Der FC Schalke 04 hat heute seinen Cheftrainer Mirko Slomka mit sofortiger Wirkung entlassen.
Bereits in den letzten paar Wochen wurde der Druck auf Mirko Slomka immer größer, zum einen lag es auch mit Sicherheit an der großspurigen Erwartungshaltung seitens des Präsidiums von Schalke und zum anderen aber auch an den schlechten Resultaten der Mannschaft. Den Stein entgütlig ins Rollen gebracht, hat wohl gestern die derbe 1:5 Niederlage gegen Mitkonkurrent Werder Bremen. Denn damit ist die direkte Qualifikation für die Champions Leage wohl entgültig in die Ferne gerückt.
Somit war es wohl eine zu erwartende Konsequenz, dass heute Mittag Schalke Mirko Slomka feuerte
Naja, ob das der richtige Schritt war, wage ich zu bezweifeln. Denn man kann aus der momentanen Mannschaft von Schalke keine Spitzenmannschaft machen. Aber scheinbar sind die Verantwortlichen auf Schalke etwas realitätsfern ![]()
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Der Startschuss für die Jagd auf den mit einer Million US-Dollar dotierten Jachpot fällt am 1. Juni in Berlin: Das Istaf bildet erstmals den Auftakt der Golden League, es folgen die Meetings in Oslo, Paris, Rom, Zürich und Brüssel. Allerdings hat das Istaf seine Schirmherrin Angela Merkel verloren. Offenbar aus Verärgerung darüber, dass die Disziplinen Diskus- und Speerwerfen der Frauen mit den deutschen Stars Steffi Nerius, Christina Obergföll und Franka Dietzsch nicht ausgetragen werden, hat die Bundeskanzlerin die Bitte der Veranstalter um das Patronat ausgeschlagen.
“Wer den Jackpot gewinnen will, muss bei uns starten”, sagte der Istaf-Organisator Gerhard Janetzky. Nur Athleten, die bei allen sechs Meetings in ihrer Disziplin gewonnen haben, sichern sich einen Anteil am Gold. Die Golden-League-Disziplinen 2008 sind bei den Männern die 100m, 400m, 1500m, 400m Hürden, Weitsprung und Speerwurf, die Frauen treten über 200m, 800m, 100m Hürden und im Hochsprung an.
Die Schwedin Kajsa Bergqvist, 2005 Weltmeisterin im Hochsprung und nun Botschafterin des Internationalen Leichtathletik-Verbandes (IAAF), erläuterte die Faszination der Golden League: “Jeder muss bei jedem Meeting starten, deshalb ist jedes Meeting eine eigene Meisterschaft.” Zu Peking sagte die frühere Spitzensportlerin, die gerade eine Ausbildung zur Sommelière absolviert: “Eine olympische Saison ist etwas Besonderes, jeder möchte hier dabei sein, um die Gegner vielleicht ein bisschen einzuschüchtern.”
Die deutschen Leichtathleten sind bessere Werfer denn Läufer. Da aber in der IAAF Laufwettbewerbe als attraktiver gelten als die Wurfdisziplinen, machen lediglich die Speerwerfer Jagd auf den Jackpot. Zusätzlich haben die Istaf-Organisatoren das Diskuswerfen der Männer mit dem Berliner Robert Harting ins Programm genommen, was Kritikern wie dem für Sport zuständigen Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble nicht reicht: „Die wenigen Spitzenathleten, die wir haben, müssen wir auch auftreten lassen“, sagte er dem Tagesspiegel. Janetzky warb um Verständnis: “Wir sind das einzige Meeting mit zwei Langwurfdisziplinen.” Die Prioritäten der IAAF seien eindeutig: “Was nicht Laufwettbewerb ist, ist erklärungsbedürftig.” [...mehr]
GOLF Lehrstunde für Deutschlands neue Golfhoffnung Martin Kaymer beim Masters: Mit einer 76er Runde auf dem anspruchsvollen Par 72-Kurs im Augusta National GC liegt der 23-jährige Debütant aus Mettmann auf dem 65. Rang unter 94 Konkurrenten. Der zweimalige Sieger Bernhard Langer ist mit einer 74er-Runde gestartet. Der 50-Jährige verpasste ein besseres Resultat, weil er einen Strafschlag zugeschrieben bekam. Am neunten Loch soll er einen nicht ruhenden Ball geschlagen haben. Es führen Justin Rose (England) und Tevor Immelman (Südafrika) mit je 68 Schlägen. Der viermalige Masters-Sieger Tiger Woods (USA) belegt als Topfavorit mit einer 72er Par-Runde Rang 19.
EISHOCKEY Ein tierisches Finale: Die Eisbären Berlin und die Kölner Haie haben sich jeweils im entscheidenden fünften Spiel der Playoff-Halbfinals durchgesetzt. Pokalsieger Berlin gewann 3:1 (0:0, 2:0, 1:1) gegen die DEG Metro Stars, die Kölner Haie besiegten die Frankfurt Lions mit 3:2 (0:0, 1:0, 2:2). Die Eisbären haben im ersten Finalspiel am Sonntag Heimrecht gegen die Haie.
OLYMPISCHE SPIELE Der Spießrutenlauf geht weiter: Unter starken Sicherheitsvorkehrungen ist das Olympische Feuer in der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires eingetroffen. Proteste gab es am Flughafen zunächst nicht. Schließlich war ein Sonderteil des Flughafens war für die Öffentlichkeit gesperrt worden. Ein großes Polizeiaufgebot riegelte auch die umliegenden Bereiche ab. Während des 13 Kilometer langen Fackellaufs wird mit Protesten gegen die Tibet-Politik Chinas gerechnet. Auch Anhänger der in China verbotenen Kultgemeinschaft Falun Gong wollten den Lauf dafür nutzen, um gegen die von ihnen beklagten Verletzungen der Menschenrechte in China zu demonstrieren. Allerdings sollten die Aktionen friedlich bleiben, sagten Sprecher. [...mehr]
Aus Frust über seine Reservistenrolle hat Jens Lehmann gegen Trainer Arsene Wenger und Keeper Manuel Almunia von Arsenal London ausgeteilt. Auch einen Wechsel zu einem anderen großen europäischen Club schließt der deutsche National-Keeper nicht mehr aus.
“Wenn ich noch einmal Champions League spielen kann, überlege ich es mir noch einmal”, teilte Deutschlands Torwart Nummer 1 dem “kicker” mit. Jegliche Hoffnung auf eine Rückkehr in die Stammelf bei Arsenal hat er praktisch aufgegeben.
Zu seinen spanischen Rivalen Manuel Almunia findet Lehmann deutliche Worte: “Was soll ich noch hoffen? Wenn ich nicht spiele, obwohl der andere Torwart nicht gerade glücklich spielt, wird es schwierig.” Das Ausscheiden aus der Champions League als Reservespieler der Londoner ist für Lehmann eine Tragödie: “Das ist nicht lustig, ich bin sehr wütend.”
Für den Edelreservisten ist nun die Europameisterschaft im Juni in Österreich und der Schweiz seine nächste große Herausforderung. “Ich werde bei der EM spielen und habe bewiesen, dass ich es noch immer kann”, erklärte er entschlossen.
Motivations-Probleme habe Lehmann wegen seiner stetigen Reservisten-Rolle bei Arsenal nicht, machte er deutlich und fügte hinzu: “Ich habe ja die EURO vor Augen. Und Wut ist keine so schlechte Motivation.” Die Entscheidung des Keepers, trotz der fehlenden Spielpraxis beim FC Arsenal geblieben zu sein und vor allem aus persönlichen Gründen im Winter auf einen Wechsel zurück in die Bundesliga verzichtet zu haben, hatte den Bundestrainer in Bredoulle gebracht.
Joachim Löw hielt aber bisher an Lehmann fest. In der DFB-Elf ist die Nummer 1 seit 621 Minuten unbezwungen. Das ist ein Rekord in der Länderspiel- Geschichte des DFB. Mit 90 fehlerlosen Minuten beim 4:0-Testspiel-Sieg gegen die Schweiz hatte er die Nummer-1-Debatte gestoppt, die nach seiner schwächeren Leistung zuvor beim 3:0 in Österreich ausgebrochen war. “Es gibt da, glaube ich, bis zur EM keine Diskussionen mehr”, stellte Deutschlands Kapitän Michael Ballack in Basel klar.
Ein Tribut an Lehmann in seiner Londoner Zeit:
Stephen Maguire hat mit starken Nerven und viel Feingefühl die China Open gewonnen und damit nach der Northern Ireland Trophy als bisher einziger Spieler zwei Titel in dieser Saison geholt. Im Finale bezwang er Shaun Murphy mit 10:9 bei einem sehr ausgeglichenen Match
Maguire kann sich nun vier Titel Schotten in seiner Karriere zuschreiben. Der Schotte ist damit erst der zwölfte Spieler überhaupt, der vier Mal bei einem Weltranglisten-Turnier siegen konnte. Die Entscheidung fiel aber erst bei den letzten Bällen.
Der Entscheidungsframe war beim Endspiel auf die Farben noch offen. Grün lag hinter blau an der langen Bande vor der grünen Tasche. Beim Lochen von gelb aber manövrierte Maguire geschickt grün an blau vorbei über die Bande vor die Ecktasche und konnte anschließend lochen.
Das Endspiel war ein packendes Snooker-Match wie aus dem Lehrbuch. Spannende Safety-Duelle gab es ebenso wie eine Reihe hoher und hochkarätiger Breaks. Maguire schaffte mit 106, 102 und 137 gleich drei Century-Breaks, Murphy spielte mit 136 eine dreistellige Serie. Vor allem aber wechselten die Phasen mit Vorteilen für einen der beiden Spieler ständig.
Erst ging der Gewinner mit 5:2 in Führung, dann zog Murphy auf 7:5 davon. Danach aber war der Schotte wieder an der Reihe: Vier Frames in Folge brachten ihn dem Titel ganz nahe. Murphy aber zeigte Kampfgeist, glich aus und erzwang den Entscheidungsframe. Über 36 Minuten dauerte dieses Drama, ehe Stephen Maguire mit dem genialen Stellen des grünen Balles den entscheidenden Schachzug machte. Fast 6:40 Stunden dauerte die Netto-Spielzeit
Auf das neue Provisional Ranking hatte der Ausgang des Finales keine Auswirkung mehr. Shaun Murphy ist die neue Nummer eins vor Ronnie O’Sullivan. Doch Stephen Maguire als Dritter hat durch seinen Sieg in Peking den Rückstand auf die beiden deutlich verkürzt. [...mehr]
Die Spanier sorgen zwei Monate vor Beginn der Fußball-Europameisterschaft in Österreich und der Schweiz für große Aufregung wegen Zecken. Grund dafür ist eine Empfehlung der UEFA, wonach sich die Spieler gegen die Hirnhautentzündung (Enzephalitis) impfen lassen sollten, die von den kleinen Blutsaugern übertragen werden kann.
Auf der iberischen Halbinsel hat das Zecken-Thema allerdings auch einen sportlichen Hintergrund. Da die Impfung muss in den nächsten Tagen erfolgen, um richtig zu wirken. So bleibt Nationaltrainer Luis Aragonés keine andere Wahl, als zu entscheiden, welche Spieler das Serum bekommen werden. Der Coach muss also schon jetzt eine Vorauswahl für den Kader treffen, den er für die Fussball EM 2008 vorgesehen hat. “Die Zecken bringen die Pläne von Aragonés durcheinander”, schrieb das Fachblatt “Sport”.
Dabei tritt die seit Monaten heftig geführte Debatte wieder ans Tageslicht, ob der Trainer Real Madrids Kapitän Raúl mit zur EM nehmen wird. Der königliche Stürmer wird von Aragonés seit über einem Jahr nicht mehr berücksichtigt und hat nur wenig Chancen, im Juni dabei sein zu können. “El Mundo” scherzte dazu: “Raúl möchte auch geimpft werden.”
Der Teamarzt der Selección, Jorge Candel erläuterte: “Für die Fußballer empfiehlt sich eine Impfung, weil sie (bei Waldläufen) viel mit der Natur in Verbindung kommen. Bei Fans ist das nicht nötig.“
Gestern gingen die Radprofis beim Ardennen-Klassiker im Baskenland and den Start. Den Auftakt der 48. Auflage der Rundfahrt im Hinterland von Bilbao und San Sebastian, bei der wieder Kletterqualitäten gefragt sind, gewann Alberto Contador vom Team Astana.
Alberto Contador hat die erste Etappe der Baskenland-Rundfahrt gewonnen. Der umstrittene Tour-de-France-Sieger setzte sich nach 137 Kilometern rund um Legazpia vor seinen Landsleuten Ezequiel Mosquera und David Herrero durch. Sieben Kilometer vor dem Ziel attackierte Contador am letzten Anstieg und passierte gemeinsam mit Mosquera die Bergwertung mit einem Vorsprung von zehn Sekunden auf das Hauptfeld. Anschließend schüttelte er seinen Verfolger ab und gewann souverän die erste Etappe.
Noch fünf Etappen sind zu absolvieren. Die insgesamt 838 Kilometer führen dauerhaft über Berge und durch Täler. Mindestens vier Bergwertungen stehen an den ersten fünf Tagen pro Teilstück auf dem Programm. Aber kein Tagesabschnitt endet auf einer Passhöhe. Man rechnet damit, dass das abschließende Zeitfahren über 20 Kilometer mit den beiden Anstiegen wohl die Entscheidung über den Nachfolger von Vorjahressieger Juan Jose Cobo (Saunier Duval) bringt
19 Mannschaften nehmen dieses Jahr teil. Darunter befinden sich alle Teams der ProTour inklusive Astana sowie der spanische “Zweitligist” Karpin-Galicia. Ein großer Schlagabtausch auf höchstem Niveau scheint in Nordspanien garantiert.
Die Topfavoriten auf den Gesamtsieg sind dabei Auftaktgewinner Alberto Contador (Astana) und sein Tour-Kronprinz Cadel Evans (Silence). Doch auch das Team Saunier Duval will den dritten Sieg im Baskenland in Folge und schickt dafür Jose Angel Gomez Marchante und Riccardo Ricco ins Rennen. CSC hofft auf die Gebrüder Schleck und Carlos Sastre, dazu kommen Thomas Dekker (Rabobank), Vladimir Karpets und Luis Leon Sanchez (Caissse d’Epargne) sowie Damiano Cunego (Lampre) als weitere Mitfavoriten. [...mehr]
Der belgische Meister Stijn Devolder hat am Sonntag die traditionelle Flandern-Rundfahrt gewonnen. Der Profi vom Team Quick Step setzte sich nach 264 Kilometern mit 15 Sekunden Vorsprung auf seinem Landsmann Nick Nuyens (Cofidis) und dem Spanier Juan Antonio Flecha (Rabobank) durch.
Der Drittplatzierte war der erste Spanier, der seit der Premiere 1913 auf dem Siegerpodest stand. Vorjahressieger Alessandro Ballan (Lampre) wurde weitere sechs Sekunden dahinter Vierter vor George Hincapie vom High-Road-Rennstall. Nur noch 26 Fahrer waren am Ende des Radklassikers um den prestigeträchtigen Sieg im Rennen.
Devolder hatte zuvor viel Arbeit für seinen Kapitän Tom Boonen geleistet. Demnach schien seine Attacke 27 Kilometer vor dem Ziel der Konkurrenz wohl erst nur ein taktischer Schachzug von Quick Step zu sein. Doch der 28-Jährige zeigte seinen Verfolgern nicht nur für kurze Zeit das Hinterrad, sondern zog ein eindrucksvolles Solo bis ins Ziel durch. Die Verfolgergruppen mühten sich stetig, den Ausreißer irgendwie einzuholen. Doch der Profi aus Kortrijk war bei seinem Heimspiel einfach zu stark.
Unter dem Jubel der Fans in Ninove machte der erst im Winter vom Team Discovery Channel zu Quick Step gewechselte Hoffnungsträger den 65. belgischen Erfolg bei der 92. Auflage des großen Klassikers perfekt. “Noch nie habe ich in einem Rennen so gelitten. Zu der enormen Anstrengung kam ein technisches Problem, das mich sehr genervt hat: Meine Funkverbindung zum Teamleiterwagen war defekt, so dass ich zum Schluss immer die Motorradfahrer fragen musste, wie viel Vorsprung ich noch habe”, erläuterte Devolder zufrieden.
Nach dem zweiten Rennen der UCI-ProTour verteidigte Andre Greipel die Führung im Gesamtklassement: Der Sprinter aus Rostock, Dominator der “Tour Down Under” in Australien im Januar, hat 62 Punkte auf seinem Konto, Devolder folgt mit 50 Zählern. [...mehr]
Robert Kubica hatte nicht lange Freunde an seiner ersten Formel-1-Pole: Ferrari-Pilot Felipe Massa zog noch vor der ersten Kurve an dem BMW vorbei, in der dritten Runde überholte auch Massas Teamkollege Kimi Räikkönen den Polen. Die Ferrari-Doppelspitze dominierte nun das Rennen, der Brasilianer siegte beim Großen Preis von Bahrain vor Räikkönen. BMW-Sauber übernahm die Führung in der Konstrukteurs-WM, denn Kubica wurde Dritter vor Nick Heidfeld. BMW-Motorsportchef Mario Theissen äußerte sich zufrieden. “Wir haben noch Potenzial nach oben. Wenn wir das rauskitzeln, sind wir noch für einige Überraschungen gut.”
Felipe Massa stand nach zwei Ausfällen und null Punkten gewaltig unter Druck. Umso eindrucksvoller sein Sieg vor Räikkönen, den Massa stets auf Abstand hielt, so dass der Finne keine Überholmanöver starten konnte.
Bei Lewis Hamilton klappte gar nichts: Der Brite hatte beim Start Probleme mit der Kupplung und wurde vom dritten auf den zehnten Platz durchgereicht. In der zweiten Runde drängte Hamilton ungestüm nach vorn: Bei einem Überholversuch ausgerechnet gegen Fernando Alonso (Renault) knallte Hamilton auf den Wagen seines ehemaligen Mercedes-Kollegen. In der Box bekam er einen neuen Frontflügel, die Aufholjagd endete auf Platz 13. Immerhin kam der Finne Heikki Kovaleinen als Fünfter noch zu vier WM-Punkten für McLaren-Mercedes.
Sebastian Vettel musste seinen Toro-Rosso bereits in der ersten Runde nach einer Kollision abstellen. Nico Rosberg im Williams wurde Achter und schnappte dem Toyota-Piloten Timo Glock auf Rang neun den Punkt weg. Adrian Sutil sah im Force India als 19. die karierte Flagge. [...mehr]
Alter und neuer Box-Weltmeister im Mittelgewicht heißt Felix Sturm. Der Leverkusener verteidigte gestern Abend seinen Titel nach Version der World Boxing Association (WBA) vor 4500 Zuschauern in Düsseldorf souverän gegen den Australier Jamie Pittman mit einem technischen K.o.-Sieg in der siebten Runde. Nun will der 29-Jährige am liebsten einen Kampf gegen IBF-Weltmeister Arthur Abraham.
Sturm kann nun seinen 29. Sieg im 32. Profikampf feiern. Sein Gegner Pittman verlor nach 16 Siegen zum ersten Mal.
Trotzdem war es für den Schützling von Trainer Michael Timm ein hartes Stück Arbeit. Sein Gegner aus Australien wurde umso mutiger, desto härter er getroffen wurde. Der Boxer von „Down Under“ zeigte ein großes Kämpferherz. Trotz eines Niederschlages durch einen Leberhaken in der fünften Runde, einem tiefem Cut am linken Auge und einem weiteren Niederschlag in der sechsten Runde machte er immer wieder weiter. Áber in der siebten Runde streckte der intelligent boxende Sturm seinen Gegner dann zum dritten Mal nieder, so dass dem Ringrichter keine andere Wahl blieb, den Kampf abzubrechen.
Sturm war im Vergleich zum Unentschieden bei seinem letzten WM-Kampf gegen den US-Amerikaner Randy Griffin sichtlich besser vorbereitet. Er hielt sich an seine Taktik und arbeitete sehr gut mit seiner Deckung, in die Pittman wild einprügelte. Der Deutsche boxte effizienter und klüger. Immer wenn ein Schlag von Sturm ausging, hinterließ er Wirkung beim Gegner. Den K.o.-Schlag vollführte Sturm wie aus dem Lehrbuch mit einer Kombination Aufwärtshaken-Körpertreffer-Kopftreffer.
Nun ist Sturm heiß auf einen Fight gegen Arthur Abraham, der letzten Samstag seinen Titel souverän verteidigte. Der Gipfel der beiden deutschen Mittelgewichts-Weltmeister muss aber noch warten. Erst trifft WBA-Champion Sturm am 5. Juli auf den Spanier Javier Castillejo oder Europameister Sebastian Sylvester aus Greifswald, die am kommenden Samstag gegeneinander antreten. Dann steht das Rematch gegen Randy Griffin (USA) auf dem Programm, gegen den der gebürtige Bosnier im Oktober 2007 unentschieden geboxt hat.










