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Quali-Abschluss als WM-Test – Bierhoff wünscht sich Tore

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Kaiserslautern – Auf dem Betzenberg in Kaiserslautern beschließt die Fußball-Nationalmannschaft die WM-Qualifikationsrunde für Russland 2018. Mit dem angestrebten zehnten Sieg im zehnten Spiel am Abend gegen Aserbaidschan (20.45 Uhr) würde das Team von Joachim Löw einen Rekord aufstellen.

Der Bundestrainer hat mehrere personelle Wechsel für die Startelf angekündigt. Oliver Bierhoff hat eine klare Vorstellung. Er wünschte sich im ARD-Hörfunk einen «engagierten, attraktiven Fußball, hoffentlich mit ein paar Toren».

BESTMARKEN: Im September 2016 formulierte Löw vor dem Qualifikationsauftakt in Oslo ein klares Ziel. «Wir wollen diese Gruppe dominieren. Wir wollen alle zehn Spiele gewinnen.» 13 Monate später fehlt zur Erfüllung der Vorgabe nur noch der Heimerfolg am Abend in Kaiserslautern gegen Aserbaidschan. Es wäre zudem das 19. Spiel in Serie ohne Niederlage – ein Spitzenwert in der Ära Löw. Zehn Siege in zehn Spielen in einer WM-Qualifikation hat es für die Nationalmannschaft seit 1934 noch nie gegeben. «Es wäre ärgerlich, sich zuhause gegen Aserbaidschan die Bilanz ein bisschen zu versauen», sagte Abwehrchef Mats Hummels. Quali-Spitzenwert sind schon jetzt die 38 Treffer.

PERSONAL: Löw beginnt gegen Aserbaidschan die nächste WM-Testphase. Im Vergleich zum 3:1 in Nordirland verändert er seine Startelf auf mindestens drei Positionen. Im Tor bekommt Bernd Leno anstelle von Marc-André ter Stegen in Abwesenheit des verletzten Kapitäns Manuel Neuer eine Bewährungschance. Emre Can vom FC Liverpool spielt im defensiven Mittelfeld, und Flügelflitzer Leroy Sané darf erstmals in dieser Saison im DFB-Trikot von Beginn an ran.

GEGNER: Nach zwei Siegen zum Auftakt gegen San Marino und Norwegen hoffte man in Aserbaidschan schon auf ein Quali-Wunder. Nun ist man vor dem Finale gegen Deutschland doch auf Platz fünf abgestürzt. Im Hinspiel im März gab es gegen die DFB-Auswahl ein 1:4. Löw machte der ambitionierten Sportnation auch wenig Hoffnungen auf eine Teilnahme an der EM 2020, wenn vier Spiele in der Hauptstadt Baku am Kaspischen Meer stattfinden werden. «Ein Aufbau kann viele Jahre dauern.» Dennoch schätzt der Bundestrainer die Spielweise unter Trainer Robert Prosinecki. «Sie verstecken sich nicht und hauen auch nicht die Bälle kreuz und quer, wie wir es zuletzt erlebt haben.»

AUSBLICK: Joachim Löw freut sich schon auf London. Im Wembleystadion steht am 10. November der nächste Test für die DFB-Elf an. Löw bescheinigte den Three Lions um Superstürmer Harry Kane «eine hohe individuelle Klasse». Ob vier Tage später in Köln gegen Frankreich gespielt wird, steht erst am Dienstag fest. Muss die Equipe Tricolore doch noch in die WM-Playoffs wären die Niederlande der Ersatzkandidat.

Ein bisschen WM-Feeling kommt dann am 1. Dezember auf, wenn im Moskauer Kreml die Gruppen ausgelost werden. Danach will Löw sich auch für ein WM-Quartier wohl in Moskau oder Sotschi entscheiden. Hochkarätig geht es ins WM-Jahr. Am 23. März ist Spanien in Düsseldorf der Gegner, am 27. März kommt Brasilien zum Test ins Berliner Olympiastadion.

Fotocredits: Julian Stratenschulte
(dpa)

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