noch zu überbieten. Es ist ein Hammer, wie mein Team nach dem 0:3 und dem 1:4 noch einmal zurückgekommen ist.” Freudestrahlend erläuterte der ehemalige Nationalspieler weiter: “Ich habe immer an die Mannschaft geglaubt. Wir sind alle überglücklich.”

Gegen den ehemaligen Weltmeister Italien war es für unsere Herren das zwölfte Remis im 128. Länderspiel. Verdanken ist diese Leistung vor allem den Athleten Mark Politze (Berlin) und Heiko Nossek (Esslingen), die jeweils zwei Treffer für die Deutschen erzielten und somit den Sieg in der Gruppe B sicherten. Als Sieger der Gruppe konnten sie demnach als Halbfinalist einen der vier noch zu vergebenden Plätze belegen.

Die deutschen Wsserballer noch skeptisch nach der Niederlage beim Weltliga-Finale gegen Ungarn       ©flickr/Edgar F.“Die neuerliche Olympia-Teilnahme ist wichtig für den gesamten deutschen Wasserballsport. Unsere Förderung durch den Bund ist für vier weitere Jahre auf gutem Niveau gewährleistet”, argumentierte Ewald Voigt-Rademacher (Dielheim), der im Deutschen Schwimm-Verband (DSV) für den Wasserball verantwortlich ist.

Bei der WM letztes Jahr in Melbourne (AUS), beim Weltliga-Turnier 2007 und bei der europäischen Olympia-Qualifikation im slowakischen Bratislava ebenfalls im vergangenen Jahr verpassten unsere Wasserballer noch die Qualifikation für das olympische Turnier. Umso höher ist der heutige Erfolg der deutschen Wasserball-Nationalmannschaft einzuschätzen.

Zusammenfassung vom Finale des Weltliga-Turniers 2007 in Berlin. Deuschland scheiterte knapp gegen die Wasserball-Großmacht Ungarn:

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Autor: Jörgen Heller

Chinesen nicht zu schlagen      ©flickr/enviziondotnet

Tischtennis ist Sportart Nummer 1 in China. Davon durfte die Welt ein Mal mehr bei der Mannschafts-Weltmeisterschaft im Land des Olympia-Gastgebers erfahren. Letztes Wochenende ließen sie mit zwei Mal Gold der Konkurrenz keine Chance. Das deutsche Europameister-Team wurde nur Siebter und blieb erstmals seit 2001 ohne eine Medaille. Unsere Damen konnten sich dagegen mit Rang 9 gegenüber der WM 2006 in Bremen um zwei Plätze verbessern.

Die chinesischen Damen siegten im Finale gegen Singapur mit 3:1. Ihre männlichen Kollegen dominierten in der Finalbegegnung die Südkoreaner, die das deutsche Team raus warfen, mit einem klaren 3:0. Mit diesem Erfolg holte sich der Gastgeber den sage und schreibe 16. Weltmeisterschaftstitel.

Man muss es auf den Punkt bringen. Ohne unseren besten deutschen Tischtennis-Spieler Timo Boll, der wegen anhaltender Kniebeschwerden an der WM nicht teilnehmen konnte, und seinen Olympia-Start nicht gefährden möchte, kann der Deutsche Tischtennis-Bund (DTTB) mit den Besten der Welt nicht mithalten.

Trotzdem blickt der deutsche Trainerstab zuversichtlich in Richtung Peking. DTTB-Sportdirektor Dirk Schimmelpfennig erläuterte dazu: “Mit den Erfahrungen von Guangzhou sind wir in Peking gut aufgestellt. Mit Timo Boll können wir den vier WM-Medaillengewinnern Paroli bieten.”

Jörg Roßkopf war ein guter Ersatz für den verletzten Timo Boll    ©flickr/sge_alex_sportFür den verletzten Boll ist der Routinier Jörg Roßkopf in die Mannschaft nachgerückt, der nun schon seine 16. und vermutlich letzte WM gespielt hat. Höhepunkte waren wohl die guten Partien des 38-Jährigen gegen Österreich (3:2) und Südkorea (1:3). Aber die hervorragenden Auftritte von Roßkopf und dem Hoffnungsträger Dimitrij Ovtcharov konnten die hintere Platzierung nicht verhindern.

Dem Bundestrainer Richard Prause zufolge hat die Team-WM der deutschen Mannschaft am Ende ordentlich Kraft gekostet. „Wichtig ist jetzt die Regeneration und die Pflege der verletzten Spieler, damit wir so schnell wie möglich mit einer geordneten Olympia- Vorbereitung beginnen können”, erklärte Prause dazu.

Ausschnitte vom Finale der Tischtennis-WM 2007 in Zagreb (CRO) Wang Liqin - Ma Lin (beide China). Nur zur Veranschaulichung, mit welchen Größen sich Timo Boll in Peking messen darf:



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Verschafft der Videobeweis dem Referee mehr Durchblick? © flickr.com/CottonIJoe

Der international geachtete Referee Dr. Markus Merk, der sich für die Einführung des Videobeweises stark macht, stellt ein 30-seitiges Konzept vor. Unter anderem plädiert der Schiedsrichter für ein Vetorecht für Trainer und Referees, wobei je zweimal pro Spiel eine umstrittene Spielszene überprüft werden darf.

Bei dem Vetorecht, wonach beide Seiten in die Partie eingreifen dürfen, soll laut Merk ein dreiköpfiges neutrales Gremium die Entscheidung über die jeweilige Szene treffen. “Es kann nicht derjenige sein, der die Entscheidung unten auf dem Feld trifft, da würde man dem Schiedsrichter wieder den schwarzen Peter zuschieben”, erklärte der Referee in einem Interview mit der “Rhein-Neckar-Zeitung”. Bis die Entscheidung durch das neutrale Trio gefallen sei, dürfe keine Minute vergehen. Nach dem promovierten Zahnmediziner müsse sie innerhalb von ein paar Sekunden gefällt werden.

Referee Markus Merk plädiert für Videobeweis ©flickr.com/londonreporterNach der Fehlentscheidung vergangenen Samstag, wo Merk in der Fußball-Bundesliga-Partie SV Werder Bremen gegen Borussia Dortmund ein Abseitstor der Bremer anerkannte und seinen Fehler schon nach der ersten Halbzeit einsah, forcierte der Referee die Debatte um den Videobeweis auch um den Schiedsrichter als Mensch zu schützen. Laut dem Kaiserslauterer müsse schon das menschliche Gesicht des Fußballs erhalten bleiben. “Trotzdem sollten wir Spiele nicht mehr ohne Hilfsmittel verantworten müssen, weil es um große wirtschaftliche Umfänge geht”, sagte er dazu weiter.

Der Weltfußballverband (FIFA) blockt die Reformgedanken Merk’s ab. Laut dem zuständigen Vize-Präsidenten Rainer Koch des Deutschen Fußballbundes (DFB) ist diese Diskussion theoretischer Natur und für den DFB kein Thema. “Schließlich ist der DFB den Vorgaben des Weltverbandes FIFA verpflichtet. Diese sehen keine Beweisführung durch TV-Aufnahmen vor”, argumentierte der Vizepräsident. Jegliche Vorschläge zur Einführung des Videobeweises wurden bislang von der FIFA kategorisch abgelehnt.

Dass es für einige Vereine aber dabei um große Summen geht und Existenzen durch Fehlentscheidungen auf dem Spiel stehen, interessiert die erzkonservativen Silberlocken der FIFA in der Schweiz nicht. Vielmehr sitzen sie auf ihrem Züricher Thron und lassen kluge Reformideen einfach von sich abprallen.

Live-Radio-Kommentar von der Fehlentscheidung Merk’s in der Bundesliga-Partie SV Werder Bremen vs. Borussia Dortmund:



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Gefährlicher Sport, Schwere Stürze passieren trotz großer Sicherheitsmaßnahmen immer wieder

Nach einem schwerwiegenden Sturz letztes Wochenende im norwegischen Kvitfjell beim Weltcup im Super-G musste dem österreichischen Rennfahrer Matthias Lanzinger letzte Nacht der Unterschenkel amputiert werden. Die FIS kündigt eine Untersuchung an.

Bis spät in die Nacht versuchten die Ärzte alles Erdenkliche, um das Bein des jungen Österreichers zu retten. Noch am Dienstag wurde die Operation in Oslo durchgeführt. Nachdem sich der Zustand von Lanzinger erheblich verschlechterte, war die geplante Verlegung nach Salzburg nicht mehr realisierbar. Alle Bemühungen in der Osloer Klinik waren vergeblich. Dem 27-Jährigen musste nach dem bösen Unfall auf der Olympia-Strecke der linke Unterschenkel amputiert werden.

Bei dem schweren Sturz letzten Sonntag hatte sich der Abtenauer einen offenen, sehr komplizierten Bruch des linken Schien- und Wadenbeines zugezogen. Am selben Tag wurde er das erste Mal operiert, wo Komplikationen wegen starker Gefäßverletzungen auftraten. Lanzinger ist deshalb in ein künstliches Koma versetzt worden.

Der österreichische Skistar Hermann Maier verlor 2001 fast sein BeinNach Ansicht des Österreichischen Ski-Verbandes (ÖSV) hat der Abtransport nach dem Unfall angeblich viel zu lange gedauert. Diesbezüglich überlegt der ÖSV nun rechtliche Schritte gegen den Veranstalter einzuleiten. “Jeder Läufer weiß, dass es ein Restrisiko gibt. Aber dass man nach einem Beinbruch sein Bein verliert, ist unvorstellbar”, meinte ÖSV-Alpinchef Hans Pum. Der Unfallchirurg Artur Trost, der dem österreichischen Skistar Hermann Maier 2001 den Unterschenkel rettete, sagte dazu: “Wahnsinn, dass Matthias fünf Stunden transportiert wurde. Da geht es um jede Minute.”

Der Internationale Ski-Verband (FIS) erwägt nun den Fall zu untersuchen. Nachdem der Verunglückte vom Zielraum in das Krankenhaus von Lillehammer geflogen wurde, stellt man dort fest, dass die Klinik nicht über die notwendigen Gerätschaften für so eine Operation verfüge. Daraufhin ging dann erst der Transport in die norwegische Hauptstadt weiter. Der deutsche FIS-Renndirektor Günter Hujara kündigte eine sehr genaue Überprüfung an.

Aber gerettet wird dadurch das Bein des talentierten österreichischen Alpinfahrers auch nicht mehr!



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Der deutsche Kombinierer Ronny Ackermann gewann am Wochenende vorzeitig den Gesamtweltcup in der Nordischen Kombination. Weil die widrigen Witterungsverhältnisse im finnischen Lahti einen Wettkampf nicht zuließen und das Punktepolster bei noch zwei ausstehenden Rennen auf den in der Wertung zweitplatzierten Amerikaner Bill Demong zu groß ist, geht die große Kristallkugel jetzt schon an den Thüringer.
“Ich konnte es zuerst gar nicht richtig glauben. Ich hatte wirklich nicht damit gerechnet, dass an diesem Wochenende schon alles klar ist”, meinte  der 30-Jährige nach der überraschenden Absage der Jury. So holte er sich im wahrsten Sinne die Trophäe kampflos, obwohl Ackermann den Gesamtsieg lieber mit einem guten Wettkampf eingefahren hätte: “Ich wäre lieber angetreten. Ich bin gut in Form und hatte mich eigentlich auf den Wettbewerb gefreut.”

Aber noch ist die Saison nicht ganz beendet für den besten Kombinierer dieses Winters. Nächstes Wochenende stehen die beiden Abschlussevents an, wo Thüringer noch um den Sprint-Weltcup fightet. “Es geht ja auch noch um die kleine Kristallkugel. Dort bin ich im Moment Zweiter. Vielleicht gelingt es mir ja, noch ganz nach vorne zu kommen”, erklärte der vierfache Weltmeister kämpferisch.

Mit diesem Erfolg gewinnt Ackermann nach 2002 und 2003 nun schon zum dritten Mal den Gesamtweltcup. Nach einer Formkrise in den letzten beiden Wintern, wo er keinen einzigen Weltcup gewinnen konnte (2006 Elfter und 2007 Neunter der Gesamtwertung), legte der Thüringer Anfang dieser Saison richtig los. Mit einem Auftaktsieg beim ersten Rennen setzte er bei der Konkurrenz gleich mal ein Ausrufezeichen seiner guten Vorbereitung. Es sollten im Verlauf des Winters neun weitere Plätze auf dem Treppchen folgen.    [...mehr]


Frauen sind gescheitert flickr©Flying Cloud

Ihre Chance auf eine Olympiateilnahme scheinen die deutschen Wasserhandballer wirklich nutzen zu wollen, anders ist die Leistungsexplosion seitens der Mannen um Trainer Hagen Stamm kaum zu erklären. Gestern siegte die deutsche Wasserball-Nationalmannschaft gegen Mexiko mit 29:1 und fuhr damit einen Rekordsieg ein.

Bereits am Sonntag gelang ein 11:6-Sieg gegen Kanada und nun der Rekordsieg mit 29:1 gegen Mexiko. Der bisherige Rekord resultierte aus dem Jahr 2006, als man Ägypten mit 25:4 besiegen konnte. Nun trifft man noch auf Mazedonien, Iran und Italien. Die Italiener dürften hierbei die größte Hürde auf dem Weg zum Olympiaticket darstellen, schließlich ist Italien amtierenden WM-Fünfter. Die beiden Gruppenersten haben dann bereits ihr Ticket für die Olympischen Spiele sicher. Als Gruppenzweiter könnte das deutsche Team ein richtig harter Brocken erwarten, denn neben Griechenland sind dort noch die heimischen Rumänen und Russland am Ball. Die Vorzeichen für einen Sieg gegen Mazedonien sind nicht schlecht, nachdem die ersten Aufwärmübungen gegen das drittklassige Team aus Mexiko absolviert wurden, denn beim ersten europäischen Qualifikationturnier in Bratislava war man mit 13:8 erfolgreich.

Die deutschen Damen haben hingegen die Wasserball Olympia-Qualifikation verpasst. Im entscheidenden Gruppenspiel unterlag man Italien mit 9:13. Sie kämpften zwischen dem 17. und 24. Februar im italienischen Imperia um ein Olympiaticket.    [...mehr]


Autor: Jörgen Heller

Bei der Bob-Weltmeisterschaft im sächsischen Altenberg gewann der Thüringer Ausnahme-Wintersportler am letzten Wochenende den Weltmeistertitel im Zweier- sowie im Viererbob. Mit diesen Siegen schaffte der 34-Jährige das zweite Double nach der WM 2003 in Lake Placid (USA) und erhöhte seine Titelanzahl auf sagenhafte elf Goldmedaillen bei Olympischen Winterspielen und Weltmeisterschaften.

Andrè Lange kann es selbst kaum fassen, welche Leistung er da vollbracht hat. Mit einem Riesenvorsprung von 2,02 Sekunden in vier Läufen auf seinen ärgsten Widersacher Alexander Subkow aus Russland hat der in Suhl lebende Sportler mit seinen Anschiebern René Hoppe, Kevin Kuske und Martin Putze den Doppelerfolg am letzten WM-Tag perfekt gemacht. Ganze fünf WM-Titel im Vierer kann sich der ostdeutsche Bobpilot nun zuschreiben. Das schaffte vor ihm noch kein anderer Bobfahrer. Nur im letzten Jahr, bei der WM in St. Moritz (SUI) riss seine 2002 begonnene Siegesserie kurzfristig.

Eine Woche zuvor ließ schon Lange der Konkurrenz auf der Bahn im Kohlgrund mit dem wohl zurzeit besten Anschieber der Welt Kevin Kuske aus Potsdam keine Chance und griff nach Gold. Ebenfalls in vier perfekten Läufen hat der Thüringer auf seiner Lieblingsbahn, die als die Schwerste der Welt gilt, seinen Rivalen keine Chance gelassen und seinen dritten WM-Titel im Zweierbob eingefahren.

Kurz vor der WM gewann der Suhler beim Weltcupfinale in Winterberg in einer Saison alle drei Weltcuptrophäen. Dieses Triple gelang zuvor erst vier Piloten in der Bobgeschichte.

Den Grundstein für seine Erfolge legte der am 28. Juni 1973 in Ilmenau geborene Thüringer im jungen Alter von acht Jahren beim BSR Rennsteig Oberhof. Dort begann er seine glorreiche Laufbahn mit dem Rennrodeln, wo der junge Lange 1993 zum Bobsport überwechselte. Fünf Jahre später wurde er erstmals Juniorenweltmeister im Zweier- und Viererbob.    [...mehr]


Michael Greis ©Michael Brammen

In dieser Woche gastiert der Biathlon-Weltcup erstmals in seiner Geschichte in Pyeongchang. Die südkoreanische Stadt liegt circa 180 Kilometer von der Hauptstadt Seoul entfernt und begrüßt die Athleten mit momentanen -13 Grad. Neben der langen Anreise müssen sich die Biathleten noch mit organisatorischen Problemen auseinandersetzen.

Trotz alledem freuen insbesondere die deutschen Biathleten auf das Rennen in Südkorea, denn für Magdalena Neuner, Martina Glagow, Andrea Henkel und Kati Wilhelm geht es noch um wichtige Punkte im Gesamtweltcup. Momentan führt Andrea Henkel dank ihrer zwei Weltmeistertitel mit 576 Punkten vor der Französin Sandrine Bailly mit 542 Punkten. Magdalena Neuner - wikipedia ©MaloMedvedHinter diesen beiden Führenden lauert das Trio Martina Glagow (532), Kati Wilhelm (531) und Magdalena Neuner (524). Eine dieser vier deutschen Topathletinnen möchte auf jeden Fall die große Kristallkugel erobern.

Bei den Männern hingegen scheint der Gesamtweltcup bereits entschieden. Über allen thront der König der Biathleten Ole Einar Björndalen mit 735 Punkten. Auf den Plätzen zwei und drei folgen die beiden Russen Dmitri Yaroshenko (563) und Maxim Tchoudov (541). Bester Deutscher ist wieder einmal Michael Greis auf Platz sechs mit 410 Punkten. Er möchte, nachdem er sich im vergangenen den Gesamtweltcup sichern konnte, noch einmal einen Angriff nach vorn unternehmen und visiert die einen Platz unter den ersten Drei an.

Die recht anspruchsvolle Strecke wird den Athleten alles abverlangen auf dem Schlussspurt des Weltcups. Ausgetragen werden die beiden Sprintentscheidungen, die Verfolgungen und der abschließenden Mixedstaffel am Sonntag am Biathlon-Wochenende in Pyeongchang. Danach gastiert der Biathlon-Zirkus noch im russischen Khanty Mansiysk und abschließend am Holmenkollen in Norwegen.

Dann heißt es für die Athleten erst einmal Urlaub, sich vom anstrengenden Weltcup erholen. Der Winter war trotz des personellen Umbruchs wieder einmal sehr erfolgreich. Neben fünf Goldmedaillen bei den Weltmeisterschaften in Östersund ergatterten die deutschen Biathleten zahlreiche Weltcup-Siege. Die meisten von ihnen träumen von einem paradiesischen Badeurlaub unter der Sonne, wo sie den Skianzug mit der sexy Bademode tauschen werden.
Aber zunächst müssen noch die letzten drei Weltcups über die Bühne gebracht werden. Beginn ist heute mit dem Sprint der Herren.    [...mehr]


Madison Square Garden New York © flickr / 708718

Um 3.30 Uhr MEZ geht es in der Nacht zum Sonntag um den Titel „König aller Klassen“. Bei der Titelvereinigung im Schwergewicht trifft der Ukrainer Waldimir Klitschko auf Sultan Ibragimov im legendären Madison Square Garden in New York.

Der 31jährige ukrainische Weltmeister ist von seinen Fähigkeiten überzeugt: „Ich bin siegessicher und habe keine Zeit und auch keine Kämpfe zu verlieren.“ 107 Kiloprogramm brachte Klitschko beim offiziellen Wiegen auf die Waage und war damit 8,6 Kilogramm schwerer als sein russischer Konkurrent, der in der Branche vor allem als Spitzbube bekannt ist. Für Klitschko wäre es der 50. Sieg in seiner Profilaufbahn, lediglich gegen Ross Puritty, Corrie Sanders und Lamon Brewster musste er Niederlagen einstecken, die aber längst verwunden hat. Dass aber auch Ängste mit jedem Kampf verbunden sind, beweist der IBF-Champion mit folgender Aussage: „Ich liebe das Boxen. Es gab Zeiten, da hatte ich regelrecht Angst, in den Ring zu steigen. Ich liebe es, zu gewinnen. Ich arbeite jeden Tag daran, perfekt zu werden”

Der Kampf der beiden Schwergewichtsgiganten dürfte auch zahlreiche Prominenz in den Madison Square Garden locken, so haben sich Schauspieler Bruce Willis und Sänger Eric Clapton für den Kampf angekündigt.    [...mehr]


Logo der Eisbären Berlin © wikimedia

Erstmals in ihrer Geschichte sicherten sich die Eisbären Berlin gestern den Titel im DEB-Pokal. Der etwas ungeliebte Wettkampf, der erst vor fünf Jahren wiederbelebt wurde, muss mit dem Image leben, dass es sich hier nur um ein Betätigungsfeld für junge Nachwuchsspieler handelt, trotz alledem traten gestern die Eisbären sowie die Frankfurt Lions in Bestbesetzung an.

Und die Eisbären hatten etwas gut zu machen, verloren sie doch ihre Generalprobe am Sonntag gegen den ungeliebten Anschutz-Bruder Hamburg Freezers mit 1:7. Völlig anders präsentierte sich das Team gegen die Frankfurter Lions – kampfstark und voller Tatendrang. So verwundert es nicht, dass bereits nach drei Minuten der Puck im Frankfurter Gehäuse einschlug. Brandon Smith hatte die Berliner mit einem vorzüglichen Schlagschuss in Führung gebracht.

Einen kleinen Bruch gab es in der 12.Minute als Nationalspieler Florian Busch nach einem üblen Bandencheck gegen Jason Marshall mit einer Spieldauerstrafe vom Eis musste. Marshall erlitt eine Gehirnerschütterung sowie zwei Platzwunden und musste ebenfalls vom Eis. Die Frankfurt Lions erwägen nun ein Spielvideo zum Disziplinarausschuss zuschicken, um eine längere Strafe für Busch zu erwirken.

Umso länger das Spiel dauerte, desto besser kamen die Gäste ins Spiel und so sorgte Simon Danner in der 29. Minute für den Ausgleich. Zehn Minuten vor Ende rafften sich die Eisbären im auskauften Wellblechpalast von Berlin noch einmal auf und konnten durch Richard Müller (50.) und Jens Baxmann (51.) mit zwei Toren in Führung gehen. Zwar traf Chris Taylor (56.) noch zum Anschluss, aber den Sieg der Eisbären konnten die Lions aus Frankfurt nicht mehr verhindern.

Damit haben die Eisbären den ersten Titel des angestrebten Doubles nach Berlin geholt. Den Schwung des Pokalerfolges wollen sie in die kürzlich beginnenden Play-Offs mitnehmen.    [...mehr]


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