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Schalke sucht Weg nach Europa

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Gelsenkirchen – Dass Schalke 04 auch in der nächsten Saison wieder auf der europäischen Fußball-Bühne spielen will, ist kein Geheimnis. Allerdings gestaltet sich die Mission schwierig.

Angesichts der Situation in den drei Wettbewerben Bundesliga, DFB-Pokal und Europa League stellt sich für den Revierclub die Frage, was passiert, wenn das ambitionierte Unterfangen misslingt?

Für Trainer Markus Weinzierl und sein Team ist die Lage kompliziert. Als Tabellen-Zehnter hat Schalke in der Bundesliga acht Punkte Rückstand auf den Sechsten Hertha BSC. 13 Spieltage bleiben noch, um ins obere Drittel der Liga vorzustoßen und sicher in die Europa League einzuziehen. Doch die Konkurrenz ist groß. Womöglich genügt am Ende auch Platz sieben, wenn sich der DFB-Pokalsieger bereits über die Liga für Europa qualifiziert.

Noch besteht für den Revierclub, der in den vergangenen zehn Jahren nur einmal (Saison 2009/10) nicht europäisch mitmischte, auch die Chance, als Pokal-Sieger zum dritten Mal in Serie in die Europa League einzuziehen. Allerdings bescherte das Los die denkbar höchste Hürde. Am 1. März muss Schalke im Viertelfinale bei Bayern München antreten. Selbst bei einem Sieg wären zwei weitere Erfolge nötig, um am 27. Mai in Berlin zum sechsten Mal den «Pott» zu holen.

Der Königsweg wäre der Gewinn der Europa League. Nicht nur weil Schalke mit dem zweiten kontinentalen Titel seit dem legendären UEFA-Cup-Triumph 1997, der sich im Mai zum 20. Mal jährt, einen enormen Prestigegewinn feiern könnte. Auch wäre damit die Qualifikation für die weit lukrativere Champions League verbunden. Nicht zuletzt deshalb betonen Weinzierl, Manager Christian Heidel und Leon Goretzka vor dem Zwischenrunden-Rückspiel gegen PAOK Saloniki unisono. «Wir wollen in der Europa League weiter für Furore sorgen.»

Der Einzug ins Achtelfinale scheint nach dem 3:0 im Hinspiel in Thessaloniki nur Formsache. Weinzierl kündigte an, dass es gegen die ersatzgeschwächten Griechen zahlreiche personelle Wechsel geben werde. Seine Dauerbelasteten erhalten eine Erholungspause. «Wir werden etwas mehr rotieren, aber wir sind noch nicht durch», mahnte der Coach. Max Meyer ist zuversichtlich: «Wenn wir eine ähnliche Leistung bringen wie im Hinspiel, werden wir in die nächste Runde einziehen.»

Bereits am Freitag wird in Nyon das Achtelfinale ausgelost. Sollte Schalke wie erwartet in der Trommel liegen, braucht man angesichts namhafter Konkurrenz auch Losglück. Bis zum Finale in Solna am 24. Mai wären noch drei weitere Runden zu überstehen. Heidel muss sich also mit den finanziellen Planungen gedulden. Zwar betont der Sportvorstand stets, man könne wirtschaftlich auch ein Jahr ohne Europapokal überstehen. Aber Verhandlungen mit potenziellen Neuzugängen sowie Spielern, deren Verträge auslaufen, erleichtert es nicht.

Der Kampf um Sead Kolasinac scheint schon verloren. Der bosnische Linksverteidiger steht längst auf der Liste zahlreicher europäischer Top-Clubs. Laut «WAZ» und «Reviersport» hat der ablösefreie 23-Jährige Angebote von Juventus Turin, Inter Mailand, FC Chelsea und Tottenham Hotspur vorliegen. Dass das Eigengewächs über den Sommer hinaus Schalker bleibt, gilt inzwischen als unwahrscheinlich.

Voraussichtliche Aufstellungen:

FC Schalke 04: Fährmann – Kehrer, Naldo, Nastasic – Riether, Geis, Aogo – Meyer, Choupo-Moting – Konopljanka, Huntelaar

PAOK Saloniki: Glýkos – Crespo, Malezas, Kitsiou – Deligiannidis, Cimirot, Biseswar, Mystakidis – Henrique – Campos, Athanasiadis

Schiedsrichter: Luca Banti (Italien)

Fotocredits: Ina Fassbender
(dpa)

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