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Ribéry-Gala, Hannover-Fiasko und eine Trainer-Diskussion

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Berlin – Für Spannung ist in der Rückrunde der Fußball-Bundesliga gesorgt. Im Titelrennen, weil der FC Bayern nach teils holprigen Wochen die Verfolgung bei sechs Punkten Rückstand auf Herbstmeister Borussia Dortmund aufgenommen hat.

Im Tabellenkeller, wo es eng zur Sache geht. Die größten Sorgen haben Hannover 96 und der 1. FC Nürnberg mit nur elf Punkten. Aber auch der VfB Stuttgart hat als Drittletzter viel Nachholbedarf.

ABSTIEGSREIF: Es sind Zahlen, die alles andere als Bundesliga-Tauglichkeit ausdrücken. Platz 18, nur elf Punkte. In den letzten elf Spielen gab es keinen Sieg mehr für den 1. FC Nürnberg, zuletzt sogar vier Mal kein Tor. Ans Aufgeben denkt Trainer Michael Köllner aber nicht. Zum Start in die Rückrunde am 20. Januar gegen Hertha BSC wolle er aber dafür sorgen, dass «wir wieder Tore schießen, punkten und dann am Ende auch Spiele gewinnen», sagte der Coach, um «Platz für Platz» gut zu machen.

ARBEIT: Das Horror-Szenario, als Drittletzter in die Winterpause zu gehen, blieb Vizemeister Schalke 04 erspart. Trotzdem gibt es einiges zu tun. «Eine gute Analyse ist wichtig und dann müssen die richtigen Schlüsse gezogen werden», sagte Trainer Domenico Tedesco nach dem 3:1 in Stuttgart. Seine Position bleibt unangetastet, ansonsten könnte sich einiges tun auf Schalke. Das Trainer-Team soll verstärkt werden, Manager Heidel könnte sportliche Kompetenz zur Seite gestellt bekommen und die Mannschaft erhält womöglich die eine oder andere Verstärkung.

FLIRT: Timo Werner flirtet mit den Bayern, die Münchner sparen nicht mit Komplimenten. «Grundsätzlich ist das ein guter Spieler. Er trifft am laufenden Band», sagte Bayern-Sportvorstand Hasan Salihamidzic über den deutschen Nationalspieler. Kein Wunder, dass Leipzigs Sportdirektor Ralf Rangnick die Diskussion nervt, will er doch mit dem in dieser Saison elfmal erfolgreichen Stürmer vorzeitig verlängern. «Timo wird sich über Weihnachten Gedanken machen. Dann wird er uns sagen, ob er seine Zukunft langfristig bei uns sieht. Ich sehe seine Zukunft langfristig bei uns», sagte Rangnick.

NACHSITZEN: Wird den Spielern von Hannover 96 der Weihnachtsurlaub gestrichen? Am Sonntag ab 10.00 Uhr will Trainer Markus Breitenreiter diese Maßnahme mit der Mannschaft besprechen. Der Coach räumte nach dem 0:1 gegen Fortuna Düsseldorf massive Probleme innerhalb des Kaders ein und deutete zumindest an, auf die angedrohte Maßnahme zu verzichten. «Wir haben über viele Wochen mitbekommen, dass die Mannschaft keine Einheit ist. Das haben wir in der Kabine gesehen, das haben wir in den Gesprächen mit dem Mannschaftsrat gesagt bekommen. Ich hatte es nicht so extrem eingeschätzt, aber die Signale waren eindeutig», sagte Breitenreiter.

OLDIE: Ist es für Franck Ribéry das Abschiedsjahr beim FC Bayern oder bleibt der Franzose doch länger? Denn aktuell ist der 35-Jährige für den Meister Gold wert. Erst erzielte Ribéry den Siegtreffer gegen RB Leipzig, dann war er mit zwei Toren beim 3:0 in Frankfurt erneut Matchwinner. «Ich liebe Bayern, die Bayern lieben mich. Man weiß nie, was im Leben passiert», sagte Ribéry zu seiner Zukunft. Lob gab es auch von Trainer Niko Kovac: «Franck und Arjen Robben sind Weltklasse-Spieler. Die sind nicht umsonst da, wo sie sind. Man wird älter, aber die Qualität verlierst du nicht.»

YOUNGSTER: Das Hinrunden-Finale war mal wieder der Spieltag der Youngster. In Jadon Sancho (Borussia Dortmund), Ahmed Kutucu (FC Schalke 04) und Joshua Sargent (Werder Bremen) trafen drei 18-Jährige. Und auch Leverkusens Doppel-Torschütze Kai Havertz zählt gerade einmal 19 Jahre.

ZITTERN: Mit einem 3:1 gegen Hertha BSC hat Leverkusens Trainer Heiko Herrlich noch einmal Argumente in eigener Sache geliefert. Ob es reicht, um bei der Analyse der Verantwortlichen weiter das Vertrauen zu erhalten? Unterm Bayer-Kreuz wird jedenfalls seit Tagen über den Ex-Dortmund-Coach Peter Bosz spekuliert. «Wenn du die Ergebnisse nicht hast, kommt die Kritik. Es war aber nicht alles schlecht», sagt Herrlich, der drei Siege aus den letzten vier Partien holte.

Fotocredits: Uwe Anspach
(dpa)

(dpa)

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