Alberto Contador hatte heute alle Mühe          ©flickr/ijphotos.com

Bei der heutigen und letzten Bergankunft des 91.Giro d’Italia hatte Alberto Contador alle Mühe das Rosa Trikot des Gesamtführenden zu verteidigen. Die Italiener Danilo di Luca und Riccardo Ricco griffen den Astana-Profi mehrfach an und verkürzten den Abstand in der Gesamtwertung gewaltig.

Sieger auf der 19. Etappe von Legnano zur Ankunft am Monte Pora wurde der Ausreißer Vasil Kiryienka (Tinkoff) aus Weißrussland. Der Tinkoff-Profi war am Ende der Beste einer siebenköpfigen Spitzengruppe, die einen Vorsprung von 20 Minuten herausfahren konnte. Dann war es di Luca, der das Ziel in 1453m Höhe als Zweiter erreichte, nachdem er Contador immer wieder angriff.

Andreas Kölden konnte seinem Kapitän ordentlich helfen, dass der Rückstand nicht noch größer wurde. Am Schlussanstieg zog der Toursieger dann davon, konnte die Konkurrenten aber nocht abschütteln. Doch es gelang ihm nicht, seine verbliebenen Begleiter abzuhängen. Contador musste Ricco sogar vorbeiziehen lassen.

Titelverteidiger Danilo Di Luca wurde heute Zweiter        ©flickr/Tim De BackerDie beiden Herausforderer kämpften wie besessen, dem Spanier sein “maglia Rosa” abzunehmen. Auf di Luca büßte Contador inklusive der Zeitgutschrift rund zwei Minuten ein und Ricco konnte ihm sogar 37 Sekunden abnehmen. So bleiben dem Spanier knappe vier Sekunden Vorsprung in der Gesamtwertung vor dem Italiener.

Andreas Klöden belegt im Ziel Platz 16 mit dreieinhalb Minuten Rückstand auf seinen Astana-Kapitän und konnte sich mit der herausragenden Helferleistung auf den 13. Platz im Gesamtklassement nach vorn fahren.

Morgen wird es auf der 20. und vorletzten Etappe im Hochgebirge sich wieder spannend mit einigen Attacken auf das Rosa Trikot. Das Team Astana würd alle Mühe haben, die Gesamtwertung zu verteidigen.    [...mehr]


Irving Saladino © Wikipedia

22 Zentimeter fehlen Irving Saladino noch zum Weitsprung-Weltrekord von Mike Powell. Der amtierende Weitsprung-Weltmeister landete am vergangenen Samstag beim Grand Prix im niederländischen Hengelo erst bei 8,73 Metern, der weiteste Satz seit 14 Jahren. Der Panamaer sprang damit auf den siebten Platz der ewigen Bestenliste. “Ich war sehr überrascht, als ich die Weite auf der Anzeigetafel sah, es ging sehr leicht”, sagte Saladino heute in Berlin und ergänzte mit Blick auf das Istaf: “Das kann ich vielleicht am Sonntag verbessern.”

Der 25-Jähige ist 1,76 Metern relativ klein für einen Weitspringer, dazu wirkt er beinahe schmächtig. Er habe etwas Gewicht verloren, bestätigt Saladino, der sehr auf seinen Körper achtet: “Ich halte eine für einen Hochleistungssportler ganz normale Diät.” Kämpferisch fügte er hinzu: “Ich sehe jetzt schlanker aus, aber ich bin stärker!”

Für seinen Sprung in eine neue Dimension hat Saladino eine einfache Erklärung: “Ich habe meine Technik verbessert. Jetzt fehlt nur noch der richtige Moment, die richtige Atmosphäre, dann kommt der Weltrekord ganz allein.” Vielleicht ist es am Sonntag so weit, Saladinos Taktik klingt leichtathletisch locker: “Ich will einen superguten ersten Sprung hinlegen, dann kann ich mich setzen und ausruhen.”    [...mehr]


Für Voigt war es der erste Sieg beim Giro  ©flickr/rthorne

Auf der 18. Etappe hat gestern Jens Voigt den zweiten deutschen Etappensieg beim diesjährigen Giro eingefahren. Der CSC-Profi riss 34 Kilometer vor dem Ziel aus und schaffte es, die Führung bis zum Ziel in Varese zu behalten.

Für lange Ausreißversuche ist Jens Voigt bekannt. “Ich musste aus der zwölfköpfigen Gruppe angreifen und es auf eigene Faust versuchen, weil ich im Spurt gegen Bettini und Bennati keine Chance gehabt hätte”, meinte Voigt, für den es erste Einzelerfolg beim Giro war. Mit einem Rückstand von 1:07 Minuten wurde Giovanni Visconti (Quick Step) im Zielsprint vor Rinaldo Nocentini (ag2r) und Gabriele Bosisio (LPR) Zweiter.

Nach dem Ausriss des Berliners wurde in der elfköpfigen Verfolgergruppe immer wieder das Tempo angezogen, während dessen das Hauptfeld keine Chance mehr hatte, die Ausreißer einzuholen. Weltmeister Bettini (Quick Step), der sich mit in der Ausreißergruppe befand, musste dem hohen Tempo bei der Aufholjagd Tribut zollen und von den drei Italienern Visconti, Nocentini und Bosisio abreißen lassen. Sie konnten sich in der Tempoarbeit nicht einigen und Voigt erzielte auf der regennassen Straße von Varese souverän den Tagessieg.

Bilder von der Zieleinfahrt:

Das Peloton kam mit einem Rückstand von 7:51 Minuten in Varese an Die Gesamtführung von Alberto Contador (Astana) war aber zu keinem Zeitpunkt in Gefahr. Vor den letzten beiden schweren Bergetappen und dem abschließenden Einzelzeitfahren in Mailand liegt der Spanier weiterhin mit einem Vorsprung von 41 Sekunden vor Riccardo Ricco (Saunier-Duval) und 1:21 Minuten vor Gilberto Simoni (Diquigiovanni). Teamkollege Andreas Klöden ist auf Rang 15 bester Deutscher.

In der Sprintwertung holte sich Daniele Bennati gestern weitere Punkte und wird das Violette Trikot mit uneinholbaren 180 Punkten vor den punktgleichen Mark Cavendish (High Road/106) und Paolo Bettini (Quick Step) nach Mailand fahren.    [...mehr]


Hochsprung-Queen gewinnt die Hallen-WM in Valencia © Podravka/FlickrStorm

Die Überfliegerin Blanka Vlasic startet am Sonntag beim Istaf in Berlin. Die 24-jährige Hochspringerin, eine der schillernsten Athletinnen der Szene, ist bereits in überragender Form, in Doha übersprang die Kroatin jüngst 2,03 Meter. Die Hallen-Weltmeisterin von Valencia 2008 und Weltmeisterin von Osaka 2007 gilt als ungekrönte Nachfolgerin von Hochsprung-Queen Kajsa Bergqvist, die sich vom Leistungssport verabschiedet hat. “Wir gehen davon aus, dass Blanka wie schon beim Istaf im vergangenen Jahr die 2,06 Meter, vielleicht 2,10 Meter angreifen wird, um sich vor ihrer Konkurrenz mit Abstand für Peking zu positionieren”, sagte Istaf-Geschälftsführer Gerhard Janetzky.

Blanca Vlasic © WikipediaDie aktuelle Weltranglistenerste dominiert derzeit den Hochsprung nach Belieben. Im vergangenen Jahr gewann die 1,93 Meter große Athletin 18 ihrer 19 Wettkämpfe, die sie in der Freiluft-Saison bestritt, und wurde zu Europas Leichtathletin des Jahres gekürt. Den kroatischen Landesrekord schraubte Vlasic bis auf 2,07 Meter und rangiert mit der Bulgarin Lyudmila Andonova auf Position zwei der ewigen Welt-Bestenliste, nur Stefka Kostadinova (Bulgarien) sprang mit 2,09 Metern höher. Einen kuriosen Rekord hält Vlasic: den höchsten Sprung bei einer Meisterschaft, ohne eine Medaille zu gewinnen, mit 2,01 m bei der EM 2006.    [...mehr]


Greipel sorgte für den ersten deutschen Eatappensieg beim 91. Giro        ©flickr/mrs.flax

Auf der 17. Etappe des Giro d’Italia hat gestern der Deutsche André Greipel vor seinem Teamkollegen Mark Cavendish im Zielsprint gewonnen. Für den High Road-Profi war es der erste deutsche Etappensieg bei dem diesjährigen Giro. Platz drei ging an den Italiener Daniele Bennati (Liquigas).

Ab der „flamme rouge“ machte das Team High Road das Tempo an der Spitze des Feldes. Kurz vor dem Ziel dachte man, der dritte Tagessieg von Cavendish ist sicher. Aber der 23-jährige Brite ließ Greipel gewähren und schenkte ihm somit den Etappenerfolg. Mit dieser sehr sportlichen Geste gegenüber seinem Teamkollegen verhinderte Cavendish einen weiteren Erfolg von Daniele Bennati, der in der Sprintwertung haushoch führt.

“Wir hatten beschlossen, dass ich als Erster in die letzte Kurve gehen würde. Ich habe den Sprint angezogen und dachte mir, dass ich ihn bis zum Ende durchziehen könnte. Wie gewohnt haben wir gegen Ende die Führung übernommen - ich war in der Führungsarbeit und hab mich stark gefühlt”, meinte Greipel. Der sportliche Leiter des Team High Road, Valerio Piva, fügte hinzu: Cavendish hat sich heute für Greipels Arbeit auf den anderen Flachetappen bedankt und ist für ihn den Sprint angefahren.”

Bilder von der Zielankunft:

Der Spanier Alberto Contador (Astana) liegt in der Gesamtwertung weiterhin vor Riccardo Ricco (Saunier-Duval/+0:41 Minuten) und Gilberto Simoni (Diquigiovanni/+1:21). Andreas Klöden, der mit einem Rückstand von 8:44 Minuten bester Deutscher auf Platz 13 ist, kann jetzt nur noch Contador unterstützen “Ich werde mich ganz in den Dienst von Alberto und der Mannschaft stellen und versuchen, den Gesamtsieg zu sichern”, schrieb der Lausitzer auf seiner Homepage.

Daniele Bennati (160 Punkte) ist das “maglia ciclamino” wohl nicht mehr zu nehmen. Mark Cavendish (106) liegt dahinter, gefolgt von Riccardo Ricco (Saunier-Duval/105). Das Bergtrikot trägt weiterhin Emanuele Sella (CSF/128 Punkte) uneinholbar vor Vasil Kiryienka (Tinkoff/27).    [...mehr]


Helmes, Jones und Marin bleiben zu hause           ©flickr/dragonwelp

Patrick Helmes, Jermaine Jones und Marko Marin sind nicht mit dem DFB-Team bei der EM in Österreich und der Schweiz nicht dabei. Bundestrainer Joachim Löw gab vor wenigen Stunden den drei Spielern bekannt, dass sich der Trainerstab gegen die drei entschieden hat.

Um 11:30 Uhr gab Löw diese Info dem Team bekannt. Leicht sei die Entscheidung nicht gewesen, sagte der Coach. “Die Entscheidung ist unserem Trainerteam sehr schwer gefallen. Es war eine Millimeter-Entscheidung, denn jeder der drei Spieler hätte es verdient gehabt, dem Europameisterschafts-Kader anzugehören”, fand Löw positive Worte für die Aussortierten.

“Dies ist keine Entscheidung gegen ihre Qualität, sie haben in dem Trainingslager auf Mallorca einen hervorragenden Eindruck hinterlassen”, meinte Löw, der aber auch unterstrich, dass das Kapitel DFB-Team für das Trio noch nicht zu Ende ist: “Patrick Helmes, Jermaine Jones und Marko Marin haben gute Perspektiven, nach der EM wieder im Kreis der Nationalmannschaft dabei zu sein und eine gute Rolle zu spielen.”

Aufatmen können nun die anderen Wackelkandidaten Piotr Trochowski, David Odonkor und Oliver Neuville. Auch der Bremer Tim Borowski fährt mit zur EM. Für den künftigen Münchner, der nach einem grippalen Infekt mit dem Training aussetzen musste, war das Euro-Ticket nicht sicher.

Helmes verlor das interne Duell im Sturm gegen Neuville. Der Bundestrainer baut auf die Erfahrung des Gladbachers. Gegen Jones sprach ebenso wie bei Helmes die internationale Unerfahrenheit. Damit sind in Österreich und der Schweiz 15-WM-Teilnehmern von 2006 dabei.

Marko Marin ist noch nicht reif für ein internationales Turnier            ©flickr/die_cinnyEine Überraschung ist die Nichtberücksichtigung des zuvor von Löw fast schon überschwänglich gelobten Marin. Der 19-Jährige hat am Dienstag in Kaiserslautern beim enttäuschenden 2:2 noch sein Länderspiel-Debüt gefeiert. Laut dem Coach ist der nur 1,68 Meter kleine Mann wohl noch nicht reif ist für ein großes Turnier: “Man hat gespürt, es war das erste Länderspiel. Er ist ein Spieler für die Zukunft.“    [...mehr]


Autor: Jörgen Heller

Robert Harting ist sich selbst ein Rätsel              ©flickr/Farmer48

Diskus-Vizeweltmeister Robert Harting zeigt sich topfit für das olympische Jahr und hat mit der besten Serie seiner Karriere auf Anhieb die Peking-Norm erfüllt. Der 23-jährige Berliner gewann das 1. Werfer-Meeting in Versmold mit 66,82 Metern vor dem Wattenscheider Michael Möllenbeck. Zuvor hatte Harting die nationale Konkurrenz brüskiert.

Möllenbeck schaffte als Zweiter mit 64,63 Meter die Olympia-Norm ebenfalls bei seinem ersten Saison-Wettkampf. Zuvor hatte Harting dort mit der persönlichen Bestleistung von 67,63 Meter das Duell gegen Möllenbeck gewonnen, während dessen sich beide keines Blickes würdigten.

Harting hatte seine nationalen Kontrahenten im Vorfeld der 34. Werfertage beleidigt. “Ich bin nicht solch ein Egozentriker wie Lars Riedel, ein Säufer wie Michael Möllenbeck oder ein Model wie Martin Wierig”, sagte er gegenüber der “Mitteldeutschen Zeitung”. Weiter meinte er: “Ich bin mir selbst ein Rätsel.”

Franka Dietzsch hofft noch, die Olympia-Norm zu schaffen        ©flickr/renesackNach den Werfertagen entschuldigte sich der Diskuswerfer aus Berlin für seine Entgleisung. “Ich habe aus dem Magen raus geredet. Es tut mir leid. Dafür entschuldige ich mich, auch wenn man mir nicht gleich verzeihen kann”, erläuterte der 23-jährige WM-Zweite in Halle/Saale.

Nicht optimal verlief dagegen der Saisonstart von Franka Dietzsch. Die Diskus-Weltmeisterin erlebte einen ihrer seltenen Wettkämpfe unter der 60-Meter-Marke. Mit 59,47 Meter warf die 40-Jährige zwar erneut weiter als die Konkurrenz, schaffte aber nicht die geforderte Olympia-Norm von 61,00 Meter. Nun will die Neubrandenburgerin am kommenden Wochenende bei den Halleschen Werfertagen erneut angreifen. “Ich muss mich jetzt nicht zu Tode grämen, bis Peking ist noch viel Zeit”, meinte die dreimalige Weltmeisterin.    [...mehr]


Alberto Contador steht kurz vor dem ersten Giro-Triumph       ©flickr/ijphotos.com

Nach dem schweren Bergzeitfahren zum Kronplatz hat Alberto Contador das Rosa Trikot übernommen. Dem spanischen Tour-de-France-Sieger und seinem kasachischen Team Astana ist der erste Sieg bei der Italien- Rundfahrt kaum noch zu nehmen.

“Wir sind in einer sehr guten Position. Wir haben bereits das Rosa Trikot, wir haben ein starkes Team und wir arbeiten gut zusammen”, meinte der Sportliche Leiter Sean Yates. “Aber im Radsport kann man sich nie sicher sein”, fügte der britische Ex-Profi hinzu. Ein Körper sei keine Maschine.

Vor allem die Bergetappen am Freitag und Samstag warten noch als schwere Prüfungen. Doch ist der Kurs gut kontrollierbar. Die Anstiege am Freitag beginnen spät und die Distanzen zwischen den Favoriten sind nicht groß genug, um für riesige Zeitabstände zu sorgen.

Hat Contador  vor dem Giro geblufft?           ©flickr/Bob AuBuchonIm abschließenden Zeitfahren am Sonntag auf der letzten Giro-Etappe sieht der Spanier erst recht keine Gefahr. “Ich freue mich darauf. Der Kurs liegt mir. Wenn ich muss, kann ich dort einen Rückstand noch aufholen”, erörterte Contador, dem der Weg zur Tour wegen des Astana-Banns in diesem Jahr verschlossen bleibt. “Die ersten Tage des Giro waren schwer für mich. Auch die Dolomiten-Etappen haben wehgetan. Doch jetzt hat sich meine Form stabilisiert”, sagte er zuversichtlich.

Auch den Kampf um die Kapitänsrolle innerhalb des Astana-Teams, welches erst kurz vor Giro-Beginn die Start-Zulassung erhielt, hat Contador für sich entschieden. Der durch den Sieg bei der Romandie-Rundfahrt besser vorbereitet scheinende Andreas Klöden konnte ebenso wie Kalifornien-Tour-Sieger Levi Leipheimer auf den Dolomiten-Etappen mit der Spitze nicht mithalten. “Beide haben sich vielleicht einen Tag lang über die fehlende Form geärgert. Aber jetzt ist auch ihre Stimmung wieder gut”, sagte Pressesprecher Philippe Maertens.    [...mehr]


Stabhochsprung ist eine der populärsten Disziplinen beim Berliner Istaf. Legendär sind die Wettbewerbe mit dem ukrainischen Weltrekordler Sergej Bubka, der sich zuweilen noch in die Lüfte schwang, als alle anderen Wettbewerbe längst beendet waren. Heute gehören die deutschen Stabhochspringer zur Weltspitze, allen voran Danny Ecker, Tim Lobinger und Björn Otto. Ecker gab sich im Vorfeld des Golden-League-Meetings, das am Sonntag stattfindet, angriffslustig: “Ich möchte beim Istaf ein Zeichen setzen.”

Danny Ecker © Wikipedia

Die Olympia-Norm von 5,70 Metern hat der 30-jährige Leverkusener bereits geschafft, erstaunlich zu diesem Zeitpunkt: “Ich bin noch nie besser in eine Saison gekommen, eigentlich steige ich eher spät ein.” Einen Rückschlag gab es am vergangenen Wochenende beim Grand Prix in Hengelo, wo Ecker mit 5,40 Metern Zehnter wurde. Dennoch ist er selbstbewusst: “Die Trainingsleistungen zeigen, dass ich eine Menge draufhab.” 2007 war das bisher erfolgreichste Jahr des 6-Meter-Springers: Er wurde Halleneuropameister und gewann Bronze bei der WM in Osaka. “Ich kann noch höher springen. Mein Ziel ist eine Medaille bei den Olympischen Spielen.”

Sicher ist Eckers Dienstreise nach Peking freilich noch nicht, bis zu zehn deutsche Athleten könnten die Norm knacken, schätzt der Sohn der Doppel-Olympiasiegerin Heide Rosendahl und des ehemaligen Basketball-Profis John Ecker. Die Kriterien sind schwammig, neben der internationalen Norm von 5,70 Metern wird die “ganze Saison betrachtet unter besonderer Berücksichtigung der deutschen Meisterschaften”, zitiert Ecker.

Chancen rechnen sich neben Ecker vor allem Tim Lobinger und Björn Otto aus. Lobinger wurde bei der WM in Osaka Achter, seine Saisonbestleistung lag bei 5,83 Metern. Otto wurde WM-Fünfter, zudem steigerte er 2007 seine persönliche Bestleitung auf 5,90 Meter. Mit Ecker sind Lobinger und Otto auf Augenhöhe, auch sie überquerten bereits 5,70 Meter in dieser Saison.

In die Phalanx der deutschen Höhenflieger wollen beim Istaf der aktuelle Hallenweltmeister Evgeniy Lukyanenko aus Russland und der französische Vizeweltmeister Romain Mesnil eindringen. Alexander Straub, Richard Spiegelburg und Fabian Schulze komplettieren die deutsche Riege.    [...mehr]


Der Spanier Gomez (links) gewann souverän den Triathlon in Madrid       ©flickr/king.jabe

Die Rostockerin Christiane Pilz und der Saarbrücker Christian Prochnow haben sich am Wochenende überraschend beim Triathlon-Weltcup in Madrid für die Olympischen Spiele qualifiziert.

Pilz wurde beim Weltcup in Madrid Siebter und verdrängte damit im internen Duell Joelle Franzmann aus Saarbrücken. Prochnow belegte Platz fünf und setzte sich in der nationalen Ausscheidung gegen Maik Petzold aus Mengen und Andreas Raelert aus Rostock durch. Zuvor waren bei den Männern bereits Weltmeister Daniel Unger aus Bad Saulgau und Jan Frodeno aus Saarbrücken sowie bei den Frauen Anja Dittmer aus Neubrandenburg und Ricarda Lisk aus Waiblingen für Olympia qualifiziert.

Christian Prochnow löste das Olympia-Ticket          ©flickr/TwentyTrees„Das ist der größte Tag meiner Karriere. Ich freue mich unglaublich auf Peking“, frohlockte Prochnow nach dem 200. Weltcup in der Triathlon-Geschichte. Für den Saarbrücker ist es die erste Teilnahme an Olympischen Spielen.

Pilz, die die letzten Spiele in Athen trotz Qualifikation wegen eines Armbruchs auslassen musste, zeigte sich überglücklich. „Das ist unglaublich. Dafür habe ich so hart gearbeitet“, freute sich die 32-Jährige.

Um den Sieg beim Jubiläumsrennen kämpften die deutschen Triathleten nicht mit. Lisk belegte bei den Frauen Platz 13., Kathrin Müller wurde 16. und ist damit neben Franzmann für die Weltmeisterschaft in Vancouver in zwei Wochen qualifiziert. Bei den Männern sind neben Petzold und Raelert noch Steffen Justus aus Schramberg bei der WM in Kanada mit dabei.

Bei den Frauen siegte erwartungsgemäß die Portugiesin Vanessa Fernandes in 2:04:46 Stunden, die ihren 20. Weltcup-Erfolg feierte. Keine Triathletin war je erfolgreicher. Bei den Männern triumphierte der Weltcup-Gesamtsieger Javier Gomez. Für den Spanier, der für die 1,5 Kilometer Schwimmen, 40 Kilometer Radfahren und zehn Kilometer Laufen 1:56:25 Stunden brauchte war es der zehnte Weltcupsieg seiner Laufbahn.    [...mehr]


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