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Parkour – Eine Trendsportart stellt sich vor

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Mit Parkour entdecken Sportler eine komplett andere Art der Fortbewegung. Ab jetzt sind Bock und Barren Passé, es heißt, Zäune zu überwinden, Mauern zu erklettern und vieles mehr. Ein kleiner Überblick, was es mit dieser exotischen Sportart auf sich hat.

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Videos im Netz zeigen muskelbepackte Männer, die nach einem flotten Sprint mit unerwarteter Leichtigkeit hohe Mauern herabspringen und mühelos jedes Hindernis überwinden. Doch das ist nicht alles, was hinter dem Sport steckt, der heute viele Menschen in seinen Bann gezogen hat.

Aus Kriegserfahrung wird Parkour

Die Wiege des Sportes liegt in Nordfrankreich. Von Kindesbeinen an brachte Raymond Belle hier seinem Sohn die „Méthode Naturelle“, die Fortbewegung im Einklang mit der Natur bei. Diese Technik entwickelte der Soldat und militärische Feuerwehrmann aus seinen Erfahrungen im Vietnamkrieg und dank seiner erstaunlichen Fitness. Der junge David testete spielerisch seine Fähigkeiten an Tischtennisplatten und Papierkörben, nach dem Tod seines Vaters entwickelte er daraus zusammen mit Sebastien Foucan eine eigene Sportart.

„You against yourself“

Auch wenn viele Videos es nicht erahnen lassen, doch seine eigenen Grenzen zu beherrschen, ist hier unausweichlich. „Lerne vorsichtig zu sein“, sagt Gründer David Belle in einem Interview dazu. Eine kleine Zahl an Grundübungen bildet das Fundament, auf dem die Sportler später mehr und mehr aufbauen können. Viele Techniken kennen Turner aus dem eigenen Training. Das Hochziehen an einer Stange beispielsweise oder eine seitliche Hocke über Hindernisse sind vom Turnen an Reck und Kasten bekannt. In Kursen werden diese Grundlagen dann beigebracht und auf einem Übungsareal erprobt.

Freerunning als Alternative

Parallel zum Parkour entwickelte sich eine weitere, ähnliche Sportart. Der Unterschied liegt in Ziel und Umsetzung der Techniken. Im Gegensatz zu seinem Bruder dient Freerunning dazu, möglichst gut bei der Ausführung auszusehen, wohingegen die Parkour-Techniken dem Ziel dienen, sich fortzubewegen. Letztendlich liegt die Entscheidung beim Sportler selbst, wie er die erlernten Übungen für sich umsetzt.

Nützliche Techniken

Da alles genutzt werden kann, was die Umwelt dem Sportler an Oberfläche bietet, sind die Techniken universal einsetzbar. Manche Vereine bieten sogar Kurse für Lehrer und Polizisten an. Wie Gründer David Bell so schön sagt: „Parkour is useful“. Durch die Bewegung an der frischen Luft setzen sich Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit ihrem Lebensraum bewusster auseinander, als sie es bei anderen Sportarten tun würden.

Wer nun Blut geleckt hat, sollte sich zu einem der Kurse anmelden. In vielen Städten wie Dortmund, Bremen oder Hamburg wird die Sportart angeboten.

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