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Beim Biathlon-Weltcup-Auftakt vom 3. bis 7. Dezember in Östersund gehen die Skijäger wieder in die Spur. Das deutschen Team zeigt sich beim Lehrgang in Muonio gut gerüstet. In Schweden rücken Mixedstaffel-Weltmeisterin Sabrina Buchholz aus Oberhof und die Altenbergerin Anne Preußler in das Damen-Team.

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Der dreifache Olympiasieger Michael Greis geht eigene Wege: “Ich respektiere den Bundestrainer, aber ich möchte weiter eigenständig trainieren”, distanzierte sich der Superstar der deutschen Biathleten vor der Saison von Bundestrainer Frank Ullrich. Die Führung des Deutschen Skiverbandes bleibt gelassen: “Trainingsältere Athleten können auch Sonderwege gehen”, sagte der Präsident Alfons Hörmann. Am 3. Dezember beginnt die Weltcup-Saison im schwedischen Östersund. Einer der Favoriten: Michael Greis.

Michael Greis/ Foto: Wikipedia

Der dreifache Olympiasieger ist ein Tüftler. Wie andere Biathleten auch pflegt er seine Waffe akribisch, nimmt es sehr genau mit dem Material und gestaltet seine Regenerationszeiten individuell. Bloß wenn andere etwas verändern, spielt es sich im Zentimeterbereich ab, “beim Michael sind es dagegen Millimeter”, sagte Mannschaftskollegin Kathrin Hitzer der “Süddeutschen Zeitung”. Und Hitzer muss es wissen, denn seit Ende März ist sie mit dem Nesselwanger liiert.

Es bedeutet noch kein Zerwürfnis, wenn Greis eigene Wege geht. Seit zwei Jahren variiert er die Saisonvorbereitung und trainiert in Ruhpolding unter Remo Krug. Auch dass er nicht zum ersten Gletschertraining, sondern erst zur Intensivierung in Finnland zur Mannschaft gestoßen ist, ist kein Affront. Neu ist hingegen, dass Greis mit Verve seinen Weg in die Öffentlichkeit trägt.

Dieser eigene Weg hat mit dem aus der DDR stammenden Bundestrainer Frank Ullrich zu tun. Dessen Training sei ihm zu sehr von oben verordnet, die Freiräume, die er jetzt habe, “das Ergebnis eines relativ harten Kampfes”. Unter Fritz Fischer habe er in Ruhpolding gelernt, dass “Athleten zu mündigen Athleten erzogen werden müssen, die auf sich selber hören können”.

Der eigentlich für seine harte Führung bekannte Biathlon-Bundestrainer mag kein Öl ins Feuer gießen und ist “optimistisch, dass wir das bis zum Winter wieder hinkriegen”. Ullrich verweist darauf, dass unter seiner Führung bereits Asse wie Frank Luck, Ricco Groß und Sven Fischer gelegentlich ihre Extrawürste braten durften.

Greis und Ullrich sind beide Alphatiere. Ullrich bracht den 32-Jährigen, seinen erfolgreichsten Athleten. Der begegnet ihm auf Augenhöhe, Nachwuchsathleten orientieren sich an ihm. Ullrichs Glück ist die Akribie, mit der Greis arbeitet. Denn den Sprengsatz entschärfen kann vor allem eines: Erfolg.    [...mehr]


Die Biathletin Simone Hauswald hat bei den dreigeteilten deutschen Meisterschaften auf Rollskiern nach den Titeln im Einzel und in der Verfolgung vor einer Woche in Ruhpolding zum Abschluss in Oberhof auch den Massenstart-Titel errungen. Bei den Herren ging der Titel an Daniel Graf.

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Die dreimalige Olympiasiegerin Kati Wilhelm und Mixed-Weltmeister Andreas Birnbacher haben knapp drei Monate vor dem Weltcup-Auftakt den Deutschen-Meister-Titel im Sprint auf Rollski errungen. Für die 32-Jährige war es in Langdorf am Arber ihr siebter nationaler Titel.

Platz zwei ging bei trockenem und kaltem Wetter über 7,5 Kilometer an Simone Hauswald, die in Ruhpolding zwei Titel gewonnen hat und Dritter wurde Anne Preußler. Alle drei Athletinnen leisteten sich einen Schießfehler. Weltcup-Gesamtsiegerin Magdalena Neuner errang nach zwei Schießfehlern den fünften Platz.

Auch alle drei Herren schossen einmal daneben. In der Schlussrunde konnte Birnbacher den Staffel-Olympiasieger Michael Rösch noch abfangen. Platz drei ging über die 10 Kilometer and den Nesselwanger Michael Greis.

Am kommenden Wochenende findet in Oberhof der Abschluss der Deutschen Biathlon-Meisterschaften auf Rollski statt.    [...mehr]


Noch sind es knappe drei Monate bis zum Start in die Wintersport-Saison. Aber die Biathleten testeten ihre Frühform nach intensiven trainingsintensiven Sommermonaten am Wochenende bei den Deutschen Meisterschaften auf Roll-Skiern. Die 29-Jährige Simone Hauswald holte sich zum Auftakt in Ruhpolding zwei Siege. Bei den Männern war Christoph Knie und Christoph Stephan in der Verfolgung erfolgreich.

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Magdalena Neuner

Unglaublich – die Erfolgsgeschichte der Magdalena Neuner geht weiter. Mit gerade einmal 21 Jahren holte sie als jüngste Biathletin der Geschichte den Gesamtweltcup. „Man kann kaum in Worte fassen, was passiert ist. Das ist einfach der Wahnsinn” beschrieb die junge Wallgauerin ihren Erfolg. Gemeinsam mit Altmeister Ole Einar Björndalen wurde Neuner von den Fans am Osloer Holmenkollen frenetisch gefeiert.

Magdalena Neuner bei Biathlon

Am Ende reichte Neuner ein neunter Platz beim abschließenden Massenstart, um sich den Gesamterfolg zu sichern. Für die deutschen Biathletinnen war es der dritte Gesamtweltcup in Folge, nachdem zuvor schon Andrea Henkel und Kati Wilhelm gewinnen konnten. Die große Konkurrentin Sandry Bailly hatte am letzten Weltcup-Wochenende schließlich das Nachsehen und zollte Neuner anschließend Respekt. Für Neuner war es die zweite sehr gute Saison in Folge, mit drei Weltmeistertiteln und dem Gesamtweltcup verabschiedet sie sich in den verdienten Urlaub. Aber auch die anderen Athletinnen des deutschen Teams können voller Stolz auf diese Saison zurück blicken, schließlich gab es nur ein Rennen, wo keine deutsche Biathletin auf dem Podest stand. Am Ende belegten Andrea Henkel, Kati Wilhelm und Martina Glagow die Plätze 3 bi 5 im Gesamtklassement.

Etwas schwieriger war der Umbruch bei den Männern. Nach dem Rücktritt von Sven Fischer und Ricco Gross mussten sich die neuen Athleten erst beweisen, was ihnen auch eindrucksvoll gelang, schließlich landeten fünf von ihnen unter den besten 15. Im Abschlussklassement belegte Michael Greis den vierten Platz und zeigte sich nicht unzufrieden, schließlich war der Olympiasieger sehr schlecht in die neue Saison gestartet.    [...mehr]


Magdalena Neuner sprintet zum Sieg         ©flickr/michael_brammen

Bei der letzten Weltcup-Station dieses Winters im russischen Khanty-Mansiysk gewann die deutsche Biathletin Magdalena Neuner den Sprint über 7,5 Kilometer. Bei den Männern holte sich beim 10 Kilometer-Sprint der norwegische Routinier Ole Einar Björndalen den Sieg.

 

Es ist kaum zu glauben. Erst holt sich die junge Biathletin diesen Winter zwei Goldmedaillen bei der Weltmeisterschaft im schwedischen Östersund und gestern siegte die 21-Jährige zum vierten Mal in dieser Saison. Mit dem Erfolg in der russischen Biathlon-Station greift sie jetzt im Kampf um die große wie auch um die kleine Kristallkugel kurz vor dem Ende des Winters noch Mal an. Die gegenwärtig im Weltcup führende Französin Sandrine Bailly fuhr beim Sprint hinter der Siegerin ein. Die Russin Albina Achatowa wurde knapp vor Kathrin Hitzer Dritte.

“Heute konnte ich wieder richtig gut kämpfen. Das hat echt Spaß Magdalena Neuner leistete sich nur einen Fehler im Stehendschießen         ©flickr/sjurr gemacht”, sagte Neuner in einem ZDF-Interview, nachdem die junge Bayerin sichtlich ohne große Probleme über die Strecke jagte. Die Zwischenzeiten waren ihr beim gestrigen Rennen völlig egal. “Ich habe rein gar nix verstanden. Ich hatte doch die Ohrstöpsel drin. Ich bin einfach nur gerannt, und es hat wieder mal gereicht”, erläuterte sie weiter. Und auch den Schießstand verließ Neuner fast fehlerfrei. Sie erlaubte sich lediglich einen Fehler bei ihrer Zitterdisziplin, dem Stehendschießen.

Im Gesamt-Weltcup liegt die Wallgauerin weiter auf der dritten Position, ist nun aber bis auf sechs Zähler an ihre Teamkollegin Andrea Henkel herangekommen. Zum Gelben Trikot fehlen Neuner jetzt nur noch 26 Punkte. Und auch in der Sprintwertung ist noch alles offen. Neuner liegt nur noch sieben Punkte hinter Bailly.

Ole Einar Björndalen diesen Winter nicht zu stoppen        ©flickr/michael_brammenWährend der beste Skijäger der Gegenwart und Weltcup-Spitzenreiter Ole Einar Björndalen vor seinem Landsmann Emil Hegle Svendsen souverän gewann, liefen die deutschen Biathleten ohne Michael Greis nur hinterher. Carsten Pump und Michael Rösch kamen auf Rang 13 und 15 ins Ziel. Alexander Wolf belegte Platz 30.    [...mehr]


Michael Greis ©Michael Brammen

In dieser Woche gastiert der Biathlon-Weltcup erstmals in seiner Geschichte in Pyeongchang. Die südkoreanische Stadt liegt circa 180 Kilometer von der Hauptstadt Seoul entfernt und begrüßt die Athleten mit momentanen -13 Grad. Neben der langen Anreise müssen sich die Biathleten noch mit organisatorischen Problemen auseinandersetzen.

Trotz alledem freuen insbesondere die deutschen Biathleten auf das Rennen in Südkorea, denn für Magdalena Neuner, Martina Glagow, Andrea Henkel und Kati Wilhelm geht es noch um wichtige Punkte im Gesamtweltcup. Momentan führt Andrea Henkel dank ihrer zwei Weltmeistertitel mit 576 Punkten vor der Französin Sandrine Bailly mit 542 Punkten. Magdalena Neuner - wikipedia ©MaloMedvedHinter diesen beiden Führenden lauert das Trio Martina Glagow (532), Kati Wilhelm (531) und Magdalena Neuner (524). Eine dieser vier deutschen Topathletinnen möchte auf jeden Fall die große Kristallkugel erobern.

Bei den Männern hingegen scheint der Gesamtweltcup bereits entschieden. Über allen thront der König der Biathleten Ole Einar Björndalen mit 735 Punkten. Auf den Plätzen zwei und drei folgen die beiden Russen Dmitri Yaroshenko (563) und Maxim Tchoudov (541). Bester Deutscher ist wieder einmal Michael Greis auf Platz sechs mit 410 Punkten. Er möchte, nachdem er sich im vergangenen den Gesamtweltcup sichern konnte, noch einmal einen Angriff nach vorn unternehmen und visiert die einen Platz unter den ersten Drei an.

Die recht anspruchsvolle Strecke wird den Athleten alles abverlangen auf dem Schlussspurt des Weltcups. Ausgetragen werden die beiden Sprintentscheidungen, die Verfolgungen und der abschließenden Mixedstaffel am Sonntag am Biathlon-Wochenende in Pyeongchang. Danach gastiert der Biathlon-Zirkus noch im russischen Khanty Mansiysk und abschließend am Holmenkollen in Norwegen.

Dann heißt es für die Athleten erst einmal Urlaub, sich vom anstrengenden Weltcup erholen. Der Winter war trotz des personellen Umbruchs wieder einmal sehr erfolgreich. Neben fünf Goldmedaillen bei den Weltmeisterschaften in Östersund ergatterten die deutschen Biathleten zahlreiche Weltcup-Siege. Die meisten von ihnen träumen von einem paradiesischen Badeurlaub unter der Sonne, wo sie den Skianzug mit der sexy Bademode tauschen werden.
Aber zunächst müssen noch die letzten drei Weltcups über die Bühne gebracht werden. Beginn ist heute mit dem Sprint der Herren.    [...mehr]


Andrea Henkel gewinnt Gold! © wikimediaDie Biathletin Andrea Henkel hat das Verfolgungsrennen bei der WM im schwedischen Östersund gewonnen, nachdem sie gestern schon im Sprint die Schnellste war. Mit einer überragenden Schießleistung verwies die Thüringerin die Russinnen Jekaterina Jurjewa und Albina Achatowa auf die Plätze. Magdalena Neuner wurde als Sechste zweitbeste Deutsche. “Beim letzten Schießen musste ich mich ziemlich zusammennehmen und bin dann gelaufen, was ich konnte”, sagte die nun fünffache Weltmeisterin nach dem Rennen. Damit ist die Sportsoldatin aus Großbreitenbach die Erfolgreichste der aktiven deutschen Skijägerinnen. Eine gute Schützin war die 30-Jährige schon immer, ihre Laufleistungen hingegen waren mittelmäßig. Deshalb bolzte Henkel Kondition, trainierte sogar Eisschnelllauf, und das hat sich ausgezahlt: Auch Jurjewa und Achatowa schossen fehlerfrei, hatten aber keine Chance gegen Henkel.    [...mehr]


Die Sportler des Jahres 2007 sind am vergangenen Wochenende von über 1.000 stimmberechtigten Sportjournalisten gewählt worden, wobei es aber keine wirkliche Überraschung gab.

Die erst 20jährige Biathletin Magdalena Neuner wurde zur Sportlerin des Jahres 2007 gewählt. Damit machte sie das Triple bei den Biathletinnen perfekt, nachdem Uschi Disl 2005 und Kati Wilhelm 2006 den Titel errungen hatten. Die Triumpfe der Biathlon-Damen macht deutlich, wie sehr der Biathlon-Sport an Stellenwert gewonnen hat. Magdalena Neuner konnte bei den Weltmeisterschaften am Anfang dieses Jahres drei Goldmedaillen erringen, eine in der Staffel, eine im Sprint und eine in der Verfolgung. Manchmal hapert es bei der jungen Athletin noch etwas am Schießstand, aber läuferisch gehört zur Extraklasse eines Ole Einar Björndalen, der in seiner Karriere über 70 Einzeltitel holen konnte, ähnliches erwartet man auch von Neuner. Auf den Plätzen zwei und drei folgten Diskuswerferin Franka Dietzsch, die bei den Titelkämpfen in Osaka die Goldmedaille holte, und Nationaltorhüterin Nadine Angerer, die bei der Fußball-Frauen-WM ohne Gegentor blieb und im Finale einen Elfmeter gehalten hatte.

Bei den Männern konnte sich Turner Fabian Hambüchen vor Timo Boll und Dirk Nowitzki durchsetzen. Der Turn-Floh gewann bei den Weltmeisterschaften in Stuttgart die Goldmedaille am Reck, Silber im Mehrkampf und Bronze mit der Mannschaft. Getragen von der Begeisterung der Zuschauer wuchs Hambüchen bei den Titelkämpfen über sich hinaus und konnte das deutsche Team zurück an die Weltspitze führen. Möglicherweise gelingt ein ähnlicher Erfolg bei den Olympischen Spielen in Peking. In Peking schon recht bekannt ist Timo Boll. Der einzige Europäer, der regelmäßig in die Phalanx der chinesischen Tischtennisspieler einbrechen kann, möchte den Chinesen vor allem bei Olympia im eigenen Land ein Schnippchen schlagen. Dirk Nowitzki, der MVP der vergangen NBA-Saison, erringt mit seinen Leistungen auch in Deutschland Anerkennung, auch wenn es bei der Europameisterschaft nicht so gelungen ist.

Mannschaft des Jahres sind die deutschen Handball-Weltmeister geworden. Das Wintermärchen 2007 endete im Januar erfolgreich mit dem Finalsieg über Polen, gegen die das deutsche Team noch in der Vorrunde verloren hatte. Die Mannschaft steigerte sich kontinuierlich bis ins Finale und zog im Finale immerhin 16 Millionen Menschen vor die Bildschirme. Auf dem zweiten Platz landeten die Fußball-Weltmeisterinnen, die in China zum zweiten Mal in Folge den Titel holen konnten und dies ohne ein Gegentor. Den dritten Platz belegte der THW Kiel, der Meisterschaft, Champions League und Pokal in die Ostseehalle holen konnte.    [...mehr]


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