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Sport und Neurodermitis schließen sich nicht aus – Das sollten Sie beachten

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Viele an Neurodermitis Erkrankte glauben, dass sie keinen Sport treiben dürfen, um den Zustand der Haut nicht zu verschlechtern. Das trifft aber nur zum Teil zu: starkes Schwitzen und intensive Trainingseinheiten können das Hautbild und die Beschwerden deutlich verschlechtern. Wer sich aber an einige wichtige Regeln hält, wird feststellen, dass Sport guttut und die Beschwerden sogar bessern kann.
Sport und Neurodermitis schließen sich nicht aus – Das sollten Sie beachten

Kein Training während eines akuten Schubs

Das ist die wichtigste Regel für Neurodermitiker, besonders Sportarten, bei denen stark geschwitzt wird, sollten während eines akuten Ekzem-Schubs vermieden werden. Die trockene, rissige und zu Entzündungen neigende Haut, kann durch starkes Schwitzen weiter ausgetrocknet werden. Auch Hitzestaus unter Sportkleidung aus zu dicker Baumwollkleidung oder unter Trainingsanzügen aus nicht atmungsaktiven Kunstfasern können Juckreiz und Entzündlichkeit der betroffenen Hautareale verschlechtern. Bei Verwendung von atmungsaktiver Funktionskleidung könne solche Hitzestaus weitestgehend vermieden werden. Die sportlichen Aktivitäten sollten der individuellen Leistungsfähigkeit angepasst und langsam gesteigert werden, dann ist sogar Leistungssport möglich. Regelmäßiges, moderates Training kann sich sogar positiv auf die Symptome der Erkrankung auswirken, da die Durchblutung verbessert und das Immunsystem gestärkt wird.

Achte Sie darauf, wo Sie trainieren

Bei Sportarten im Freien sollten bei bestehender Pollenallergie die Pollenflugzeiten beachtet werden, da Blüten- und Gräserpollen bei Allergikern einen Neurodermitis-Schub auslösen können. Sportarten auf dem Sportplatz sind nicht gut für Menschen mit Neurodermitis geeignet, da Schmutz, Erde und Bakterien aufgrund der gestörten Barrierefunktion leicht in die Haut eindringen können und so Juckreiz und Hautausschlag verstärken. Auch Schwimmen in gechlortem Wasser kann die Haut austrocknen und reizen, so dass diese Sportart auf Dauer nicht für Menschen mit Neurodermitis geeignet erscheint. Gegen einen gelegentlichen Schwimmbadbesuch im schubfreien Intervall ist nichts einzuwenden.

Hygiene nach dem Sport ist gut, sollte aber nicht übertrieben werden

Nach dem Sport geht’s ab unter die Dusche – übertreiben sollte man das als Neurodermitiker allerdings nicht. Heißes Wasser und Duschgels können die Haut austrocknen und die Beschwerden verschlimmern. Eine lauwarme oder kühle Dusche entfettet die Haut weniger und schont den ohnehin schon angegriffenen Säureschutzmantel der Haut. Auch die Verwendung eines Duschöls hilft die Barrierefunktion der Haut nicht weiter zu schwächen. Duschgels mit schäumenden Zusätzen sollten gemieden werden. Einige Menschen, die an Neurodermitis erkrankt sind, reagieren auch auf Duftstoffe – also besser unparfümierte Produkte zur Körperpflege verwenden. Nach dem Duschen sollte auf die noch leicht feuchte Haut eine pflegende Lotion aufgetragen werden. Hier sollte die Wahl auf eine Lotion mit einer leichten Konsistenz fallen, da zu reichhaltige Lotionen, im Zusammenspiel mit dem vom Sport aufgeheizten Körper, zu einem Hitzestau führen können, die den Juckreiz verstärken. Für Neurodermitiker geeignete Pflegeprodukte finden Sie auf eucerin.de.

Foto: Thinkstock, iStock, Jacob Wackerhausen